Die Chroniken von Eras - Im Bann der Zeit

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  • Besorgt wachte Tan über Liana. Zwar war sie immer noch bewusstlos, doch bewegte sie sich ab und zu, nuschelte seinen Namen und schien dabei beinahe zu erwachsen, bevor sie erneut erschlaffte. Nicht einmal angesichts des Dämonenangriffs hatte er sich so hilflos gefühlt, wie in diesem Moment.

    Die Frage der Menschenfrau riss ihn aus seinen verzweifelten Gedanken. Er räusperte sich und sagte zögerlich:

    „Mein Name ist Tan… Wir sind bloß einfache Reisende.“

    Rasch setzte er hinzu:

    „Ich möchte mich noch einmal für deine Hilfe bedanken. Was ist dein Name?“


    „Ja.“ Kiv nickte Meleas zu und sah sich dann um. Sie waren in einer engen dunklen Gasse, doch wirklich versteckt waren sie nicht.

    „Ihr kennt Euch in dieser Stadt aus, nicht wahr?“, fragte sie an den Menschen gewandt. „Kennt Ihr ein gutes Versteck in der Nähe?“

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    Chrissi: Boah Franzi, wenn man dich so reden hört ohne dich zu kennen, könnte man auch glauben du wärst so'n Soziopath!<3

  • Prius schien durchaus verwirrt, allerdings konnte man ein kleines Lächeln erkennen. "Ihr landet zufällig in dieser Stadt und rettet aus heiterem Himmel einen Mann vor einer Hinrichtung, den ihr nicht kennt?" Er schüttelte wie zur eigenen Antwort den Kopf. "Es war sicher nicht der Zufall, der euch nach Nirha geführt hat. Zumal es für euresgleichen nicht gerade die sicherste Zeit ist, sich hier aufzuhalten. Was führt euch nach Nirha?"

    "Wir suchen einen Heiler." Lyrianos war wie aus dem Nichts aufgetaucht. Er nickte Kiv und Meleas zu und wandte sich wieder an Prius. "Einen, der nich nur körperliche Wunden heilen kann." Sein vielsagender Blick traf Prius und dieser schien sofort zu wissen, wovon Lyrianos sprach. "Die Träume....". Anhand ihrer Gesichter erkannte er sofort, dass er ins Schwarze getroffen hatte. Er nickte. "Nun, in diesem Fall habt ihr den Richtigen vor dem Tode bewahrt. Ich kann euch eure Fragen beantworten - aber nicht hier." Er sah die junge Eldarin an. "Ich habe in der Tat ein gutes Versteck, unten in der Kanalisation."

    Lyrianos hob die Arme. " Nicht, bevor wir die anderen gefunden haben. Zwei unserer Freunde fehlen noch." Er hielt beide Hände wie zum Gebet vor sich und flüsterte mit geschlossenen Augen ein paar unverständliche Worte in die Hände. Als er sie öffnete, schwebte ein kleines Licht sichtbar vor ihnen und schien einen Moment zu verharren, ehe es sich zielgerichtet in eine Richtung bewegte.

    Prius machte große Augen, fing sich aber sofort wieder. "Ein Aufspürungszauber. Ihr solltet in dieser Stadt mit eurer magischen Gabe vorsichtiger umgehen."

    Lyrianos schüttelte nur den Kopf. "Die Wächter auf dem Markt sind fast alle tot oder längst geflohen. Und weit können die beiden nicht gekommen sein."

    Das Licht schien nicht sehr weit fliegen zu wollen, denn es flog recht schnell zu einer Tür eines Wirtshauses...


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  • "Einfache Reisende. Soso." Die Wirtin schüttelte leicht den Kopf und betrachtete die beiden genauer. Sie nahm es ihnen nicht ab.

    "Ihr könnt fürs Erste hierbleiben, ich schließe das Wirtshaus für zwei, drei Tage nach den Ereignissen. Ich bin Eleonora, Tan." Sie kniff leicht die Augen zusammen.

    "Wo kommt ihr her?"


    Meleas hob nur eine Augenbraue. Träume. Naja.

