Schattenwelt [Neustart]

    • Fantasy

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    • Schattenwelt [Neustart]

      Die Dunkelheit umfing Celeste wie eine tröstende Umarmung. Still, bewegungslos, mit geschlossenen Augen saß die zierliche Fee auf ihrem Bett, den Rücken kerzengerade. Die deckenhohen Fenster waren mit Vorhängen verhüllt, auch wenn das Schneegestöber draußen kaum Licht hineinließe. Es fiel ihr heute schwerer als sonst, ihre Gedanken driften zu lassen, sich zu lösen. Natürlich spürte sie Korim, der eine Etage tiefer untergebracht war. Wie sollte sie auch nicht… Von sich selbst genervt zog sie ihre Augenbrauen zusammen und atmete mehrmals tief ein und aus. Vorbei. Es ist lange, lange vorbei. Verdammt. Seufzend öffnete sie ihre Lider und krabbelte wenig elegant aus dem runden Bett mit den vier Metern Durchmesser, das im Mittelpunkt des großzügigen Zimmers stand, in dem wenig Mobiliar vorhanden war, nur ein kleiner Sekretär, ein schmales Regal mit Büchern und ein Tischchen. Nachdenklich trank Celeste aus einer sichtlich teuren Kristallkaraffe einen Schluck kalten Wassers. Der verdammte Vampir war eine größere Ablenkung als sie gedacht hätte.

      Wie ein Panther schlich Korim von einem Ende der Wohnung zur anderen. Für ihn war es fast ein Käfig, viel zu klein. Ab und zu sah er nach oben. Er wusste ganz genau, dass Celeste dort war. Manches änderte sich eben nie. Nach einiger Zeit stellte er sich ans Fenster und sah hinaus. Die Nacht war längst hereingebrochen, seine Jagdzeit, doch er würde erst einmal bleiben. Zwar mochte er Blutkonserven nicht besonders, es würde trotzdem seinen Zweck erfüllen. Und bald dann… Sein immer leicht zu glühen scheinender Blick fiel nach unten. Durchbohrte die Dunkelheit und den Schnee. Dort waren sie. Menschen. Verfrorene, niedere Wesen, seine Beute. Vor ihm knien sollten sie. Seine Hand legte sich gegen die kühle Scheibe. Ja, laufen würden sie, schreien, das Blut würde in Strömen fließen, wenn er endlich…. Ein hässliches Geräusch erkläng, als seine schwarzen Krallen über die Scheibe kratzten und tiefe Rillen hinterließen.

      Die Fee runzelte die Stirn. Konnte Korim sich wirklich so wenig beherrschen? Lange hatte sie ihn nicht mehr gesehen, und sie wusste nicht, wie weit fortgeschritten sein Zustand war. Viel hatte er ihr nicht erzählt, hatte noch so fokussiert gewirkt… Nachdenklich schlenderte Celeste in das große Badezimmer, das Glas in der Hand. Nicht, dass es sie wirklich wunderte. Zu lange… Ohne Vorearnung explodierte plötzlich ein Lichtblitz in ihrem Hirn, das Glas rutschte aus ihren Fingern und zerschellte am Boden. Die Fee sank auf die Knie und spürte den Schmerz der scharfen Schnitte nicht einmal, der Schrei galt dem was sie sah.

      Ein Gesicht, im Nebel, in den Schatten, eine Angst. Verfolgt. Oder? Andere Gesichter, Wesen, Gestalten. Namen aus Rauch. Tod. Endlose Gräberfelder. Masrchierende Soldaten. Gebäude…. Bekannte. Sonne, Hitze….

      Düster rot umwaberte es Korims Gerhin, selbstvergessen leckte er sich die Lippen, als sei Blut darauf, Blut von hilflosen unschuldigen Wesen, seiner Lieblingssorte. Im roten Lebenssaft baden, waten, ja… Etrwas durchdrang die Barriere, ein dumpfes Geräusch, ein…
      „Celeste.“ Wem flüsterte er es eigentlich zu, sich selbst, seinen Geistern im Kopf? Einige Male schütelte der große Vampir den Kopf, dann war sein Blick klarer, und er lauschte kurz. Etwas stimmte da nicht. Ihm war es herzlich egal, dass sie ihn gebeten hatte, Abstand zu halten und nicht nach oben zu kommen, und aufhalten konnte ihn hier sowieso niemand wirklich. Die Türen genauso wenig, und als er die letzte durchbrochen hatte stieg ihm der Geruch von Feenblut in die Nase. Den Bruchteil einer Sekunde durchfuhr ihn eisiger Schrecken, dann bog er um die Ecke. Die Erleichterung sie lebend zu sehen würde er nie zugeben, auch wenn er sofort sah, dass sie nicht anwesend war gerade. Die Schnitte an den Knien und Händen bluteten ziemlich, ihre Augen jedoch waren silbrig weiß, ein Nebel, der ihm verriet, dass das Orakel zu ihm sprach.
      „Korim. Schreibe auf.“ Es war nicht das erste Mal, dass sie ihn darum bat – nein, in diesem Fall war es ein Befehl, allerdings der einzige, den er je befolgen würde. Erfahrung machte klug. Ohne zu zögern hob er die federleichte Frau hoch und trug sie in das Schlafzimmer, nicht darauf achtend, dass das auch für ihn giftige Feenblut an ihm haften blieb. So verlockend es roch, er würde es nicht abschlecken. Auf dem Bett setzte Korim sie ab und blickte sich kurz um, dann entdeckte er das obligatorische Notizbuch der Fee im Bücherregal. Zumindest war ein Stift dabei. Obwohl sie ihn nicht wirklich sah, ruhten ihre fremden Augen auf ihm und ratterte eine Folge Namen, Orte, Begebheiten entgegen, die er in seiner für Fremde kaum lesbaren Schrift hineinkritzelte. Einen Namen nannte sie jedoch nicht. Das würde er früh genug erfahren.
      Irgendwann verstummte Celeste und schloss die Augen – und kippte nach hinten weg. Ruhig legte der Vampir das Notizbuch zur Seite. Sie würde mindestens einen Tag schlafen. Das Bett war blutverschmiert, der Grund, warum er aufstand und ging. Er war sich nicht sicher, ob er nicht doch schwach werden und es kosten würde. Allerdings hegte er auch seltsamerweise keine Ambitionen, sie zu töten, was die Schattenwelt in Unruhe versetzen würde, wenn es denn jemand mitbekäme…

      Anderswo in der Welt

      Leise drang Stöhnen durch die dunklen Gänge, aus den Räumen, die allesamt nicht einsehbar waren. Unheimliche Laute, für die der Soldat aber kein Ohr mehr hatte. Zu lange war er hier stationiert. Nicht, dass er wirklich wüsste, was sich dort drinnen überall abspielte, das war auch nicht seine Aufgabe. Lieber nicht zu viel wissen, sondern stur Befehle befolgen.
      „Etwas Auffälliges?“ Der junge Mann stand stramm angesichts des ergrauten Mannes in unauffällig schwarzer Kleidung, dessen Autorität sofort den Gang füllte.
      „Nein, Sir. Insasse 45 versuchte einen Angriff, konnte jedoch zurückgedrängt werden. Das Übliche.“ Sein Gegenüber nickte. Insasse 45 war bekannt dafür, häufigere Ausbrechversuche zu unternehmen.
      „Wir werden uns um sie kümmern. Vampire machen wirklich nichts als Ärger.“ Damit nickte er dem Jüngeren zu und drehte sich wieder um. Sein Weg führte ihn in das Kommandozentrum, seinem Reich. Seufzend setzte er sich in seinen Bürosessel. Auf ihn wartete bereits eine Nachricht.
      Jacques, das Treffen wurde vorverlegt. Kommen Sie schon am Sonntag. Er lehnte sich zurück, dachte kurz nach und griff nach seinem Pad, um die Pläne der nächsten Tage zu überfliegen. Na gut, da würden sie umstrukturieren müssen.

      New York

      „Ich soll was?“ Korim zog bedrohlich seine Augenbrauen zusammen und starrte Celeste an. Jeder andere wäre zumindest einen Schritt zurückgetreten, sie allerdings stemmte nur die Hände in die Hüften und sah zu ihm hoch. Noch immer schmerzten die Schnitte leicht -es hatte höllisch gebrannt unter der Dusche, und ein paar Scherben mussten herausgezogen werden-, aber sie gab keinen Deut nach.
      „Es ist wichtig und du weißt das ganz genau.“ Der Vampir schnaubte.
      „Ich bin kein gottverdammter Babysitter. Du suchst sie, ok, aber das ist nicht mein Problem.“ Die Fee schüttelte den Kopf.
      „Dickschädel. Ich habe sie in meiner Vision gesehen, wir brauchen sie. Ja, sicher suche ich sie, nur...“ Ihr Blick verlor sich etwas in der Ferne. Ihm hatte sie gesagt, was sie gesehen hatte, weil sie wusste, dass er vielleicht der Einzige war, der das annähernd nachvollziehen konnte.
      „Nur was?“ Nein, er gab nicht so leicht nach. Mit Gewalt zwang sich Celeste zurück in die Gegenwart und stupste ihn mit dem Zeigefinger auf die Brust. Sein Knurren beeindruckte sie nicht im Geringsten.
      „Es hängt alles zusammen. Wir alle sind in Gefahr, ich weiß es. Und sie spielt eine Rolle um zu helfen. Ich weiß noch nicht wie, sie ist ja nur ein Kind, aber was ich sah war überdeutlich. Und sie wird verfolgt. Du musst sie zu mir bringen.“ Korim machte eine wegwerfende Geste.
      „Das kann doch jeder deiner Helfer. Ich bin wohl der Ungeeignetste von allen.“ Ihre Miene wurde etwas weicher und ein dünnes Lächeln erschien.
      „Korim. Ich schicke dich, weil ich dir vertraue. Schau nicht so, du weißt es sehr wohl. Und solange du sie schützt, wird es kaum jemand weagen sie anzugreifen.“ Das hatte gesessen. Es dauerte etwas, bis er antwortete:
      „Soll das auch noch ein Dauerauftrag werden?“ Seine Abwehr war allerdings geschwächt.
      „Vielleicht. Wir werden es sehen.“ Der Vampir rieb sich die Schläfen. Nein, er bekam nie Kopfschmerzen, und er würde nicht jetzt damit anfangen.
      „Nehmen wir an, ich vergesse mich und mache das. Warum sollte ich?“ Celeste deutete wortlos in Richtung des Notizbuches, und er verstand. Die Vision. Dagegen konnte er nicht argumentieren, verdammt.
      „Wie heißt sie noch mal?“ seufzte er und gab sich geschlagen.
      „Kara Greene.“
      „Was ist mit den anderen?“
      „Ich werde mich darum kümmern.“

      Ein paar Tage später

      Wirklich besser war das Wetter in Chicago auch nicht. Nicht, dass Korim wirklich fror, die fehlende Sicht sörte nur. Es hatte ihn und Celeste einiges an Mühen und Sucherei gekostet bis sie endlich entscheidende Hinweise vom Untergrundnetzwerk bekommen hatte. Aber das war nicht alles gewesen, weswegen vor allem die Fee innerhalb kürzester Zeit alles und jeden kontaktierte um die Wesen aus ihrer Vision zu erreichen, was kein einfaches Unterfangen war. Die ganzen Tage hatte der Vampir das Gefühl gehabt, dass ihnen aus irgendwelchen Gründen mit einmal die Zeit davonlaufen würde. Ihn verwirrte auch, dass Celeste nicht einfach Nachrichten verschickte, denn ihr Ruf wäre groß genug, dass eigentlich jeder sofort zu ihr käme wie Motten zum Licht. Nein, sie hatte Boten gesandt, und er selbst sollte eben Kara Greene finden. Viel wusste er nicht über dieses junge Ding, nur wie sie aussah und wo sie sich gerade aufhielt. Eben dort. Sein Mund verzog sich abfällig, als er das halb zerfallene Gebäude betrachtete, das wahrscheinlich gerade einmal Schutz vor dem Erfrieren bieten würde. Nicht, dass Kara wirklich gefährdet sein sollte. Er hob die Schultern und überquerte die ruhige Straße, ohne darauf zu achten, dass einige hundert Meter weiter ein Van hielt, aus dem 5 vermummte bewaffnete Gestalten stiegen, die sich dem Haus von der anderen Seite her näherten.
      Das Haus war in einem erbärmlichen Zustand und roch nicht gerade anheimelnd. Korim hatte allerdings schon längst die Witterung des Mädchens aufgenommen, die sich im zweiten Stock aufhielt. So schnell es eben nur ein Vampir konnte, war er schon die Stufen quasi hinaufgeflogen und blieb vor einer überraschend robust aussehenden Tür stehen. Dahinter war sie, seine Sinne verrieten es ihm, und im Moment war er stabil genug um auch normal zu handeln. Also, normal für ihn.
      „Kara Greene, ich weiß, dass du da bist. Nein, ich bin nicht die Polizei, und ich kann auch so die Tür eintreten, also komm lieber selbst. Wir müssen reden.“
      Unterdessen waren die fünf Vermummten in den hinteren Teil des Hauses eingedrungen und schlichen aus anderer Richtung in den zweiten Stock.


