Die Chroniken von Eras - Im Bann der Zeit

    • Fantasy

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    • „Dann hätten wir das auch geklärt,“ sagte der Zwerg und wandte sich an Börte, „los geht‘s“
      Nachdem sie ihre Rechnungen beglichen hatten machte sich der kleine Trupp gemeinsam auf den Weg. Vorsichtig bewegten sie sich durch die Straßen von Ostberg, schließlich konnte ihnen die
      Bande einen Hinterhalt gestellt haben. Zur Verwunderung von Grindol steuerten die Matrosen jedoch nicht den Hafen an sondern versuchten zum südlichen Ausgang der Stadt zu gelangen. Abrupt blieb die Zwerg stehen: „Ich dachte wir...“ „Sachte, sachte,“ versuchte ihn Börte zu beschwichtigen, „mein Boot liegt gut versteckt in einer kleinen Bucht, bewacht von meinen restlichen Matrosen. Wer weiß zu welchen irrwitzigen „Steuern“ sich die hiesige Obrigkeit hinreißen lässt wenn sie meine Waren sieht!“ Mit einem verwegenen Grinsen schaute Börte den Zwerg an. Mit einem Ausdruck des Verstehens auf dem Gesicht nickte dieser, offensichtlich war er in die Hände von Schmugglern geraten. Zudem hatte die Kapitänin ihm irgendetwas von „nicht willkommen“ erzählt fiel es ihm plötzlich wieder ein. So folgte er also ohne weiteren Widerstand, beschloss aber für sich doppelt wachsam zu sein.
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      Koop Spartan - Fara (Kiv und Tan) und Cass (Meleas)

      Die Ansage schien geholfen zu haben. Meleas hatte kein Verständnis dafür, dass die jüngeren Eldar so viel reden mussten. Immerhin waren sie unterwegs auf einer Mission, die niemand recht beschreiben konnte. Aber seine Konzentration galt jetzt nicht dem, was noch irgendwann später kommen würde, sondern ihrem Weg. Die dunklen, üppigen Wälder des Eldarreiches gaben Schutz, jedoch verbargen sie auch vieles. Seine Schritte lenkten ihn sicher über den manches Mal tückischen Boden, gab es doch immer wieder einmal Senklöcher, versteckten tiefen Morast, manch totes Tier in das man nicht treten wollte. Immer wieder hielt er kurz die Gruppe an, lauschte, hier und da brach ein Fuchs aus dem Unterholz, ein Reh, einmal sogar ein Wildschwein. Der Eldar bedauerte, dass er nicht jagen konnte, so tief in den Wäldern war er recht selten. Dafür blieb keine Zeit. Er trieb die anderen an, so wie er selber getrieben war, erlaubte wenige Pausen. Dafür kamen sie gut voran. Der Tag, den sie im Halbdunklen verbracht hatten, wich allmählich der Nacht. Es wurde dunkler und dunkler. Neumond. Schließlich meinte er:
      "Wir werden einen Platz für das Nachtlager suchen. Die Stadt liegt weit hinter uns, für den ersten Tag sind wir gut voran gekommen." Natürlich waren sie alle müde, selbst er. Immerhin schmerzten seine Füße nicht weh, lange Märsche war er gewohnt. Nach kurzer Zeit fand er einen guten Platz - unter einer Trauerweide, deren lange Äste den Boden berührten und beinahe wie ein Zelt wirkten. Der Boden hier war trocken, und eine Wache würde sicherlich nicht gesehen werden.
      "Esst etwas, dann sollte geschlafen werden. Liana, auch du." Meleas übernahm die erste Wache, dann weckte er Liana, und schloss selbst die Augen, an den Stamm des Baumes gelehnt. Sein Schlaf war nie tief, und die merkwürdigen Alpträume taten ihr übriges, dass er jetzt mehr döste denn richtig schlief. Plötzlich erschauerte er und schlug die Augen auf. Sein Blick ging umher. Die Zwillinge schliefen, Liana... war nicht wo sie sein sollte. Etwas stimmte nicht. Erst wollte er sofort los, dann hielt er inne. Dieses Mal war er nicht alleine. Es knackten irgendwo Äste. Sofort weckte er Kiv und Tan.
      "Liana ist weg."

