Anagor und Kompanie

    • Fantasy

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    • Gideon wog ein wenig den Kopf.
      "Naja, es hat zu lange gedauert." Erwiderte er dem Wesen wenig begeistert.
      Er wurde aus Sardala einfach nicht schlau. Es besaß ein gewisses Alter, aber es besaß auch Ähnlichkeiten mit Geisterstern. Es machte ihnen beiden nichts aus zu töten. Auch wenn Gideon ebenfalls wenige Hemmungen hatte, besonders in der Schlacht, so lag das jedoch eher daran, dass er das riesige Schwert seit Jahrhunderten als Söldner führte. Die Bat'Kai und das Schattenwesen jedoch hatten einen anderen Antrieb wenn es ums töten ging und das war ein Problem für Anagor, das wusste Gideon, sowie wohl alle in der Kompanie.
      "Glaubt ihr eigentlich Geisterstern wird jemals begreifen, worum es Anagor bei diesem Thema eigentlich wirklich geht?" Seufzte er zur Kari Ann sehend ehe er sich daran machte zurückzukehren.

      Während dessen blickte Geisterstern Anagor mit provozierender Reglosigkeit an, ehe sie plötzlich ihren Nacken verdrehte um den Kopf schief zu legen, ihn nicht aus den giftgrünen Augen lassend.
      "Diese Luxor nicht angegriffen. Trolle angegriffen. Trolle haben dieser Luxor ihr Leben in die Tatze gelegt." Die Luchsartige hob demonstrativ die offene Pfote mit der Fläche nach oben und schloss ihre Finger mit ausgefahrenen Krallen zu einer besitzergreifenden Faust.
      "Trollleben gehören dieser Luxor. Diese Luxor über Trollleben entschieden nach altem Brauch. Sterngeister holen diese Luxor wenn sie nicht folgt altem Brauch." Damit grub sie sich die eigenen Krallen in die Tatze ohne mit der Wimper zu zucken. Das austretende Blut versickerte in ihrem Fell und die Luxor begann tiefenentspannt damit die entsprechende Partie mit der Zunge zu säubern.
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    • Tratos hörte aufmerksam Glakal zu. Als er fertig war, nickte der Mann nachdenklich, ehe er antwortete.
      „Ich verstehe dich da vollkommen und stimme dir komplett zu. Ich versuche schon immer, die Nebelgranaten so zu zünden, dass sie nicht alles verschleiern. Dieses Mal gab es ein paar Probleme. Erstens: Der Überblick an der Front ist begrenzt. Die logische Entscheidung für mich, um die Steinwürfe zu unterbinden, war, deren Sicht zu nehmen. Zweitens: Ich wusste nicht, dass du mit dieser seltsamen Magie von Lazarus versehen warst. Ich hätte anders gehandelt, hätte ich davon gewusst. Nun müssen wir einen Weg finden, diese Probleme zu ...“ Tratos verstummte kurz, als er eine Idee hatte.
      „Ich weiß, wie wir das in Zukunft verhindern könnten. Wir sollten uns Kommunikationskristalle zulegen. Dann können wir uns besser absprechen – und vor allem können wir auch die bessere Übersicht von unseren Fernkämpfern wie Shethiri oder Geisterstern ausnutzen. Die Beiden wissen ja meist extrem gut Bescheid, was gerade los ist. Wir sollten bei Zeiten mal Anagor deswegen anhauen.“

      Shethiri war wieder einmal erstaunt und auch entsetzt, wie Geisterstern ihr Verhalten verteidigte. Selbst die Naga wusste, dass ihre Massenmorde alles andere als gerechtfertigt waren. Im Gegensatz zu den Naga, welche seit Jahrhunderten sich gegen die Meeresriesen wehrten, waren sie hier nicht in einem Krieg. Das war mehr eine – wie nannten die Oberflächler das noch gleich – bewaffelte Auseinandersetzung? Auch dass Geisterstern die Harmonie in der Gruppe für ihr egoistisches Verhalten belastete, war Shethiri mehr als unrecht. Und dass ihr angeblich die Trollleben gehörten, setzte allem noch die Krone auf. Shethiri zischte verärgert, legte ihren Bogen und Köcher beiseite und glitt in das Wasserbassin. Vielleicht würde sie das wieder beruhigen.



