Hallo Ogame Board,
ich habe erfahren, das sich unter den ganzen süchtigen (Hallo Siucery
) auch einige Hobbyschreiber (Hallo Siucery
) befinden. Da mir diese Geschichte nicht mehr aus dem Kopf geht, habe ich einmal angefanden, das nieder zu schreiben. Was kann ich verbessern? Schon eine Idee, worum es gehen könnte? Spricht der Auszug euch an? Wie daran anknüpfen? Kurzgeschichte (Eher nicht, da das dann nicht mehr unter "kurz" laufen würde, zumindest nicht nach der langen Einführung)? Ist das ganze überhaupt verwendbar?
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Es war ein schöner Tag. Kalt, aber schön. Die oberen Wolkenschichten hielten die Wärme der
Sonne ab, so das nur ein eisiger Wind wehte, was nicht ungewöhnlich für diese Höhen war.
Sophie stand an der kupferbeschlagenen Reling der Zephyr, einem großen Luftschiff. Es stand unter
der Leitung von Kapitän Cornelius, ein sehr ehrenhafter Mann, wie Sie fand. Eine Nautische Meile
unter ihr lag die Wolkendecke, ruhig und friedlich. Wie immer. So lange Sie zurück denken konnte,
waren diese Wolken unter ihnen. Niemand wusste, was es damit genau auf sich hatte. Niemand, der
durch die Wolkendecke geflogen ist, ist je wieder zurück gekehrt. Zumindest niemand auf diesem
Schiff. Aber woher sind die Wolken gekommen? Auch darauf wusste niemand eine Antwort. Es
gab Legenden über einen großen Krieg, der damals getobt hat und den Himmel verdunkelt haben
soll. Was war nun die Wahrheit? Das wird man wohl nie herausfinden, ohne unter den scheinbar
undurchdringlichen Wolkenteppich zu fliegen.
Mit jedem Atemzug drückte die kalte Luft tausende kleine Dolche in ihre Lungen, um gleich darauf
in einer kleinen Wolke aus Wasserdampf das Weite zu suchen. Eine seltsame und lebensfeindliche
Umgebung, trotz allem aber die Heimat der Menschheit. Betäubt vom Wind glitt ihr Körper über
das Deck in Richtung Schott. Das Metall des Rades war von der häufigen Benutzung bereits stark
abgegriffen und alles, was nicht schon abgenutzt war, hatte die Witterung zerstört. Wie lange das
Schiff wohl schon fliegt? Das Archiv der Logbücher war so gigantisch, das es fast einen kompletten
Raum im Schiff füllte. Es mussten also schon viele Jahre ins Land gegangen sein, seit dessen
Erbauung. Damals, als die Zephyr getauft wurde, mussten sich die Menschen noch vertragen haben.
Die Mittel um ein Schiff solcher Größe zu bauen und mit solch einem Luxus auszustatten, konnte
kein Clan der Welt alleine aufbringen. Kampfschiffe hatten bereits große Mengen dieses seltsamen
Kristalls an Bord, um das Gewicht der Kessel, des Brennstoffes, der Dampfkanonen und der
Panzerung zu tragen. Dieses Schiff aber war kein Kriegsschiff. Bis auf die vom Clan
vorgeschriebene Mindestbewaffnung gab es keinerlei Verteidigung oder Panzerung, die Piraten oder
feindliche Clans abwehren konnte. Wahrscheinlich war das zu Friedenszeiten gar nicht vorgesehen.
Sophie schloss das Schott und fand sich in einer anderen Welt wieder. Die Dolche in ihren Lungen
waren verschwunden. Die Luft war warm und trocken. Es roch nach verbranntem Gas aus den
Lampen. Ihr Mantel glitt von ihrem Körper. Der Gang wirkte einladend. Die Wände waren bis auf
hüfthöhe mit dunklem Holz beschlagen, darüber hellbraune Stoffwände. Gemälde hingen an ihnen.
