Anagor und Kompanie

    • Fantasy

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    • Während ihre Leute um sie herum die Trolle immer weiter zurückdrängten, hielt die Bürgermeisterin kurz inne, um sich einen Überblick über die Lage zu verschaffen. Sie hatte diese Schlacht schon oft genug geschlagen, um zu erkennen wann sie gewonnen war. Die ohnehin nie fest koordinierten Linien der Trolle brachen bereits an mehreren Stellen und in der Ferne konnte man einige sehen, die schon die Flucht angetreten hatten. Gideons Rückkehr an die Front verstärkte diesen Effekt nur noch. Die kleine Menschenfrau lächelte, schwang erneut ihren Hammer und folgte dem großen Krieger, um den Trollen den Rest zu geben.

      Anagor nickte auf Sardalas Vorschlag hin und machte sich gerade zusammen mit ihm auf den Weg, als er Lazarus Plattform über den Nebelschwaden erblickte.
      „Nun, jetzt müssen wir uns um die beiden zumindest keine Sorgen mehr machen“, überlegte er laut, als er sah, dass auch Tratos auf die Plattform aufstieg.
      „Komm!“ Die beiden stürmten auf einige Trolle zu, die nach wie vor Steine in den Nebel schleuderten. Es war eine der letzten größeren Gruppen auf dem Kampffeld.
      „Wir haben es fast geschafft!“, rief Anagor den Kompaniemitgliedern zu, die in Hörweite waren.
      „Gebt noch einmal alles!“ Damit stürzte er sich auch schon auf den nächstbesten Troll.

      Einige der etwas schlaueren Trolle hatten derweil angefangen Lazerus schwebende Plattform zum Ziel ihrer Wurfgeschosse zu machen.

      __
      Ihr könnt dann auch beschreiben wie die Schlacht langsam aber sicher gewonnen wird.
      How do you write like you're running out of time? Write day and night like you're running out of time.
      Everyday you fight like you're running out of time, like you're running out of time,
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      Chrissi: Boah Franzi, wenn man dich so reden hört ohne dich zu kennen, könnte man auch glauben du wärst so'n Soziopath!<3
    • "Weg hier ... gefährlich ... tot ..."
      Auch wenn Orion ein wenig Hochtrollisch sprach, so waren die Wortfetzen, die er aufschnappte, in ihren Lauten verzerrt und eigentümlich verdreht. Es musste sich um einen der zahlreichen trollischen Dialekte handeln, die es jenseits der hohen Berge gab. Obwohl er nur ein paar Brocken verstand, so war doch klar, dass die Trolle so langsam den Rückzug antraten ... oder zumindest ihre Kampfmoral einen erheblichen Dämpfer erlitten hatte. Tatsächlich sah Orion mehrere hühnenhafte Individuen in Richtung der Außenbezirke flüchten. Andere standen noch unentschlossen auf der Hauptstraße herum, hielten teilweise Steinbrocken in den Händen und blickten abwechselnd zwischen den noch kämpfenden Kameraden, der am Himmel schwebenden Kari Ann und den Flüchtenden hin und her.

      Es war unnötig den bereits flüchtenden Trollen nachzuhetzen. Dort musste kein Blut vergossen werden. Dem Anschein nach handelte es sich hier nicht um einen geplanten militärischen Rückzug, sondern zum Großen Teil um heillose Panik.

      Orion blickte nach rechts. Tratos Rauchbombe hatte sich wider erwarten noch nicht vollständig aufgelöst. Stattdessen hingen noch immer dichte Schwaden über dem Schlachtfeld. Über einer konnte Orion eine schwebende Scheibe erkennen, die (ein wenig wackelnd) zwei Personen beförderte. Das eine musste Lazarus sein, denn nur er vermochte es diese seltsamen Scheiben zu beschwören. Wer die andere Person war, die sich langsam die Plattform hochzog, konnte er auf diese Entfernung nicht erkennen. Der Statur nach, mochte es vielleicht Tratos sein.
      Anagor und Sardala, schienen auf der anderen Seite der Nebelwand zu sein, sodass er sie nicht sehen konnte ... Orions kurzer Streifzug durch die Seitengassen hatten ihn also "um die Nebelbank herum" geführt. Gideon dagegen, den sah Orion an der Front wüten. Ein Troll nach dem anderen wurde von mächtigen Schwerthieben getroffen. Wie diese Fronttruppe bei dem Gemetzel ihre Motivation so lange halten konnte, war ihm fraglich. Orion wandte sich ab, als ein weiterer Troll seinen Kopf verlor.

      Um die Front wurde sich gekümmert, die Fliehenden waren keine Gefahr mehr. Also sollte er sich vermutlich um die "Unentschlossenen" kümmern. Das Schlachtfeld war übersäht mit Felsbrocken, die die zu Tode gekommenen Angreifer hinterlassen hatten. Kurzerhand ergriff Orion einen der Steine und spannte seine Muskeln an. Durch die Kraftsteine lief ein kurzes Flackern.
      "Mhm ... ca. 1/3 verbleibend ..."
      Dann stemmte Orion den Felsbrocken ohne große Probleme in die Höhe und schleuderte ihn in Richtung der umherblickenden Trolle. Der Stein krachte keinen Meter neben einem der Invasoren in das Pflaster der Straße. Dieser zuckte kurz zusammen, da er mit einem Fernangriff durch die eigenen Waffen wohl nicht gerechnet hatte, und machte einen Schritt zurück.