      Just Monika.
    • Sardala lenkte den Blick ebenfalls auf das Luftschiff. Es war eine Heimat geworden, viel mehr als es überhaupt zugeben würde. Hier war Schutz, hier waren Freunde. Vielleicht wussten sie nicht viel, doch es reichte aus, dass es keinerlei Ambitionen hegte, jemandem hier etwas zu tun, auch wenn die Ansichten auseinandergingen. Wie in diesem Fall.
      "Ja, wir sollten auch los. Ich denke nicht, dass die Trolle wiederkommen." Dann grinste das Wesen und zuckte mit den Achseln.
      "Na, so arg war das jetzt auch nicht. Aber sie sollte besser zielen."

      Vandere seufzte innerlich. Die Luxor, so wunderbar sie sein konnte, war auch mindestens so dickköpfig. Doch er wollte Anagor nicht unterbrechen oder ihm in die Parade fahren, trat allerdings stirnrunzelnd neben diesen und sah ihn an.


      Thx Tom Bombadil
    • "Beizeiten ?" Der Troll hob eine Augenbraue, als er so mit verschränkten Pranken auf Tratos herabblickte. "Anagor steht da drüben. Vielleicht sollten wir uns gleich hinter Lazarus anstellen, bevor die Schlange noch länger wird." Besser, sie klärten das gleich. Wer konnte schließlich schon voraussagen, wann das nächste Gefecht stattfinden würde und sie daher diesen Vorschlag brauchen würde. Immerhin fand Glakal es gut, dass Tratos sich nicht stur stellte, sondern sogar mit einer für alle profitablen Idee aufwarten konnte. Stelle sich nur die Frage, ob denn auch jeder irgendwie in der Lage wäre, diese Kommunikationskristalle oder was auch immer das sein sollte zu nutzen. Diesen positiven Eindruck versuchte er dem anderen Mann auch durch einen etwas freundlicherne Gesichtsausdruck rückzumelden.

      Und wieso war er nicht im Mindesten überrascht, dass Lazarus schon wieder in der Schlange vor Anagor stand ? Direkt hinter diesem Katzenwesen, dass es diesmal wirklich geschafft, hatte, sogar seinen Vogel abzuschießen.
    • Seilklettern ...
      Eine sehr kräftezehrende Angelegenheit, die Orion immer wieder zwang seine Kraftsteine zu verwenden. Irgendwie war es ihm manchmal schon ein wenig unangenehm, wenn sich seine Kameraden behände an den sich schlängelnden Tauen zur Kari Ann hinaufschwangen und er sich selbst mit vor Anstrengung und Muskelspannung zitternden Armen langsam am Seil emporzog. Deswegen war es immer gut, noch ein paar letzte Reserven in den Reservoirs der Kraftsteine für den letzten Aufstieg zu behalten.
      Ein einzelner Gedanke genügte und die Steine flimmerten in hellem Orange auf.
      "Wir sehen uns oben", rief er Sardala und Gideon über die Schulter zu, während er nach dem vor ihm baumelnden Tau griff ...