    "Ich bin jemandes Begleiter, Prius." Die Zauberei Lyrianos' kommentierte er gar nicht, sondern setzte sich in Bewegung. Das Wirtshaus... Bevor er allerdings eintrat oder es zumindest versuchte hob er einen finger an die Lippen und lauschte kurz hinein. Gemurmel, das man nicht verstand, jedoch keine Schreie oder anderes. Er warf einen Blick durchs Fenster. Keine Wachen, keine Soldaten waren zu sehen. Ernickte den anderen zu.

    "Scheint sicher zu sein, aber bleibt wachsam."

  • Mit knarzenden Schuhsohlen blieb Vathalyk an Ort und Stelle stehen, wo er war. Es waren viel zu viele Leute hier, um einfach seinen Augen trauen zu können. Seine Ohren musste er aber auch nicht einsetzen, um die Geräuschquelle zu orten: Sie stand schließlich direkt in seinem Weg und hinderte ihn ziemlich gekonnt am Fortschreiten. Mit gewisser, wohl kaum zu übersehender Skepsis im Gesichtsausdruck musterte er den Mann, der anscheinend so dringend etwas von ihm wollte. War das ein Seemann ? Vielleicht sogar jemand von der Besatzung des Schiffes, von dem er gerade gekommen war und den er nie wirklich kennen gelernt hatte ? Angesichts der wochenlangen Überfahrt kaum denkbar, aber dennoch nicht völlig auszuschließen.


    "Ich suche Orientierung." war das Erste, was Vathalyk mit dunkler Stimme von sich gab. "Aber dass ich irgendwann auch Arbeit suchen werde, kann ich mittelfristig nicht ausschließen." setzte er dann nach, wobei sich fast schon ein leicht wehleidiges Grinsen auf sein Gesicht stahl. Diese verdammten Bauern mit ihren verdammten Karren... so viel Gold hatten sie ihm abgeknöpft, für fast nichts! "Was gibt es denn so dringendes ?" Dringend musste es ja sein, wenn der Mann so darauf erpicht war, seine Aufmerksamkeit zu bekommen. Hoffentlich war es auch wichtig und lohnte sich auch! Allzu zuversichtlich war Vathalyk aber nicht...

  • Darek rümfpte die Nase. Der Typ redete irgendwie komisch. Egal. Er sah sich kurz um, fand aber nicht, wonach er suchte.

    "Ich brauch jemanden, der mir den Rücken freihält. Ich schulde nem Typen ne ganze Menge Geld und ich habs beisammen - ich denke aber, dass er mich übers Ohr hauen will, also hab ich wenig Lust dort allein aufzukreuzen. Wenn du mir hilfst, aus der Sache heil rauszukommen, zahl ich dir zwei Goldstücke. Interessiert?"


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  • „Träume?“, wiederholte Kiv verwirrt. Wieso sprachen sie plötzlich von Träumen? Unwillkürlich wanderten ihre Gedanken zu dem Traum, der sie in regelmäßigen

    Abständen heimsuchte. Konnte es sein…? Doch da hatte Lyrianos bereits einen Zauber gewirkt und sie setzten sich in Bewegung. Ein beklemmendes Gefühl des

    Unbehagens kroch Kivs Kehle empor. Sie ließ sich ans Ende der kleinen Gruppe zurückfallen und blieb wachsam, doch lange waren sie nicht unterwegs. Zweifelnd

    betrachtete sie das Gebäude, in dem sich angeblich ihr Bruder aufhalten sollte. Soweit sie es einschätzen konnte, wirkte es wie der Eingang zu einem Wirtshaus, doch anscheinend war es zur Zeit nicht für Gäste geöffnet. Sie spürte keine Gefahr davon ausgehen, dennoch legte sich ihre Wachsamkeit nicht.

    "Warum sollten Tan und Liana sich hier aufhalten?", fragte sie zweifelnd. "Wenn sie sich verstecken wollten, wäre es nicht sinnvoller, in ein belebtes Gasthaus zu gehen?"