      Erneut suchte sie nach ihrem Bruder, rief seinen Namen wieder und wieder und wurde in ihrer Suche durch schemenhafte Gestalten gehindert. Dieses Mal wachte sie jedoch nicht durch den Traum auf – stattdessen war es eine leichte Berührung an ihrer Schulter, die sie aus dem Schlaf riss. Sofort war Kiv wach und alarmiert. Sie setzte sich auf und blickte einmal kurz prüfend zu Tan, der deutlich verschlafener wirkte. Ihr Instinkt hatte sich nicht gemeldet, noch nicht, doch etwas stimmte hier ganz und gar nicht.
      „Wir sollten nach Spuren Ausschau halten“, sagte die Eldarin nun und machte sich gleich daran ihr Nachtlager genauer zu betrachten, während Tan langsam auf die Füße kam.

      Lianas Schlafplatz wies auf den ersten Blick nichts ungewöhnliches auf. Ihre Sachen lagen ein wenig durcheinander, als ob sie schlecht geschlafen hätte aber nichts deutete darauf hin, dass sie gewaltsam entführt wurde oder ähnliches. Ein paar Fußspuren führten offensichtlich in den Wald, aus dessen Richtung nun alle drei Eldar klar Geräusche vernehmen konnten. Sie waren allerdings schwer zuzuordnen... Ein schweres Stöhnen folgte auf seltsam schlurfende Geräusche, als ob jemand etwas schweres durch das Dickicht ziehen würde.

      Der Blick des Eldar wanderte ebenfalls zu der Schlafstätte.
      "Keine Spuren von außerhalb, aber..." Er hielt inne und wie von selbst glitt seine Hand zu seinen Waffen, als er seltsame Geräusche vernahm, die alle heißen konnten. Meleas nickte den beiden jüngeren zu und lief lautlos in einem Bogen in Richtung des Geräusches.

      Auch Kiv griff nun zu ihrem Schwert, erwiderte Meleas Nicken und machte sich so lautlos sie konnte in Richtung der Geräusche auf. Tan, der deutlich weniger Erfahrung mit solchen Situationen hatte, folgte langsamer, darauf vorbereitet, wenn nötig Magie zu wirken.

      Die drei Eldar schlichen durch den Wald und das Geräusch kam immer näher. Hier und da waren kleinere Äste abgeknickt und seltsame Schleifspuren durchzogen den Waldboden. Hinter dem Stamm einer riesigen Eiche lag eine kleine Senke, in denen die Wurzeln des großen Baumes wie Tentakel aus dem Boden ragten.
      Nun offenbarte sich die Quelle der Geräusche und der Anblick, der sich ihnen bot, war äußerst skurril.
      Eine Gestalt kniete an einer der größeren Wurzeln. Sie hielt einen dicken Stein in der Hand, mit dem sie gerade anfing, auf einen Körper einzuschmettern, den sie über die Wurzeln gelegt hatte. Das Geräusch von berstenden Schädelplatten und Knochen flutete die Senke und wurde an den Rändern beinahe eingefangen. Die "Beute" war auch so schon bis zur Unkenntlichkeit zerfetzt und Blut tränkte den Waldboden in dunkelroter Farbe.
      Der Anblick der Gestalt selber war aber um einiges unheilvoller. Sie war in einen braunen zerschlissenen Mantel gehüllt, der aussah, als hätte ihn ein Bär in Fetzen gerissen. Den Arm, mit der sie auf die Beute einschlug, krümmte sich in einem völlig unnatürlichen Winkel nach hinten. Jedesmal, wenn sie ausholte, drehte sie ihren Kopf leicht, so dass die Eldar das riesige klaffende Loch in ihrem Hals sehen konnten.
      Was dem ganzen die Krone aufsetzte, war ein schweres Stöhnen, welches aber nicht ohne "Sinn" war. Vielmehr summte die Kreatur, als ob sie eine Art Lied trällerte.