      Mit einem letzten Ruck schwang sich Orion über die Reling des schwebenden Schiffes.
      Anagor schien Geisterstern gerade zu belehren. Und Lazarus stand bereits "in der Schlange" direkt hinter ihr. Auf der anderen Seite des Decks unterhielten sich Tratos und Glakal mit angespannten Minen. Die Gemüter waren also nicht nur an einer Stelle ziemlich erhitzt. Langsam schritt Orion in Richtung der Versammelten, schwenkte dann jedoch zur Seite ab und ließ sich stattdessen im Schneidersitz neben Shethiris Wasserbassin nieder. Er widerstand dem Reflex seine blutigen Hände in dem Wasser zu reinigen ... das würde die Naga, die darin gerade eine Runde zog erzürnen. Stattdessen verschränkte er die Arme und versuchte der anhaltenden Konversation zu lauschen.
      Dass diese dauerhaft erkennbare Veränderungen mit sich bringen würde, bezweifelte er ...
    • „Und was ist mit den Menschen aus Wiselheim?“, wollte Anagor wissen. „Mit dem Rest der Kompanie? Deine Attacke hätte sie alle genau so schwer verletzen können wie die Trolle und sie kam ohne irgendeine Vorwarnung.“
      Dass Geisterstern uneinsichtig sein würde, hatte er im Grunde nicht anders erwartet. Schließlich ging es hier um die Bräuche ihres Volkes – eine schwierige Angelegenheit wie Anagor fand, denn natürlich wollte er ihr ihre Herkunft nicht aberkennen. Und doch konnte Geisterstern nicht einfach so handeln.
      „Das hier ist ein Auftrag. Ein Auftrag, den wir von der Bürgermeisterin angenommen haben. Zu ihren Konditionen. Ich verstehe, dass du nach den Gesetzen deines Volkes handeln möchtest, doch du kannst andere deswegen nicht in Gefahr bringen.“ Dass es ihm auch darum ging, dass es falsch war fliehende Gegner zu attackieren, konnte er der Luxor sowieso nicht vermitteln..

      ___
      Sorry für die Pause, aber jetzt sind die Klausuren überstanden und ich hab wieder den Kopf fürs schreiben! :)
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      Chrissi: Boah Franzi, wenn man dich so reden hört ohne dich zu kennen, könnte man auch glauben du wärst so'n Soziopath!<3
    • Als Reaktion auf Anagors Worte legte die Luxor die pelzigen Ohren an, entblößte ihre Nadelspitzen Zähne und öffnete das Maul, doch bevor sie ein feindseliges Fauchen ausstoßen konnte schloss sie ihr Maul wieder und zog den Kopf mit noch immer angelegten Ohren zwischen die Schultern, den Blick von Anagor abwendend und aus halb geschlossenen Augen zu Boden sehend.
      Wenn die Luxor überhaupt soetwas wie ein Gewissen besaß, dann hatte Anagor gerade daran ordentlich geschüttelt, weswegen sie nur ein unwohles Brummen von sich gab und keine Wiederworte erklingen ließ.

      Gideon seufzte leise und nickte.
      "Ja, würde sie bei ihrer Hatz besser Zielen wäre das für alle besser." Stimmte er zu wenn auch wenig begeistert.
      Unter dem Leib des Schiffes sah er nach oben. Das herunter kommen war nicht das Problem, das konnte er auch in seinem gealterten Körper, obgleich dieser noch immer bestens trainiert war. Hinauf jedoch... mitsamt der schweren Rüstung... das war selbst jetzt, wo er durch die Träne der Sonne wieder für ein paar Stunden verjüngt war, eine beachtliche Herausforderung.
      Seufzend befestigte er den mächtigen Zweihänder in der Halterung auf seinem Rücken und band den Helm mit der Dämonenfratze hinten an seinen Gürtel damit er beim klettern nicht störte.
      Dann nickte er Sardala zu.
      "Wirfst du mir bitte die Strickleiter runter wenn du oben bist?" So wie meistens.
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    • Vandere hatte etwas sagen wollen, aber die Reaktion des Katzenwesens sprach Bände. Daher verzichtete er darauf, in dieselbe Kerbe zu schlagen wie Anagor, denn dass er ohnehin dieselbe Meinung diesbezüglich vertrat war kein Geheimnis. Er wandte sich an diesen und meinte leise:
      "Vielleicht eine Pause? Ich hab noch was zum Naschen da. Nervennahrung."

      Sardala nickte und sah kurz Orion hinterher, dann schwang es sich elegant an das Seil. Ihm schien das keine Mühe zu bereiten.
      "Na sicher. Gut gekämpft übrigens." Rasch kletterte es hinauf, ohne auf die vielen kleinen stechenden Wunden zu achten. Nur einen kurzen Blick gönnte es der Szene an Deck, es war ja nichts Ungewohntes. Moral. Manch einer hatte zu viel davon. Andere zu wenig. Es sah hinunter, dann schnappte sich das Wesen die Strickleiter und beförderte diese nach unten, wo sie noch kurz vor Gideon hin und her schwang.
      "Auf, auf, Großer!" rief es hinunter.


