Annihilation Bliss

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    • [Koop mit dem fantastischen Cold]

      Das Warten fand ein raschen Ende. Die Leiche wurde fortgebracht, dann wurde er aufgefordert mit dem Sicherheitspersonal mitzugehen. Calen hielt es für ratsam, nicht zu zögern. Außer ihm waren nur 5 weitere als grün markiert. Immerhin, dann würde er nun wohl erfahren, was das auf sich hatte. Auf dem Weg lauschte er in sich hinein. Angst hatte er nicht, richtig nervös war er auch nicht. Dafür einigermaßen neugierig. Das war für ihn nicht das erste Mal, dass er ausgesondert wurde, jedenfalls gesellschaftlich war das häufiger vorgekommen. Hier allerdings wusste er nicht ganz, was es heißen würde, grün zu sein und weggerufen zu werden. Die Blicke der anderen Rekruten, die nicht mitkamen, waren ihm deutlich bewusst gewesen. Aufmerksam sah er sich um. Es schien, als hätte die Sukkubis irgendetwas an ihm wahrgenommen, was nicht passte, denn das schien die psychiatrische Abteilung zu sein. Ein kleines Schmunzeln glitt über sein Gesicht. Da war er jetzt wirklich gespannt. Zwei seiner Kollegen, die er noch kennenlernen würde, gingen hinein. Die übrigen sah sich der große Mann nur kurz an. Reden konnte man später. Und dann wurde er aufgerufen. Relativ gelassen ging er in das Zimmer, in dem eine freundlich aussehende ältere Frau wartete. Sein Gesichtsausdruck blieb recht unbewegt, wenn auch nicht abweisend. Alles eine Frage des Trainings. Calen sah sie direkt an ohne mit den Augen auszuweichen und erwiderte auf die Frage:
      "Mortak, 1-9. C." Kurz, knapp, prägnant.

      „Setzen Sie sich“, meinte die Ärztin lediglich und fuhr kurz darauf unbeeindruckt fort.
      „Herr Mortak, die Sukkubus hat in Ihrer psionischen Untersuchung eine Irregularität in Ihrer Psyche festgestellt. Haben Sie eine Erklärung dafür?“

      Ohne Hast setzte sich Calen. Nein, wirklich überrascht war er nicht. Er lehnte sich zurück und blickte der Ärztin weiterhin offen ins Gesicht. Wirklich gewalttätig war er ja nicht, solange es nicht notwendig war. Kleine Häppchen würden wohl helfen...
      "Kann sein - ich wurde nie untersucht, weil ich mit meinen Eltern sehr lange sehr isoliert gelebt habe." Das müsste eigentlich alles in der Akte stehen.
      "Es gab da ein paar - Vorfälle, die ich gesehen habe." Ganz bewusst strich er sich über die Hand, als ob es unbewusst wäre.

      Es folgte ein Blick in das Datenpad, die Ärztin überflog kurz Calens Akte. Aus ihrer Mimik war nichts abzulesen. Sie musste eine ehemalige Pokerspielerin sein, so wenig wie sie sich anmerken ließ. Ein bisschen Zeit verging, ehe sie Calen antwortete:
      „Erzählen Sie von diesen Vorfällen.“

      Noch immer blieb Calen fast unnatürlich ruhig und ließ sich nicht aus der Balance bringen. Die Psychiaterin allerdings auch nicht. Ich habe Menschen mit bloßen Händen den Kehlkopf zerdrückt, sie aufgeschlitzt und es war mir völlig egal. Laut erwiderte er, den Blick senkend:
      "Das...ist nicht einfach." Das war nicht einmal gelogen. Das Einzige, was in seinem Akt stehen würde war, dass seine Eltern nicht mehr lebten.
      "Wissen Sie, Madame, wir waren ziemlich allein, es war immer gefährlich, permanent, nie Ruhe. Und..." Noch immer sah er die Flammen. Das war tatsächlich einmal nicht gespielt, dass es ihm sichtlich schwer fiel, etwas zu sagen.
      "Meine Eltern... Ich sah..."

      Aufmerksam hörte die ältere Frau Calen zu. Ihr Blick schien sich geradezu in ihn hineinzubohren.
      „Ich verstehe, Sie müssen das nicht weiter ausführen. Sicherlich können Sie sich vorstellen, dass Sie nicht der Einzige mit einer, nun ja, schwierigen Vergangenheit sind. Dies allein kann nicht das Kriterium sein, dass Sie von einer Sukkubus mit der Codefarbe Grün markiert wurden. Also...“ Die Frau nahm sich Zeit für eine kurze Kunstpause. „Nutzen Sie, um mit ihrer Vergangenheit umzugehen, Drogen?“

      Calen hob eine Augenbraue und blickte sie wieder an. Eigentlich war er ganz froh, dass er das nicht näher ausführen musste.
      "Ich kenne Sukkubus nicht besonders gut, keine Ahnung, was das bedeutet." Dann stutzte er kurz und schüttelte den Kopf.
      "Nö. Es sei denn, Sie zählen ab und an mal einen Drink zu so etwas." Natürlich flirtete er nicht, aner er zuckte nun leicht lächelnd die Achseln.
      "Was für ein Kriterium hat eine Sukkubus denn?" fragte er ernsthaft neugierig.

      Die Ärztin überlegte kurz, ehe sie antwortete.
      „Soweit ich es von Alezsa, so heißt die Sukkubus die Sie heute kennenlernen durften, verstanden habe, schauen Sukkuben bei der psionischen Untersuchung nach einer Irregularität innerhalb des Geistes des zu Untersuchenden. Sukkuben können deren Geist, deren Seele sehen, und wenn der Geist Anomalien aufzeigt, werden sie mit Grün markiert und landen hier. Sukkuben können dadurch Persönlichkeitsstörungen, Drogeneinflüsse oder andere psychische Traumata besonderen Ausmaßes bemerken. Allerdings weiß Alezsa selbst recht wenig über die menschliche Psyche, von daher kann sie selbst keine Diagnose feststellen. Es ist eine nützliche Nebeneigenschaft bei der psionischen Untersuchung, die eigentlich zum Aufspüren von Konventsmitgliedern gedacht ist.“
      Die Ärztin tippte kurz auf ihrem Pad etwas ein.
      „Was uns wieder zurück zum Ursprung bringt. Sie nehmen also laut Ihren Aussagen keine Drogen zur Vergangenheitsbewältigung zu sich. Hatten Sie in der Vergangenheit psychische Probleme?“

      Hatte er Probleme? Für ihn selbst war da wenig problematisch. Aber das würde sie sicher nicht hören wollen. Calen zeigte allerdings noch immer kein Anzeichen von Nervosität oder gar Angst, nicht einmal Wut. Wieso auch?
      "Wenn man das so nennen kann, wenn man von klein auf in ständiger Angst leben muss, dass man nie zur Ruhe kommt und auch heute noch bei jedem Geräusch aus dem Schlaf hochschreckt, als Kind lernen muss zu überleben... Ich schätze ja, nur hab ich keine Ahnung, wie man das spezifiziert."

      Die Ärztin bemerkte, dass etwas nicht mit Calen stimmte. Er war ihr persönlich zu ruhig. Sie würde das beobachten müssen.
      „Ich verstehe, Herr Mortak. Wir werden das jetzt hier beenden müssen. Vielen Dank für Ihre Kooperation. Wir werden einen Vermerk in Ihrer Akte anlegen, damit Sie unter besonderer Beobachtung stehen. Sollten Sie Probleme oder Fragen haben, können Sie uns jederzeit kontaktieren.“

      "Wenn Sie dies für notwendig halten." Ihm war das recht egal, schließlich hatte er nicht vor, unter den Rekruten ein Massaker zu veranstalten. Es gab dafür einfach keine Notwendigkeit. Sollte sich das ändern, gab es immer Wege. Mit einem freundlichen und gleichzeitig komisch dicht passend scheinenden Lächeln stand Calen auf.
      "Ich behalte das Angebot im Hinterkopf. Einen schönen Tag noch." Was hieß wohl besondere Beobachtung? Nun, das würde sich herausstellen. Trotz seiner Ruhe war er recht froh, wieder draußen zu sein und nickte den restlichen Rekruten zu.
      "Denk, da kann der Nächste dann rein, ne."


      _________________________________________

      Dajana sah sich etwas irritiert um. Ok, die "Grünen" wurden weggeführt - gut konnte das nicht für sie sein. Ob die wohl wiederkommen oder so endeten wie der eine Rekrut? Sie schauderte. Immerhin hatte sie die Einstiegssache geschafft und konnte sich zumindest kurz entspannen, jedenfalls theoretisch. Praktisch wusste sie nicht recht, was sie tun sollte. Mit anderen reden, naja, worüber? Jetzt wurde sie unsicher und blickte sich um. Viele sahen ebenfalls reichlich verloren aus, andere unterhielten sich bereits. Aber worüber sollte sie sich denn unterhalten? Das Einzige was sie kannte was technisches Zeug. Und das Geschehene hier wollte sie nicht diskutieren, das hatte schließlich jeder gesehen. Mit einmal kam sie sich sehr sehr verloren vor.