      Geheimer Ort. Ein Militärstützpunkt.

      Jacques saß mit den anderen Generälen gesondert an einem großen Tisch. Der Oberbefehlshaber, den niemand je wirklich zu Gesicht bekommen hatte, ließ durch einen seiner direkten Untergebenen neue Befehle vorlesen. Das geschah immer so, und es war auch nicht störend. Es gab sicher gute Gründe für dieses Vorgehen.
      „Wir haben neue Listen. Jeder der 6 Generäle soll Truppen zusammenstellen. Es sind etwa 100 Wesen lokalisiert worden, was eine größere Operation sein wird. Sprechen Sie sich gut ab, stellen Sie passende Teams zusammen. Seien Sie achtsam, wie immer.“ Die Pads piepsten und sie alle blickten hinein. Namen, Adressen, GPS Koordinaten, Hintergrundinformationen. Alles, was man brauchte.
      „Die Operationen sollten rasch beginnen, bevor die Zielobjekte sich wieder entfernen.“


      Frankreich

      „Tschuldigung, tschuldigung, tschuldigung...“ Eine junge Frau hetzte nervös die Straßen Lyons hinunter, immer wieder auf den Zettel starrend. Das war doch irre! Celeste! Nie hätte sie gedacht, dass da mal wirklich ein Kontakt hergestellt werden würde. Gut, es war schon gerüchteweise bekannt, wer in der Villa der de Mendez‘ lebte, trotzdem… Was wollte das Orakel nur von der jungen Frau, die man kaum zu Gesicht bekam? Mit klopfendem Herzen stand Joral schließlich vor dem Tor. Die Sonne ging gerade unter, der Wind frischte auf, und kurz blickte sich die Frau um. Zu viele Menschen waren hier, also blieb sie wie sie war und klingelte stattdessen an. Dass weiter weg sich ein Hubschrauber näherte mit einigen Soldaten ahnte sie in dem Moment nicht.

      Südengland, Brighton

      Niemand schenkte dem großgewachsenen, sehr bärtigen Mann einen zweiten Blick, als dieser das Pub betrat. Er sah nicht aus, als wäre gut mit ihm Kirschen essen, und dementsprechend war es für ihn kein Problem, ihn Ruhe gelassen zu werden. Eigentlich wäre ihm auch ganz lieb, wenn er mit niemanden sprechen müsste, aber die Fee kontaktierte nicht ohne guten Grund. In den letzten 378 Jahren hatte sie auch nie um einen kleinen Gefallen gebeten, ganz besonders nicht die Werwölfe des südenglischen Clans. Das hier war aber einfach genug. Korran bestellte sich ein Ale und wartete, bis der Mann hereinkam, den er erwartet hatte – ein Magier, der in diesem Umfeld manchmal deplatziert wirken könnte, was er aber nicht tat. Wohl das Alter. Der Werwolf hob die Hand und nickte Haron zu. Dieser würde sofort merken, dass ein Nichtmensch ihn herbat. Dass er draußen beobachtet worden war, konnte er aber kaum ahnen.

      Genf, Schweiz

      Der Winter in der Schweiz war wirklich, wirklich winterlich. Den scheinbar jungen Mann in feinem Zwirn sowie teurem Wollmantel störte dies allerdings wenig, auch wenn er einen Schal und Mütze trug, unter dem Arm eine Aktentasche geklemmt. Die dunklen Augen wanderten am Ufer des Genfer Sees entlang. Nichts schien auffällig zu sein, auch wenn der Schein trog. Nach einem kurzen Fußmarsch betrat er ein Hotel, eines der hochpreisigen, und nickte dem Mann zu, der an der Rezeption stand. Diesen kannte er schon lange, auch wenn der Mensch keine Ahnung hatte, was Leander war. Sein Weg führte ihn in das Restaurant auf der ersten Ebene. Kristallüster hingen von der Decke, das Marmor wirkte mehr diskret denn protzig. Dort fand er auch den Mann, den Magier, den er suchte. Dessen Geschäftsinteressen waren oft im Einklang mit denen seines eigenen Herrn in Rumänien, er persönlich hatte allerdings noch nicht das Vergnügen gehabt. Mit einem diskreten Räuspern trat der Vampir an den Tisch des Mannes.
      „Verzeihung, Herr Nox, dürfte ich?“ und deutete auf den zweiten Stuhl am Tisch.

      Südamerika, Argentinien, Buenos Aires

      Der Müll auf den Straßen in diesen Vierteln, die seltsamen Blicke der Personen auf den Straßen – all das sah Vincent, interessierte ihn allerdings weniger. Dass das ein Fehler war, würde er noch merken. Sein Ziel war ein gar nicht so heruntergekommenes Gebäude in einem der ärmeren Vierteln der riesigen Stadt. Eigentlich war die Trainingshalle im Inneren nicht mehr öffentlich zugänglich, doch er hatte so seine Methoden, überall hereinzukommen. Er vergewisserte sich, dass niemand zusah, dann wurde er zu einem schwarzen Nebel, der durch die kleinsten Ritzen ziehen konnte, und setzte sich im Inneren wieder zusammen. Das Licht flackerte etwas, und es war recht schwül. Vincent war froh, dass er kurze Hosen und ein Shirt trug. Seine schwarzen Augen versteckte er hinter einer Sonnenbrille, die er nun abnahm. Mit gespitzten Ohren joggte er weiter, bis er Geräusche vernahm, die zu merkwürdig waren um menschlichen Ursprungs zu sein. Ein Zischen, ein Rauschen, ein Fluch… Ja, das klang eindeutig. Grinsend schlenderte er um ein paar Ecken, verschmolz beinahe mit allen Schatten, und beobachtete kurz den Mann, der gerade einige magische Übungen machte, beeindruckend. Dann trat er aus dem Dunkel hervor, die Hände in den Taschen.
      „Ace Glacefeu nehme ich an?“

      USA, Los Angeles

      Das Wasser plätscherte an den Strand, der jetzt um fast Mitternacht beinahe menschenleer war. Oder ganz? Eine kleine Robbe kroch umher, aufmerksam schauend. Neugierig blitzten die großen Knopfaugen, als sie einer Gestalt gewahr wurden, die sich alleine in einem Strandkorb zurückgezogen hatte. Es war kühl, wenn auch nicht eisig kalt, also eigentlich ein guter Ort für jeden ohne Zuhause. In einer seltsam menschlichen Geste legte die Robbe den Kopf auf die Seite und kam etwas näher, als ob sie sich sicher sein wollte. Dann blickte sie sich eindeutig nicht robbenmäßig um. Mit einmal veränderte sich die Kontur des Tieres, wurde menschlicher, und das Äußere schien abzufallen. Eine nackte, sehr hübsche junge Frau -wenn es schon eine war und nicht erst ein Mädchen- stand nun am Strand, das an den bewohnten Korb stand.
      „Saoirse, conas atá tú?“ Dass es dieser nicht gut ging, wusste sie, doch es wäre unhöflich nicht zu fragen. Dass einem Menschen in Uniform, der sie durch ein Fernglas beobachtete, gerade fast Augen aus dem Kopf fielen sah sie nicht.

      New Orleans, USA

      Es war laut, unübersichtlich und chaotisch. Downtown New Orleans war um diese Jahreszeit nicht so heiß und schwül wie im Sommer, doch noch immer waren genug Menschen hier. Menschen. Die hochgewachsene Frau lächelte spöttisch. Ihre perfekte Figur fiel sogar hier auf, die dunkle Haut hob sich in dem engen weißen und sichtlich teurem Hosenanzug gut ab. Obwohl es kaum 15 Grad waren, hatte sie keine langen Ärmel. Irritierend waren die fast lebendig wirkenden Rastazöpfe, die kaum gebändigt zu einem losen Zopf gebunden waren. Dazu trug sie eine teure Handtasche, halsbrecherisch hohe Schuhe trotz ihrer Größe von fast zwei Metern und ein Selbstbewusstsein vor sich her, dass die Leute auswichen. Nein, unauffällig war Lorelei nicht. Ihre Augen schienen dazu auch noch seltsam feurig flackernd– kein Wunder, denn sie war ein lupenreiner Feuerdämon. Seufzend sah sie auf die sündhaft teure Uhr, dann steuerte sie eines der hochpreisigeren Lokale an, wo ihre Kontaktperson sicherlich schon genüßlich zu Abend saß. Allerdings ging es in diesem Fall nicht um einen Tip, den sie Kyendra Schattensang immer gern gab. Sich der Blicke des niederen Volkes gut bewusst betrat sie das Restaurant. Gedämpfte Gespräche, unsichtbares, eilfertiges Personal, das zu 90% nicht menschlich war, was jedoch keinem Menschen auffallen würde. Auf gewissen Karten standen jedoch Spezialitäten, die bei diesen im besten Fall zu Magengrimmen führen würden. Sie war gut bekannt hier, und eine tiefe Vebeugung des Oberkellners später ging sie im Wiegeschritt auf Kyendra zu, die jedes Mal schöner zu werden schien.

      Regensburg, Deutschland

      Ah – dieser Auftrag würde ihn noch umbringen, da war er sich sicher. Eingehüllt in einem dicken Mantel eilte ein junger Feenrich durch die nassglänzenden Straßen der bayerischen Stadt, die er schon länger seine Heimat nannte.
      „Tante Celeste, was du mir antust.“ murmelte er und schüttelte sich. Die Straßenlaternen warfen unheimliche Lichter, und obwohl er sicherlich nicht einer derjenigen war, die gefährdet waren, schauderte er. Sah er dort Schatten tanzen? Aber nein. Sein Instinkt trog zwar nicht, das sollte er jedoch später erfahren. Endlich stand er vor einem unauffälligem Haus, das allerdings ein Sitz des Rates der Vampire war. Den Blutsaugern stand Sebastian bestenfalls skeptisch gegenüber, doch Celeste hatte ihre Gründe, dass sie einen echten Boten aussand und nicht einfach eine E-Mail. Ok. Es war recht klar, dass ein bestimmter Vampir gemeint war, ein Vladimir, der derzeit hier residierte. Nach einigen Minuten, in denen er sich im Kopf ausmalte was alles schiefgehen konnte, fasste er sich ein Herz und klingelte an. Angespannt wartete er.

      Osaka, Japan

      Lächelnd bahnte sich der ältere Mann seinen Weg aus dem Theater. Eine schöne Vorstellung war dies gewesen, mit guten Schauspielern, auch wenn er eine ganz besonders im Auge behalten hatte. Sofort hatte er gespürt, dass eine Dämonin auf der Bühne stand, und sie nicht aus den Augen gelassen. Talentiert war sie durchaus, das Stück war auch sehr gefallend. Nach mehr als 600 Jahren auf dieser Welt konnte ihn allerdings wenig überraschen. Geduldig wartete er, bis sich der Menschenstrom langsam auflöste, dann ging er um das Gebäude herum, zu den Künstlereingängen. Kurz trat er in den Schatten, ein leichter Schmerz, und er wirkte nicht mehr alt, sondern um die 50, eine der Reinigungskröfte des Theaters. Pfeifend trat Kiyoshi ein und schlenderte in den Gängen umher. Das war kein ungefährliches Unterfangen, sicherlich liebte es Aka Watanabe nicht, einfach gestört zu werden, Aber jeder wusste, dass Celeste nicht ohne Grund Bote sandte. Daher klopfte er sehr höfflich an die Tür der Dame und wartete ab.