      Thx Tom Bombadil
    • Tratos nickte nur und meinte: „Ich glaube ja, dass Anagor schon mal davon gesprochen hat, die Dinger anzuschaffen. Wenn wir dann auch noch dafür sind, fällt es ihm vielleicht leichter die Investition zu tätigen. Schließlich würden wir Beiden die dann ja auch nutzen. Dann lass uns mal in der Schlange anstellen.“
      Der Schwertkämpfer kratzte sich am Hinterkopf.
      „Schlangen...“, grummelte er leise zu sich selbst. „Ich bin zu alt für den Mist.“

      Shethiri ließ sich derweil im Wasserbassin treiben. Oberflächler und ihre Streitlust. Just sah sie Orion aus dem Augenwinkel – und viel wichtiger – seine schmutzigen Pfoten! Er steckte sie zwar erst weg, doch wie lange würde er sich beherrschen können? Wenn sie eins an der Oberfläche gelernt hatte, dann, dass viele Oberflächler sehr wenig Zurückhaltung an die Gezeiten legten. So schwamm die Naga elegant zur gegenüberliegenden Seite von Orions derzeitigen Aufenthaltsort und griff dort nach einer Blechschale, die in einem Sammelsurium aus Kisten, Eimern und einem Wischmop fast zu übersehen war. Damit schwamm sie zu Orion, füllte die Schale mit Wasser und stellte sie vor seiner Nase ab. Auf dass er es nicht wagen möge, das Wasser in der Schale nach Reinigung der Hände zurück in ihren Pool zu schütten.



      Just Monika.
    • Es schien so als sei er nun wenigstens halbwegs zu Geisterstern durchgedrungen. Anagor spürte einen kleinen Stich als er sah wie geknickt die Luxor plötzlich wirkte, doch er wusste, dass er sie hatte zurecht weisen müssen. Bei Vanderes Worten trat ein müdes Lächeln auf seine Lippen.
      „Danke“, sagte er und legte seinem Freund eine Hand auf die Schulter, „aber ich bin hier noch nicht fertig.“ Damit sah er kurz zu Lazarus und bemerkte dann auch Tratos und Glakal, die wohl ebenfalls mit ihm reden wollten. Der Kompanieanführer wandte sich noch einmal kurz an Geisterstern.
      „Bitte denk über meine Worte nach und halte dich beim nächsten Mal etwas zurück.“ Dass es ihm lieber wäre, wenn es kein nächstes Mal geben würde, verschwieg er – auch wenn es vermutlich allen klar war. Dann trat er auf Lazarus zu.
      „Ich würde gerne über diesen neuen Zauber sprechen, den du heute bei Glakal angewendet hast.“
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    • Gideon winkte Sardala dankend zu, als dieser die Strickleiter hinab warf.
      So war es zwar noch immer anstrengend, aber weit besser als an einem Seil hinauf zu klettern. Stiege um Stiege kletterte der schwer Gerüstete die Strickleiter hinauf.
      Für sowas war er eigentlich zu alt... andererseits war er nicht Tratos.
      Er seufzte leise und kletterte weiter empor, dem Schiff entgegen, bis er schließlich mit gepanzerten Fingern die Reling zu packen bekam und sich soweit hinauf zog, dass er mit dem Oberkörper darüber hing und erst einmal durchatmen konnte, ehe er die Beine darüber schwang und sich auf das Schiffsdeck stellte.
      Diese elende Kletterei... wenn das Schiff doch nur landen würde... Aber seis drum, damit musste er wohl leben.
      Noch etwas außer Puste von der Kletterpartie nickte er Sardala zu und holte die Strickleiter wieder ein um sie aufzurollen für ihren nächsten Einsatz.
      "Was für ein Tag... das werden jedes Mal mehr." Meinte er schließlich zu niemandem speziell und streckte sich in aller Gemütsruhe, dass die Gelenke knackten.