Während sie dem Gang folgte blickten die großen Wissenschaftler alter Zeiten auf Sie herab. Trotz
der Wärme der Luft und die der Farben, war ihr in diesem Teil des Schiffes nicht wohl, konnte sich
aber nicht erklären, wieso. Wahrscheinlich einfach nur, weil man sich in diesem Teil des Schiffes
gerne verläuft. Die Teile, die näher an der Brücke liegen, sind einfacher aufgebaut, man musste
schließlich schnell von der Brücke zu den Quartieren und zurück kommen. In diesem abgelegenen
Teil, in dem hauptsächlich Aussichtsplattformen und ein Teil der Quartiere, sowie die
Vergnügungsräume liegen, herrscht Chaos. Hier vermag das Auge keine klare Struktur mehr zu
erkennen. Gänge kreuzen sich scheinbar willkürlich, Wegschilder aus Messing nehmen überhand
und man hört das Grollen des Maschinenraumes.
Heute jedoch war kein Laut zu vernehmen. Die Maschinen standen still, waren ohne Funktion. Ein
Bolzen oder ein Teil dessen hatte sich innerhalb der Dampfleitungen gelöst und sich in einem
Winkel festgesetzt. Durch den Dampf hatte sich das Material ausgedehnt und die Zuleitung
verbogen, wodurch der Druck den Winkel zerbersten ließ, als sei er ein dünnes Stück Holz.
Ein Maschinenjunker wurde von einem herumfliegenden Metallteil in die Flanke getroffen, ein
Offizier und ein Unteroffizier erlitten Verbrennungen zweiten und dritten Grades, als sie versuchten,
den verletzten Junker zwischen den Rohren hervor zu ziehen. Nun lag ein Drittel der Crew mit dem
verantwortlichen Offizier, ohne den das Schiff nicht repariert werden konnte, im Schiffslazarett.
Das Feuer im Kessel der Zephyr brannte nurnoch auf kleinster Stufe, um die Pumpen am laufen zu
halten, die das ganze Schiff mit Gas versorgten. Der Offizier war die einzige Person an Bord, die
etwas von solchen Maschinen verstand. Mehr wollte der Clan nicht für diese Mission entbehren,
denn durch die ständigen Auseinandersetzungen mit den Piraten sind nur noch wenige übrig
geblieben, die alle Hände voll damit zu tun haben, die Heimatbasis instand zu halten, die Verletzten
zu pflegen und neue Waffen zu erforschen. Von der ehemals stolzen Flotte welche über 40 schiffe
umfasst hatte waren nur noch 13 verblieben. Die anderen waren von Piraten versenkt oder gekapert
worden. Es hatte nie Überlebende gegeben. Wie denn auch? Man hatte entweder die Wahl, von
Kugeln durchsiebt zu werden, von Dolchen erstochen zu werden, oder ganz einfach üüber Bord zu
springen. Das muss ein schrecklicher Tod sein, dachte Sophie, hinunter in die graue Wolkendecke
zu fallen, irgendwann auf dem Boden aufschlagen und seine Innereien über das Gebiet zu verteilen.
Während Sie darüber nachdachte, zog sie einen Schlüssel aus ihrem Mantel und steckte ihn in das
dafür vorgesehene Schlüsselloch. Es klickte leise, als der Bart des Schlüssels den Riegel ihrer
Kabine zurückschob und das Schloss freigab. So geräuschlos und schnell wie die Kabinentür sich
öffnete verschwand Sophie in ihrer Kabine. In der Kabine war es dunkel und kühl. Durch die Nähe
zur Aussenhaut des Schiffes drang die Kälte herein. Wenn die Flammen der Gasheizungen
erloschen waren, gab es nichts mehr, was diese Bereiche heizte. Da die Gaspumpen nur auf
kleinster Stufe liefen wurden die Leitungen für die Kabinen geschlossen, um die zur
Druckerhaltung erforderliche Energie zu verkleinern. Wenn so ein Gasausfall länger dauerte, war es
ratsam, sich weiter in das Innere der Zephyr zu begeben, sich in einem der Gemeinschaftsräume
aufzuhalten oder sich in einer Kabine zu vergnügen. Glücklicherweise war das Gas nicht komplett
abgeschalten worden, so das wenigstens noch die Gänge beheizt und beleuchtet waren. Die Tür zum
Gang war das einzig wirklich warme im Raum. Sophie tastete im Spind nach ihrem Feuerstein um
ihre Öllampe zu entzünden. Doch trotz intensiver Erforschung ihres Spindes fand sie nichts als
einen Schminkspiegel, losem Tee, einigen Kosmetikutensilien und einigen Gegenständen, die sie
nicht identifizieren konnte. Verflixt, wo ist er nur? Ich hatte ihn doch vorne in meinen Spind gelegt.