      Orion hatte derweil bereits den nächsten Brocken hochgestemmt. Ein paar gezielte Würfe würden hoffentlich die Moral weiter sinken lassen. Dabei zielte er absichtlich daneben, denn er konnte sich nicht sicher sein, wie die Trolle auf einen direkten Treffer reagieren würden. Wenn alles gut verlief, dann würde diese Gegnergruppe bald auch die Flucht ergreifen.
    • Sardala kannte keine Gnade. Ihm war es egal, dass die Trolle ohnehin auf dem Rückzug waren. Anstatt sich zurückzuhalten und ihnen quasi nur noch Arschtritte zu verpassen durchbohrte seine Schwerter die Gegner, ohne zu rasten. Allerdings zollte die Anstrengung langsam ihren Tribut. Einmal war es nun auch nicht mehr ganz der Jüngste -wobei es unmöglich war zu wissen, wie langlebig es wirklich war - und außerdem dauerte der Kampf eine ganze Weile, es hatte eingesteckt und war recht froh, dass die Trolle sich unter ihren Angriffen immer weiter zurückzogen. Aus mehr und mehr Trollen wich die Kampfeslust, sichtlich, und nur an wenigen Stellen setzten sie noch etwas entgegen. Das seltsame Wesen blieb schließlich stehen und stützte sich auf die Waffen, schwer atmend. Die Wunden belasteten es nicht sonderlich, Narben gehörten zum Berufsrisiko.
      "Scheint ein Sieg zu sein, Anagor."

      Vandere runzelte die Stirn, als er sah, dass Orion selbst begann, Steine zu werfen. Allerdings hellte sich seine Miene auf. Nein, der Kämpfer wollte nicht mehr sinnlos morden. Der Priester verlagerte sich nun ebenfalls auf nicht tödliche Strategien. Mit Schwung treib er die bereits Flüchtenden weiter, die offensichtlich nicht mehr im Sinn hatten, wieder anzugreifen. Gut so, für alle Beteiligten. Allerdings sah er, dass die Plattform noch immer unter Beschuss stand. Sofort setzte er sich in Bewegung und nutzte schließlich den Stab als eine Art Sprungfeder, so dass er einen der werfenden Trolle mit voller Wucht mit den Füßen im Gesicht traf, was bei seinem gewicht und der präzisen Technik zu einem gefällten Troll führte.


      Thx Tom Bombadil
    • Lazarus rammte Tratos ziemlich unsanft in die Seite, als ein auf sie zutorkelnder Felsbrocken ein rasches Ausweichmanöver ratsam machte. Mochte ja sein, dass sich Tratos - für einen Anfänger - verdammt gut auf der Plattform halten konnte, aber bei besonders diffizilen Angelegenheiten auf dieser Plattform vertraute er eigentlich nur einem so wirklich. Einem richtigen Experten und Veteranen in seiner Art von Magie. Einem absolutem Vollprofi mit tiefgründigen Kenntnissen, die nicht nur an der Oberfläche kratzten. Einem, der auf diesem Ding schlafen konnte, wenn es denn sein musste. Sich selbst.

      Angesichts des Umstandes, dass die trollische Meute den desorganisierten Rückzug anzutreten schien, war der Dämon aber auch nicht sonderlich erpicht darauf, ihnen nachzusetzen. Sollten sie doch laufen - das bedeutete schon weniger Stress für einen selbst. Er ließ die Plattform in das rückwärtige Gebiet fliegen, Richtung Dorf. Dort setzte er sie sachte auf dem Boden auf, woraufhin sich die Kreise auf dem Klumpen Erdreich wie von selbst aufzulösen schienen, als wäre nie etwas gewesen. Das Konstrukt fiel auseinander, bis es nichts weiter war als ein kleiner Erdhaufen mit losen Wurzelstücken darin, die nicht vermochten, ihn zusammenzuhalten.

      "Du kannst dich ja jetzt bei Anagor über mich beschweren." grinste Lazarus Tratos an, ehe er hinfort schritt und darauf wartete, dass das Gefecht endlich vollends vorbei sein würde.