      Kaum das Anagor den Blick abwandte, zischte Geisterstern pfeilschnell die Reling, auf der sie gesessen hatte, auf allen Vieren entlang in Richtung Bug, wo sie sich wieder auf ihren Allerwertesten pflanzte, die Kapuze ihres dunkelgrünen Mantels hochschlug und den Trinkschlauch von ihrem Gürtel löste.
      Der Trinkschlauch hatte nur eine kleine Öffnung, so dass der Inhalt in einem Strahl herausschoss, wenn die Luxor den Schlauch zusammendrückte. So schoss sie einen Schluck der mit Mohnsaft vermengten vergorenen Ziegenmilch direkt ihn ihr Maul und starrte vom Bug aus nach vorne ohne sich zu rühren.
      Warum konnte der Zeuge nicht einfach selbst ein Jäger sein? Es war immer so furchtbar schwer mit ihm über solche Dinge zu reden.
      Andererseits war es ihr selbst zuwider bei den Trollen in eine Hatz zu geraten. Gewiss war es toll flüchtende Beute zu erlegen, aber Trolle schmeckten furchtbar! Das brachte nichts sie zu erlegen und dennoch... Es waren eben große laufende Fleischbrocken, die sich schnell von ihr fort bewegten, da konnte sie nichts machen. Auch wenn Trolle wirklich widerlich waren. So zäh und müffig!
      Leise grummelte sie unzufrieden aus tiefster Kehle.
      Blöde Trolle!
      Die waren an allem schuld!
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    • Orion wollte der Konversation des Kompanieführers gerade seine ganze Aufmerksamkeit schenken, als die "Rüge" der Luxor auch schon beendet zu sein schien. Zumindest legte das Katzenwesen die Ohren an und sah zu Boden. Orion als Katzenliebhaber - die Haustiere! - kannte diese Reaktion von seinen pelzigen Kumpanen. Zumindest ähnliche Verhaltenszüge ... angelegte Ohren, aufgestellter buschiger Schwanz und ähnliches.
      Fehlte nur noch, dass Geisterstern den Blick vollends abwandte, sich ein provokantes Plätzchen suchte und sich stoisch/wütend/übermotiviert das Fell zu lecken begann. Aber es schien wohl doch noch einen Unterschied zwischen Halb-Mensch und Ganz-Tier zu geben.
      Kaum gedacht, schon halbwegs widerlegt ... denn im nächsten Moment zischte die Luxor in Richtung Bug davon. Was genau sie dort trieb, konnte er von seiner derzeitigen Sitzposition aus nicht sehen.

      In dem Moment hörte Orion neben sich ein dumpfes Tock. Als er vor sich hinabblickte, zog sich gerade eine schuppenbesetzte Hand ins Wasser zurück. Shethiri hatte wohl Angst, dass er seine befleckten Hände doch noch irgendwann in ihr "Reich" strecken würde und hatte ihm eine kleine Blechschale mit Wasser vor die Nase gestellt. Die Inention dahinter war nicht schwer zu erraten.
      "Danke ...", murmelte er geistesabwesend. Langsam begann er die Kraftsteinhandschuhe von den Händen zu ziehen, seine Hauptaufmerksamkeit jedoch wieder Anagor zugewandt, der nun das Wort an Lazarus richtete. Dahinter hatten sich bereits Tratos und Glakal in die "Schlange" eingereiht. Anscheinend würde die Ansprache doch noch etwas mehr Zeit in Anspruch nehmen.
      Als Orion seine Hände in das Wasser der Schale tauchte, spürte er eine erfrischende Kälte. Selbst wenn seine Kraft größtenteils aus den Kraftsteinen floss, so strengte ein Kampf doch weiter seinen Körper an und erhitzte ihn. Das Wasser auf der Haut tat gut. Während er Blut und Staub von seinen Händen, Armen und Teilen seines relativ schmächtigen Körpers abzuwaschen begann, bemerkte er, wie zuerst Sardala und anschließend Gideon über die Reling des Schiffes stiegen.
      Damit waren sie wohl alle wieder an Bord.
    • Na endlich! Lazarus hatte sich schon ernsthaft gefragt, wann die Katzenartige endlich wieder zu einem ihrer berühmt-berüchtigten Abgänge ansetzen würde. Wie immer hochdramatisch.... Naja nicht wirklich. Nicht, wenn man das fast schon erwarten konnte. Aber dennoch ein interessanter Anblick jedesmal. Nicht zuletzt, weil er wohl dazu taugte, Anagors Missfallen anzuziehen. So würde er selbst davon etwas weniger abkriegen - und er hatte das Gefühl, dass er dieses jetzt wieder abkriegen würde.