      Monaco, Frankreich

      Amüsiert stützte sich Radu auf seinen Spazierstock und blickte sich um. Das Casino war mit Leben gefüllt, noch. Die Anspannung in der Luft war beinahe greifbar, und wer trug wohl die Schuld daran, dass viele Spiele hier eher – chaotisch abliefen, und die Wut anstieg? Kurz zupfte er sich den maßgeschneiderten Anzug zurecht, dann spazierte er durch die Menge. Hier unten würde sie sicherlich nicht sitzen, und auch ihm war diese viel zu offene Umgebung nicht angemessen. Seine klaren grünen Augen funkelten, als ihm der süße Duft des Blutes in die Nase stieg – eine Dame hatte einen Herrn so herftig geohrfeigt, dass die Nase zu bluten begonnen hatte. Dies war selbstverständlich ganz unter seiner Würde. Dass das Chaos hier allerdings bald ganz ausbrechen wurde, das war ihm nur zu gewiss. Ah. Unverkennbar. Oben auf der Galerie saß Lyxazstra, in einem edlen dunkelroten Kleid, mit Getreuen. Kurz hob er den Blick, tippte sich leicht an den Zylinder und stieg ohne Hast die Stufen hinauf zu ihr. Oben angekommen, verbeugte er sich leicht.
      „Lady Lyxazstra, Count Radu Harold Simon of Yorke. Dürfte ich mich zu Ihnen gesellen und das Schauspiel betrachten?“

      England, Manchester

      „Und ne Buddel voll Rum!“ Lachend wankten Betrunkene hin und her im Hafenviertel, dass niemand von der Mole fiel war beeindruckend genug. Kopfschüttelnd wich Seamus aus, allerdings nicht so, dass es auffiel. Eine Prügelei musste nun wirklich nicht sein. Der Auftrag Celestes reichte dem jungen Werwolf, auch wenn er die Menschen wahrscheinlich in Stücke würde reißen können. Pah. Seine roten Haare und der rote Bart waren im Moment nicht einmal besonders gepflegt, aber das war ihm relativ egal, es passte umso besser in diese Gegend. Sein Ziel war allerdings ein besonderes Lagerhaus, in dem Gerüchten zufolge auch einmal Leichen verschwanden. Kein Wunder bei dem Wesen das dort lebte. Ihm war es recht egal, denn er selbst war nicht gerade dafür bekannt zimperlich zu sein. Natürlich roch er Nilfyr bereits, als er näher kam, ihnr störte es jedoch nicht. Wahrscheinlich hatte das alte Feenorakel ihn extra ausgewählt, weil ihn so etwas nicht juckte. Was sie mit dem Typen machen wollte, interessierte ihn auch gar nicht. Er war nur der Bote und tat das aus Gefälligkeit.
      „Hey, Nilfyr, bist du da irgendwo? Ich hab ´ne Nachricht.“


      Eine Schmiede in einem Dorf im Erzgebirge

      Dere Weg hierher war nicht der einfachste gewesen. Puh. Eine etwa 40jährige Frau stieg aus einem Landrover und ließ die Schultern kreisen. Schlechte, schlechte Straßen. Leider verbot es sich, einfach mit ihrer Hexenmagie nachzuhelfen, das wäre etwas zu auffällig. Wer würde denn glauben, dass die zuständigen Behörden sich um so etwas kümmerten? Feyora strich sich durch das kurze graue Haar und setzte ihre Baskenmütze wieder auf, dann strebte sie zum Eingang der Schmiede. Na, das war ja am Arsch der Welt geradezu. Allerdings verstand sie zu gut, warum Lukas sich lieber zurückgezogen hatte. Sie hatte keine Angst vor ihm, Respekt allerdings schon. Die gewaltige Gestalt des Werwolfs war im Schatten der Feuer zu erkennen. Sie lächelte.
      „Hallo Lukas.“


      Rom, Italien
      „Eeeeeeeyaaaa idiota di strada!“ Wütend schmiss Taisha dem Autofahrer, der sie fast überfahren hätte, eine Bierdose nach. Ach scheiße, die volle. Der Tag fing ja schon beschissen an. Fluchend trat sie nach einem Mülleimer, der sich prompt heftig verbog. Hektisch sah sie sich um. Hatte jemand… Nö. Sehr gut. Sie vergaß ganz gerne, dass sie ein bisschen kröftiger war als der Durchschnittsmensch. Oh man. Nach ein paar Minuten hatte sich die junge Halbdämonin abgeregt und betrachtete lieber kurz den Sonnenaufgang. Heiß war es derzeit nicht, aber es reichte. Seufzend setzte sie sich auf eine Bank und kramte ein paar Cracker aus dem abgewetzten Rucksack. Tadaaa, Frühstück. Fehlte noch un café. Na, gleich dann. Ihr Blick hob sich, als eine unnatürlich schöne junge Frau in ihre Richtung kam. Irgendetwas tingelte in ihrem Hirn, und sofort kehrte die Anspannung zurück. Das passierte nur, wenn sie auf andere komische Wesen traf. Die andere sah zwar ungefährlich aus, aber das konnte täuschen. Tatsächlich, sie kam auf sie zu, was zur…
      „Taisha?“ Die Angesprochene sprang auf, kampfbereit. Doch die Frau lachte melodisch und hob beide Hände.
      „Nein, nein, kein Kampf. Ich bin Lysanne, eine Wassernympfe, eine echte. Ich soll dir eine Nachricht bringen.“ Die Halbdämonin zog die Augenbrauen zusammen.
      „Was?“

      Ivalo, Finnland

      Klong. Klong. Die Schwerter prallten aufeinander, der Schnee stob glitzernd um die beiden Männer, die einander umtänzelten. Der Atem beider war zu weißen Wölkchen geworden, und es hatte sehr gute Gründe, dass sie warme Fellstiefel trugen und zwar dünn aussehende, aber sehr wärmende Hosen und Oberteile sowie Handschuhe und Mützen. Auch so musste man kämpfen können, Schließlich grinste der Größere der beiden und ließ das Schwert sinken.
      „Sehr gut, Mahmoud.“ Er sah zu seinem Schlitten, vor dem Rentiere gespannt waren.
      „Leider muss ich gleich los. Sehen wir uns dann in einer Woche?“ Der Dunkelhäutige nickte, schwer atmend.
      „Natürlich, Thedolf. Grüß mir deine Frau.“ Die Nordmänner nickten einander respektvoll zu, dann trat Mahmoud in sein kleines Holzhaus. Die kleine Nordmann – und Walkürengemeinschaft im nördlichen Finnland lebte nicht allzuweit auseinander, aber sie klebten nicht aneinander. Der große Mann reckte sich und zog sich rasch um, die von Schnee bestäubten Klamotten hing er direkt zum Trocknen auf. Das große Schwert stellte er neben den Kamin. Ah, gemütlich. Allerdings konnte er er die Ruhe nicht lange genießen. Es klopfte. Hm, er erwartete niemanden, wer… Vorsichtig öffnete er die Tür und musste erst ziemlich weit nach unten sehen um einen kleinen blauhaarigen Mann zu sehen.
      „Haaaa, echt kalt hiiiier ganz oben! Kann ich reiiin?“ Perplex ließ der Nordmann den Kobold ein und wusste nicht recht, ob das nicht ein ganz gewaltiger Fehler war. Der Durchgefrorene eilte zum Feuer.
      „Ooooh das tut gut. Normal wohne ich in der Stadt, schön warm, aaaaber gut… Ich habe eine Nachricht für dich,. Du bist doch Mahmoud, oder? Die Beschreibung passt!“ Der große Mann setzte sich.
      „Ja… Unverkennbar wohl. Was führt dich her?“

      OOC: Geschafft :o Sooo viele Chars :) Ihr könnt jetzt rasch reagieren und dann wird es heiß hergehen :o Ich denke ihr seht, was ich vorhabe und bin gespannt ;) Viel Spaß :) Fragen immer an mich.


      Thx Tom Bombadil
    • New Orleans, USA

      Die letzten Wochen waren für Kyendra wahrlich angenehm gewesen. Ihr Job war abwechslungsreich, die Bezahlung übertrieben gut und über ihren Lebensstandard konnte sie sich nun wirklich nicht beschweren, saß sie an diesem Abend doch in einem etwas teurerem Lokal. Das einteilige Sommerkleid, über dem sie noch ein kleines Jäckchen trug, sowie einfache Ballerina waren wohl gerade noch gut genug für ein solches Etablissement. Auch wenn Kyendra sich nicht daran stören würde, hier in einem kuscheligen Kapuzenpullover aufzukreuzen, wenn sie die Lust darauf packte. Und selbst damit würde sie hier wohl jeden in Sachen Look ausstechen.
      Kyendra lächelte leicht, als die Bedienung ihren zuvor bestellten Tee in einem teuer aussehenden Kännchen zusammen mit einer Teetasse brachte. Fehlte nur noch die Pasta. Die Fee schenkte sich ihre Tasse ein und hob das Behältnis samt dampfenden Inhalts an ihre schmale Nase, um den wunderbaren Duft genießen zu können. Welch reiches Aroma an verschiedensten Kräutern und Früchten. Kyendra konnte schon am Geruch erkennen, wie viel Arbeit in die Rezeptur des Tees investiert worden war, wie sich die verschiedenen Aromen gegenseitig ergänzen und verstärken würden. Das Leben war schön, und sie nahm einen kleinen Schluck.
      Als sie die Tasse wieder auf dem Tisch abstellte, sah sie aus dem Augenwinkel jemand Bekanntes. Ihre Lieblingsfeuerdämonin. Nun gut, so viele Feuerdämoninnen kannte die junge Fee zu ihrer Schande auch nicht. Kyendra winkte lieblich, als die Dämonin zu ihrem Tisch kam.
      „Hi Lorelei. Komm, setz dich zu mir. Möchtest du auch einen Tee? Er ist wirklich empfehlenswert.“



      Just Monika.
    • Frankreich, bei Lyon

      Das alte schmiedeeiserne Tor mit dem von Efeu umrankten Steinbogen böte einen guten Blick auf das weitläufige Anwesen, wäre die Auffahrt, zu der prächtigen weißen Villa mit den römischen Säulen, nicht von hohen akkurat geschnittenen Hecken und Pappeln gesäumt. So blieb Joral nur die Mauer, das Tor, die Auffahrt und ein Teil der Villa zu betrachten, während sie darauf wartete, dass sich etwas regte.
      Es knisterte in der Gegensprechanlage über der Klingel, ehe die neutral gelangweilte Stimme eines Mannes erklang.
      "Madame wünschen?" Wer das Anwesen der de Mendez' betreten wollte musste erst einmal am Pförtner vorbei, so war es schon immer gewesen. Auch wenn das früher noch ohne Kamera und Gegensprechanlage ablief.
      Fragen, Anregungen oder Kritik? -> Konversation oder #ogame.de-rpg

      Lass uns ein Spiel spielen...


      <Seaten>Kata ist wie Cass, nur fauler und männlich
    • Genf, Schweiz
      Ein gelungener Tag forderte einen gelungenen Abend. Nox hatte sich schon lange zu diesem Ablauf der Dinge entschieden. Wenn ein lukerativer Auftrag beendet war, genehmigte er sich einen Abend in einem der exquisitisten Restaurants in der Umgebung. So war es auch heute. Denn nur wenigste Stunden zuvor hatte er ein imposantest Falchion - oder auch Malchus - im italienischen Stil fertiggestellt und in gehörig gepolsterter Weise auf den Versandweg verabschiedet. Sein Kunde würde sich über die silbrig glänzende Schneide und das in der Farbe von Obsidian schimmernde Heft des Schwertes sicherlich freuen.
      Er hatte sich für diesen Abend für eine "Reise unter dem Meer" entschieden - ein bisher sehr schmackhaftes Menü, das aus den erlesensten Zutaten des Wassers zubereitet war. Zumindest entsprach die Langustencreme-Suppe, die er bereits zur Hälfte mit einigem Behagen verspeist hatte, den hohen Erwartungen, die er an das hiesige Etablissement gestellt hatte. Nox führte gerade das Kristallglas mit Weißwein an seine Lippen, als er angesprochen wurde.
      „Verzeihung, Herr Nox, dürfte ich?"
      Für einen kurzen Moment war Nox von der fremden Stimme mit schweizerischem Akzent ein wenig verwirrt und blickte zu dem jungen Mann auf. Er hatte niemandem seine abendlichen Pläne eröffnet - eigentlich sollte er deswegen unerkannt sein Essen genießen können. Erst recht nach den anstregenden letzten Tagen.
      Dann fielen Nox jedoch die ungewöhnlich schwarzen Augen seines Gegenüber auf. Sein Blick streifte außerdem den Aktenkoffer in dessen Händen, auf dem - ein wenig verdeckt - ein bekanntest Wappen prangte.
      "Tepeŝ!", ging es Nox durch den Kopf, ehe er, sich einmal kurz im Kristallsaal umblickend, mit ein wenig abwesender Stimme sein Einverständnis gab und mit einer Geste auf den Platz gegenüber deutete.
      "Darf ich Ihnen etwas zu Trinken bestellen? Und wie kann ich Ihnen behilflich sein, Herr ...?""