      Sidar murmelte noch einige unschöne DInge über die Sukkubus, allerdings schienen die meisten hier das Wesen zu akzeptieren oder unverhohlen neugierig zu betrachten, kaum Feindseligkeit. Komische Leute hier. Er atmete einige Male tief durch. Schauderhaft. Hoffentlich musste er das Vieh nicht zu oft sehen.


      Thx Tom Bombadil
    • Hans hatte gerade die Hand zur Begrüßung in Richtung Zane Len ausgestreckt, als sich neben ihnen eine weitere Stimme zu Wort meldete.
      „Hey ist das etwa ..."
      Und etwas leiser fügte der Rekrut hinzu: "Quinn Lunardi?“

      Hans - die Hand noch immer ausgestreckt - verrenkte sich ein wenig den Hals, um in die Richtung zu blicken, in die der junge Mann (Wie hatte er sich bei der Überprüfung nochmal vorgestellt? Irgendetwas Spanisch klingendes) unterschwellig deutete.
      Während der Überprüfung hatte er dem Namen 'Quinn Lunardi' nicht wirklich Bedeutung zugemessen - jetzt, wo er direkt darauf angesprochen wurde, regte sich etwas in seinem Gedächtnis. Er selbst hatte nicht viel Interesse an Überschallrennen - seine Zimmergenossen in der Kaserne waren es dagegen schon gewesen. Er konnte den Namen lose mit diesen Sportveranstaltungen in Verbindung bringen. Mehr jedoch nicht.

      "Die Überschallpilotin?", fragte er in weder leisem noch lautem Ton - Hans übersah mehr oder weniger die Diskretion, die sein Gegenüber aufrechtzuerhalten versuchte. "Ich kenn den Namen - keine Ahnung, wie sie aussieht. Aber was sollte jemand so Berühmtes im Militär wollen? Ich bin übrigens Hans, Hans Gruber."
      Die rechte Hand noch immer Richtung Zane ausgestreckt, schwenkte er nun etwas unbeholfen seine linke Pranke zur Begrüßung in die Richtung des ihn um einen Kopf überragenden braungebrannten Rekruten.
    • Zane sah die Hand auf sich zeigend, doch die Gesichtspartie der Person waren auf eine andere gerichtet. Trotzdem ergriff Zane die Hand mit einem Lächeln.
      "Guten Tag. Ich bin Zane."
      Sein Blick folgte dem von...von...
      Wie war noch sein Name ?
      Er dachte kurz nach. Hans. Und dann sah er eine Frau. Sie war so groß wie Zane und von rauer Erscheinung. Narben und diverse andere Unebenheiten zeichneten sie so genau, wie keinen, den er je getroffen hatte. Er kam nicht umhin, sie für eine halbe Ewigkeit mit leicht geöffnetem Mund zu bewundern, wenngleich er von dieser Rekrutin noch nie etwas gehört hatte. So sehr zog sie ihn schon in den Bann.
      Dabei schüttelte er die Hand von Hans noch immer.
    • OOC: Koop mit Don :)

      ___

      Nein, die Einhaltung der Etikette ist mir noch nicht untergekommen“, antwortete Iggy leicht gereizt, „Psychische Probleme habe ich auch nicht mehr als jeder andere und hin und wieder gönne ich mir einen „Wachmacher‘,“ dann beugte sich Iggy leicht vor und fuhr im beschwörerischen Tonfall fort,
      Al… äh Doktor Sowieso, wollen sie mir ernsthaft verklickern die Army verwendet keine Pillchen? Zur Erhöhung der Konzentration oder als Sedativum? Ihr schickt die neuen Rekruten doch nicht unpräpariert in den Kampf… oder?“

      „Aso. Na dann will ich Ihnen mal die Verwarnung erspar‘n, ne? Wär‘ ja scho a bissl unfair!“, meinte der Arzt mit wieder besserer Laune und
      fuhr dann fort. „Des hab i nie behauptet. Zwischen unseren Bräbbaraden und denen auf dem Schwarzmarkt liegen allerdings Welten. Es werden bei uns zum Beischbiel schbedss- ah tschuldige, mein Dialekt. Bei uns gibt es zum Beispiel spezielle Mittel zur Unterdrückung von Angst, die ned süchtig machen. Die werden allerdings alle freiwillig angeboten, ne?“
      Der Mann tippte auf dem Pad herum.
      „Nua gut. Da Sie anscheinend ganz okay wirken und ka Probleme haben, belass‘mers dabei. Wir können jeden Mann und jede Frau brauchen. Sie bekommen keinen Vermerk. Haben Sie noch Fragen oder etwas, worüber Sie reden möchten? Wenn ned, Sie haben hiermit den Test bestanden und kenner gehen, schicken‘s den Nächsten nei, wenn‘s so gut wären?“

      Iggy begab sich zur Tür, innerlich erleichtert über den Verlauf des Gesprächs. Er hatte keine Verwarnung bekommen und auch sonst kam er wohl glimpflich davon, es gab sicherlich Seelenklempner die unbequemere Fragen stellten. Er musste aufpassen hier zukünftig nicht mehr vorstellig werden zu müssen. Der Aussage des ‚Alten‘ traute er jedoch nicht ganz, sicherlich bekamen sie auf die eine oder andere Art (im Essen oder durch die Belüftungsanlage) ganz unfreiwillig einiges verpasst. Ist mir Wayne, dachte Iggy, er hatte keine Probleme damit. An der Türe drehte er sich um und verließ mit einem „es war mir eine Freude“ den Raum. Draußen wandte er sich an den nächsten Rekruten und bat ihn ins Zimmer.

      ___

      Nach einer knappen dreiviertel Stunde kamen die Grünen relativ wohlbehalten zurück. Schnell nahmen die Rekruten wieder eine passende Form an, in Reih und Glied stehend.
      „Die Überprüfung ist hiermit beendet. Ihr seid nun offiziell ein Teil des Programms Paragon. Es folgt eine erweiterte Ausführung zu den Prinzipien an der Vanadisakademie. Dinge, die bereits vorab in Schreiben geklärt wurden, werden nicht wiederholt.“
      Ishihara sah kurz in die Runde, während sich hinter ihm ein 3D-Hologramm bildete, welche die abzuarbeitenden Punkte seiner Erklärung darstellten. Die Überschriften waren: ‚Verhaltenskodex‘, ‚Malussystem und Strafmaß‘, ‚Stundenplan und Außenmissionen‘ und ‚Ansprechpartner für Einheit 1-9‘.
      „Erstens, Verhaltenskodex. Hier an der Akademie des Programms Paragon gilt ein in der Armee übliches, hierarchisches Kettensystem. Befehle und Anordnungen von direkten Vorgesetzten ist uneingeschränkt Folge zu leisten. Das komplette Personal der Akademie Vanadis ist selbstverständlich ebenfalls höhergestellt als die Rekruten des Paragonprogramms. Deren Anweisungen ist für einen reibungslosen Vorgang auf der Raumstation ebenso Folge zu leisten.“
      Ishihara hielt eine kurze Kunstpause, damit das Gesagte einsickerte.
      „Einem Paragon gleich soll euer Verhalten, eure Taten, Vorbild sein für jedermann. Ihr seid die zukünftige Elite der Menschheit. Während die Armee der Hegemonie das Bollwerk gegen die zahlreichen Feinde darstellt, verkörpert ihr den wichtigen Befreiungsschlag. Soldaten des Paragonprogramms übernehmen stets die gefährlichsten und kritischsten Missionen, oft auf sich allein gestellt hinter feindlichen Linien. Euer Gelingen, euer Versagen, wird häufig die Schlacht entscheiden.“
      Erneut eine kurze Pause, die gruselige Aura von Ishihara schien sich nur noch zu verstärken. Yuzuki schluckte den Kloß in ihrem Hals hinunter. Irgendetwas an diesem Mann war ehrfurchtgebietend.
      „Um dies zu gewährleisten, gibt es an der Akademie ein rigides System zur Korrektur von nicht vorbildlichem Verhalten. Es ist recht simpel: Es gibt ein Register für alle Rekruten des Paragonprogramms, in dem das Personal und Vorgesetzte Verwarnungen eintragen können. Bei der zweiten Verwarnung kommt es direkt zu einer Disziplinarmaßnahme. Disziplinarmaßnahmen orientieren sich an den Verwarnungen und werden entweder von mir verhängt, oder von einem direkten Vorgesetzten wie euren zukünftigen Ausbildern.“
      Das Hologramm für die Unterpunkte verschwand und machte einem Stundenplan platz.
      „Dies ist der Stundenplan der Einheit 1-9. Jede Veranstaltung ist Pflicht. Ungenehmigte Nichtanwesenheit wird bestraft. Eine Kopie des Stundenplans wird in euren Kabinen vorhanden sein. Apropos Kabinen: Hier wäre die Zimmerverteilung.“
      Der Stundenplan verschwand so schnell wie er aufgetaucht war und machte einer langsam sich nach oben schiebenden Liste Platz.