Ein schöner Tag und ich werde vom Pech verfolgt. Um die Wand ihrer doch sehr engen Kabine
nicht zu beschädigen, schnürte sie ihre Stiefel komplett auf, damit sie ihr nicht aus der Hand
rutschen konnten, wenn sie sie auszog. Schließlich waren die Stiefel mit ihren stollenbesetzten
Sohlen zu klein für ihre zarten Füße, doch das Lager hatte keine anderen Stiefel mehr übrig, so
musste Sophie sich mit diesen störrischen Dingern abgeben, die nur Probleme machten und bis jetzt
noch in keiner Weise nützlich waren. Warm waren sie, ja, aber auch schwer und klobig. Nichts für
Damen, eher für Kampfpiloten oder Springer. Die Kälte schien von ihr Besitz ergreifen zu wollen.
Arme und Beine spürte sie nicht mehr richtig, schon gar keine Berührungen, die keinen Schmerz
auslösten. Ein deutliches Zeichen, das Sophies Körper ihr gab. Sie schlung die Decke eng um ihren
geschmeidigen Körper und schlief augenblicklich ein …
Es war ein heilloses Durcheinander. Keiner wusste mehr wohin, keiner konnte mehr sagen, wo es
nun sicher war und wo man nichts als den Tod fand. Das ganze Schiff stand in Flammen, Kugeln
zerfetzten die Wände, Funken stoben, ein Kristall brannte. Das Schiff hatte bereits Schlagseite und
drohte zu zerreisen. Inmitten diesem ganzen Chaos stand ein Mädchen, weinend, desorientiert und
verängstigt, denn sie wusste nicht wohin sie gehen sollte. Ihr Vater rannte gerade auf sie zu, als ihn
eine Kugel an der Tallie traf und ihn gegen die Wand schleuderte. Über den Kampflärm hinweg
hatte sie gehört, wie seine Knochen brachen. Aus der Wand ragten nurnoch sein Kopf und eine
grotesk verbogene Hand. Der Rest hatte sich im Nebenzimmer großflächig ausgebreitet. Doch das
Mädchen war noch zu jung und mit der Situation überfordert, um zu verstehen, was sie gerade
gesehen hatte. Irgendjemand hob sie hoch und rannte mit ihr durch den Gang. Überall war Blut,
überall lagen schreiende Springer, über die ihr Retter immer und immer wieder stolperte. Das
Schiff ächtzte unter den Belastungen, Bolzen schossen durch die Gänge wie Geschosse. Ein Licht
am Ende des Ganges. Das Schott, das den Durchgang verschließen sollte war bereits aus der
Halterung gebrochen und lag schräg im Gang! Ihr Retter rannte mit dem Mädchen auf dem Arm
auf die offene Luke zu. Ihr wurde erst später klar, das unter dem Schott jemand gelegen haben
musste, denn es hatte mit einem ächzenden Geräusch nachgegeben, als der Soldat darauf trat.
Durch das Blut an seinen Stiefeln rutschte er aus und verlor sein Gleichgewicht. Durch den
plötzlichen Gleichgewichtsverlust irritiert, streckte er seine Arme aus, um sich abzufangen. Doch es
gab nichts mehr, womit er seinen Sturz bremsen konnte. Die beiden fielen kopfüber aus dem Schiff.
Danke für eure Zeit, die ihr für das Getippsel geopfert habt!