      Osaka, Japan
      Wie aus einem Kokon schälte sich Aka aus ihrer Bühnenkleidung. Das Schauspiel am Kabuki-Theater forderte seinen schweißtreibenden Preis, erfüllte sie aber nach jeder Vorstellung mit einer Art von Genugtuung, die sie selten auf so friedliche Weise erfuhr. Kabuki hatte sie schon früher, vor ihrer selbstgewählten Isolation in den Wäldern um Fuji-san, genossen. Aber das war knapp 400 Jahre her gewesen. Zu allem Überfluss hatte sie außerdem erfahren müssen, dass seit dem Jahre 1629 jeglicher weiblichen Schauspielerin das Mitwirken am Kabuki verboten war. Es hatte einiges an Aufwand gekostet, in Osaka dennoch ein eher "halb-legales" gemischtes Kabuki-Theater aufzubauen. Nicht nur der Staat hatte hier Barrikaden in den Weg gelegt, sondern auch die künstlerische Gesellschaft und die japanische Bevölkerung. Denn schon lange war das Verbot in jedermanns Köpfe als Tradition verankert. Kein Wunder also, dass das Unterfangen nicht von heute auf morgen Erfolg hatte und erst recht nicht, dass sowohl die Scharen als auch die Yakuza einen erheblichen Einfluss auf das "einzige gemischte Kabuki Theater in ganz Japan" hatten.
      Aka begann ihre Bühnenschminke zu entfernen. In diesen Momenten war sie froh, dass sie als "Star" der Vorstellung eine eigene Garderobe zugeteilt bekommen hatte. Denn unter der weißen Maskerade kam die graue Wirklichkeit ihrer Haut zum Vorschein - grob, empfindlich und an der Oberfläche an alte pulvrige Spinnenweben erinnernd. Mit ein wenig Wehmut blickte sie in den Spiegel vor sich. Die eine Hälfte des Gesichts noch von der Schminke bedeckt. Fast wie bei der chinesischen Hauptfigur in diesem einen Disney-Film, den sie so gerne sah.

      Ein Faden zupfte in ihren Gedanken. Mit hochgezogener Augenbraue blickte sie von ihrem Spiegelbild zur Tür. Jemand Unbekanntes kam - jemand, der ohne Ankündigung ihr Netz betreten hatte.
      Als es an der Tür klopfte, hatte sie das Zimmer bereits für alle Fälle vorbereitet - deswegen scheute sie sich auch nicht mit einem verwundert klingenden "Herein" zu antworten. Sie hatte sich nicht die Mühe gemacht, sich weiter ab- oder neu zu schminken. Stattdessen blickte sie mit ihrer 'Zweifaltigkeit' und ihren ungewöhnlich blau leuchtenden Augen auf den Neuankömmling. Denn dass es sich bei diesem um ein Wesen handelte, stand für die Dämonin außer Frage.
    • Südengland, Brighton

      Als Haron die Tür des Pubs öffnete, kam ihm der Geruch von allerlei Tropfen entgegen, die überraschender Weise harmonisch in seiner Nase kribbelten. Sein Blick zog von links nach rechts. Er suchte nichts bestimmtes, aber etwas lag in der Luft. Haron sah jetzt den behaarten Mann, der ihm ein Zeichen gab. Eine kurze Musterung begann und endete sofort.
      "Ein Werwolf. Hier ?"
      Er ging zu dem Tresen, nahm Platz, und bestellte sich ebenfalls ein Ale. Er nahm ein Schluck aus dem Glas.
      "Was möchten sie von mir ?"

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    • Regensburg, Deutschland

      Vladimir hatte sich gegen das erfrischende Blut einer Jungfrau entschieden, statt dessen bevorzugte er ein Glas Eisblut.
      Die Gewinnung dieser Rarität unterliegt einer sehr aufwendigen Prozedur:
      Das Blut bleibt im Körper der gut ‚abgehangenen Opfer‘ bis diese schon ansehlich vergammelt sind. Fäulnisbakterien verflüssigen teilweise das geronnene Blut und versehen es mit einer schweren Süße und Sämigkeit. Mit dem ersten Frost wird das dann geronnene Blut herausgeschält
      und mit Aqua-Eisen-Komplexen verflüssigt. Das wurde schon von den Alchimisten im Mittelealter praktiziert. Toxische Gifte werden nur teilweise gebunden und herausgefiltert. Der Wein hat somit einen einzigartigen Geschmack, der für jeden Normalsterblichen, gelinde gesagt, ungenießbar ist.

      Riff Raff servierte seinem Herrn das Eisblut in einem schönen Kristallkelch. Riff Raff war der treueste und ergebenste Diener von Vladimir.
      Sein Vater selbst hat ihn in einen Vampir verwandelt.
      Gut doppelt so alt wie Vladimir besaß er alle Eigenschaften eines guten Hausdieners: Verschwiegen und ergeben. Gerade klug genug um Anweisungen umzusetzen aber zu dumm um eigenständig zu denken oder irgendetwas zu hinterfragen. Riff-Raff hatte einen leichten Buckel, Halbglatze und schulterlange Haare - die Verwandlung durch den Biss hat ihn weder jünger noch schöner werden lassen.

      Schon wollte Vladimir seinen Diener entlassen als er abrupt zu erstarren schien. Er spürte etwas,
      die Gegenwart eines nicht menschlichen Wesens. Die Aura des offenbar jugendlichen Typus wurde immer stärker wahrnehmbar, diese Unbekümmertheit könnte mitunter gefährlich sein, offenbar wollte oder konnte er seine Aura nicht unterdrücken. Das Wesen kam näher.
      Irgendwie habe ich das Gefühl, dass die Anwesenheit dieser Person nur Ärger bedeuten kann“, dachte Vladimir ergrimmt.
      Laut sagte er zu seinem Diener: „Geh, öffne die Türe, wir erwarten einen Gast.“
      Riff Raff war schon lange nicht mehr über die besonderen Fähigkeiten seines Herrn erstaunt.
      Er schlurfte zur Eingangstüre bevor die Glocke überhaupt schellte. Bedächtig öffnete er sogleich und begrüßte den vor der Tür stehenden Mann.
      "Hallo",und mit einem Blick auf den durchnässten Mantel stellte er fest: "Sie sind nass. Kommen sie doch rein, mein Herr erwartet sie schon“.



      Eine Schmiede in einem Dorf im Erzgebirge

      Der Schmiedehammer bearbeitete mit kurzen, schnellen Schlägen geradezu zärtlich das weißglühende Metall. Lukas hatte schon längst die eintretende Person bemerkt.Ohne aufzuschauen antwortete er „Moment“ und konzentrierte sich auf seine Arbeit.
      Allerdings nahm er erst jetzt die Andersartigkeit der am Eingang stehenden Frau wahr.
      Er überlegte kurz fortzufahren, doch dann beförderte er mittels Zange das glühende Metall in den bereit stehenden Wassereimer.
      Ein lautes Zischen begleitete die aufsteigenden Dampfwolken.
      Lukas legte das erkaltete Metallstück zur Seite und schaute seinen Gast an. Magierin oder Dämonin? Ab und an hatte er Kontakt mit Magiern
      und vor allem Walküren, diese bestellten immer mit Silber durchwirkte Waffen bei ihm. Ansonsten war es ihm relativ egal was die anderen
      Wesen so trieben, Hauptsache sie ließen ihn in Ruhe.
      Er spürte ihre Andersartigkeit so wie die seinige. Er hatte sich nur noch nie die Mühe gemacht die unterschiedlichen Merkmale auseinanderzuhalten, obwohl er es eigentlich könnte. Ein Kribbeln auf seiner Haut machte sich bemerkbar und er spürte wie sich seine Sinne öffneten und verschärften.
      Hallo und willkommen in meiner Schmiede“, antwortete er auf den freundlichen Gruß.

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    • Kara

      Kara? Kara! Wach auf!
      Das junge Mädchen schreckte aus dem Schlaf. Einen Moment lang wusste sie nicht wo sie war. Sie hatte von ihrer Mutter geträumt, hatte fast gemeint die warme Berührung ihrer Hand spüren zu können. Jetzt, im wachen Zustand, war ihr jedoch eher kalt. Sie lag auf dem Boden in einem leeren, ziemlich heruntergekommenen Raum. Die Erinnerungen kehrten zurück. Sie hatte sich für die Nacht in dieses Gebäude zurückgezogen, weil es so abgelegen und baufällig war, dass sich sonst niemand hinein traute. Vorsichtig richtete Kara sich auf. Ihre Seite schmerzte. Vielleicht hätte sie nicht einfach auf dem nackten Boden schlafen sollen, doch in diesem Haus gab es nicht einmal mehr eine Matratze.
      Kara!
      Erneut erklang die Stimme in ihrem Kopf. Kara zuckte leicht zusammen. Sie hatte sich noch nicht daran gewöhnt.
      Was ist los?, fragte sie in ihren Gedanken zurück. Nicht, dass sie wirklich eine Antwort erwartete. Doch zu ihrer Überraschung erklang die Stimme erneut.
      Jemand kommt.
      Kara runzelte die Stirn. Was sollte das bedeuten?
      Bevor sie nachfragen konnte, hörte sie eine neue Stimme – nicht in ihrem Kopf, sondern von draußen vor der Tür. Kara sprang auf die Füße und griff nach ihrem Rucksack.
      Was jetzt?, fragte sie die Stimme panisch. Was soll ich tun?
      Einen quälend langen Moment folgte nichts als Stille. Dann – Lauf!
      Kara nickte, sah sich einmal im Zimmer um und lief dann zu einem der Fenster. Vielleicht konnte sie über die rostige Feuertreppe entkommen..


      Saoirse

      Die Sonne ging bereits unter, als Saoirse sich ihren Weg durch die vertrauten Straßen bahnte. Sie gewöhnte sich zu sehr an diese Stadt, das war ein Fehler. Vielleicht wäre es das beste, wenn sie so bald wie möglich weiterziehen würde. Es war nicht das erste Mal, dass sie darüber nachdachte. Eigentlich blieb sie nie länger ein oder zwei Jahre in einer Stadt, doch L.A. mit seiner schier unendlichen Weite hatte durchaus seinen Reiz. Es war ein leichtes in dieser Stadt unterzutauchen und von einer Nachbarschaft zur nächsten zu wandern. Nun war sie allerdings schon fast seit vier Jahren hier. Zu lange. Sie würde bald aufbrechen, das nahm sie sich fest vor.
      Tino wartete an der üblichen Stelle auf sie. Seine Verlässlichkeit war wohl der stärkste Grund, weswegen er ihr Lieblingsdealer war. Natürlich hatte sie mehr als einen. Die Mengen die sie benötigte, um überhaupt irgendeinen Effekt zu spüren, waren zu groß und würden zu viel Misstrauen erwecken. Also musste sie sie auf mehrere Dealer aufteilen. Eine lästige Angelegenheit, doch somit blieb sie unauffällig. Tino war dieses Mal nicht allein, wie sie zu ihrem Unmut feststellte. Ein blonder junger Mann, im Grunde noch ein halber Teenager, stand bei ihm und rauchte.
      „Yo Saoirse!“, begrüßte Tino sie, als er sie erkannte. Er bot ihr eine Zigarette an, die sie dankend annahm.
      „Was geht bei dir so?“
      Sie zuckte mit den Achseln und nahm den ersten Zug.
      „Ich lebe.“ Der Witz hinter dieser Aussage blieb für die beiden Menschen verborgen. Sie nickte Tino zu.
      „Hast du was für mich?“
      „Na klar. Das Übliche?“
      Ja, es war wirklich an de Zeit, dass sie weiterzog.
      „Du kennst mich. Ach warte - hast du auch 'n bisschen Gras?“
      „Klar, kein Ding.“
      Während Saoirse das Geld hervorkramte, sprach der Junge neben Tino das erste Mal:
      „Cooler Akzent – bist du Irin?“
      „Nein, ich rede nur so, weil die Mädels so drauf stehen“, erwiderte Saoirse mit einem Augenrollen. Tino grinste.
      „Lass mal gut sein, Brent“, sagte er zu seinem Kumpel, der gerade scheinbar darüber nachdachte, ob sie das ernst gemeint hatte. Er zählte kurz Saoirses Geldscheine, steckte diese ein und reichte ihr dann unauffällig zwei kleine Tütchen. Ihre Hände berührten sich kurz dabei und Saoirse sah das kalk-weiße Gesicht einer älteren Frau vor ihrem geistigen Auge aufblitzen.
      „Du solltest mal wieder deine Ma anrufen.“ Der Satz war über ihre Lippen gekommen, bevor sie richtig hatte nachdenken können. Scheiße! Tino sah sie verwirrt an.
      „Was?“
      „Ach nichts.“ Sie steckte die Tütchen ein. „Danke man. Wir sehen uns.“
      Ohne ein weiteres Wort oder einen Blick zu Brent ging sie davon. Scheiße, scheiße, scheiße! Spätestens jetzt musste sie wirklich ans Weiterziehen denken!