      „Zimmerverteilung: Ebene 3, Sektor 1.9
      320: Kimiko Nanase
      321: Yuzuki Kobayashi
      322: Alva von den Klauen
      323: Dajana Lei
      324: Adaeze Ejiofor
      325: Quinn Lunardi
      .
      .
      .
      384: Iggy Grousemoor
      385: Reo Quarzen
      386: Sidar Ateas
      387: Bruno Barbera
      388: Gradjom Krawolsk
      389: Hans Gruber
      390: Lito Giménez Alvarez
      391: Phil Hawkins
      392: Zane Len
      393: Calen Mortak“

      Ishihara fuhr währenddessen fort:
      Außenmissionen finden in unregelmäßigen Abständen von etwa zwei bis vier Wochen statt. Diese dauern meist mehr als zwei Tage und unterbrechen damit selbstverständlich den ursprünglichen Stundenplan. Ihr werdet dort eine Vielzahl unterschiedlicher Situationen kennenlernen, Gelerntes in der Praxis einsetzen und verschiedene Missionstypen durchführen. Und nun begrüßt eure drei zukünftigen Ansprechpartner für die nächsten fünf Jahre“, sprach der Sicherheitsoffizier und klatschte zweimal in die Hände, um die Rekruten vor seiner Nase zu animieren ihm das nachzutun. Yuzuki kam der Aufforderung unverzüglich nach, sie fürchtete sonst um ihr Leben. Während Ishihara sich auf der Bühne zurückzog, kamen drei neue Personen nach vorne.
      Die ältere Frau am Rednerpult machte einen äußerst strengen Eindruck. Ihre Uniform, welche an jene der hegemonialen Flotte erinnerte, saß perfekt ohne Falten. Die grauen Haare waren fachmännisch hochgesteckt. Ihre jüngere Kollegin dagegen hatte ein sehr legeres Outfit. Ihre Hose erinnerte am ehesten an Cargopants, das schwarze Shirt mit einem Totenkopf als Motiv schrie geradezu nach Stilbruch. Komplettiert wurde das von zwei kürzeren Zöpfen, welche bei Yuzuki schon von vornherein Bonuspunkte einbrachte. So oft hat sie sich anhören müssen, ihre Frisur sei kindisch. Nun konnte sie vielleicht in der Ausbilderin eine Verbündete finden! Yuzuki konnte jedoch nur genervt die Augen verdrehen, als hinter ihr ein Rekrut zu seinem Nachbarn „Boah, die ist aber scharf!“ zuraunte.
      Der einzige männliche Ansprechpartner war ein äußerst durchtrainierter Schrank. Sein Barett thronte auf der perfekt geschorenen Glatze, während die Uniform seiner ehemaligen Spezialeinheit die Siege und Niederlagen seines Lebens widerspiegelte.
      Die ältere Dame begann zu sprechen.
      „Im Namen meiner beiden Kollegen und mir heiße ich Sie herzlich an der Akademie willkommen. Zunächst möchte ich uns vorstellen. Zu meiner Linken wäre die für die Unterrichtseinheiten Nah- und Fernkampf zuständige Frau Espinosa“, stellte die ältere Frau ihre jüngere Kollegin vor. Besagte grüßte lässig mit einem Handheben die Rekruten. Yuzuki hatte bei ihr ein gutes Gefühl, sie schien ganz cool zu sein. Und Espinosa hatte Twintails. Sie konnte einfach kein schlechter Mensch sein.
      „Zu meiner Rechten wäre dann der für die Unterrichtseinheiten Ausdauer- und Überlebenstraining zuständige Herr West“, stellte sie den muskulösen Schrank von Mann neben ihr vor. Jener rührte sich keinen Millimeter. Nicht einmal ein Augenbrauenzucken. West schien wohl mehr damit beschäftigt zu sein, möglichst eindrucksvoll von oben auf die Rekruten herabzustarren, damit jene sich noch kleiner als eh schon fühlten. Yuzuki seufzte leise. Bei dem Typen hatte sie gar kein gutes Gefühl.
      „Ich bin Anette Sundström und war vor meinem Beginn an der Akademie als Admiralin in der Flotte der Hegemonie tätig. Nun lehre ich das Unterrichtsfach Strategie. Wir sind Ihre primären Ansprechpartner für alle Probleme und Wünsche, die Sie haben könnten, und gleichzeitig in besonderem Maße für Ihr erfolgreiches Absolvieren der Akademie verantwortlich. Sie können uns jederzeit Mails zusenden oder uns persönlich zu unseren Sprechstunden aufsuchen. Weiterhin werden meine beiden Kollegen Sie auf Außenmissionen begleiten und Sie dort überwachen. Das dient sowohl zur Evaluation als auch zu Ihrer persönlichen Sicherheit. Nun hätte noch Herr West ein paar Worte wegen des morgigen Tages an Sie zu richten.“
      Zwar trat Sundström vom Mikrofon des Redepults zurück, West machte jedoch keine Anstalten eben jenes zu benutzen. Als er seine Stimme erhob, wusste Yuzuki, warum.
      „Morgen um Null-Achthundert findet Operation ‚Morastwanderer‘, das offizielle ‚Einheit 1-9 Evaluationstraining‘ im Übungsgelände, Sektor 2.4, statt. Dies dient zur Bestimmung der Kenntnisse und Fähigkeiten der einzelnen Rekruten. Der ursprüngliche Unterricht entfällt. Entlassen“, bellte er mit einer ohrenbetäubenden Lautstärke.
      Ishihara war von der Lautstärke seines Kollegen unbeeindruckt und fügte mit Hilfe des Mikrofons hinzu: „Die Begrüßung ist hiermit beendet. Sie haben den Rest des Tages frei und können jetzt auch Ihre zukünftigen Kabinen inspizieren.“

      Der Weg zu den Kabinen war relativ übersichtlich und einfach. Und ausgeschildert. Man folgte einem gewaltigen Korridor in die Mitte der Station. Dort gab es eine Reihe von großen, kreisrunden Aufzügen, in denen locker pro Fahrkabine fünfzig Menschen Platz fanden. Auf Ebene Drei angekommen, musste man sich durch eine Vielzahl enger Gänge bewegen. Die Wände waren zwar hell und freundlich, aber auch eintönig. Schaffte man es von dort aus in den richtigen Sektor, wurde es noch einmal kniffelig. Bei einer Ebene handelte es sich nämlich nicht nur um ein einzelnes Stockwerk. Die Rekruten der Einheit 1-9 musste nun noch insgesamt mit dem nächstbesten Treppenhaus fünf Stockwerke nach oben steigen, ehe sie auf der richtigen Etage mit ihren Privatkabinen und Aufenhaltsräumen ankamen. Dann hieß es, die richtige Zimmernummer mit dem passenden Namensschildchen zu finden.
      Die einzelnen Privatkabinen waren jeweils komplett identisch. Sie waren zwar klein und wirkten auf den ersten Blick etwas spartanisch, waren dafür jedoch gar nicht mal so übel. Im Vergleich zu den Behausungen der Infanterie war das praktisch Luxus. Auf der einen Seite des Raums gab es ein bequemes Bett mit Nachttischchen, auf der anderen einen Tisch mit drei Stühlen. Anscheinend wurde schon vermutet, dass sich Rekruten in ihrer Freizeit besuchen kamen. An den Wänden gab es ein paar Schränke und Regale, um alles angenehm zu verstauen. Die Koffer und Habseligkeiten der einzelnen Rekruten fanden sich sauber neben der Eingangstür aufgereiht. Hinter einer weiteren Tür im Raum versteckte sich ein kleines Bad mit WC, Waschbecken, Spiegel und Schränkchen.

      Yuzuki selbst hatte noch keine Lust, sich vom Acker zu machen. Sie wollte noch ein bisschen die Leute beobachten. Viele Rekruten schienen ähnlich zu denken. Die drei Ansprechpartner von vorhin waren von der Bühne getreten und besprachen abseits der Rekruten anscheinend etwas. Ishihara herrschte bereits zwei Techniker an, mit dem Abbau der Bühne zu beginnen. Die Sukkubus Alezsa winkte noch einmal den Rekruten zu, was Yuzuki instinktiv dazu veranlasste jenes zu erwidern, wobei sie sich dabei jedoch sofort dumm vorkam. Als ob die Sukkubus ihr im speziellen zugewunken hätte. Bestimmt hatte sie wem anders gewunken! Ugh!
      Die Psionikerin schien es jedoch nicht gestört oder bemerkt zu haben, denn sie verschwand kurz darauf vergnügt im nächstbesten Korridor.