      Meleas blieb stehen und nahm die Szene in sich auf. Sollte das Liana sein, die es erwischt hatte, so war nichts mehr zu machen. Ihn störte weder das Blut noch alles andere, was für sich schon beängstigend genug war. Er zog sein Schwert und stellte sich in Position, dann grollte seine kalte Stimme durch den Wald:
      "Wer bist du?"

      Kiv, ihr Schwert fest in Händen, stand einen halben Schritt hinter Meleas und wusste nicht recht, was sie tun sollte. Einerseits sagte jeder Instinkt in ihrem Körper, dass sie angreifen musste, andererseits schien Meleas nicht unbedingt den gleichen Gedanken zu haben. Und vielleicht war es gar nicht verkehrt, einer möglichen Konfrontation aus dem Weg zu gehen. Tan war ebenfalls stehen geblieben, jedoch aus einem völlig anderen Grund. Schockiert betrachtete er das Blut und die verstümmelte Gestalt am Boden. War das... war das etwa..? Ihm wurde schlecht.

      Die Gestalt hörte sie definitiv, denn sie hielt einen kurzen Moment inne, nachdem Meleas sie angesprochen hatte. Sie hob leicht den Kopf, als ob sie aufhorchen wollte. Kurz danach setzten wieder die dumpfen und schmatzenden Schläge ein. Dazu kam eine krächzende Stimme, die eindeutig weiblich war. "Hört ihr das, meine Kinder? Jaa, das sind sie, die Wächter des Waldes. Wollt ihr sie nicht begrüßen? hihihi...."
      Das Kichern hielt an, während die Eldar nun überall Rascheln und knackende Äste hören konnten. Aus der Dunkelheit schälten sich weitere Schatten und man hörte das Surren von gezogenen Schwertern.

      Unmerklich spannte Meleas sich an. Aus einem Ärmel glitt einer seiner Assassinendolche, die höchst uneldarisch waren, griff das Schwert kurz nur mit einer Hand und warf den Dolch plötzlich und ohne Vorwarnung präzise in Halsrichtung auf die Gestalt, dann stellte er sich gegen KIvs Rücken, die Umgebung sondierend. Eine Überzahl von - nun, das würde man sehen. Gleichzeitig blickte er kurz nach oben -Lianen, ein möglicher Ausweg. Seine Augen suchten Tan, der wohl derjenige war, der am meisten gefährdet war und versuchten ihn darauf aufmerksam zu machen.

      Kivs Instinkt spielte verrückt, während die Gestalten, was auch immer sie waren, langsam auf sie zukamen. Dagegen hatten sie keine Chance, dagegen konnten sie keine Chance haben! Doch einen Ausweg sah sie auch nicht wirklich und außerdem mussten sie herausfinden, was mit Liana passiert war. Tan schien ähnliches zu denken. Zwar bemerkte er Meleas Blick und die Ranken über ihnen, jedoch konnte er seine Schwester und Meleas nicht einfach so alleine lassen! Stattdessen machte er sich nun bereit Magie zu wirken. Er hatte nicht viel Erfahrung in defensiver Magie, also würde er improvisieren müssen.

      Die Klinge von Meleas Messer erreichte pfeilschnell sein Ziel und warf die Gestalt nach vorne. Nach ein paar Momenten raffte sie sich aber wieder auf, zog den Dolch mit einem Lachen aus dem Hals und warf ihn achtlos beiseite. Derweil waren einige der Schatten immer näher gekommen und man konnte im fahlen Mondlicht ihre Gesichter sehen. Alle waren mehr oder minder entstellt, Wunden klafften hier und da, manch eine war nicht mehr als ein Skelett. Die meisten dieser Untoten, die weniger schwere Verletzungen hatten, waren dem Anschein nach einmal Eldar gewesen, hier und da waren auch einige Menschen darunter.
      Die ersten begannen nun an Tempo zu gewinnen, wenn sie denn noch Gliedmaßen hatten, mit denen sie rennen konnten, und warfen sich den Eldar entgegen.