    "Aus dem Norden", erwiderte Tan.

    "Das ist unser erster Aufenthalt in Nirha", fügte er wahrheitsgemäß hinzu und neigte dann den Kopf.

    "Noch einmal möchte ich dir danken, Eleonora. Ich bin sicher, dass wir deine Gastfreundschaft nicht so lange beanspruchen werden." Kurz blickte er zu Liana, die sich noch immer in diesem eigenartigen Zustand zwischen Bewusstlosigkeit und Erwachsen befand. Sein Blick wanderte weiter zu dem Ork bei der Tür.

    "Und Euch möchte ich ebenfalls danken", sagte er nun, bevor er an beide gewandt sprach:

    "Meine Begleiterin, Liana... Sie wird einige Zeit des Ruhens brauchen. Ich werde über sie wachen."

    Es war wichtig, dass er mit Liana allein war, damit er den Zustand ihres Geistes kontrollieren konnte.

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  • Vathalyks erste Reaktion war es, die Arme vor der mächtigen Brust zu verschränken. Was der Mann vor ihm da redete, war gelinde gesagt ein überaus spontanes Anliegen. Zwei Goldstücke ? Das konnte sehr gutes, leicht verdientes Geld sein, aber genauso gut auch das exakte Gegenteil. Er brauchte mehr Informationen.


    "Was meint ihr mit 'über's Ohr hauen' ? Also entweder hat man Schulden bezahlt oder nicht. Das heißt... ihr denkt, dass ein Überfall geplant ist ? Dann wäre es hilfreich zu wissen, von welcher Summe wir hier reden. Ich laufe nicht gerne einer unbekannten Anzahl mir unbekannter Männer entgegen, die ihre Messer auf mich gerichtet haben."

  • Darek nickte entschuldigend. "Natürlich, ihr sollt wissen, worauf ihr euch einlasst. Ich habe einem Mann namens Vikaar für etwas angeheuert - die Hälfte des Geldes bekam er vor seinem Auftrag, die andere Hälfte soll er danach bekommen. Die Summe ist nicht klein, aber für die Arbeit völlig angemessen gewesen. Für die Bezahlung des vollendeten Auftrags hat er einem Treffen am Hafen nicht zugestimmt. Ich soll ihn unten in der Kanalisation, nahe der Zisterne, treffen." Der Fremde sah nicht aus, als wäre er schon einmal in Nirha gewesen, daher musste Darek wohl noch ein paar Infos mehr preisgeben. "Dort unten gibt es eine Art.... Schwarzmarkt. Die Wachen halten sich aus den Geschäften da unten weitesgehend raus - die Gänge sind zu verwinkelt und zu undurchsichtig. Natürlich zieht das auch weniger ehrliche Bürger an. Wenn ich da alleine runter gehe, kann ich mir nie sicher sein, dass mir nicht jemand mit dem Knüppel eins überzieht. Eure Anwesenheit allein sollte dafür schon ausreichen. Bei Vikaar sieht die Sache anders aus. Er ist ... ein Mann mit vielen Talenten, für die man durchaus Verwendung haben kann. Außerdem kann man sich sicher sein, dass der Auftrag auch erfüllt wird. Sicher ist jemand seines Formats auf offener Straße ein wenig... gefährdet. Dennoch würde ich mich mit euch an meiner Seite sicherer fühlen. Euer Anblick allein kann Vikaar womöglich davon abhalten auf komische Gedanken zu kommen. Er ist nicht gerade eine vertrauenswürdige Person. Mit Sicherheit rechnet er aber nicht damit, dass ich mir für den Fall der Fälle eine Wache organisiere."


    Lyrianos und die anderen hielten vor dem Wirtshaus. Zur schleichenden Katze stand auf dem Banner oben. Prius gesellte sich zu Lyrianos. "Dies ist das Haus von Eleonora. Sie ist eine gute Frau, herzlich und offen... womöglich hat sie euren Freuen Unterschlupf gewährt." Er ging ohne zu zögern an die Tür und klopfte. "ELEONORA, mach auf! Ich bin es, Prius!"


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