      Die erste Reaktion Anagors war jedoch ziemlich unspezifisch. Er wollte über seinen neuesten Zauber sprechen ? Das klang jetzt zunächst einmal nicht unbedingt entrüstet, aber die bisherige Erfahrung diktierte, dass dem höchstwahrscheinlich doch so war. Einem Schuljungen gleich, der gerade vom Lehrer nach vorne zitiert worden war und sich mental darauf vorbereitete, gleich ordentlich und vor aller Augen gescholten zu werden, blickte der Dämon ihrem Anführer in die Augen. Angst ? Nein. Nervosität ? Auch nicht. So oft, wie er irgendwelche mehr oder weniger schlimmen Reibereien erlebte, war er für sowas mittlerweile einfach viel zu cool. Es gab eben solche Schuljungen und solche...

      "Was ist damit, Anagor ?"
    • "Ich weiß, dass es inmitten einer Schlacht nicht immer möglich ist, groß Strategien miteinander abzusprechen", begann Anagor ruhig, "aber es wirkte auf mich, als ob Glakal überhaupt nicht gewusst hat, was da auf ihn zukommen würde, als du deinen Zauber auf ihn gewirkt hast. Es ist sehr wichtig, dass so etwas mit den Kompaniemitgliedern vorher absprichst, oder sie zumindest um Erlaubnis fragst, bevor du so etwas tust. Leuchtet dir das ein?"
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    • Lazarus' Augen wanderten nach oben. Höher... noch höher... ja, jetzt konnte es da definitiv nichts mehr zu sehen geben außer den Himmel, der an diesem Tag auch noch ziemlich langweilig aussah. Aber wer wusste schon, was der Dämon wirklich sah ? Vielleicht bestand ja doch eine Chance, dass das keine Geste offen ausgetragener Enerviertheit war.

      Was auch immer. Rund zwei Sekunden später kehrte sein stechender Blick zu Anagors Gesicht zurück, wo er sich in dessen Nasenspitze bohren wollte. "Wahrscheinlich hat sich Glakal bis zu diesem Moment auch nicht vorgestellt, in diese missliche Situation zu geraten. Sonst wäre er bis dahin wohl kaum so weiter gemacht, wie er eben weiter gemacht hat. Und mir ging das ehrlich gesagt ganz genauso." Der Mann ließ einen halb ehrlichen, halb gespielten Seufzer vom Stapel. "Ich hatte keine Zeit mehr, ihm das in aller Ausführlichkeit zu erklären."

      Jetzt begann der Teil, der ihm wieder Spaß machte. Andere Kameraden sticheln. "Und wenn ich ehrlich bin, lassen sich manche Zweige der Ketten der Kausalität zurückverfolgen zu den sagen wir mal etwas nebeligen Aktionen von demjenigen, der gerade hinter mir in der Schlange steht. Und ich meinte leise gehört zu haben, dass die beiden auch schon wieder Streit deswegen hatte." Er hob die Hand, bis der ausgestreckte Daumen über seine Schulter nach hinten auf Tratos zeigte. "Wenn du wünscht, kann ich gerne einen Katalog von Möglichkeiten zusammenstellen, wie ich in der und der Situation im Kampf reagieren könnte, um den anderen zu helfen, und mich dann auch strikt auf diesen Katalog beschränken. Den müsste dann halt jeder vorsorglich auswendig lernen, falls mal wieder keine Zeit ist, etwas direkt vor Ort schnell nachzuschlagen. Und es könnte eine Weile dauern, ihn zu schreiben."