      Leise grollte Meleas:
      "Ich hasse Magie." Ihm war sofort klar, womit sie es hier zu tun hatten.
      "Zerhacken. Gnadenlos. Die leben sowieso nicht mehr." Das weibliche Wesen vorne musste der Erschaffer sein. Die Frage war, wie viele Gegner würden es sein?

      "Ihr guten Geister!", entfuhr es Tan, als auch ihm bewusst wurde, was für Wesen sie hier gegenüber standen. Erschaffene, hier, im Wald von Loreén? Doch er konnte sich darüber nicht lange Gedanken machen, denn nun griffen die Wesen an. Instinktiv errichtete er einen Schild um sich, als eine der Kreaturen sich auf ihn stürzen wollte. Er hörte ein Sirren, dann sah er, wie Kiv sich dem Erschaffenen annahm und ihm methodisch die Gliedmaßen abschlug. Tan spürte Galle hochsteigen.

      Meleas ließ das Schwert tanzen, elegant und tödlich, mit all seiner Erfahrung. Doch ob er das überstehen würde wusste er nicht. Daran verschwendete er aber keinen Gedanken. In vielen Schlachten war er angetreten, nicht immer so offen, sondern verborgen, jetzt aber zeigte sich, dass er ein absoluter Meister in der Kampfkunst war - schnell, präzise und effizient.

      Doch kaum war einer der Erschaffenen bezwungen, füllte ein weiterer die Lücke wieder auf. Zuerst waren es vielleicht ein oder zwei dutzend, doch am Rande der Grube tauchten immer mehr dieser Untoten auf. Tans Schild konnte ein paar von ihnen abwehren aber lange könnte er dem Druck nicht standhalten. Einige von ihnen warfen sich völlig kopflos gegen die Barriere, andere schienen sogar taktisch an die Sache ranzugehen und hatten Meleas als gefährlichstes Ziel ausgemacht und wollten ihn zuerst zu Fall bringen. Einer der Erschaffenen hatte gar einen riesigen Morgenstern, den er kreisförmig über seinem Kopf rotieren ließ und dabei mindestens drei seiner Kumpanen den Kopf von den Schultern schlug, als er sich ins Getümmel warf und den erfahrenen Eldar ins Ziel nahm.

      Der Morgenstern ließ ihn kurz innehalten, doch anstatt in Panik zu verfallen suchte er sofort nach Lösungen, der Kreatur beizukommen, und sprang zurück, als die gewaltige Waffe geschwungen wurde. Aber noch bevor er etwas anderes hätte tun können, geschah etwas Seltsames. Sie bekamen Hilfe von ungewöhnlicher Seite.

      Plötzlich fielen einige der Erschaffenen um, als ob sie etwas beiseite gestoßen hätte. Eine Kreatur bahnte sich einen Weg durch die Reihen, welche dann geschickt unter dem mit Eisenstacheln versehenen Mordwerkzeug hindurchtauchte und kurz danach den Erschaffenen mit Wucht zu Boden riss. Dem Umriss und den Geräuschen nach musste es sich um einen Wolf handeln. Er schaute nur kurz auf, bevor er beherzt die Hand, die den Morgenstern führte, in Fetzen riss und vom Körper trennte. Sie hatten kaum Zeit, die Situation zu verarbeiten, da erschien an der Westseite der Grube ein bläulicher Schimmer, dem kurz darauf eine ungeheure Druckwelle folgte, die alle Untoten vor ihr von den Füßen riss. Dort erhob sich gerade eine Gestalt, welche die Gruppe mit einem auffordernden Blick besah, ehe eine männliche Stimme rief:
      "Los, auf die Beine und nichts wie weg hier!"

      Der Eldar stolperte, und kam ohne zu zögern der Aufforderung des Unbekannten nach. Jetzt war nicht die Zeit für Diskussionen. Er blickte sich nicht um, ob Kiv und Tan folgten, sondern sprintete los, die Waffe noch bereit in der Hand.