      Just Monika.
    • Die psychische Untersuchung war bei Calen schon unter „abgehakt und unwichtig“ abgelegt. Ihn störte es wenig, dass er irgendwo beobachtet wurde, und ihm war schon klar, dass es keine ungeklärten Mordfälle geben sollte. Unfälle konnten halt mal passieren. Wieder zurück, musterte er die anderen Rekruten ein wenig. Manche wichen seinem Blick aus, was er achselzuckend zur Kenntnis nahm, andere waren sowieso beschäftigt oder achteten gar nicht auf ihn. Auch gut. Schließlich ging das Programm weiter. Der Sicherheitschef hatte mehr als nur Haare auf den Zähnen, allerdings gehörte das wohl zum Job, und er war keineswegs eingeschüchtert. Es waren Selbstverständlichkeiten, die er präsentierte. Kein Heer konnte ohne Disziplin funktionieren, die Strenge überraschte jetzt nicht wirklich. Die Zimmeraufteilung nahm er genauso zur Kenntnis wie den Rest. Seine Gleichgültigkeit wandelte sich dann allerdings rapide, als die drei Ansprechpersonen nach vorne kamen. Was für ein Körperbau. Calen fuhr sich leicht mit der Zungenspitze über die Lippen. Das nenne ich mal beeindruckend. Sehr genau betrachtete er nun die Person seines Interesses, natürlich kam keine Gegenreaktion – West schien die Rekruten nicht einmal wahrzunehmen. Calen fühlte sich allerdings nicht kleingemacht, sondern im Gegenteil angespornt. Die Stimme! Oh, er wusste jetzt schon, wer sein auserwählter Ansprechpartner sein würde. Schade, dass nicht er den Nahkampf übernommen hatte, das wäre ein Spaß geworden… Der junge Mann blickte dem Ausbilder hinterher, grinste dann in sich hinein und blickte sich um. Nach Ausruhen war ihm nicht, stattdessen hatte er gerade plötzlich Lust bekommen, eine Runde zu laufen. Da war nur die Frage, wo er hingehen könnte. Es war wohl an der Zeit, dass er sich den Plan der gewaltigen Raumstation genauer zu Gemüte führte. Kurz sah er sich um. Viele blieben hier, ihm war aber nicht danach, großartig zu plaudern. Vielleicht später – jetzt würde er seine Kabine suchen um dort seine Trainingsklamotten anzuziehen. Einen Blick warf er noch zu West. Hmm, hmmmm. Dann schnlenderte Calen gelassen aus dem Raum, und orientierte sich an den diversen Hinweisschildern, die zumindest in die richtige Richtung gingen.


      Sidar hatte mit zwei Rekrutinnen locker geplaudert, nachdem er seinen Schock über die Sukkubus einigermaßen überwunden hatte. Dann ging es aber weiter, als die paar, die kurz weggeführt worden waren, wieder hinein kamen. Es gab keinerlei Erklärung, sondern es ging einfach weiter. Komisch. Der junge Mann war es nicht gewohnt, dass Tatsachen einfach hingenommen wurden. Nun galt es aber, aufzupassen, denn die Informationen waren wichtig. Aufmerksam lauschte Sidar, den Ärger über Alezsa vergessend, und versuchte sich alles zu merken. Gar nicht so leicht. Allerdings schüchterte ihn Ishihara ein, und umso mehr dann West. Was war das für ein Typ? Irgendwie hatte Sidar ein ganz ungutes Gefühl, auch was den morgigen Tag anging, und schielte eher zu Espinosa, die irritierend jung wirkte. Doch es musste einen Grund geben, wieso sie gleichberechtigt dort oben stand… Als es endlich vorbei war –das Gebrülle des Ausbilders würde er wohl nicht so schnell vergessen- streckte er sich und blickte sich um. Endlich etwas Freizeit! Er fragte in die Runde:
      „Hat jemand Lust, was trinken zu gehen?“


      Dajana murmelte immer die Zimmernummer vor sich hin, seitdem diese genannt wurde. Alles andere registrierte sie eher nebenher, das aber war wichtig. Sie wusste jetzt schon, dass sie keine Probleme mit der Disziplin haben, auch wenn sie das Brüllen Wests als ungemein abstoßend empfand. Zumindest wirkten die anderen beiden nicht unsympathisch, und daher hakte die junge Frau den Mann auch einfach ab. Die Ankündigung des morgigen Tages klang nur irgendwie mehr wie eine Drohung und ob das so toll werden würde… Immerhin war es erst einmal vorbei. Dajana gähnte etwas und streckte sich. Die Reise war lang und anstrengend gewesen, jetzt etwas schlafen, oder doch etwas essen?


      Thx Tom Bombadil
    • Es dauerte eine ganze Weile bis die Gruppe zurückkam, doch soweit Adaeze es beurteilen konnte, fehlte niemand und soweit schien es auch allen gut zu gehen. Rasch konzentrierte sie sich wieder auf Ishihara, doch was er sagte, war schon lange nichts neues mehr für sie. So ging es nun einmal zu im Militär, vor allem in einem Eliteprogramm wie diesem. Ihre Zimmernummer nahm Adaeze zur Kenntniss, wie ihre Nachbarinnen so waren, würde sich noch herausstellen.
      Interessant wurde es dann, als ihre Ansprechpartner vorgestellt worden. Anette Sundström erkannte Adaeze sofort, die andern beiden waren ihr jedoch nicht bekannt. Dieser West schien in seiner Ausbilderrolle jedenfalls richtig aufzugehen. Mit solchen Typen hatte sie schon etwas Erfahrung und wusste daher, wie man ihnen am besten aus dem Weg ging. Trotzdem versprach der Anfang ihrer Ausbildung bereits interessant zu werden.
      Nachdem alles geklärt war, verließ Adaeze die Halle recht schnell und machte sich auf den Weg zu ihrer Kabine. Sie würde sich dort kurz umsehen und dann eine umfassendere Tour der Akademie starten.



      „Keine Ahnung“, erwiderte Alvarez immer noch aufgeregt auf Hans Frage, bevor er die etwas umständlich ausgestreckte Linke des Mannes entgegennahm.
      „Alvarez.“ Nur seine Tante und seine Cousinen nannten ihn Lito.
      Hans anderer Gesprächspartner schien ebenfalls von Quinn Lunardi fasziniert zu sein. Alvarez blickte noch einmal verstohlen zu dieser. Ja, kein Zweifel, das war sie wirklich!
      Für einen Moment überlegte er ernsthaft zu ihr hinüber zu gehen, doch sie sah ziemlich fertig aus und jetzt gerade war vermutlich nicht der beste Zeitpunkt. So blieb er stattdessen bei Hans und Zane stehen und wartete, bis die Grünmarkierten zurückkehrten.
      Erneut ertappte er sich dabei, wie seine Gedanken anderswohin wanderten, auch wenn er immer noch reichlich Respekt vor Ishihara hatte. Scheinbar konnte man hier sehr schnell rausfliegen, wenn man sich mit den Ausbildern nicht gut stellte. Alavrez spürte eine gewisse Nervosität in sich aufsteigen, doch er versuchte zuversichtlich zu bleiben. Er war hier um zu fliegen, den Rest würde er auch irgendwie schaffen! Die drei Ansprechpersonen nahm er nur am Rande wahr, bis dieser West plötzlich losbrüllte. Díos! Na, das konnte morgen ja ein Spaß werden.
      Alvarez kratze sich mit einer Hand am Hinterkopf und sah dann zu Hans und Zane hinüber, als die Versammlung aufgelöst wurde.
      „Klingt doch vielversprechend. Was habt ihr jetzt vor?“



      Zwar schockierte Reos Aussage Kimiko ein wenig (wer mochte denn keine Zeremonien? Ging es hier nicht um ihre glorreiche Hegemonie?!), doch sie entschied fast sofort, dass er nur witzig sein wollte, um die Stimmung etwas aufzulockern. So erwiderte sie sein Lächeln, wurde dann jedoch schnell wieder ernst.
      „Das war ein Schock, zugegeben. Aber es hat auch die Stärke der Hegemonie demonstriert. Der Konvent wird diese Akademie nicht infiltrieren können und letzten Endes wird er auch nicht den Kampf gegen uns gewinnen!“, sprach sie mit Eifer und Ergebenheit.
      Nach einer ganzen Weile kehrte der Rest der Gruppe schließlich zurück und es ging weiter. Erneut hing Kimiko an Ishiharas Lippen, eine Hand übers Herz gelegt. Sie wurde ganz aufgeregt, so sehr erfüllte sie der Gedanke zur Elite der Hegemonie gezählt zu werden mit Stolz. Die beiden Frauen, die ihre Ansprechpersonen sein sollten, wirkten nett und umgänglich. Als Herr West seine Ansprache hielt, zuckte Kimiko jedoch merklich zusammen. Sie hatte nicht mit dieser Lautstärke gerechnet, fasste sich jedoch schnell wieder. Das hier war schließlich das Militär, rief sie sich in Erinnerung. So konnte es hier nun einmal zugehen.
      Nachdem die Begrüßung beendet war, blickte Kimiko sich freudig erwartend in der Halle um. Gerade überlegte sie, was sie jetzt wohl als erstes tun sollte, da fragte einer ihrer neuen Kameraden nicht weit von ihr: „Hat jemand Lust, was trinken zu gehen?“
      „Oh, gerne!“, erwiderte Kimiko und winkte dem jungen Mann zu. Dann wandte sie sich an Reo.
      „Möchtest du auch mit, oder was hast du jetzt vor?“
      How do you write like you're running out of time? Write day and night like you're running out of time.
      Everyday you fight like you're running out of time, like you're running out of time,
      Are you running out of time?!