      Glakal unterdessen hatte sichtlich miese Laune. Diese verdammten Rauchbomben hatten ihn daran gehindert, so wirklich effektiv zu sein. Jedenfalls so ab der zweiten Hälfte des Gefechts. Mit Tratos mal zu reden stand daher ziemlich weit oben auf seiner Liste, aber dafür würde er den Mann erst einmal finden müssen. Wenn er nur wüsste, wo diese verdammte Plattform runter gegangen war... Aber spätestens an Bord der Kari Ann würde er die beiden schon wieder finden. Daher schnappte er sich eines der Taue und zog sich daran die volle Höhe aufwärts an Bord. Bei seinen Muskeln trotz seiner Statur nicht wirklich ein Problem.
    • Gideons Schläge begannen lahmer zu werden, als sich die Trollmengen zu lichten begannen. Jetzt könnte man die Trolle hervorragend in Einzelkämpfe verstricken, fintieren und ausweichen.
      Dumm nur, dass seine Kampftechnik nicht auf den Zweikampf ausgelegt war. Es war der reine Angriff, die totale Verheerung bei großen Gegnermassen, wie er jedes Mal wenn er unter die Trolle gefahren war bewiesen hatte. Diese Technik benötigte geradezu die Leiber der Feinde um die schwere Klinge abzufangen, damit man sich nicht berechenbar wie ein Kreisel um sich selbst drehte. Bei Einzelgegnern jedoch sollte er lieber hoffen, dass er mit dem ersten Schlag traf, da die Bewegungen ohne den bremsenden Effekt von feindlichen Körpern zu ausladend waren um schnell noch einmal zuschlagen zu können.
      Aber da die Trolle wie es von seiner Warte schien wieder einmal furchtsam die Flucht ergriffen, reichte es wenn er nur noch den ein oder andern erschlug um die Fluchtbewegung zu verstärken. Selbst Trolle konnten sich vor der Roten Stachelrüstung mit der Dämonenfratze fürchten.
      Schließlich blieb er jedoch ganz stehen und zwar, als das Gemetzel begann. Hier war er fertig und so wie es schien würde es andernorts nicht viel anders aussehen. Das Gemetzel fand erst statt, wenn sich die Fronten voneinander gelöst hatten, es war ihr Jagdtrieb bei fliehenden Massen...

      Als die Schwanzspitze schneller hin und her zuckte maunzte Geisterstern mit großen Augen und patschte mit beiden Vorderpfoten zugleich danach.
      Verfehlt!
      Wieder ein Maunzen, wieder ein patschen mit beiden Pfoten.
      Wieder verfehlt!
      Die Luxor beugte sich ganz tief hinab, quasi auf Augenhöhe mit der Schwanzspitze der Naga. Beschnupperte diese aus nur wenigen haaresbreiten Entfernung und hob die Vordertatze auf der sie sich nicht gerade abstützte, ließ sie über der zuckenden Schwanzspitze schweben, ehe sie zuschlug und die Schwanzspitze mit ihrer weichen Tatze mit einem triumphalen "Moww!" auf den Planken festhielt!
      Dann richtete sie sich urplötzlich auf, die Augen geweitet und die spitzen Ohren aufmerksam aufgestellt.
      Die Geräuschkulisse!
      Sie hatte sich verändert!
      Etwas widerstrebend ließ sie von Shethiris Schwanzspitze ab und flitzte wieder an die Reling, sah hinab und bemerkte, dass die Trolle flohen... wegliefen...
      Wie Beute...
      Die Luxor legte die spitzen Ohren flach an den Schädel und bleckte angriffslustig ihre nadelspitzen Zähne. Es war ihr egal ob das Ärger geben würde, aber warum sollte es, es waren doch nur Trolle!
      Mit einem Satz stand sie auf der hölzernen Reling und riss die Arme empor, ließ sie kreisen und ihre Energien strömten, während sie über sich eine Sphäre der zersetzenden Bat'Kai-Magie formte, die fahlgrün leuchtete. Als die Sphäre stabil war ließ sie ihre Arme weiter kreisen, rudern, tanzen, wobei es war als würde die Sphäre über ihr den Bewegungen folgen und sich entsprechend drehen, auch wenn das bei einer gleichmäßigen Sphäre ohne Einzelheiten eigentlich nicht sagen lassen konnte.
      Dann machte die Attentäterin eine energische, schleudernde Armbewegung und aus der fahlgrünen Sphäre schoss eine ganze Salve ihrer grünen Bolzen aus zersetzender Magie.
      Das waren nicht die gezielten Einzelschüsse die man sonst von ihr kannte. Einige der Bolzen trafen auf den Boden und fraßen sich hinein, andere klatschten harmlos auf metallene Rüstungsteile der Trolle, aber das war ihr egal.
      Es ging nicht um die Pirsch, es ging nicht darum eine einzelne Beute auszuwählen und zur strecke zu bringen.
      Die Bat'Kai war auf der Hatz!
      Eine weitere schleudernde Armbewegung, wieder eine ganze Salve der mörderischen Geschosse und wieder gingen ein paar Trolle zu Boden, manche tot, andere nur verwundet, aber das kümmerte die Luxor nicht. Denn die Trolle flohen, waren eine ganze Herde... eine ganze Herde aus hirnlosen Beutetieren, die sie abschlachten und einpökeln konnte!
      Das Trolle wirklich widerlich schmeckten war Geisterstern in diesem Moment entfallen, denn für den Moment gab es nur noch sie und die fliehende Herde und ihren Jagdtrieb, der sie einmal mehr zu einem Gemetzel trieb.
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    • Tratos war zu alt für diesen Mist. Schwebende Plattform schön und gut, aber dieses unsanfte Herumgeschubbse musste nun auch wirklich nicht sein. Vielleicht sollte er in den Ruhestand gehen und Karpfen in einem kleinen Teich züchten. Was das für ein Spaß wäre.
      Lieber nicht.
      Der Dämon steuerte allen Anscheins gekonnt die seltsame magische Plattform in Sicherheit. Als Lazarus meinte, er solle sich bei Anagor beschweren, zuckte Tratos nur gleichgültig die Schultern. „Beschuldigungen und Anklagen über solche Belanglosigkeiten sind reine Zeitverschwendung, Lazarus. Man lässt es einfach abprallen, dann vergiftet es auch nicht den eigenen Verstand.“ Tratos sah vom hinfort schreitenden Lazarus ab und zu den fliehenden Trollen. Schön, wenn auch die Dümmsten begriffen, dass es hier nichts außer den Tod als Hauptpreis zu gewinnen gab.