      Ein paar Stunden später hatte sie sich an ein eher unbelebtes Stück Strand zurückgezogen. Nachdem sie eine Weile am Wasser entlang gewandert war, hatte sie sich in einen der Strandkörbe gesetzt, die Beine dicht an den Körper gezogen und rauchte einen Joint. Verdammt, sie würde diese Nächte vermissen. Nun, zumindest für ein paar Jahrzehnte.
      Eine Bewegung am Wasser ließ sie aufmerken. Ohne große Regung beobachtete sie die Robbe, die sich nun in ein Mädchen verwandelte, doch etwas zuckte über ihr Gesicht, als sie sie plötzlich auf Gaeilge ansprach. Es war schon Ewigkeiten her, dass Saoirse ihre Muttersprache hatte sprechen können. Ihre Miene glättete sich schnell wieder. Sie nahm noch einen Zug und machte keine Anstalten aufzustehen.
      „Hab wohl schon bessere Tage gesehen“, erwiderte sie schließlich in der selben Sprache. Sie nickte dem Mädchen zu.
      „Lass mal hören, was treibt eine Selkie mitten in der Nacht an einen Strand in L.A.?“ Und woher kannte sie ihren Namen..


      Lyx

      Ein Dämon aus Lxy' Gefolge hatte sich Radu in den Weg gestellt, doch ein Wort seiner Herrin genügte, um ihn zur Seite treten zu lassen. Lyx hatte sich auf dem großen schwarzen Sofa, auf dem sie saß zurückgelehnt und genüsslich das Treiben im Casino beobachtet. Oh ja, es lag etwas in der Luft. Nicht mehr lange und die ohnehin schon angespannte Stimmung würde vollends kippen. Sie konnte spüren wie sie von Sekunde zu Sekunde mehr Energie gewann. Ihrem Gefolge erging es nicht anders. Nicht mehr lange und sie würden die Situation eskalieren lassen können. Jetzt gerade jedoch war dieser Neuankömmling interessanter. Ihre dunklen, lilafarbenen Augen musterten ihn kurz, dann verwies sie auf den Platz neben sich auf dem Sofa.
      „Mit Freuden, Count. Ihr seid gerade rechtzeitig für das große Finale erschienen.“
      How do you write like you're running out of time? Write day and night like you're running out of time.
      Everyday you fight like you're running out of time, like you're running out of time,
      Are you running out of time?!



      Chrissi: Boah Franzi, wenn man dich so reden hört ohne dich zu kennen, könnte man auch glauben du wärst so'n Soziopath!<3
    • Südamerika, Argentinien, Buenos Aires - Ace Glacefeu

      Ace hatte sich bewusst diesen Ort ausgesucht. Ja, es hatte Überzeugungsarbeit benötigt hier rein zukommen, aber dafür war es quasi unmöglich dass ihn hier jemand stören würde. Ein perfekter Ort um ein wenig seine Magie zu trainieren also. Er schnappte sich das alte verschlissene Buch, welches er erst vor ein paar Tagen von einem komischen Kauz im Krämerladen erwarb. Augenscheinlich war dies ein Buch für Magier. Einerseits hatte ihn der Verkäufer darauf aufmerksam gemacht, anderseits wollte er es ihm gar nicht verkaufen. Oder wollte dieser, wie Ace nun darüber nachdachte, ihm nur Geld aus der Tasche ziehen? Für ein solch altes Buch hatte er ja ordentlich was liegen lassen. Er würde also wohl auch bald mal wieder etwas Geld verdienen müssen.
      Vom Gedanken ab wendete er sich wieder dem Buch zu und fing einfach drauf an mal ein wenig herum zu probieren. Manches klappte gar nicht, anderes brachte zwar Resultate, aber bei weitem nicht was er sich erwartete.
      "Verdammt", fluchte er nach einem weiteren Versuch. Es wurde wohl Zeit mit den bewährten Übungen fortzufahren, vielleicht war das Buch einfach nur Murks. Oder er noch nicht soweit. Doch er kam nicht dazu weitere Übungen auszuführen, denn es trat plötzlich jemand fremdes aus dem Schatten und nannte Ace bei seinem Namen. Schnell erschuf der angesprochene sich ein Eisschwert und fragte, grimmig blickend, "Wer seid Ihr und was wollt Ihr?". Es war nie falsch vorsichtig zu sein, zumal eigentlich niemand hier reinkommen sollte. Er sollte wirklich daran arbeiten seine Umgebung besser im Auge zu behalten.
      inaktiv - Nur totes nicht de Uni for Fun

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    • Manchester

      Die Lagerhalle, die Nilfyr zumindest temporär zu seiner Heimatstatt erklärt hatte, war baulich wahrlich nicht mehr im allerbesten Zustand. Den Spuren von Rost und Algen an Wellblechdecke und Wänden zu urteilen war das Dach hier und da nicht mehr ganz dicht, und die schweren Maschinenteile, die hier herumstanden, machten auch nicht den Eindruck, als wären sie in den letzten Jahren oder würden sie in der nahen Zukunft irgendwann gebraucht oder benutzt werden. Schienen waren in den Betonboden eingelassen, doch der Umstand, dass sie keine blank gewalzte Oberseite mehr hatten, zeugte auch von Verlassenheit. Kurz: Ein guter Ort für jemanden, den man nicht gerne um sich hatte und der es daher vorzog, allein gelassen zu werden.

      Ein mittellauter Schlag war zu hören, als irgendetwas gegen ein Blech donnerte. Dann ein Quietschen, begleitet von weiteren Schlägen die aber bald und dauerhaft die Tonlage änderten. Mehrere ausrangierte Schiffscontainer standen hier: Einer war Nilfyrs eigentliche Wohnstätte, ein anderer schien so eine Art übergroße Mülltonne oder Vorratslager für allen möglichen Schrott zu sein. Der dritte war von kleinerem Standard und -- das konnte man jetzt vielleicht etwas seltsam finden --, hatte eine integrierte Kühleinheit, die vor sich hin brummte. Irgendetwas verderbliches musste da drin sein, aber das Vorhängeschloss machte nicht den Eindruck, als würde es sich von irgendwelchen dahergelaufenen jugendlichen Pennern mit primitiven Bolzenschneidern beeindrucken lassen. In den ganzen Gefühl aus übermannsgroßen Objekten unterschiedlichster Art konnte man sehr leicht die Orientierung verlieren. So etwas wie einen Überblick gab es sowieso nicht, und so konnte sich der Ghul annähern, ohne gesehen zu werden.

      Es stellt sich schließlich heraus, dass die lauten Schläge von seinen Schritten kamen. Nilfyr hatte einen seiner Schuhe nicht angezogen und trug so unverblümt den skelettierten Rest seines linken Fußes zur Schau, der verdächtig dunkel metallfarben schimmerte. "Es ist schon länger her, dass jemand so gezielt nach mir gesucht hat. Was willst du, Rotschopf ?" Dass ihm klar war, dass er es hier mit einem Unsterblichen zu tun haben musste, erwähnte er erst garnicht. Das war eine Selbstverständlichkeit. Seine Stimme war tief und rau, zuweilen fast ein bisschen gurgelnd. Und die Zähne... sagen nicht so aus, als würde sich so wie die eines Vampirs mit weniger als allem zufrieden geben. Wieso nur das Blut aus der Verpackung nehmen, wenn man den ganzen Rest gleich mit haben konnte ?

      Eine mistige Fliege schwirrte um den Ghul herum, obwohl es hier in Manchester gerade alles andere als sonderlich warm war. Nilfyr schien nur auf eine Gelegenheit zu warten, sie zu zerquetschen.
    • Lorelei und Kyendra

      Die Feuerdämonin vertiefte ihr Lächeln und setzte sich graziös hin.
      "Gern, meine Liebe. Wie ist es dir ergangen?"
      Sie erwartete natürlich keinen detaillierten Bericht, denn die schattigeren Seiten Kyendras gingen niemanden etwas an, dessen war sich Lorelei bewusst. Das Einzige was sie daran interessierte war, dass es sie ein wenig antörnte. Bisher hatte sie ihr Gegenüber allerdings noch nie in Aktion gesehen.

      Joral und Sascha

      "Ääääääh..."stammelte Joral und überlegte den einen oder anderen Moment. Das war doch nicht so einfach. Sie atmete tief durch, noch einmal und versuchte ein nervöses Lächeln.
      "Mein Name ist Joral D'Oyil, uuuh... Ich bin hier um mit Sascha zu sprechen." Ihre Stimme senkte sich, obwohl sie nicht glaubte, dass jemand lauschte.
      "Celeste schickt mich.

      Nox und Leander

      Leicht verbeugte sich der Vampir, dann legte er Mantel, Hut und Schal ab, um sich zu setzen, die Aktentasche dicht bei ihm als beinhalte sie etwas Kostbares.
      "Leander Parescaeu ist mein Name. Ich hoffe ich störe nicht. Sehr gern, ein Kaffee würde nicht schaden." Die klaren Augen musterten Nox eine Weile. Natürlich war er bei weitem nicht so jung, wie es den Anschein hatte, und er wusste, dass Zurückhaltung, Höflichkeit oft wesentlich besser waren als das Vorpreschen mancher seiner Artgenossen.
      "Ich bin mehr oder weniger geschäftlich hier und würde mich sehr gerne in Ruhe mit ihnen unterhalten. Selbstverständlich verstehe ich, wenn Sie nicht unbedingt mit einem Vampir in ein Hinterzimmer verschwinden wollen." Da war sein sardonischer Humor, der sich als leichtes Lächeln in seinen Mundwinkeln abzeichnete.

      Aka und Kiyoshi

      Er verbeugte sich und kommentierte nicht, was er sah, das wäre wirklich unhöflich. Im Gegensatz zu Menschen hatte er dies ja erwartet und wusste zumindest ungefähr, wer dies war. Allerdings hatte Celeste sich noch bedeckter gehalten als sonst.
      "Verzeihen Sie meine Störung. Mein Name ist Kiyoshi, ich bin ein Bote der Celeste. Sie hat moch gebeten, Ihnen persönlich eine Aufwartung zu machen um eine Botschaft zu Ihnen zu bringen.

      Haron und Korran

      Der Magier hatte Geschmack. Ein Pluspunkt.
      "Ich bin Korran, Haron, nicht wahr?" Sein Getränk verschwand in wundersamer schneller Weise in der Kehle, und er bestellte ein zweites.
      "Hab 'ne Nachricht für dich. Sollten wir vielleicht gleich draußen besprechen, hier sind ab und an zu viele Ohren.

      Vladimir und Sebastian

      Etwas irritiert antwortete Sebastian:
      "Äh, ja, es regnet. Das war ein seltsamer Kerl - war das ein Vampir? Irgendwie so etwas in jedem Fall. Jetzt fehlte nur noch ein merkwürdiger und absolut durchgeknallter Hausherr... Seine Nervosität stieg jedenfalls, denn wieso wurde er schon erwartet? Aaaah. Vampire waren so merkwürdig, er hielt lieber immer Abstand. Schließlich wurde er in eine Art Saal geführt. Staunend betrachtete der junge Mann das Interieur. Das kannte er nicht in seiner Studentenbude. Er sah schließlich einen anderen Mann, und spürte ihn auch. Etwas zog sich zusammen in ihm. Ach, Tantchen, wieso...
      "Ähm, sind...sind Sie Vladimir?

      Lukas und Feyora

      Die Frau blickte sich um. Es gefiel ihr richtig - viel Ruhe, gute Handarbeit, und der Werwolf war ein Könner, das sah sie.
      "Einen sehr schönen Platz hast du hier entdeckt. Da kann keine Stadt mithalten. Ohne sich darum zu kümmern ob ihre Hose schmutzig wurde setzte sie sich auf einen Holzblock.
      "Ich störe auch nur sehr ungern, doch ich wurde gebeten, dich zu kontaktieren. Celeste kennst du, oder? Das war eher eine rhetorische Frage, denn jeder kannte sie...