      Chrissi: Boah Franzi, wenn man dich so reden hört ohne dich zu kennen, könnte man auch glauben du wärst so'n Soziopath!<3
    • Als sowohl Zane als auch der Rekrut namens Alvarez die dargebotenen Hände schüttelten, stahl sich ein breites Grinsen auf Hans Gesicht.
      Es war immer wieder gut, gleich von Anfang an Bekanntschaften zu schließen. Das verhinderte seltsame Unannehmlichkeiten, wenn man nach Wochen des gemeinsamen Arbeitens auf einmal versuchte sich vorzustellen.
      Die drei plauderten ein paar Minuten über belanglose Kleinigkeiten, immer wieder von Seitenblicken und Getuschel über diese Quinn Lunardi unterbrochen. Hans war sich nicht sicher, was es mit dieser Faszination auf sich hatte, jedoch ließ er die beiden anderen jungen Männer 'schwärmen'.

      Als die grünmarkierten Anwärter wieder auf dem Platz erschienen, begaben sich die Kadetten wieder in Formation, ließen Ruhe einkehren und hörten den weiteren Ausführungen Ishiharas zu. Von dem angekündigten Verhaltenskodex ließ sich Hans nicht weiter beeindrucken, handelte es sich dabei im Wesentlichen doch um Vorgaben, die er berereits aus seiner Zeit in Rhean Agogh kannte.
      Die Zimmerverteilung interessierte dagegen schon eher. Anscheinend wurde grob zwischen Männlein und Weiblein getrennt - zumindest hörten sich die meisten der den niedrigeren 300er-Nummern zugehörigen Namen weiblich an, während die der höheren männlich waren. Hans selbst hatte die 389. Alvarez, den er gerade kennengelernt hatte, schien mit der Nummer 390 sein Zimmernachbar zu sein. Erfreulicherweise schien jeder Rekrut ein eigenes Zimmer zugeteilt bekommen zu haben - keine Mehrbettzimmer, wie er sie gewohnt war. Eine willkommene Abwechslung - so konnte er vielleicht seiner Gärtnerei eher nachkommen, als wenn es anders gewesen wäre.
      Dass Außenmissionen stattfinden würden, war Hans klar gewesen - dass sie in so kurzen Abständen aufeinander folgen würden, überraschte ihn jedoch. Alle zwei bis vier Wochen für eine unbekannte Länge aber mindestens ein paar Tage? Das hörte sich gut an - je weniger stumpfer Paukenunterricht, desto besser!
      Die drei vorgestellten Ansprechpartner gingen mehr oder weniger an ihm vorüber. Zwar hatten alle drei eine einprägsame Erscheinung, jedoch für jemanden, der bereits einige Zeit im Militär diente, waren sie keine Besonderheit. Auch Wests Stimme nicht.

      Damit endete die Begrüßungsveranstaltungen und ihnen wurde der Rest des Tages frei gestellt.
      „Klingt doch vielversprechend. Was habt ihr jetzt vor?"
      Alvarez hatte sich Zane und ihm wieder zugewandt und kratzte sich am Hinterkopf.
      „Um ehrlich zu sein, würde ich gerne kurz mein Zimmer checken - und mir etwas Angenehmeres anziehen."
      Dabei zupfte sich Hans an der neuen relativ schicken und gut passenden Militäruniform herum. Hauptgrund war jedoch, dass er nach Arielle sehen wollte. Hoffentlich hatte die Pflanze ihren Weg in sein Quartier gefunden. Dass er sich so sehr um seine Pflanze sorgte, sprach er jedoch nicht laut aus.
    • „… für die nächsten 5 Jahre“, die Worte hallten im Kopf von Iggy nach. Automatisch wanderte sein Blick über die anwesenden Rekruten.
      Wer von ihnen würde nach 5 Jahren noch dabei sein, wer würde dieses Abenteuer überleben?

      Innerlich analysierte Iggy die drei "Ansprechpartner“. Der Strategie-Tante könnte man vielleicht etwas Honig um den Mund schmieren,
      wenn dies nichts half muss man ihr eben höflich zuvorkommend beikommen.

      Der Brüllaffe hingegen bereitete ihm weniger Kummer. Klar musste man nach seiner Pfeife tanzen, aber wenn man ihm keinen Anlass gab
      war er sicher 100% korrekt. So dachte zumindest Iggy.

      Bei Espinosa war er nicht so sicher, der coole Look mit dem Totenkopf könnte täuschen. Für ihn war sie wesentlich unberechenbarer und
      zumindest anfänglich mit Vorsicht zu genießen.

      Doch Iggy hatte dringlicheres zu tun. Kontakt mit anderen zu schließen, dazu hatte er die nächsten 5 Jahre Zeit genug. Jetzt musste er erst an
      seine "Fracht" denken, deshalb suchte er eiligst seine Kabine auf. Innerlich fluchte er über die Umständlichkeit und den langen Weg über die Treppenhäuser. Der psychologische Hintergrund blieb ihm nicht verborgen – die Rekruten sollten die Lust an langen Spaziergängen verlieren
      und gefälligst auf ihrenZimmer bleiben. Auch lachte er über die „katholische“Kabineneinteilung: Männlein und Weiblein auf getrennten Etagen,
      so ewig gestrig konntenur die Armee sein.

      Einzelzimmer,“ frohlockte er. Immerhin gestand die Elitearmee ihren Auserwählten ein Minimum an Privatsphäre zu, das war nicht unbedingt zu erwarten gewesen. Im Zimmer angekommen suchte er das stille Örtchen auf. Vom Sanitätsdienst hatte er ein abführendes Mittel erhalten, nachdem
      er ihnen etwas von "Verstopfung" vorgejammert hatte. Das Mittel zeigte bereits Wirkung. Mehrere gut eingeschweißte Beutelchen waren die geheime Fracht die er mitgebracht hatte. Nach gründlicher Reinigung galt es einen geeigneten Platz zu finden. In der Lüftungsanlage suchten sie bestimmt an erster Stelle und wer weiß welche Detektoren dahinter versteckt waren. Vorerst ließ er also das Dope gut verschweißt und schlitzte schließlich seine Nackenrolle auf, die als Schlafkissen diente. Gut vernäht war dies momentan der sicherste Ort bis er ein besseres Plätzchen finden würde. Jetzt konnte er den medizinischen Untersuchungen gefasster ins Augeschauen, eigentlich hatte er mit einem sofortigen Eingangscheck gerechnet. Entspannt setzte er nun die VR-Brilleauf und lud eine Nahkampfsimulation hoch. Zwar durfte er nicht seine komplette Ausrüstung mitnehmen aber eine einfache Brille hatten sie genehmigt. Schließlich operierte die Armee auch mit solchen Programmen. Nach einigem Überlegungen ob West oder Espinosa, gab er seinem Gegner das Aussehen von dem großen Glatzkopf.

      _______


      Mitjedem Wort wuchs Bruno noch ein Stückchen mehr. Er war jetzt ein Paragon (was immer auch das heißen sollte). Ein Vorbild für jedermann und
      er gehörte zur Elite der Menschheit. Seine ohnehin nicht kleiner Brustkasten schwoll ins Unermessliche und sein Kinn schob sich so weit wie irgend möglich nach vorne. In seinen Gedankensträngen verfingen sich die pathetischen Worte von Ishihara und formten sich zu einem Heldentum unbekannten Ausmaßes. Aufmerksam folgte er den Instruktionen. Als die Ausbilder vorgestellt wurden war ihm sofort klar, wen er als seinen bevorzugten Ansprechpartner auswählte. „Boah, die ist aber scharf!“, entfuhr es ihm als er Espinosa betrachtete, zudem stand er auf Frauen mit Zöpfen. Neben seiner Neigung zu alkoholischen Getränken, war dies das zweite Bedürfnis das er zum glücklich sein brauchte. Die notwendige Nahrungsaufnahme ergänzte alles zu einem Triple – und fertig war das einfach gestrickte Weltbild des Rekruten Bruno Barbera.

      Siehaben den Rest des Tages frei und...“, *klick* machte es in Brunos Hirn und er wurde wieder auf "Normalzustand“zurückgestellt. Er tupfte sich
      den Schweiß von der Stirn, die erhöhte Konzentration war sehr anstrengend für ihn gewesen. Aus der Menge hinter sich hörte er jemand fragen
      „Hat jemand Lust, was trinken zu gehen?“ Bruno drehte sich um und ruderte watschelnd auf die vermeintliche Quelle zu, einen schmächtigen aussehenden Jüngling. “Ja,ich bin dabei,“ grölte er über den Platz.