      Hach, Geisterstern war so süß! So verdammt süß! Shethiri sah mit funkelnden Augen Geisterstern beim Spielen zu, natürlich erst seit sie sich sicher war, dass Orion nicht Trollfutter geworden war. Aber generell konnte hier ja jeder auf sich aufpassen, hatte sie gelernt.
      Just hörte auch das flauschigste Wesen mit dem Spielen auf, was Shethiris Stimmung doch ein bisschen trübte. Doch auch sie hatte bemerkt, dass die Gezeiten wechselten. Die Trolle flohen … was auch bedeutete, dass Geisterstern wieder in eine dieser seltsamen Phasen verfiel. Wie hatten die Oberflächler das noch einmal genau genannt? Die Naga überlegte angestrengt.
      Genau, das war es! Balz! Geisterstern war in der Balz! Shethiri war schon ein bisschen stolz, sie hatte in den wenigen Jahren an der Oberfläche wirklich verdammt viel gelernt.



      Just Monika.
    • Orion hatte gerade einen weiteren Felsbrocken auf- und auf Schulterhöhe zum Wurf erhoben, als ein seltsames Surren die Fluchtgeräusche der Trolle zu übertönen begann. Die Laute stammten weder von dem langsam zur Ruhe kommenden Gideon, noch von irgendwelchen Pfeilen, die Shethiri von Bord der Kari Ann schoss. Auch waren Tratos und Lazarus momentan nirgendwo zu sehen - die beiden hatten sich aus seiner Perspektive quasi in Luft aufgelöst.
      Dennoch war das Geräusch eines, das Orion nicht unbekannt war.
      "Geisterstern ..."
      Im nächsten Moment hatte sich das Surren zu einem hundertfachen Pfeifen gesteigert. Orions Beine hatten sich mittlerweile von selbst zu bewegen begonnen. Es galt so schnell wie möglich Unterstand zu suchen. In Geistersterns spielhaftem Massenmord war es besser weit entfernt zu sein. Und wenn das nicht möglich war ... naja ... so schnell wie möglich Schutz zu suchen. Orion hieß diese Treibjagden nicht gut - sie waren schon einige Male vorgefallen. Jedoch konnte er Geisterstern auch keinen direkten Vorwurf machen; er selbst als Katzenliebhaber wusste, wie sich die flauschigen Vierbeiner in diesen Situationen verhielten - selbst diese Gene in sich zu tragen, mochte einen unwiderstehlichen Drang mit sich bringen. Dennoch ... die bereits flüchtenden Trolle taten ihm in diesem Augenblick sogar schon fast leid ...

      Ein Zischen riss Orion aus seinen Gedanken. Einer von Geistersterns Säurebolzen hatte den Felsbrocken auf seiner Schulter getroffen. Ein Glück hatte er ihn bei sich getragen, sonst hätte das Geschoss womöglich auch ihn getroffen. Diese Hetzjagden brachten stets Kollateralschäden mit sich ...
      Mit einem beherzten Satz sprang Orion in den Schatten eines Hauserkers. Von hier aus konnte er das Deck der Kari Ann nicht mehr sehen. Nur noch das grüne Glühen der Säuresphäre, die vermutlich irgendwo darüber schwebte, war von hier auszumachen.
      Aber hey ... solange er die Kugel nicht sehen konnte, würden wohl auch die Bolzen nicht zu ihm dringen.

      Geistersterns Hatz hatte nur ein Gutes für sich ... sie leutete normalerweise die letzten Minuten einer Schlacht ein.
    • Anagors Blick wanderte über das Kampffeld. Immer mehr Trolle flohen, Lazarus und Tratos hatten sich bereits aus dem Kampf zurückgezogen, Orion versuchte einige der zögernden Trolle zur Flucht zu animieren, während Vandere sich um die letzten Steinewerfer kümmerte.
      „Es scheint ganz so“, stimmte der Kompanieanführer Sardala zu und klopfte dem Wesen auf die Schulter. „Wir sind hier wohl fertig.“
      Kaum hatte er das ausgesprochen, da fing es auch schon an. Anagors Herz sank. Oh nein. Und dabei hatte alles so gut angefangen!
      „Geisterstern“, grummelte er leise und rannte dann in Richtung der Kari Ann.