      Korim und Kara

      Der Vampir kniff leicht die Augen zusammen und lauschte. Keine Antwort, allerdings hörte er das Mädchen. Sein Mund verzog sich zu einem spöttischen Grinsen, als die Kleine aufsprang und sich bewegte, und nicht Richtung Tür. Wie eine gute Beute wollte sie wohl weglaufen.
      "Da ist man einmal nett. Einen Moment lang wartete er noch, es herrschte jedoch Stille bis auf die leisen Schritte, die ein Mensch sicher nicht hören würde. Er zuckte mit den Achseln. Naja, dann... Ohne sich lange aufzuhalten nahm er kurz Maß und trat dann gegen - nein, durch die Tür, dass die Splitter nur so flogen. Ein-, zweimal nachgetreten und er stand im Raum, Kara ein ganzes Stück weg von ihm am Fenster, im Begriff, herauszuklettern. Er rollte seine roten Augen.
      "Ich hab dich doch nett gebeten. Komm, ich hab keine Zeit für den Unsinn. Du darfst mich sogar Korim nennen.

      Saoirse und Nea

      "Meiner Lust des Exhibitionismus Frönens sicher nicht. Doch ganz schön frisch. Die Selkie grinste und rubbelte sich die Oberarme, während sie Saoirse genauer betrachtete. Die Banshee sah komplett fertig aus. Da stimmte doch einiges nicht...
      "Irgendwann wird es besser. Behauptet man. Und wenn nicht, gibt es noch Whiskey. Sie grinste und kuschelte sich in den Strandkorb. Irgendwie wirkte Saoirse traurig, ja, beinahe verloren. Aber ihr, einer Fremden trotz derselben Sprache, würde sie kaum vertrauen.
      "Ach wie blöd von mir, Nea übrigens. Ich bin mit einer Botschaft für dich hier, von Celeste.

      Lyx und Count Radu

      Der Vampir hatte sich nicht gerührt, als der Dämon zu ihm ging. In Falles eines Kampfes hatte er immer einen Plan B dabei, doch Lyx hatte daran wohl weniger Interesse als an dem, was bei den Menschen da unten passierte. Wie konnte er es ihr verdenken? Elegant setzte sich Radu neben die Dämonin, die Hände auf den Stock gestützt. Sie war wahrlich faszinierend.
      "Vielen Dank. Ihr habt ein schönes Spiel dort unten laufen. Ich freue mich auf das Blut.

      Ace und Vincent

      Das Phantom hob die Hände und lachte.
      "Wohow, ganz ruhig. Ich bin nicht auf Stress aus. Nicht den Boten killen, das ist heute eigentlich nicht mein Plan gewesen. Er nahm seine Sonnenbrille ab und sah sich um.
      "Coole Halle. Ich bin nur hier, weil mich Celeste darum gebeten hat. Hast du grad mal ein paar Minuten?

      Nilfyr und Seamus

      Der Anblick des Ghuls hätte jeden Normalen wahrscheinlich zutiefst verstört. Seamus hingegen musterte ihn nur kurz und verzog angesichts des Geruchs nicht einmal das Gesicht. Natürlich roch er den Tod, die Verwesung - aber hier war auch sichert frischeres Fleisch, sonst würde es Nilfyr nicht mehr geben.
      "Ich wurde von Celeste gebeten, persönlich eine Botschaft zu überbringen. Oder Aufforderung, wie man's nimmt. Kurz Zeit?

      "Sir, die Truppen sind alle vor Ort und gehen in Position."
      "Gut. Sobald alle angekommen sind, soll der Zugriff erfolgen."


      Thx Tom Bombadil
    • Schweigen umfing Joral, ehe der Pförtner ähnlich eloquent antwortete.
      "Ääääääh..." Es stand nicht jeden Tag ein Bote Celestes vor den Toren.
      "Ich werde Sie melden. Gehen Sie die Einfahrt hinauf. Sie werden am Eingang erwartet werden." Das Tor schwang von einer verborgenen Automatik gelenkt nach innen auf und würde sich hinter Joral wieder genauso schließen, während der Pförtner augenblicklich die Drachenmagierin, die uralte Herrin dieses Anwesens, benachrichtigte, wie es seine Aufgabe war.

      Yosephin de Mendez fand ihr Mündel in der Bibliothek, während Joral die Einfahrt hinauf kam.
      In einem leichten Sommerkleid saß Sascha dort in einem alten, ausladenden Ledersessel, ein Grammophon auf dem Tischchen neben sich welches die Bibliothek mit seiner kratzenden Nadel und seinem metallenen Trichter mit Jazz der Dreiziger Jahre flutete. Während die haarlose zierliche Frau mit einem versonnen Lächeln ein Buch aufgeschlagen auf den Beinen liegen hatte und darin las. Es war ein alter Wälzer über die finstersten Praktiken der schwarzen Künste, geschrieben mit Blut, auf Seiten aus pergamentener Menschenhaut.
      Yosephin überkam bei diesem Anblick ein kalter Schauder. Dieses so friedliebende Bild, das sich ihr bot konnte einen kaum größeren Gegensatz zu der Lektüre bilden. Sie wusste wer und was Sascha war, doch manchmal, da ängstigte sie die junge Frau.
      Einst hatte sie selbst Angst und Schrecken verbreitet. Die Drachenmagierin, der Drache des Südens, das mächtige Biest mit dem Hort aus Gold... Angst war ein guter Ratgeber. Angst vor Drachen war gesund. Doch wovor fürchteten sich die Drachen?
      Vor dem alles versengenden Phönix!

      "Sascha?" Erhob Yosephin sanft die Stimme. "Es kommt ein Bote für dich. Willst du sie einlassen oder empfangen?"
      Sascha hob den Blick von den kruden Zeichen einer lange vergessenen Sprache und richtete die feurigen Augen auf die Frau, die sie das zweite mal aufgezogen hatte ohne zu klagen.
      "Danke Yosephin, ich werde den Boten wohl einlassen. Von wem kommt er denn?" Ihr Lächeln kündete von einer willkommenen Abwechslung, als sie den alten Foliant schloss und die Nadel von der Schallplatte nahm.
      "Nun..." Yosephin zögerte, das war ein heikler Moment und das wusste sie. Sascha hatte Zeit ihres zweiten Lebens nach ihren ersten Zieheltern gesucht... und nun kam diese Botin... "Sie bringt Nachricht von..." Sie schluckte. "Celeste."
      Die Phönixmagierin starrte Yosephin an wie vom Donner gerührt, ehe sie mit schwacher und fassungsloser Stimme etwas hervor brachte.
      "Sie... sie weiß wo ich bin?" Sie sackte in dem bequemen Ledersessel in sich zusammen und murmelte. "Sie wusste es die ganze Zeit... und sie hat es nicht für nötig befunden mir etwas zu sagen..."
      Der Schock war ihr anzusehen und die Drachenmagierin machte vorsorglich einen Schritt zurück, denn als Sascha wieder aufsah, da brannte das Feuer in ihren Augen. Nicht nur als Metapher. Das feurige Funkeln in ihren Augen war zur tatsächlichen Flamme erwacht, und die Tränen in ihren Augenwinkeln entzündeten sich und qualmend brennender Napalm trof über ihre Wangen. Sie wischte sich unwirsch übers Gesicht und erstickte die Flammen, zwang sich gewaltsam zur Gemütsruhe.
      "Hören wir, welche Nachricht dieses Miststück mir zukommen lässt." Sagte Sascha mit mühsam beherrschter Stimme und erhob sich aus dem Sessel, strich ihr Kleid glatt und ging zur Eingangshalle um die Botin zu empfangen.
      Andere Wesen hätten in ihrer Gemütslage wohl eisige Kälte ausgestrahlt, doch nicht Sascha, nicht der Phönix. Sie glühte! Von ihr ging eine unangenehme Hitze aus, der die Luft flirren ließ und ihr schönes Sommerkleid allmählich schwärzte als würde es auf einer Herdplatte liegen. Der beißende Geruch des ankokelnden Stoffes begleitete sie.
      Fragen, Anregungen oder Kritik? -> Konversation oder #ogame.de-rpg

      Lass uns ein Spiel spielen...


      <Seaten>Kata ist wie Cass, nur fauler und männlich
    • Genf, Schweiz (Nox)
      Ohne große Umschweife bestellte Nox für seinen Gegenüber einen Kaffee bei einem vorbeieilenden Kellner. Dann nahm er selbst erneut sein Weinglas in die Hand und schwenkte es eine Weile in der Hand. Geschäftlich also? Geschäfte waren gut - sehr gut sogar. Und bei Aufträgen der Familie Tepeŝ war die Bezahlung auch meist sehr gut. Die Frage nach dem ugnestörten Gespräch in einem Hinterzimmer ließen ihn jedoch stutzen. Würde es wirklich um eine Schmiedearbeit gehen, dann wäre der Tisch - an dem noch der Rest seiner Langustencreme-Suppe verführerisch duftete - so gut wie jeder andere Ort. Es musste also einen anderen Grund für das Kommen Leanders geben.
      Der Kaffee für den Vampir kam genauso schnell, wie man es von einem hochpreisigen Lokal erwarten durfte. Obwohl das Schweigen langsam eine unangenehme Länge annahm, wartete Nox noch kurz, bis sein Gegenüber ein paar Schlucke des heißen schwarzen Gebräus zu sich genommen hatte. Dann antwortete er:
      "Für Geschäfte ist mein Ohr immer offen, Herr Parascaeau."
      Nox führte das Kristallglas kurz zum Mund und nahm einen Schluck des kühlen Weißweins.
      "Und es wird mir nichts ausmachen, Sie auch in ein Hinterzimmer zu begleiten. So wie der Kellner sie gerade angesehen hat, sind Sie nicht zum ersten mal hier. Also nehme ich fast an, dass Sie das Zimmer schon organisiert haben."
      Nach einer kurzen Pause fügte er hinzu:
      "Und keine Sorge - Vampire schrecken mich nicht."
      Dem sardonischen Lächeln seines Gegenübers erwiderte er ein sehr freudiges und humorvolles - der kalte Ausdruck, der dagegen in seinen Augen zu sehen war, sprach davon, dass er nicht zum ersten Mal - auf nicht ganz so freundliche Art und Weise - mit einem Wesen allein gewesen war. Und die Tatsache, dass er noch lebend in diesem Restaurant seine Suppe schlürfte, dürfte durchaus den Rest der Geschichte erzählen.
      Von einem Moment zum anderen ließ Nox seinen Blick fallen, aß den letzten Löffel seiner Suppe und erhob sich. "Irgendwelche Neuigkeiten aus Rumänien? Wie ist das Wetter momentan in Siebenbürgen?"


      Osaka, Japan (Aka)
      Celeste ...
      Obwohl Aka aus dem Reich der Dämonen entstiegen war und mehrere Jahrhunderte in den einsamen Wäldern Japans gehaust hatte, war ihr der Name bekannt. Allein diese Tatsache sprach dafür, dass die Fee einen Stellenwert einnahm, der nur als 'außergewöhnlich' bezeichnet werden konnte. Das große Orakel hatte eine Nachricht für sie? Eine seltsame Fügung ... war sie doch als Mitglied der Scharen eher ein Wesen, mit dem man nicht zu tun hatte. Ein Orakel sollte das wissen - und doch hatte Celeste einen Boten zu ihr geschickt?
      Aka erwiderte die Verbeugung - zumindest ansatzweise und drehte sich auf ihrem Drehstuhl wieder Richtung Schminkspiegel. Dort begann sie auch den Rest der Bühnenschminke abzuwischen und durch eine deckende Schicht Foundation zu ersetzen. Ihre stechenden blauen Augen betrachteten den Ankömmling weiterhin in der Spiegelung.
      "Setzen Sie sich, Kyoshi-san."
      Mit ihrer linken Hand deutete Sie auf eine Sitzstätte, die sie gerade noch im Blick behalten konnte.
      "Ich würde Ihnen natürlich eine Tasse Tee anbieten, jedoch hat die Aufrechterhaltung meiner menschlichen Form Priorität. Ich hoffe Sie verstehen."
      Nach einer kurzen Pause fuhr sie fort:
      "Das große Orakel Celeste schickt euch ...? Ich müsste lügen, würde ich sagen, ich sei nicht überrascht. Ich bin ganz Ohr - was mag eine Fee wie sie von jemandem wie mir wollen?"
    • Kyendra winkte die Bedienung heran und bestellte für die Feuerdämonin einen Tee. Anschließend wandte sich die Fee wieder ihrer Begleitung zu.
      „Was soll ich sagen? Ich kann mich wirklich nicht beklagen. Die letzten Ausschreibungen haben mächtig viel Asche eingebracht. Was mir jedoch derzeit am besten gefällt ...“
      Kyendra nippte genüsslich am Tee, ehe sie fortfuhr: „Sind die Gerüchte, die damit einhergehen. Ich erinnere mich noch zu gut, als mich fast jeder verspottet hat, obwohl ich bekanntermaßen eine Schattensang bin. Es ist eine Genugtuung, wenn endlich die niederen Würmer ihren Platz in der Hackordnung erkennen. Sie sollen mich fürchten und vor mir auf die Knie gehen, wie es sich für solch erbärmlichen Kreaturen ziemt.“
      Die Fee zwinkerte Lorelei verführerisch zu.
      „Und was ist in letzter Zeit so bei dir geschehen? Ich habe dich nämlich ein klitzekleinesbisschen vermisst.“



      Just Monika.
    • Kara

      Als die Tür zersplitterte, hatte Kara gerade das Fenster hochgeschoben, um hinaus zu klettern. Sie zuckte zusammen und wirbelte herum, betrachtete den Mann mit den roten Augen voller Schrecken. Korim!, erklang die Stimme in ihrem Kopf. Sie sagte nichts mehr, doch die Art, wie sie diesen Namen aussprach, gefiel Kara ganz und gar nicht. Sie löste sich aus ihrer Starre und kletterte rasch aus dem Fenster auf die rostige, wacklige Feuertreppe hinaus.