      _______


      Alezsa winkte den Rekruten zu und Phli winkte zurück, auch wenn er den Gruß nicht auf sich bezog.
      Phil musste sich erst einmal setzen um alles innerlich zu verdauen. Der Schrank von West war ein vollkommener Archetyp von einem Ausbilder.
      Unwillkürlich zuckte Phil bei dessen Ansprache zusammen. Demoralisiert nahm er zur Kenntnis dass die körperliche Ausbildung schon jetzt zu
      seinem Alptraum geraten ist. Fieberhaft überlegte er wie er der morgigen Morastwanderung ausweichen könnte, beziehungsweise wie oft er die
      Krankenstation als Ausrede benutzen konnte bevor er als Simulant aufflog?
      Traurig saß er am Boden und sah die Alternativlosigkeit seiner Lage. Was willst du Phil, fragte er sich in seinem Kopf, das alles hast du vorher
      schon gewusst! Weshalb bist du von zu Hause weggelaufen? Um bei den ersten Schwierigkeiten den Schwanz einzuklemmen?
      Trotz kroch in ihm hoch und transformierte sich langsam zu einer Wut. Phil ballte die Fäuste und presste seinen Mund zusammen, das Gesicht
      nahm langsam einen entschlossenem Ausdruck an:„Ich werde mich hier durchbeißen“. Langsam blickt er mit feuchten Augen auf um seine
      Umgebung wahrzunehmen.
      Da fiel es ihm wieder ein. Quinn Lunardi, der Name war gefallen und erst jetzt wurde er endlich gewahr mit wem er es zu tun hatte. Die Sukkubus hatte ihn emotional zu lange gefangen gehalten. Quinn Lunardi, die erfolgreichste Pilotin der H.S.A.G.G-Liga in den vergangenen Jahren.Vor zwei Jahren war sie bei einer Tour auf seinem Heimatplaneten IX gewesen. Er hatte sich in die lange Reihe der Fans eingereiht und sogar ein holografisches Autogramm ergattert. Weshalb war sie bei Paragon? Um ihre Person hatte sich schon eine kleine Traube von Rekruten gebildet. Unschlüssig überlegte Phil,ob er ihr seine Aufwartung machen sollte.

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    • Die zweite Phase war für Gradjom eher uninteressant, war er doch selbst nicht betroffen. Die Gruppe der grün betitelten Rekruten wurde abgeführt und kam nach einer Weile vollständig wieder. Soweit er es die Sukkubus einschätzte wurden wahrscheinlich irgendwelche Anomalitäten festgestellt welche Alezsa nicht deuten konnte. Dementsprechend kam es vermutlich zu einem Psychotest. Das alle wiederkamen deutete dann wohl darauf hin dass es keine zu ernsten Fälle waren.
      Anschließend ging es vor allem mit Reden weiter. Zwar üblich zu Beginn einer Akademie, dennoch nervig. Das einzig interessante war zum einen die Zimmer Verteilung, 388 für ihn und anscheinend eine Trennung zwischen Männchen und Weibchen. Zum anderen die Ausbilder. Die jüngere Espinosa würde wohl aufgrund ihrer Spezialisierung in den Fernkampf sein Hauptansprechpartner werden. West hingegen würde wohl so eine Art Erzfeind werden, denn genau mit denen legte Gradjom sich gerne, und zumeist unbewusst an. Und sein Unterricht würde wohl für viele der Rekruten hier hart werden, das sah er vielen von Ihnen an. Vermutlich würde bestenfalls die Hälfte von Ihnen nach 5 Jahren noch hier sein. Seine Lautstärke beeindruckte Gradjom allerdings kein bisschen. Erzfeind eben. Letztlich war noch Sundström selbst, welche ihre Kollegen initial vorstellte. Ihr Unterricht würde vermutlich der interessanteste in Verbindung mit dem Fernkampf werden. Hier hatte er tatsächlich Nachholbedarf.

      Nachdem schließlich alle Reden durch waren nahm Er sich noch Zeit die anderen für 5 Minuten zu beobachten. Ein Teil der Rekruten ging direkt los, diese wollten offenbar direkt ihre Kabinen aufsuchen. Die Ausbilder selbst zogen sich etwas zurück und besprachen etwas, Alezsa schaute sich nochmal um und verschwand dann. Ein weitere Teil der Rekruten wollte sich offenbar näher kennen lernen, denn diese beschlossen etwas trinken zu gehen, wobei sich nach und nach ein paar anschlossen. Ein kleiner Teil schien ziemlich an der andere Rekrutin, welche Alezsa ordentlich geprüft hatte, interessant zu finden. Er selbst wollte auch herausfinden was es mit ihr auf sich hatte, so wollte er die nächsten Tage einmal bei ihr in der 325 anklopfen. Ob sie wohl, wie er, vom Konvent geflohen war? Das würde er aber noch erfahren.

      Nachdem er meinte er habe einen ausreichenden ersten Eindruck joggte Gradjom los Richtung Kabinen. Es war nicht verkehrt seine Umgebung zu kennen. Wie er schon aufgrund der Namensliste vermutete waren hier erfreulicherweise Einzelzimmer für die Rekruten vorgesehen. Somit konnte er sich gänzlich auf sich konzentrieren. Nachdem klar war dass sein spärliches Gepäck vor Ort war wollte er direkt noch ein wenig trainieren. Anhand des Plans war sein Ziel als Ebene 1. Ohne sich unnötig umzuziehen joggte er mit diesem Ziel los.
    • Anette Sundström wurde von Alva erkannt noch ehe diese zu sprechen begann. Die Admirals- und Generalsposten zu kennen war für sie als leidenschaftliche Soldatin selbstverständlich. Doch enttäuschte sie die Rede ein klein wenig ob der recht belanglosen Dinge, die sie erfuhren.
      Espinosa war schwer einzuordnen, aber West schob Alva so wie er den Mund aufmachte in die Schinder Schublade. Solche Ausbilder kannte sie, die gab es wohl überall in der Hegemonie. Laut, gnadenlos und dafür zuständig aus Kohle Diamanten zu machen.
      Als sie entlassen wurden besah sie sich noch einen Augenblick was die anderen machten, ehe sie auf dem Absatz kehrt machte und von dannen marschierte.
      Nach dem Flug im Truppentransporter und dem Stehen bei dieser Veranstaltung war ihr danach sich etwas aufzulockern, weswegen sie als erstes den Trainingsbereich ansteuerte um ein paar Runden zu drehen und sich einmal anzuschauen was es dort noch für Möglichkeiten gab sich fit zu halten.