      Die Bürgermeisterin hatte mittlerweile ebenfalls mitbekommen was los war – und leider war auch das nichts neues mehr für sie.
      „Rückzug!“, rief sie den Kämpfenden zu. „Zieht euch zurück, sucht Deckung. Und helft den Verwundeten.“
      Das musste sich niemand zweimal sagen lassen. Das Kampffeld leerte sich rasch in zwei Richtungen – die Kämpfenden eilten zurück in Richtung Dorf, während die Trolle vor Geistersterns Angriff in Richtung Berge flohen.
      Anagor war mittlerweile hoffentlich in Hörweite der Luxor und schrie ihr nun zu:
      „Geisterstern, stopp! Hör sofort auf!“ Er drosselte sein Tempo nicht, bis er beim Luftschiff angelangt war, griff sich eins der Taue und zog sich so schnell er konnte daran hoch, während er sich innerlich dafür verfluchte nicht eher an Geistersterns Jagdtrieb gedacht zu haben.
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    • Sardala grinste breit und wollte Anagor beglückwünschen, als dieser plötzlich den Namen Geistersterns ausstieß und losrannte. Das Wesen drehte sich um und schüttelte seufzend den Kopf. Diese Katze... Nicht, dass es nicht verstand, was die Bat'kai da umtrieb. Na, zumindest teilweise. Also, Teile von ihm. Nun allerdings zerstob das Kampfesfeld. Die Leichen störten es nicht weiter, und soweit es sah, war keiner den es kannte darunter. Ein guter Kampf also. Mit lässigem Schwung, trotz Müdigkeit, schmerzender Muskeln und blutender Wunden, verschwanden die Schwerter in irer Scheide und es trabte lässig zurück zu dem Dorf, auf dem Weg einen Menschen einsammelnd, dem jetzt ein Fuß fehlte. Es winkte sogar seinen Kompaniekumpanen zu, wohl wissend, dass Geistersterns Angriffe nicht mehr es selbst treffen konnten. Und Anagor - der würde wohl darüber hinwegkommen.

      Vandere schloss einen Moment die Augen, als das Signal der Bürgermeisterin erklang. Gewonnen, eine weitere Schlacht erfolgreich geschlagen. Doch er betrauerte mehr die Opfer, die einen so sinnlosen Tod gestorben waren. Doch die kurze Ruhe hielt nicht an. Das seltsame hohe Zischen war ihm nun einmal gut bekannt, und sofort sah er zur Kari Ann. Verdammt. Sofort machte sich der Priester auf den Weg, bremste sich jedoch, als er sah, dass sein Freund bereits dort war. Allerdings konnte dieser sicherlich Unterstützung brauchen im Zweifel. Dieser Vernichtungswille des kätzischen Wesens verursachte ihm eine Gänsehaut, das war einfach nicht richtig, was Geisterstern tat. Grausam, unnötig... Erstaunlich behende eilte er nun Anagor hinterher.


      Thx Tom Bombadil
    • Gideon trieb die Klinge des schweren Schwertes ein Stück in den Erdboden und ließ sich daneben auf ein Knie sinken, den Kopf etwas eingezogen, so dass der Helm dicht auf dem Metall des Harnisches auflag. Der Kari Ann den Rücken zugewandt kniete er auf dem sich schnell leerenden Schlachtfeld um sich vor fehlgeleiteten Bolzen der zersetzenden Magie der Luxor zu schützen. Sie feuerte zwar stets in die fliehende Masse der Feinde, aber dann und wann kamen die magischen Geschosse doch etwas zu früh herab.

      Geisterstern indes frönte ihrem Massaker bei bester Laune, schnurrte gar mit bestialischer Freude bei ihrer Hetzjagd von ihrem Hochsitz aus.
      Da war nur noch sie und die Jagd, mehr gab es nicht. So dauerte es auch seine Zeit, ehe Anagors Rufen in Geistersterns Verstand vordrang. Mit einem unwilligen, brummigen Maunzen schleuderte sie noch eine weitere verderben bringende Salve ihrer Geschosse in den Rücken der fliehenden Trollhorde. Doch diese war nur mehr Trotz, als dass es Spaß gewesen wäre.
      Sie wusste, dass es Anagor nicht gefiel wenn sie das tat was sie eben getan hatte, was bei ihr doch etwas auf Unverständnis und Uneinsichtigkeit stieß. Aber sie respektierte Anagor und sie wollte nicht, dass er ihr böse war. Ein Zeuge der einen nicht leiden konnte war gefährlich!
      Und so fiel die Sphäre allmählich wieder in sich zusammen, während sich die Bat'Kai, die Füße auf der Reling, mit dem Hintern ebenfalls auf die Reling pflanzte und unbeeindruckt von dem was da kommen mochte begann ihren bepelzten Pfotenrücken zu lecken.
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    • Ein Räuspern war von seitlich neben der Bat'Kai und Anagor zu hören. Inzwischen hatte es auch Lazarus wieder an Bord des Luftschiffes geschafft und stand, die Fäuste in die Hüften gestemmt und mit einem zwischen amüsiert und verärgert schwankenden Gesichtsausdruck, neben den beiden.

      "Und da geht immer dieses Gerücht um, ich wäre manchmal etwas problematisch." Auf der einen Seite konnte der Dämon dem Katzenwesen leider nicht offen seinen Applaus für diese fantastische Show überreichen, auf der anderen Seite wollte er schon ihrem Anführer einen sachten Seitenhieb verpassen, um noch in den Genuss einer zünftigen Standpauke gegenüber Geisterstern zu kommen. So ganz ungefährlich war die Sache ja nun doch nicht gewesen und wenn er irgendetwas Außerplanmäßiges veranstaltete gab es einen solchen Rüffel ja irgendwie des öfteren. Dachte Lazarus zumindest.