      Saoirse

      Die Nacktheit der Selkie kümmerte Saoirse nicht besonders, schließlich war sie ja noch ein halbes Kind. Irgendwie erinnerte sie sie an eine ihrer jüngeren Schwestern, Anne. Die Banshee streifte ihre Jacke ab und legte sie dem Mädchen um die Schultern.
      „Ein Vorteil tot zu sein – frieren tu ich nicht mehr“, sagte sie mit fast so etwas wie einem Lächeln und nahm noch einen Zug.
      „Du wirkst noch jung, also geb' ich dir mal einen Tipp: Solche Bullshit-Aussagen kann niemand gebrauchen.“ Ihre Stimme war nicht viel schroffer als sonst und tatsächlich war sie Nea nicht wirklich böse. Bei den nächsten Worten der Selkie horchte sie auf.
      „Celeste?“ Natürlich hatte sie von ihr gehört, es war wohl sehr schwer nicht von ihr gehört zu haben.
      „Was für eine Botschaft hat das Orakel für mich?“


      Lyx

      „Oh, da seid Ihr nicht der einzige“, erwiderte Lyx amüsiert. Sie hatte schon ein paar Mal mit Vampiren zusammengearbeitet – das Blut an sich interessierte sie nicht, doch diese Wesen hatten ein wunderbares Talent darin, Menschen in Panik zu versetzen. Ihr Blick wanderte noch einmal zu den aufgebrachten Menschen im Casino.
      „Sie sind so leicht zu manipulieren – ein Armutszeugnis für diese Spezies, doch ein Glück für uns.“ Ihr Lächeln gab ihre scharfen Eckzähne preis, als sie sich vollends dem Vampir zuwandte.
      „Nun, Count, was führt euch, von der Aussicht auf Blut einmal abgesehen, zu mir?“
      How do you write like you're running out of time? Write day and night like you're running out of time.
      Everyday you fight like you're running out of time, like you're running out of time,
      Are you running out of time?!



      Chrissi: Boah Franzi, wenn man dich so reden hört ohne dich zu kennen, könnte man auch glauben du wärst so'n Soziopath!<3
    • "Korran also."
      Haron ließ den Rest Ale im Glas seinen Rachen befeuchten, genoss ein paar Sekunden und stand auf.
      "Nachricht von wem ?"
      Haron schaute sich aufmerksam um.
      "Wirklich zu viele Ohren."

      Er ging langsam an Korran vorbei, berührte ihn dabei kaum merklich an der linken Schulter, und suchte die Toilette, die üblicherweise, oder wenigstens in diesem Teil Englands, eine geheime Hintertür enthält, darauf hoffend, dass Korran seine Aufforderung verstanden hatte.

      Als er die Toilette betrat, lauschte er genau, ob die Kabinen eine Person verdecken, die etwas von der Botschaft haben könnte. Direkt überall die Türen zu schauen, wäre zu riskant. Denn wenn sich dort jemand versteckte, wäre er bereits dann aufgeschreckt und man müsste Ausreden suchen.
      Denn mit einem Feind, sofern man dies sagen kann, kann man draußen viel "offener" klarkommen.

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    • Regensburg, Deutschlan - Vladimir und Sebastian

      Vladimir taxierte den jungen Mann, ein Feenrich wie er erstaunt feststellte. Jetzt war klar warum dieser so eine starke Ausstrahlung hatte.
      Das Gesicht kam ihm irgendwie bekannt vor. Für einen Moment schlossen sich seine Lider und er beschwor ein Bild vor seinem geistigen Auge
      Celeste. Der Feenrich musste mit ihr verwandt sein.
      Schon wieder spürte er Zorn in sich aufsteigen. Ein Kontakt mit dem Orakel hieß in erster Linie irgendwelchen Anforderungen Folge leisten
      zu müssen. Der Rat der Vampire akzeptierte die Notwendigkeit dieses seherischen Orakels, gleichwohl ärgerte es sie, dass die Feen so
      sparsam mit ihrer Gabe hausieren gingen. Was könnte man nicht alles mit so einer Gabe bewirken…
      Der Rat versuchte deshalb schon lange eigene Informationen über andersartige Wesen zu sammeln.
      Von diesen Spionagetätigkeiten stammte auch das Foto von Celeste.
      Vladimir hatte sich das Bild, dieser schon zur Legende gewordenen Fee, gut eingeprägt.
      Seine Augen bohrten sich in die des jungen Feenrich:
      „Vladimir Matyas Tvrdá“, antwortete er trocken.
      Sollte er jetzt beleidigt sein weil sie ihm einen so jungen Hüpfer geschickt haben?
      Die Botschaft ist wichtig, nicht die Verpackung, ermahnte ihn sein analytischer Verstand.
      Mit dem Verzicht auf überflüssige Höflichkeitsfloskeln fragte er den jungen Feenrich direkt:
      „Was will Celeste von uns?“
      Für einen kurzen Moment zuckte ein Lächeln um seine Mundwinkel, wo Celeste ist besteht die Möglichkeit eine weitere Legende zu treffen –
      Korim Adreus, den Todbringer! Die Fledermausaugen des vampirischen Geheimdienstes haben ihn schon mehr als einmal bei ihr gesehen…
      Kaum hörbare Geräusche außerhalb des Hauses irritierten ihn für einen Moment.
      Ungewöhnlich viele Menschen trieben sich zu dieser Zeit da draußen herum, der Junge ist doch wohl alleine gekommen?




      Eine Schmiede in einem Dorf im Erzgebirge - Lukas und Feyora

      „In der heutigen Zeit ist kein Platz für ein Wesen wie mich in einer Stadt. Ich brauche Natur und Einsamkeit um mich herum…“,
      gedankenverloren murmelte Lukas vor sich hin. Celeste!, dachte er, wobei sich seine buschigen Augenbrauen zu einer Linie zusammenzogen,
      natürlich habe ich schon von ihr gehört, aber nie im Leben wäre ich auf die Idee gekommen einmal mit ihr in Kontakt zu geraten.
      Was will die Fee von mir?
      „Ich kümmere mich wenig um die Angelegenheiten anderer Leute, am liebsten... will ich meine Ruhe haben“, antwortete Lukas gedehnt,
      also kein Auftrag für eine neue Waffe, oder doch?
      Ihm gefiel die unkomplizierte Art wie die Frau auftrat, wie sie über den festgestampften Lehmboden schritt und sich auf den Holzbock setzte.
      Das graue Haar tat ihrer Attraktivität keinen Abbruch – im Gegenteil. Plötzlich wusste er auch was für ein Wesen sie war. Die Augen eines
      Normalsterblichen hätten es nicht wahrgenommen, aber Lukas sah wie feinste Energieströme aus der Erde drangen, verwirbelten und sich
      windend zu der Frau auf dem Holzbock strömten – sie war eine Hexe!

      Da war er wieder, der Ruf des Eichelhähers, dem ‚Wächter des Waldes‘. Bei der Ankunft der Hexe hatte er gerufen und jetzt rief er wieder.
      Gleichzeitig senkte sich eine tiefe Stille über den naheliegenden Hain. Ein Raubtier auf Pirsch, dachte Lukas und wandte sich wieder der Frau zu:
      „Wie heißt Du?“, fragte er und blickte ihr offen ins Gesicht.

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    • Manchester

      Nilfyr hob eine Augenbraue -- oder zumindest das, was davon noch übrig war. Oder das, für was er erstmal eine kurze, ausgiebige Zwischenmahlzeit einlegen müsste, um es wieder da sein zu lassen. Je nachdem, wie man es betrachtete. Celeste persönlich ? Natürlich konnte er mit dem Namen etwas anfangen, aber die Frage war, was sie von ihm denn wollen könnte. Mal abgesehen von seinem doch ziemlich überdurchschnittlichen Alter war er doch nichts weiter besonderes, dachte er zumindest. Konsequent weitergedacht ließ der Gedankenstrang die Gegenfrage aufkommen, ob dieser Werwolf vor ihm überhaupt die Wahrheit sprach. Herkommen und im Namen irgendjemandes irgendetwas behaupten konnte schließlich jeder, und der Umstand dass es wohl ziemlich gefährlich für den Verursacher werden könnte, sollte Celeste von derartigem Missbrauch erfahren, war auch keine wirklich Garantie dafür, dass es nicht doch einer versuchte.

      Es gab einen ohrenbetäubenden Schlag, der das abrupte Ende der Fliege markierte. Nicht nur Nilfyrs Füße hatten einen überaus ungewöhnlichen Metallanteil unter der Haut und das bisschen Fliege zwischen ihm und der nächstbesten Blechwand hatte den Impakt auch nicht gerade gedämpft. Immerhin: Kein Stück der winzigen umherfliegenden Unappetitlichkeiten traf den Rotschopf. "Celeste also ? Soso." Nicht despektierlich, aber doch deutlich machend, dass ein gewisses Authentifizierungsbedürfnis bestand. "Dann gib mal die Botschaft her, bitte. Du kannst sie auch auf den Boden fallen lassen, wenn ich dir zu widerlich bin." Ein Grinsen begleitete des Ghuls letzte Worte. Immerhin: Der Hallenboden war trocken und nichtmal sonderlich staubig. Nilfyr wusste die Balance zu halten zwischen überbordender Unordnung und zu penibler Reinlichkeit für eine angeblich schon lange aufgegebene Lagerhalle und Maschinenschuppen. Das wirklich auffällige Zeug war schon gekühlt und weggeschlossen... luft- und duftdicht.
    • Joral und Sascha
      Die Borin wurde hereingeführt und sah sich staunend um. Sie war nicht so großen Luxus gewohnt, obwohl auch sie nicht unbedingt aus armen Hause stammte. Natürlich war Joral nervös - auch wenn sie Celeste schätzte, war dies sicherlich keine normale Aufgabe. Die junge Frau, die sie besuchen sollte, schien auch endlich zu erscheinen. Kurz weiteten sich die Augen der jungen Frau, als sie Sascha sah. Was war denn das.... Was war diese? Ihr wurde etwas ungut.
      "Erm, hallo."

      Nox und Leander


      Respektvoll neigte der Vampir den Kopf. Nox war, wie er wusste, kein Jungspund und durchaus erfolgreich in seinem Tun. Es würde sicherlich ein interessantes Gespräch werden, und vielleicht konnte man sich noch für anderes arrangieren. Geschäftsbeziehungen waren immer wichtig, und lukrativ konnte das für alle Seiten sein.
      "Derzeit ist es sehr ruhig bei uns, allerdings hat sich Vlad Tepes seit einigen Tagen nicht blicken lassen. Man munkelt, es sei etwas im Gange." Das war kein Geheimnis, die merkwürdige Spannung und dieses "Irgendwas ist doch" Gefühl war greifbar für viele.
      "Kalt ist es. Ich war nun eine Weile nicht direkt dort." Er lächelte und trank seinen Kaffee. Ein guter.
      "Bitte sagen Sie mir, sobald wir hinübergehen können."

      Kyoshi und Aka

      Der Gestaltwandler war nicht beleidigt, an der Stelle Akas wäre er auch sehr vorsichtig.
      "Ich wollte euch auch nicht stören. Doch Celeste bittet nicht ohne Grund." Aus einer Tasche holte er einen Zettel, der in seiner feinen Schrift verfasst worden war, und las vor.
      "Aka, auch wenn du mächtig bist, so muss ich dich vor einer Gefahr warnen. Ich schicke jemanden, der dir schon bald helfen wird. Komme zu mir. Wir müssen der Gefahr Herr werden. Eine Vision hat mich zu dir geführt und diese nehme ich sehr ernst."
      Draußen huschten derweil lautlose Schatten näher.