      Quinn konnte sich den Luxus einfach zu gehen leider nicht leisten. Sie hatte die Zeit bis zur Rückkehr der Grünen ebenso wie die folgende Rede auf ihrem Klapphocker verbracht und die Wasserflasche vollends ausgetrunken, welche man ihr gereicht hatte.
      Die leere Flasche stellte sie neben den Hocker auf den Boden und kümmerte sich nicht weiter darum, ebenso wenig wie um den Hocker, wenn diese Veranstaltung vorbei war. Doch kaum war es soweit und sie hatte sich halbwegs erholt erhoben waren schon die ersten Rekruten auf sie zugetreten und belagerten sie.
      Hatten die nichts besseres zu tun?
      Ihr missgelaunter Blick mit dem sie die Rekruten bedachte schien diese aber leider nur noch mehr zu begeistern.
      "Ich bin nicht zu eurer bekackten Belustigung hier!" Schnauzte sie ihre Fans an, als die erste Autogrammanfrage gestellt wurde. Den rauen Ton war man bei ihr gewohnt, das schreckte wohl kaum einen eingefleischten Fan ab wie sie zu ihrem Leidwesen wusste.
      Nur ein Photo, nur ein Autogramm, nur eine kurze Frage... sie kannte das und sie mochte es nicht unbedingt. Autogrammstunden waren teil des Berufs als erfolgreiche Überschallrennfahrerin, allerdings hatten die auch ein Ende. Sie hasste es wenn sie pausenlos bedrängt wurde, was jedoch selten jemanden davon abhielt.
      Bei diesem Trubel um ihre Person konnte sie es sich abschminken sich noch etwas an der Stelle an der der Konventer erschossen wurde zu weiden, auch wenn diese bereits wieder sauber war. Also würde sie das nächste auf ihrer Liste machen, so wie sie diese Nervbolzen los war.
      "Okay ihr verlausten Lahmärsche, ich will heute meine verschissene Ruhe haben, ist das klar? Ich bin die nächsten fünf Jahre noch hier, wenn mich also heute noch irgend eine kleine Arschnase nach einem Autogramm oder sonst irgend einem Scheiß fragt werde ich die nächsten fünf Jahre keinem einzigen von euch eines geben oder auch nur mit euch sprechen. Ist das klar?" Wie schafften es die Leute nur immer wieder sie nach solchen übellaunigen Worten bewundernd anzusehen?
      "OB DAS KLAR IST IHR VERMALLEDEITEN?" Schrie sie die Traube ihrer Fans fast schon geifernd an, in deren Gesichtern so langsam die Erkenntnis dämmerte, dass sie das ernst meinen könnte. Sie traten betreten etwas von ihr zurück und murmelten entschuldigende Worte, während Quinn endlich wieder Platz zum atmen hatte und sich schwer atmend zu einem Nicken durchrang.
      "Gut, wenigstens darauf können wir uns einigen. Heute lasst ihr mir meine Ruhe, morgen könnt ihr von mir aus wieder ankommen. Aber heute bin ich echt am Arsch, die Untersuchung war die Härte..." Sie fuhr sich etwas ruhiger geworden über die Stirn, während ihre Fans immer betretener dreinschauten, immerhin war Alezsa vor ihr aller Augen nicht gerade glimpflich mit Quinn umgesprungen.
      "Dann machts mal gut, wir sehen uns. Ich muss jetzt noch wo hin." Verabschiedete sich Quinn von ihren bedröppelten Fans und sah zu, dass sie Land gewann und zur Gesundheitsstation kam. Sie wusste nicht ob ihr Kontakt schon alles in die Wege geleitet hatte, aber vorsorglich wollte sie selbst dort vorstellig werden um sicher zu stellen, dass jemand dort war der sich mit ihrer Prothetik auskannte und im Ernstfall reparieren konnte.
      Biofeedbackprothesen mit vollständiger Nervenkopplung waren zwar mit Abstand das beste was es gab, allerdings bedeutete es auch, dass nicht jeder dahergelaufene Cyberdoc sich damit auskannnte.
      Das würde in der Gesundheitsstation noch witzig werden, wenn sie die nicht gerade hochwertige synthetische Haut von ihren Edelprothesen zog...
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    • Die Ausmaße dieser Station waren gewaltig, das merkte Calen, als er nicht und nicht ankommen wollte. Auch mit Wegweisern schien sich der ein oder andere neue Rekrut verlaufen zu haben. Er selbst bog nur einmal kurz falsch ab, dann war er in seinem kleinen Reich. Einzelquartiere, sehr gut. Da konnte ihn niemand stören und er besser schlafen, denn er wusste, dass er bei ungewohnten Geräuschen sofort wach wurde, und da konnte dann alles passieren. Abgesehen davon konnte man sich dann ungestört gewissen Fantasien widmen, die sicherlich nicht immer jugendfrei warne und dabei war garantiert nicht der Einzige. Seine Sachen standen vor der Tür, er nahm sie hinein und sah sich um. Klein und zweckmäßig. Er hatte schon wesentlich schlimmer gehaust. Rasch zog er sich um, dann studierte er den Plan. Ok, Ebene 1. Erfreulich, dass so viel Platz vorgesehen war, damit man sich ausgiebig körperlich betätigen konnte, ganz jugendfrei. Calen merkte sich den Weg, dann lief er los, schon leicht joggend, den anderen Rekruten ausweichend. Jetzt trug er bequeme lange Jogginghosen, ein eng anliegendes langes Trainingsshirt mit Schweißabsorbern und natürlich die unvermeidlichen Handschuhe sowie gut passenden Sportschuhen. Es war durchaus schon einiges los auf Ebene 1. Oh, da wusste man ja gar nicht, wo man anfangen sollte, großartig.Kurz studierte der junge Mann die vorhandenen Geräte, dann nahm er eine Treadmill in Beschlag. Erst langsam beginnen, dann schneller, und immer schneller. Gleichmäßig laufen. Gleichmäßig atmen.

      "Hey Leute. Ich bin Sidar." Er grinste und freute sich, dass doch ein paar mitkamen.
      "Angeblich soll es hier die ein oder andere gute Bar geben."

      Dajana hatte unterdessen das Problem eines knurrenden Magens. Auf ihrer Heimatwelt gab es immer pünktlich Essen, und weder auf dem Transport noch hier hatte es bisher etwas gegeben. Laut ihres Planes gab es derzeit allerdings noch nichts in der Kantine, also würde sie ihr Glück einmal bei den ganzen Restaurants versuchen. Nicht, dass sie so viel Geld hatte, aber irgendwas würde sie schon finden. Sonst würde sie sicherlich noch jemanden anfallen. Sie war allerdings etwas ratlos, wo genau sie hin musste. Daher sprach sie an dem Aufzug schließlich einen älteren Rekruten an.
      "Hey - sorry, dass ich so unhöflich bin - aber ich hab einen Mordshunger. Wissen Sie, wo es langgeht?" Der junge Mann stutzte kurz und lachte dann.
      "Hangry, was? Die Kantine ist gerade zu, aber schau mal auf Ebene 1 ins Vergnügungsviertel, da findest sicher was." Der saloppe Umgangston irritierte Dajana etwas, sie bedankte sich aber einfach und fuhr mit ein paar anderen Rekruten auf die Ebene 1. das war hier alles echt riesig... Staunend sah sie sich um. Hier wurd eja so viel angeboten, na, da konnte man Zeit verschwenden... Sie interessierte sich allerdings dann nur noch für die guten Essensdüfte, die ihr langsam entgegenschwebten. Dann auf iuns Gefecht, es würde schon was geben.


      Thx Tom Bombadil
    • Der Weg zu den Kabinen war wohl geradezu prädestiniert für Verirrungen, doch Adaeze fand sich recht schnell zurecht, erreichte schließlich die richtige Etage und suchte nach der Zimmernummer 324. Schließlich wurde sie fündig und trat ein. Der Raum ließ sich kaum mit ihrem Zimmer zu Hause auf dem Mars vergleichen, doch das machte der jungen Frau nichts aus. Sie brauchte nicht viel Platz und eine Unterkunft ganz für sie alleine war im Militär ohnehin reinster Luxus. Die Kabine war schnell inspiziert, die Taschen würde sie später auspacken. Jetzt wechselte sie in sportliche Klamotten und machte sich auf den Weg zur Ebene 1 um die Station zu erkunden und die Trainingsanlagen auszutesten.
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    • In den Trainingsräumen roch es trotz aller Bemühungen der Belüftungsanlagen stark nach Schweiß und Deodorant. Im Hintergrund war das dumpfe Ächzen und Stöhnen der Rekruten zu hören, die sich dort oft bis zum letzten abrackerten. Die Räume selbst waren weit und einladend, das Grün der vielen Zimmerpflanzen hatte eine beruhigende Wirkung. Es gab eine Vielzahl verschiedenster Geräte und es wurde stets darauf geachtet, dass jede einzelne in Topzustand war. Aus den ganzen unbekannten Rekruten stach ein Koloss aus Sehnen und Muskeln heraus, der sich einen Proteinshake nach den anderen hinter die Binde kippte und anschließend Gewichte stemmte, die jenseits von Gut und Böse waren. Er schien aus einem höheren Jahrgang zu sein. Wenn man nicht dieses Fitnesstudioambiente mochte, so gab es noch andere Möglichkeiten sich auszupowern: Es gab unter anderem eine Aschenbahn, ein 50-Meter-Schwimmbecken und einen Hindernisparcours.

      In der Gesundheitsstation herrschte reges Treiben. Nur weil es heute der erste Tag für Quinn und die anderen war, hieß das nicht, dass es für den Rest der dort auszubildenden Rekruten genauso war. Hier gab es jeden Tag das volle Programm: Von Kopfschmerzen über Trainingsverletzungen bis hin zu grässlichen Laserverbrennungen war alles dabei.
      Glücklicherweise für Quinn und andere mit künstlichen Gliedern gab es eigens für ihre speziellen Bedürfnisse einen Sektor Kybernetik. Wie immer wurde der Weg dahin relativ gut ausgeschildert.
      Am Empfang wurde dann Quinn freundlich begrüßt.
      „Ah, Frau Lunardi! Herzlich willkommen. Wie kann ich Ihnen helfen?“

      Yuzuki hatte sich stillschweigend vom Acker gemacht und schlenderte mittlerweile durch das Vergnügungsviertel auf Ebene Eins. Hier herrschte reges Treiben. Geschäft reihte sich an Geschäft, mit teilweise ungewöhnlichsten Waren. Besonders zahlreich waren Restaurants und Essensbuden, die selbst Speisen aus den entlegensten Winkeln der Hegemonie anboten. Es gab allerdings auch Spielhallen, Eine Bar im speziellen fiel ihr ins Auge.
      „Zur lachenden Haubitze. Was für ein drolliger Name“, murmelte Yuzuki zu sich selber. Wahrscheinlich hieß die Kneipe so, weil die Gäste des Etablissements nach Verlassen für gewöhnlich voll wie eine Haubitze waren. Was die Frage aufwarf, was zuerst da war: Der Name der Kneipe oder der betrunkene Gast? Die Inneneinrichtung der lachenden Haubitze war rustikal gehalten. Das Mobiliar war aus dunklem Holz gefertigt worden. Die Barhocker am Tresen waren zu der Uhrzeit bereits reichlich belegt, jedoch gab es genügend freie Tische für weitere Gäste. Im Hintergrund lief fetzige Rockmusik. Angeboten wurden neben alkoholischen und nicht alkoholischen Getränken auch Snacks und Fastfood.
      Yuzuki beschloss jedoch weiterzuwandern. Sie wollte sich in aller Ruhe einen Überblick verschaffen.