      Die Zwillinge hielten inne, als die Druckwelle über sie hinwegfegte. Einen Moment lang konnten sie sich nur verwirrt ansehen, dann ergriff Kiv Tans Hand und zog ihn hastig hinter der Gestalt und Meleas her.
      "Was war das?", rief Tan während er lief. "Wer seid Ihr?"

      Der Mann deutete nur nach Westen, während er die drei Eldar an sich vorbei ließ. "Dafür haben wir später noch genug Zeit." Er wandte sich in Richtung der Menge, legte zwei Finger an die Lippen und ließ einen ohrenbetäubenden Pfiff ertönen. Kurz darauf rauschte der Wolf aus der Menge der Erschaffenen heraus und sprang beherzt aus der Senke heraus. Er warf einen letzten Blick zu der untoten Meute und folgte dann den anderen durch das Dickicht.


      Thx Tom Bombadil
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      Je weiter der Tag voranschritt, desto mehr wurde Vathalyk ein Problem offensichtlich: Er kannte sich in dieser Welt nicht mehr aus. Einige Jahrhunderte waren im geologischen Maßstab keine Zeit, was soviel bedeutete als dass wesentliche Merkmale der Landschaft wie Hügel, Täler und Berge noch erhalten waren. Das Klima war jedoch ein wenig anders und so ziemlich alles von Menschenhand geschaffene, das er noch kannte, war nicht mehr. Dafür viel neues... andere Pflanzen auf den Feldern, neue Wege -- und neue Kriege.

      Wohl kaum anders als so war es jedenfalls zu erklären, dass der Erschaffene auf seinem Irrweg entlang der nächstliegenden Pfade und Wege mehr als nur einem Dorf begnete, das im Grunde nur noch eine Ansammlung aus verkohlten Trümmern war. Vathalyk fand sie in diversen Zustanden: Noch glimmend und rauchend, schon erkaltet aber noch mit erkennbaren Formen und bereits von Wind und Regen zu einem schwarzen Brei reduziert. Eine wichtige Erkenntnis: Was auch immer für ein Konflikt dafür verantwortlich war tobte noch immer. Allerdings gab es keine Spuren von mächtiger Magie, wie Vathalyk sie noch aus dem Dämonenkrieg kannte. Die hätte gleich von Anfang an in vielen Fällen nicht einmal mehr irgendwelche Trümmer zurückgelassen. Also handelte es sich wohl um einen mehr zwischenmenschlichen, konventionellen Konflikt. Immerhin eine gute Nachricht.

      Er musste allerdings darauf achten, nicht eventuell mitten zwischen die Fronten zu geraten. Mit viel Umsicht bewegte er sich weiter vorwärts teilweise bis in die Nacht hinein. Was sollte er auch schon wieder schlafen ? Das hatte er doch die letzten paar Jährchen ohne Unterbrechung! Seinem Bemühen um permanente Aufmerksamkeit war es dann auch zu verdanken, dass er einen Wegweiser nach Schimmerfels entdeckte. Nur mit der Entfernungsangabe konnte Vathalyk überhaupt nichts anfangen.... Es gab auch keinen, den er hätte fragen könnten. Allgemein wirkte die Gegend ziemlich gottlos und verlassen, eben genau so, wie man es von einem zerrütteten, geplagten Land erwarten würde.

      Nach etwas mehr als zwei Tagen Fußmarsch sah er schließlich Mauern, die intakt aussahen. Das musste dieses Schimmerfels sein, hatte er sich doch strikt an die Richtung gehalten. Jetzt war nur die Frage, ob er auch hineingelassen würde und ob es dort auch etwas sinnvolles zu kaufen gab, das vielleicht etwas weniger überteuert war als gewisse Händler... Sein untoter Magen grummelte und von den anfänglichen Vorräten war nicht mehr allzu viel übrig. Mal davon abgesehen war dauerndes zu Fuß laufen nervtötend langsam.