      Kyendra und Lorelei

      Mit einem kehligen Lachen beugte sich die Dämonin vor. Bei vielen Frauen hätte es ordinär gewirkt, bei ihr allerdings war bes nicht nur passend, sondern wirkte eher mondän, auch wenn man viel sah. Ihre Augen allerdings waren auf Kyendra gerichtet.
      "Zu viele mit zu wenig Respekt, wie recht du hast." Sie nickte dem Kellner nicht einmal zu, der ihr den Tee brachte, der so heiß war, dass sich normalerweise jeder verbrannte - außer ihr.
      "Gut soweit. Die Geschäfte laufen. Im Moment fehlen uns für die wirklich guten Kämpfe ein paar neue Gesichter, aber ich rekrutiere bereits." Die Feuerdämonin war Besitzerin einer Bar mit diversen Geheimnissen, unter anderem einer Arena, in der bis zum Tod gekämpft werden konnte. Lukrativ, nur verlor man eben immer wieder einmal den ein oder anderen.
      "Allerdings, meine wunderbare Dornengöttin, ich habe doch tatsächlich eine Nachricht für dich."

      Kara und Korim


      Der Mund des Vampirs verzog sich zu einem spöttischen Grinsen. Ihm gefiel es, wie seine Beute vor ihm davon rennen wollte, ohne zu wissen, dass es umsonst war. Ihm entkam man nicht. Seine roten Augen glommen, als er dem jungen Mädchen nachsetzte.
      "Du kannst nicht davonrennen, versuche es gar nicht." Mit seinen langen Beinen und seinen vampirischen Kräften war er äußerst schnell, sehr sehr schnell, hinter Kara. Schon wollte er sie greifen, als Celestes Stimme in seinem Kopf aufzutauchen schien. Nein. Nein, keine Beute. Er wollte sie nur mitnehmen.
      "Du wirst erwartet, Kara. Ich habe keine Lust auf Spielchen." Jetzt war er wieder fokussiert und hörte zwar leise Schritte nicht weit von ihnen, hielt das allerdings nicht für wichtig.

      Saoirse und Nea

      In der Stimme der Banshee klang viel mit, was die Selkie nicht so recht einordnen konnte. Doch das war keineswegs etwas, das sie störte. Die meisten Wesen, die nicht menschlich waren, hatten ihre düsteren Geheimnisse und Wege. Sie kuschelte sich in die Jacke.
      "Danke sehr. Ich war noch nicht tot, da kann ich nicht mitreden." Nea betrachtete Saoirse einen Moment.
      "Ich hatte es aufgeschrieben, nur kann ich so schlecht alles mitschleppen im Wasser. Sie warnt dich, sie hatte eine Vision und meinte, dass du in Gefahr seist. Sie bittet dich, zu ihr zu kommen. Warum sie einen Boten schickt, weiß ich nicht, sie meinte allerdings, es wäre wichtig."
      Einige Dutzend Meter hinter ihnen gingen dunkle Schatten in Position.

      Lyx und Count Radu


      "Ihr Blut ist auch äußerst wohlschmeckend." gab der Vampir trocken zurück. Das Chaos war unten perfekt, die Fäuse begannen zu fliegen und der erste metallische Duft von Blut stieg zu ihnen nach oben. Seine Nasenflügel bebten leicht. Aber er war zu alt, um sich davon irritieren zu lassen.
      "Tatsächlich ist es kein Zufall, Werteste. Mich schickt Celeste."

      Haron und Korran

      Der Werwolf wartete ein paar Minuten, dann stand er brummend auf, warf einige Münzen auf den Tisch und ging hinter Haron her. Es war eine gute Idee, sich zu verziehen, man wusste schließlich nie, ob nicht irgendjemand einen Nutzen daraus ziehen wollte. Die Klos stanken, jedenfalls für ihn. Umso besser, dass es eine Tür nach draußen gab. Sein Gesprächspartner wartete bereits, lauschend.
      "Hm, hier ist niemand. Sollen wir kurz raus?"

      Vladimir und Sebastian

      Der junge Feenrich knete nervös die Hände. Ihm war der Typ unheimlich! Doch dieser würde doch sicherlich nichts tun, oder?
      "Ähm, Sekunde." Er fischte einen zerknitterten Zettel aus der Hosentasche und reichte diesen dem Vampir.
      "Sie meinte, es soll unbedingt persönlich abgegeben werden."
      Werter Vladimir, ich schicke einen der begabtesten jungen Feenriche des Landes zu Euch -er weiß es selbst nur nicht. Ich sah Euch in einer Vision, Ihr seid in Gefahr, eine Gefahr, die ich nicht zu fassen vermag. Kommt zu mir nach New York. Celeste.

      Draußen wurde das Haus stumm umstellt.

      Lukas und Feyora

      Ihr Lächeln war echt und warm.
      "Feyora. Keine Umschweife hier, ich habe es lieber gerade heraus." Die Hexe blickte sich um. Irgendetwas gefiel ihr hier ganz und gar nicht mit einmal und sie wusste nicht recht, wieso. Aufmerksam suchte sie die Gegend ab, sprach jedoch weiter.
      "Sie hat mich persönlich geschickt, weil sie meinte, es müsse so sein. Sie hatte eine Vision, und meinte, du wärst in Gefahr und sollst sie aufsuchen."

      Nilfyr und Seamus

      "Ein gutes Deo könntest du echt vertraghen, mich juckt das aber nicht. Ich teile deine Vorliebe für Frischfleisch." Seamus grinste breit, so dass man das kräftige Gebiss sehen konnte. Dann fummelte er einen Zettel aus der Hosentasche.
      "Sie hat darauf bestanden, dass jemand persönlich kommt. Mach dir selbst einen Reim drauf."
      Hallo Nilfyr. Du wirst dich sicher wundern, dass du kontaktiert wirst. Ich hatte eine Vision, du bist in Gefahr. Nicht dein Herr, explizit du. Ich weiß nicht genau, was es ist, jedoch bist du nicht der Einzige, und ich bitte dich, zu mir zu kommen. Ich habe Seamus geschickt, weil er anscheinend eine große Hilfe sein wird. Celeste.
      Seamus zuckte mit den Achseln und spitzte mit einmal die Ohren. Hatte er da etwas gehört draußen?


      OOC: ich weiß, dass das nicht alle Chars sind, aber keine Panik :)


      Thx Tom Bombadil
    • Schweiz, Genf (Nox)

      Nox hatte sich erhoben.
      "Siebenbürgen und kalt ... welche Überraschung ..."
      Kälter als in Deutschland war es auf jeden Fall. Doch auch Siebenbürgen konnte seine schönen Tage haben - insbesondere im Sommer und Herbst. Was währenddessen in der dortigen Vampirgesellschaft vonstatten ging, bereitete ihm keinerlei Kopfzerbrechen. Zwar stand er durchaus im Lager der Familie Tepes; aber der einzige wahre Freund in den Reihen dieser Oligarchie war wohl Dacean. Und um den musste man sich wohl wahrlich keine Sorgen machen.
      "Von mir aus können wir uns hinüber begeben. Meine Neugier ist durchaus geweckt."


      Japan, Osaka (Aka)
      Aka runzelte die momentan noch gräuliche Stirn, ehe sie mit dem Blender die cremige helle Grundierung darüber strich.
      "Das hört sich ... wahrlich überzeugend an."
      Aka machte eine wegwerfende Handbewegung, die zweierlei Effekt hatte. Auf der einen Seite brachte sie damit durchaus anschaulich zum Ausdruck, dass sie ihre Aussage mehr als nur ironisch gemeint hatte. Zum anderen wurde Kyoshi das Stück Papier wie von Geisterhand aus den Fingern gerissen und flog zur Dämonin hinüber. Ganz kurz war im Lichte der Schminkspiegellampen ein dünner silbriger Spinnenfaden zu sehen.
      Dann betrachtete sie den Zettel mit ihren azurblauen Augen, die mit einem Mal noch heller zu leuchten schienen.
      "Zumindest ist es nicht mit Anti-Dämonenmagie verseucht. Doch woher soll ich bitte wissen, dass das Schreiben wirklich von Eurem achso mächtigen Orakel stammt? Ich wage es nicht eure Schläue und Vorbereitung zu unterschätzen, Kyoshi, also nehme ich durchaus an, dass Ihr über jegliches Detail meiner Person Bescheid wisst. Zumindest über das, was ich der Welt in den letzten Jahrhunderten offenbart habe. Dann ist euch sicher auch bewusst, dass mir Gefahren nicht fremd sind. Mein ganzes Leben bestand und besteht aus Gefahren. Angenommen, der Brief stammt tatsächlich von der achso berühmten Celeste ... ich bin durchaus in der Lage, mich zu behaupten."
      Aka las nochmals flüchtig über die paar Zeilen der Nachricht.
      "Ich nehme an Ihr seid derjenige, den sie mir als Hilfe entsandt hat, nicht wahr?"
      Sie drehte sich auf ihrem Drehstuhl um und blickte ihr Gegenüber wieder direkt an.
      "Sie scheint Euch überschätzt zu haben ... oder wart Ihr bzgl. dem Treffen mit mir einfach nur ein wenig unsicher? Ich frage mich nämlich, warum Ihr sonst noch so viele Schergen im Schlepptau habt? Der ganze hintere Bühnenbereich vibriert von zahllosen Schritten ..."
      Ihre Mundwinkel verzogen sich zu einem Lächeln: "Es ist immer gut ein paar Netzte auszulegen ..."
    • Vladimir und Sebastian

      Ein Zettel? Ungläubig las Vladimir die Zeilen. Die Nachricht war tatsächlich von Celeste,
      da hätte er wenigstens einen versiegelten Brief mit Petschaft erwartet oder besser einem magischen Siegel.
      Diese modernen Zeiten heutzutage… wahrscheinlich stand Celeste unter Zeitdruck.
      Trotzdem blickte er den jungen Feenrich jetzt freundlich an und fragte: „Darf ich nach deinem Namen fragen? Welcher Natur sind denn deine Fähigkeiten?“
      Ein wenig über das verborgene Feenvolk herauszufinden konnte schließlich nicht schaden…

      „Master!“
      Riff Raff stand unter der Türe, in beiden Händen hielt er seine Kettensichel und sah damit dem Gevatter Tod nicht unähnlich,
      ein bisschen Hohlwangigkeit fehlte vielleicht noch. Riff Raff war ein Verfechter der bäuerlichen, japanischen Kriegskunst Kobujutsu.
      Hierin hatte er es sogar zu einem Meister gebracht. Wenn er auch nie die Schnelligkeit der echten Vampire erreichte war er normal
      Sterblichen gegenüber haushoch überlegen. Seine Lieblingswaffe war eine Kasurigama, doch in der heutigen Zeit fällt es auf wenn
      jemand mit einer großen Kettensichel durch die Gegend stolpert. Während der närrischen Tage konnte er sich aber immer über den
      ein oder anderen Auftrag freuen. Als Ersatz führte er immer ein Paar Kamas mit sich, diese Reissichel war einklappbar und ,
      bei geschickter Handhabung, eine höchst effiziente Waffe.
      „Draußen.“



      Lukas und Feyora

      „In Gefahr?“, Lukas überlegte krampfhaft von wem eine Gefahr ausgehen könnte, er hatte hier keine Feinde.
      „Wollten die Vampire etwa Jagd auf ihn machen?“, mit Unbehagen dachte er an seine letzte Begegnung mit einem Vampir zurück.
      Gedankenverloren tastete sich seine Hand an den Vernarbungen entlang.

      Plötzlich stand Fen neben ihm. Das Prachtexemplar eines russischen Wolfes hatte unter einem der Tische in der Schmiede gelegen.
      Selbst für Wolfsverhältnisse war Fen ein überaus stattliches Exemplar, für Lukas Freund und Jagdgefährte zugleich.
      Der Wolf begrüßte zwar die Hexe mit einem kurzen Schweifwedeln, als er aber neben Lukas stand fletschte er die Zähne und ein tiefes Grollen stieg leise aus seiner Brust, die Ohren und Augen blickten unverwandt zum Ausgang.
      Dem Werwolf war die plötzliche Unruhe Feyoras nicht entgangen und so richtete er seine Aufmerksamkeit auch nach draußen.

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