      Just Monika.

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    • Alva staunte nicht schlecht, als sie den Trainingsbereich betrat und einen Koloss von einem Rekruten entdeckte, als sie den Blick schweifen ließ. Solche Leute sah man selbst im Militär nicht alle Tage.
      Sie hielt sich jedoch nicht großartig mit Gaffen auf, sondern verschaffte sich einen Überblick über die Trainingsmöglichkeiten, ehe sie sich für die gute alte Aschenbahn entschied.
      Die frischgebackene Paragonrekrutin entledigte sich ihrer Uniformjacke und des dazugehörenden Hemdes, faltete beides ordentlich und legte es auf eine Bank an der Aschenbahn. Das Funktionsshirt, welches sie darunter trug war von der typischen matschigen Farbe die wohl irgendwas zwischen Olivgrün und Senfgelb darstellen sollte, wie es bei vielen Militärausstattern üblich war.
      Ihre Erkennungsmarken klimperten vor ihrer Brust mit dem klauenförmigen Amulett, während die schweren, stramm geschnürten Kampfstiefel die Aschenbahn malträtierten, als Alva begann das Oval der Aschenbahn abzulaufen.

      Quinn indes nickte knapp ohne ein Lächeln, als sie im Kybernetiksektor der Gesundheitsstation angesprochen wurde.
      "Ich wollte prüfen ob meine Krankenakte vollständig eingegangen ist und notfalls meine Prothesen anmelden, damit ihr wisst, was auf euch zukommt wenn sie beschädigt werden oder eine Wartung benötigen. Nicht jeder Cyberdoc hat die Lizenzen um an Deltaware herumschrauben zu dürfen."
      Deltaware bedeutete nicht nur, dass ihre Prothesen im obersten Preissegment lagen, sondern auch, dass sie nicht wie viele andere auf sie angepasst worden waren sondern maßgeschneidert waren und extra für sie gebaut worden waren. Es waren Einzelstücke wenn man so wollte.
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    • „Natürlich. Einen Augenblick.“ Der Mann begann in den am Empfang befindlichen Geräten nach Quinn Lunardis Daten zu suchen.
      „Ah, ja. Wir haben eine anscheinend vollständige Krankenakte von Ihnen erhalten. Scheint also alles in Ordnung zu sein. Sie können außerdem beruhigt sein: Wir haben hier zwei äußerst kompetente Ärzte mit der dafür notwendigen Lizenz. Sie sind also in besten Händen. Ich nehme an, Sie haben ihre notwendigen Diagnosegeräte bereits? Kann ich Ihnen sonst noch irgendwie helfen oder möchten Sie einen der Ärzte sehen?“



      Just Monika.
    • "Hrm." Brummte Quinn und nickte leicht. "Die Diagnosegeräte habe ich. Die bekommt man ja fast schon während der Montageoperation in die Hand gedrückt." Meinte sie und war ganz froh darum, dass sich um den medizinischen Teil gekümmert worden war, auch wenn sie das nicht unbedingt zeigte.
      "So lange die nicht vorher einen Blick drauf werfen wollen kann ich gerne auf einen Besuch bei den Ärzten verzichten... hab nicht so die bombigen Erinnerungen an diverse Operationen." Grummelte die halbseitig entstellte Piloten und zuckte mit den Schultern. "Wenn dann alles seine Ordnung hat würde ich dann mal wieder..." Dabei deutete sie mit dem Daumen in Richtung des Ausgangs.
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    • Reo nickte. "Da hast du natürlich recht, man darf dem Konvent keine Chance geben."
      Dann kamen auch schon wieder die anderen zurück, überraschenderweise sogar vollständig. Es ging dann auch schon direkt weiter mit den Ansprachen. Jetzt ging es allerdings langsam an den interessanteren Teil. Zimmerverteilung in Einzelzimmer, sehr schön. Die 3 Ausbilder wurden dann auch vorgestellt. Dabei waren das wirklich eine sehr interessante Mischung. Die jüngste von den dreien, Espinosa, war wirklich eine Überraschung und schwer einzuschätzen. Herr West war da zwar vielleicht besser einzuschätzen, aber war auch wirklich respekteinflößend. Doch ein zu schnelles Urteil wollte Reo sich auch nicht erlauben, das würde man wohl erst nach einigen Trainingseinheiten besser fällen.

      Als sie dann entlassen wurden und den Rest des Tages frei bekamen kam es recht schnell zur Grüppchenbildung. Und fast noch überraschender war der Entschluss einiger, einen trinken gehen zu wollen. "Findet es ihr nicht noch ein bisschen früh um einen trinken zu gehen? Es ist doch grad mal früher Nachmittag." Reo überlegte kurz. "Vielleicht eher was Essen gehen oder so. Ansonsten würd ich mir mal mein Zimmer anschauen, falls ihr wirklich einen trinken gehen wollt." Außerdem war am nächsten Tag schon die erste Trainingseinheit... was würde sowas denn für einen Eindruck hinterlassen.
      Fantasy: Nur ein kleines Stück vom Himmel
      <Suuunki> Schöner RPG Titel

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    • "Oh, aber es muss ja nichts alkoholisches sein", erwiderte Kimiko freundlich. Sie selber hatte nicht vor sich zu betrinken, doch einen Drink zum Kennenlernen fand sie nicht verkehrt. "Und wir finden sicher was, wo es auch etwas zu essen gibt. Aber wenn du nicht mit möchtest, kann ich das auch verstehen." Sie wollte Reo schließlich zu nichts zwingen.
      "Ich bin übrigens Kimiko", fügte sie an die andern beiden gewandt hinzu.
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    • Nach dem Kampf war Iggy schweißgebadet und er sprang unter die Dusche. Wenn der Glatzkopf nur halb so gut war wie in der Simulation, musste er sich warm anziehen. Das erfrischende Nass leitete seinen Cooldown ein, und er wurde wieder unternehmungsfreudig. Iggy beschloss die Station zu erkunden. Insbesondere interessierten ihn die Trainingsräume, die er auch als erstes ansteuerte. Weiterhin hoffte er auch ein paar Erholungsflächen (Parks) ausfindig zu machen, mit Büschen die vor allzu neugierigen Überwachungskameras schützten.

      -----------------------------

      „Hallo Sidar, ich heiße Bruno.“ Gleichzeitig mit diesen Worten hieb der Hüne dem ein Kopf kleineren Jüngling mit seiner Pranke freundschaftlich auf die Schulter. „Du siehst aus als könntest du einen Schluck gebrauchen.“
      Bruno grinste auch Kimiko an. “Natürlich schieben wir auch was ordentliches zwischen die Kiemen.“ Den letzten Teil der Unterhaltung wo es ums Essen ging hatte er mitgehört. „Ich habe einen Geheimtipp erhalten ‚Zur lachenden Haubitze‘. Worauf warten wir noch?“
      Auf dem Weg zu Sidar hatte er den nächstbesten Soldaten angehauen und nach einer ordentlichen Beize gefragt.

      -----------------------------

      Phil registrierte wie Quinn sich vom Acker gemacht hatte. Er musste diesen Wunsch respektierten auch wenn er ein wenig enttäuscht war. Er hatte eben das Bedürfnis mit jemanden zu reden, traute sich aber nicht irgendjemanden anzuquatschen. Die Hände in den Hosentaschen schlenderte er lustlos über den Platz. Vielleicht inspiziere ich mal mein Zimmer. Ich bin gespannt ob wir Zugang zum gww haben (Galaxy Wide Web).
    • „Sehr gut. Denken Sie bitte daran, jene immer auf Außenmissionen mitzunehmen. Für den Fall der Fälle.“ Der Mann am Empfang der Kybernetikabteilung klickte sich ein bisschen durch verschiedene Übersichten auf seinem holographischen Monitor.
      „Ich denke nicht, dass das nötig sein wird. Andernfalls hätten Sie bereits davon erfahren und einen festen Termin. Von daher können Sie gerne wieder gehen. Da dies Ihr erster Tag ist, wollen Sie bestimmt die Raumstation erkunden und ich kann mir ehrlich gesagt interessantere Orte als die Gesundheitsstation vorstellen. Ich wünsche Ihnen einen schönen Tag.“


      ____
      OOC: Natürlich haben die Rekruten Zugang zum Galaxy Wide Web. Sie sollten allerdings eigene Geräte mitbringen, denn die werden nicht einfach so kostenlos für jede Privatkabine spendiert. Wer nichts dergleichen besitzt, wird aber in diversen Einrichtungen dafür fündig. Seien es Cafés, Bibliotheken... :) Oder man kauft sich einfach ein neues Hardwarespielzeug von seinem ersten Sold am Ende des Monats. :)



      Just Monika.

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