      Mit einem sehr leichten Grinsen und etwas schief sah Lazarus Anagor an.
    • „Ich weiß, dass du keine Zeit für eine Erklärung hattest – das ist mir durchaus bewusst“, wiederholte Anagor noch einmal. „Und dass die gesamte Situation nicht gut verlaufen ist, ist mir ebenfalls bewusst. Darum geht es mir aber gerade nicht.“ Lag es an ihm, oder wollten die Kompaniemitglieder ihn heute nur einfach nicht verstehen?
      „Es geht mir vor allem darum, dass du Glakal in irgendeiner Art und Weise hättest mitteilen müssen, was du vor hast. Es geht darum, dass du nicht einfach etwas an ihm vornehmen kannst, ohne sein Einverständnis dafür zu haben.“
      Bei Lazarus Lösungsvorschlag krampfte sich Anagors Magen zusammen. Er kam sich gerade ziemlich veralbert vor, aber als Anführer musste man wohl über solchen Dingen stehen.
      „Nein, das wird nicht nötig sein – ich wüsste auch nicht wie effektiv das wirklich wäre. Behalte meine Worte einfach nur im Hinterkopf, ja? Wir werden versuchen, die Kommunikation in Gefechten zu verbessern, damit so etwas nicht noch einmal vorkommt.“
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    • Das Gespräch mit Lazarus lief so ab, wie es sich Orion vorgestellt hatte.
      Der mysteriöse Mann legte eine gewisse Souveränität an den Tag, was die für ihn günstige Darstellung seiner Position betraf. Es handelte sich um eine gewisse Mischung aus butterschmelzender Süßholzraspelei, einem Schuss Sarkasmus, einer Prise Ungehorsam und einer Messerspitze geheuchelter Gehorsamkeit.

      Nahm man das Gespräch in einer Art Vakuum wahr und schloss jegliche "Vorkenntnisse" aus, so hatten sowohl Lazarus als auch Anagor in gewisser Weise recht ...
      Das hieß jedoch nicht, dass Orion diesen seltsamen Blut(?)zauber gut hieß.

      "Wir werden versuchen, die Kommunikation in Gefechten zu verbessern, damit so etwas nicht noch einmal vorkommt."

      Kommunikation verbessern? Wie sollte man das auf einem so unübersichtlichen Schlachtfeld anstellen? In ihrer Kompanie gab es so viele verschiedene Kampfstile. Die einen nutzten Fernkampf, die anderen hieben mit ausladenden Waffen um sich, andere wieder befanden sich im direkten Nahkampf - Mann gegen Mann. Und Anagor ... stand meistens mitten im Getümmel und schrie Kommandos. Wie sollte man das alles unter einen Hut bringen ...
      Orion ließ seine Gedanken nochmals kurz zum Kampf von vor ein paar Minuten zurückdriften. Glakal, wie er in der Rauchgranate von Tratos umherwanderte und wild um sich schlug. Lazarus, wie er auf seiner seltsamen Plattform übers Kampffeld schwebte. Shethiri und Geisterstern, wie sie vom Deck des Schiffes ihre Fernangriffe aufs Schlachtfeld prasseln ließen. Gab es eine Möglichkeit alle Kompaniemitglieder miteinander zu verbinden? Oder zumindest einzelne Kompanieteile?

      Lautes Schreien würde nichts bringen. Der Kampfeslärm würde alles behindern. Brieftauben? Hah ... dümmste Idee aller Zeiten. Doch ein Katalog mit Anweisungen, wie ihn Lazarus vorgeschlagen hatte? Viel zu unflexibel ...
      Da würde wohl nur Zauberei oder ein Wunder helfen ... ... Zauberei!