      -----

      Glakal unterdessen hatte nicht sonderlich das Bedürfnis, sich in die Angelegenheit einzumischen. Erstens schien sich Anagor ohnehin schon bereits darum und im Gegensatz zu ihm mit der entsprechenden Autorität zu kümmern, zweitens hatte er eine andere Priorität - und die horchte auf den Namen 'Tratos'. Am Tau wartete er darauf, dass der Mann endlich an Bord geklettert käme.
    • Während Geisterstern sich austobte, schritt Tratos zurück zur Kari Ann. Er hatte mal wieder eine schlechte Vorahnung. Heute war wieder einer dieser Tage. Er hatte es ausgerechnet. Die Wahrscheinlichkeit, in der in einer Mission besagtes Phänomen auftauchte lag bei 76 Prozent. In den letzten drei Missionen war es nicht eingetreten. Es musste dieses Mal sein. Daran bestand kein Zweifel. Und Tratos war wirklich zu alt für den Mist. Mit routinierten Bewegungen – und einem grummeligen Gesichtsausdruck – zog er sich am Tau nach oben auf das Deck der Kari Ann.

      Shethiri war hin und hergerissen. Einerseits wusste sie, dass Geistersterns Balz Konsequenzen nach sich ziehen würde. Sie wollte nicht, dass die flauschigste Gefährtin aller Zeiten einen Anschiss bekam. Andererseits konnte sich das alles ganz schnell gegen die Naga selbst wenden, wenn sie für das Kätzchen in die Fluten sprang. Am Schluss würde sie zusammengestaucht werden, weil sie Geisterstern nicht aufgehalten hatte.
      Die Naga seufzte. Diese Oberflächler und ihr seltsames Verhalten. Selbst nach zwei Jahren an der Oberfläche war es für Shethiri oft ein komplettes Mysterium, was in deren Köpfen wirklich vorging.



      Just Monika.
    • Geistersterns Angriff endete genauso schnell, wie er begonnen hatte.
      Das leuchtend grüne Blitzen jenseits von Orions Unterschlupf war erloschen und gespenstische Ruhe kehrte ein. Die überlebenden Trolle mussten inzwischen die Außengrenze des Dorfes passiert haben und somit außer Hörweite sein. Die Dorfbewohner hatten genauso wie er selbst Schutz gesucht und in ihren Häusern Zuflucht gefunden - von ihnen war somit auch nichts mehr zu vernehmen. Die einzigen, die sich somit noch auf den Straßen befanden, waren seine Mitstreiter aus der Kompanie und die leblosen Körper der Gefallenen.

      Vorsichtig wagte Orion einen Schritt unter dem Erker hervor. Tatsächlich waren keinerlei tödliche Geschosse mehr am Himmel zu erblicken. Ein Glück!
      Ein zwei Schritte weiter wagte er sich umzusehen: Ein Massaker, die Straße gesäumt von toten Ogroiden und teilweise auch Dorfbewohnern. Der Nebel der Rauchbombe hatte sich nun langsam endgültig verzogen und gestattete somit einen genauen Überblick über die Hauptstraße und den angrenzenden Dorfplatz. Seltsamerweise waren auch keine seiner Kameraden zu erblicken. Waren sie schon alle zurück an Bord der Kari Ann? Für die Idee, dass einige von ihnen gefallen sein könnten, verschwendete er nicht einmal einen Gedanken - der Rest der Kompanie war im Kampf erprobter als er selbst. Wenn er, Orion, überlebte, dann die anderen erst recht.

      Als erstes bemerkte Orion die rot glänzende Rüstung, die inmitten einer fast kreisförmigen Schneise aus leblosen Trollkörpern am Boden kniete. Dann erst sah er Gideons Helmfratze. Es waren also doch nicht alle spurlos verschwunden. Kein Wunder; bei den Gegnermassen, die er erst kurze Zeit zuvor in Richtung der ewigen Trollgründe geschickt hatte. Langsam schritt er zwischen den Körpern zu ihm hinüber.
      "Scheint so, als wäre es für heute vorbei ...", sagte er leise, als er neben dem Krieger zum Stehen kam.