      "Anagor?" Mit fragender Stimme wandte sich Orion an seinen Kompanieführer. Er war sich unsicher, ob es angebracht war, sich einfach so in die Unterhaltung/Schelte/Belehrung einzuklinken.
      "Ich hätte vielleicht eine Idee, wie sich das mit der Kommunikation bewerkstelligen ließe - wenn Du möchtest, können wir nachher drüber reden."
    • "Ich kann jemanden nicht in der Hitze des Gefechts über ein Stück hochkomplexe Magie aufklären, wenn ich gleichzeitig davon ausgehen muss, dass ihm in jeder nächsten Sekunde ein Schwert durch den Bauch oder ein Felsklotz durch den Kopf getrieben werden könnte, Anagor." Lazarus versuchte den ganz Ruhigen und Entspannten zu geben, doch im Inneren war er das gar nicht. Dass das durchschlug konnte man seiner Stimme auch ein kleines Stück weit anmerken. "Aber ja, ich bin immer offen für Verbesserungsvorschläge..." Naja, vor allem wenn sie sein eigenes Leben ebenfalls vereinfachten! Das wäre hier aber tatsächlich der Fall und daher war die Bemerkung in diesem Fall sogar ein Stück völliger Ehrlichkeit.

      "Von mir aus kann Orion direkt zu Wort kommen, wenn er möchte." Etwas gespannt war er ja schon, ob der Vorschlag tatsächlich nützlich und praktikabel wäre.
    • Anagor konnte Lazarus Position durchaus verstehen, aber es war ihm auch wichtig, dass Lazarus seine Position verstand. Immerhin zeigte er sich ein kleines Stückchen einsichtig. Der Kompanieanführer nickte ihm zu.
      „Versuch einfach meine Worte im Kopf zu behalten.“ Er wandte sich an Orion, der scheinbar eine Idee hatte.
      „Ja, sehr gerne, Orion. Ich hatte selber schon an Kommunikationskristalle gedacht. Was wäre deine Idee?“
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    • Orion ließ innerlich ein wenig die Schultern hängen, als Anagor sich an ihn wandte.
      Kommunikationskristalle ... ja ... das war auch seine Idee gewesen. So in Retrospekt war diese Lösung wohl nicht gerade die Außergewöhnlichste gewesen. Wie Anagor gerade bewies, hatte er wohl auch eins und eins zusammengezählt oder zumindest darüber nachgedacht.

      "Um ehrlich zu sein, Anagor, hast Du den Nagel auf den Kopf getroffen. Kommunikationskristalle waren wohl auch meine Idee gewesen. Abwegig ist das ganze wohl nicht."

      Orion blickte nochmals auf seine Kraftsteine hinab.

      "Wenn ich eines während der Jahre meiner Reisen und meiner Missionen mit der Kompanie über diese hier gelernt habe, dann ist es, dass die hier, meine Krafsteine, keine Feenkristalle sind. Und ich muss gestehen, dass ich sie immer noch nicht ganz verstehe - nicht einmal weiß, ob es noch andere ihrer Art gibt.
      Die Magie der Feenkristalle jedoch ist so groß und so vielfältig, wie man es sich nur vorstellen kann. Direkte Kommunikation zwischen zwei Personen gab es wohl schon mithilfe von ihnen. Auch wenn uns das schon ein wenig weiterhelfen könnte, so stellt es keine umfassende Lösung unseres Problems dar.

      Meine Kraftsteine entziehen vielen verschiedenen Arealen meines Körpers ihrer Kräfte und können sie genauso gut mit solchen beliefern - vielleicht können wir mit den richtigen Feenkristallen nicht nur Zwei-Parteien-Kommunikation herstellen, sondern - genauso wie bei meinen Steinen - ein gemeinsames Netz erschaffen, mit dem jeder - oder zumindest jeweils ein Repräsentant unserer Kampfgruppen - während unserer Missionen in stetigem Kontakt sein kann.
      Ich denke mal, wir haben genug technisch versierte und magiebegabte Kompaniemitglieder, dass wir mit gemeinsamem Aufwand so etwas herstellen könnten."

      Orion blickte kurz von Anagor in die Runde.

      "Wir müssten dafür wohl nur einen Abstecher ins Reich der Feen unternehmen. Solch mächtige Kristalle, mit denen wir ein dutzend Personen in Echtzeit miteinander vernetzen können, werden wohl nicht von jedem x-beliebigen Straßenhehler zu bekommen sein."