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    • Als das Gemetzel endete verharrte Gideon noch eine Weile vorsorglich, bis er angesprochen wurde.
      "Ja, scheint so." Erklang es dumpf unter dem Helm mit der Dämonenfratze.
      Noch immer kniend löste er den Kinnriemen und zog den schweren Helm mit der Dornenkrone vom Kopf unter dem sein schweißnasses, junges Gesicht zum Vorschein kam. Das lange Nachtschwarze Haar klebte ihm klatschnass am Schädel und er strich sich eine Strähne aus dem Gesicht, welches wie sein gesamter Körper von dem Mutagen für einige Stunden in den Zustand zurückversetzt wurde, den er innehatte, bevor er seine ewige Jugend aufgab um seine Frau zu retten.
      Er atmete tief durch und stand auf, mit überraschender Leichtigkeit, wenn man das Gewicht der Rüstung bedachte.
      Die klaren, blauen Augen richteten sich auf Orion und er nickte ihm zu.
      "Alles gut überstanden? Das werden von Mal zu Mal mehr Trolle, so kommt es mit zumindest vor." Er legte den sperrigen Helm in die linke Armbeuge und griff mit der Rechten nach dem gewaltigen Schwert, welches er aus dem Boden zog, hochwuchtete und mit der Klinge auf seine gepanzerte, stachelbewehrte rechte Schulter krachen ließ und die schwere Waffe so zu stützen um sie besser tragen zu können.
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    • Auch wenn das Kämpfen bei weitem nicht seine liebste Tätigkeit war, war Anagor trotzdem stets darauf bedacht eine gewisse Grundkondition zu behalten und seine Form zu bewahren. Allerdings war er nicht mehr der jüngste und der lange Kampf, sowie der Sprint zum Schiff und die kurze Klettereinlage hatten ihn etwas außer Atem gebracht.
      "Lazarus", seine Stimme war ruhig, auch wenn er sich gerade kaum in der Lage sah dieser Situation entgegen zu treten.
      "Bitte. Nicht jetzt. Mit dir muss ich gleich auch noch reden." Er wandte sich an Geisterstern und seine Atmung normalisierte sich bereits wieder. Die Bat'Kai hatte manchmal die Tendenz sich wie eine trotzige Jugendliche zu benehmen, sodass Anagor sich nicht zum ersten Mal wie ein tadelnder Vater vorkam.
      "Geisterstern, wir haben doch darüber geredet", begann er mit immer noch ruhiger aber bestimmter Stimme. Er trat näher zu der Luxor und fuhr sich kurz durch seine Zöpfe.
      "Ich weiß, dass das deine Instinkte sind, doch es ist nicht richtig die Gegenseite dermaßen zu massakrieren, wenn wir den Kampf bereits für uns entschieden haben. Ganz davon zu schweigen, dass du damit auch unsere eigenen Leute verletzen kannst – oder schlimmeres!"
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    • Vandere brauchte etwas länger als die anderen um wieder auf der Kari Ann zu sein. Mittlerweile spürte er auch seine Müdigkeit, und er hatte Hunger. Sein Magen grummelte leise. Als er sah, wer schon hier war, hielt er kurz inne. Lazarus. Kurz überlief ihn ein Schauer, dann nickte er seinem Kollegen jedoch zu und stellte sich hinter Anagor, ohne etwas zu sagen. Moralische Unterstützung. Shetiri schien wie immer neugierig zu sein - ob sie wohl wirklich wusste, was Geisterstern anrichtete? Der Priester stützte sich auf seinen Stock und seufzte innerlich. Es wurde wohl Zeit für Schokolade...

      Sardala lieferte sein menschliches Anhängsel bei den Heilern ab, die bei dem gruseligen Anblick des Wesens gleich fragten, ob es selbst Hilfe beötigste. Es verneinte allerdings. Stattdessen führte der schlendernde Gang ihn zu Orion und Gideon, die nun auch durchatmeten nach dem Kampf. Dabei wanderte der Blick kurz zum Schiff. Anagor war schon dort und las sicher die Leviten, obwohl es innerlich den Kopf schüttelte. Ob man im Kampf tötete oder so, war doch egal.
      "Ein guter Sieg." meinte es und lächelte ein wenig.


      Thx Tom Bombadil
    • Geisterstern kniff die Augen zu Schlitzen zusammen, als Anagor sie erreichte und einmal mehr tadelte, wobei sie keinen besonders begeisterten Eindruck machte.
      "Trolle kommen wieder. Diese Luxor gesorgt, nächstes Mal weniger Trolle kommen." Maunzte sie mit dunklem Unterton in ihrer eigenartigen Sprechweise.
      "Feind gehen lassen nicht Art von Bat'Kai. Diese Luxor Bat'Kai!" Murrte sie und deutete mit ihrer Pfote auf sich, ehe sie auf Anagor deutete.
      "Zeuge hat Ehre, aber Zeuge nicht versteht Ehre der Bat'Kai. Codex von Stamm. Instinkt teil von Codex, helfen Bat'Kai leben. Kein Instinkt, kein Bat'Kai, diese Luxor, tot." Endete sie mit ihrer Rechtfertigung und öffnete die riesigen grünen Augen bei ihren letzten Worten wieder vollends. Ansonsten blieb die kleine Katzenartige jedoch reglos auf der Reling sitzen.
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      <Seaten>Kata ist wie Cass, nur fauler und männlich
    • Na toll! Anagors Ankündigung war hervorraged dafür geeignet, einem dem Spaß zu verderben. Mit ihm gleich auch noch reden müssen ? Gemäß der Mehrheit aller bisherigen Erfahrungen konnte das nichts Gutes bedeuten. Dabei hatte er - jedenfalls aus seiner Warte - doch gar nichts Schlimmes gemacht.

      Offensichtlich erheblich missmutiger gestimmt als vorher wandte sich Lazarus mit verschränkten Armen ab und beugte sich über die Reling. Dem, was das Katzenwesen zu sagen hatte, hörte er in diesem Moment allenfalls nur noch mit halben Ohr zu. Er musste versuchen, sich eine halbwegs brauchbare Argumentationslinie zurecht zu legen für das, was da gleich kommen mochte. Der horrend schauerlichen - wenn auch zugegebenermaßen am Ende doch verständlichen - Grammatik der Bat'Kai zu lauschen passte da nicht in den Plan.


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      Glakal konnte über die Reling sehen, wie Tratos sich an Deck zog, und lenkte seine riesigen Füße präemptiv über die knarzenden Decksplanken, so dass sein Abfangmanöver gelingen würde. Nicht um Unfreundlichkeit bemüht, aber gleichzeitig mit einer nicht gerade totale Zustimmung signalisierenden Haltung stellte er sich dem Mann halb in den Weg und sprach ihn an. "Tratos ? Könntest du das nächste mal vielleicht versuchen, deine Rauchbomben etwas... rücksichtsvoller... auf dem Schlachtfeld zu verteilen, sofern das möglich ist ? Wie soll ich so kämpfen wenn ich nichts mehr sehe und nur noch drauf aufpassen muss, nicht versehentlich die Bat'Kai, Anagor, Sethiri oder vielleicht auch dich kaputt zu treten ?"
    • "Ja scheint so", entgegnete Gideon.
      Orion war für einen kurzen Augenblick erstaunt, als Gideon die Dornenfratze vom Gesicht zog. Er hatte das alte, müde Gesicht Gideons erwartet - mit den zahlreichen Fältchen und weißen Haaren. Stattdessen lächelte ihn ein erschöpftes, aber vollkommen verjüngtes Antlitz mit kräftigen schwarzen Haaren entgegen. Gideon musste wieder einmal einen seiner vielen Tränkchen benutzt haben. Orion waren diese Chemikalien nicht ganz geheuer. Mehr als einmal hatte er den roten Krieger in Unterhaltungen verstricken wollen, um mehr über sie zu erfahren ... jedoch hatte er bislang - wenn überhaupt - nur Grundlagen erfahren. Zu wenig, um keine Bedenken mehr zu haben. Aber so, wie er es verstand, hatte Gideon schon so manches Jahrzehnt, ja Jahrhundert auf dem Buckel. Eigentlich sollte er wissen, was er da tat ...

      "Alles gut überstanden? Das werden von Mal zu Mal mehr Trolle, so kommt es mit zumindest vor."
      Dem konnte Orion nicht widersprechen. Wenn er sich bedachte, wie viele Söldner sich mittlerweile in Anagors Kompanie zusammengefunden hatten und wie lange der Kampf dennoch gedauert hatte ... ja, die Gegnermassen wurden mehr. Fraglich war nur, wieso. So oft, wie sie von Dörflern an der Grenze zum Trollreich zu Hilfe gerufen wurden, könnte man meinen, die Gegnermassen müssten langsam einmal weniger werden. Einfach wegen der Population, die sie langsam aber stetig dezimierten.
      Wenn sich Orion seine eigenen Gedanken nochmals betrachtete ... schauerliche Analyse ...

      "Ich habe ein ähnliches Gefühl, Gideon. Aber vielleicht bilden wir es uns letztlich doch nur ein ..."
      Orion blickte ein weiteres Mal zur Kari Ann empor. Vielleicht sollten sie sich so langsam zum Rest der Kompanie gesellen. In diesem Augenblick, spürte er, wie eine weitere Person zu ihnen trat.
      "Ein guter Sieg."
      Es war Sardala. Das Wesen war wie immer lautlaus zu ihnen getreten, obwohl es nicht so schien, als hätte es sich gerade angeschlichen. Ein wenig unwohl konnte einem schon dabei werden, wenn man erkannte, dass es sich ohne großen Aufwand unbemerkt nähern konnte. Ein Glück waren sie Kameraden, Freunde vielleicht sogar. Da würde die Chance gemindert, jemals Angst vor dieser Fähigkeit haben zu müssen.
      "Eigentlich schon - auch vielleicht mit einem wenig rühmlichen Abgang. Aber ich nehme an, Anagor ist gerade schon dabei seine Standpauken zu verteilen. Sollen wir auch so langsam nach oben?"
    • "Der Kampf war beendet." Anagor hatte das Gefühl, erführte seit fünf Jahren das gleiche Gespräch und irgendwie war dasja auch so. "Von den Trollen ging keine Gefahr mehr aus. Und duhättest mit deinem Angriff jemanden aus der Kompanie oder ausWiselheim ernsthaft verletzen können!"
      Er hoffte zumindest,dass das nicht der Fall war. Die Kompaniemitglieder schienen, soweiter das gesehen hatte, jedenfalls unversehrt zu sein. Anagor spürteVanderes Präsenz hinter sich und dankte seinem Freund stumm für dieUnterstützung. Er hasste diese Konfrontationen und auch jetzt hattesich wieder ein Knoten in seinem Magen gebildet. UnwillkommeneGedanken drangen in seinen Kopf, doch noch konnte er sie bei Seiteschieben. Das ist anders. Es wird alles gut.
      "Ich verstehe ja, dass du dem Kodex deines Stammes folgst.Doch du hast die Kompanie ja schließlich auch als deinen Stammanerkannt. Und dir war der Codex, die Regeln dieses Stammes bewusst,als du dich uns angeschlossen hast. Wir töten nur, wenn es nötigist und wir töten nicht, wenn unser Gegner den Kampf bereitsaufgegeben hat. Wir haben doch darüber gesprochen."
      How do you write like you're running out of time? Write day and night like you're running out of time.
      Everyday you fight like you're running out of time, like you're running out of time,
      Are you running out of time?!



      Chrissi: Boah Franzi, wenn man dich so reden hört ohne dich zu kennen, könnte man auch glauben du wärst so'n Soziopath!<3