Ungewissheit

    • Fantasy

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    • "Seid bedankt." Selia sah nach hinten und nahm ihr Pferd am Zügel. "Komm.", sagte sie zu Thaam. Sobald sie im Inneren der Stadt waren, sah sie zu ihm. "Zuerst besorgen wir uns eine Herberge.. mit Unterkunft und heißen Bädern. Dann essen wir, morgen.. neue Kleidung für dich. Ich glaube zumindest nicht, dass wir heute noch einen Schneider finden. Was ist mit der Wunde, muss die verarztet werden?" Sie blickte kurz zu Thaam, dann begann sie sich nach einer Herberge umzuschauen. Sobald sie eine entdeckte, würde sie auf diese zuhalten und zwei Zimmer bestellen wollen, eines mit einem besonders großen Bett.
    • "Um die Wunde mach' dir mal keine Sorgen, wenn mein Volk nicht so zäh wäre hätten wir die Barbarei menschlicher 'Zivilisation' bis heute wohl kaum überlebt." Thaam entwickelte bei der Suche nach einer Herbege derweil eine gewisse Eigendynamik - er würde nicht ständig hier einer Assasine hinterherlaufen, die nicht wirklich zugeben wollte, eine zu sein, obwohl das offensichtlich war. Allerdings kannte er sich in menschlichen Städten nicht gerade gut aus, so dass er nur diejenigen Tavernen finden würde, die auch am offensichtlichsten waren. Als er eine davon jedoch erblickt hatte - was ihm mit seinem hoch erhobenen Sichtfeld im Getummel der Straße dann doch sehr schnell gelang - drückte er seine Hand für seine Verhätnisse sachte auf Selias Schulter und schob sie wortlos an. Ja, er war echt ein wenig grummelig...
    • "Ah.. ja, das seid ihr..." , meinte sie leicht grinsend. Als er sie dann anschob, hob sie den Kopf und nickte. "Gut, dann nehmen wir diese." Sie öffnete die Türe und trat in die Herberge ein. "Thaam, achte bitte kurz auf die Pferde." Sobald sie den Wirt oder eine Bedienstete erkannte, machte sie auf sich aufmerksam.

      "Seid gegrüßt, zwei Zimmer für die Nacht, eines davon mit übergroßem Bett, dazu Verpflegung. Und ich brauche Stellplätze für zwei Pferde."
    • Die Wirtin runzelte die Stirn. "Ein übergroßes Bett ?" Eine seltene Forderung... "Von welcher Größenordnung reden wir hier denn ? Der Rest ist kein Problem, aber wenn ihr mir nichts sagt kann ich auch nicht sehen, ob wir so etwas haben."" Thaam konnte sie schließlich noch nicht sehen, denn der stand draußen und wurde derweil von den Vorbeigehenden in großer Zahl angestarrt. Irgendwann fletschte er für einige Sekunden die Zähne und zog dabei eine Grimasse, was sich aber rasch als Fehler erwies. Jetzt beobachteten ihn die Leute noch eindringlicher. Er war genervt und erschöpft, noch dazu fühlte er sich krank: Von dem langen Fußmarsch in bitterkaltem Wetter mit nur noch halbwegs intakten Klamotten, die zudem mehr für den Innenbereich gedacht waren, von Selias Heimlichtuerei, davon, dass er jetzt wohl für nichts bezahlt werden würde obwohl er gearbeitet hatte. Wobei, das war er ja schon von früher gewohnt! Irgendwann dröhnte von draußen ein Geräusch, dass man dahingehend interpretieren konnte, als hätte er mehrfach intensiv gehustet.
    • Jostram nickte langsam, und Norrik ritt vor, wobei er nicht vergaß auf die Seite der Kutsche zu schlagen, um die Herrschaften zu retten. Der Kapitän der Leibwache ergriff das Wort. "Allerdings sind wir das. Gibt es damit ein Problem?" Der Wächter hielt seinen Tonfall neutral, und weder er noch die beiden anderen Wachen machten die geringste Bewegung in Richtung ihrer Waffen. Das heißt, so lange keine der Stadtwachen sie bedrohte, und zwar direkter als sie mit versammelter Mannschaft und diesem Tonfalls anzugehen.

      Nach einer kurzen Weile ließ sich dann auch Rubikant aus der Kutsche herab, er wirkte etwas zerzaust, nicht zuletzt weil all seine Gewänder im Schloss geblieben waren und er sich nur mit einem warmen Fellmantel behelfen konnte. Darunter schimmerten doch die Ringe und Ketten, und der edle Stoff des Gewandes hervor. Rubikant ignorierte die Stadtwache, und trat neben Norrik. "Hält man uns auf, Kapitän?", fragte er den Mann, ein wenig den Fauxpas begehend, dafür tatsächlich nach oben zu blicken.
      "Ich hoffe nicht, Herr.", antwortete Norrik, immer noch betont neutral.
      "Gut, denn Gästen des Staates sollte keine Stadt den Einlass verwehren.", stellte Rubikant fest, mit einem Seitenblick auf die Stadtwache.

      ooc: Keine Ideen.
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      "Ein Bett in.. Hasstgröße. Mein Diener ist ein solcher." Sie lächelte kurz. "Mein Gepäck schaffen wir selbst hinein, das müssen die Burschen nicht machen.", und wollte gerade nocheinmal den Mund öffnen, als es von draußen donnerte. "Oh.. ich glaube das ist er..."
    • "Gäste dieses Staates sollten auch nicht das Staatsoberhaupt umbringen." erwiderte die Stadtwache nonchalant. "Aber damit habe ich natürlich nicht euch gemeint." Oder doch ? Es könnte ja sein, dass...
      "Alle aussteigen. Untersucht die Kutsche und werft einen groben Blick auf das Gepäck." An den Kapitän gewandt fragte er dann "Gibt es hier irgendwelche Geheimverstecke an dem Gefährt ? Ihr wäret heute nicht die ersten mit derartigen Ideen... Und ja ich bitte dieses ganze Tamtam gewissermaßen zu entschuldigen, aber wenn ihr wüsstet was in einem Land losgeht, dem man eben den Kopf abgeschlagen hat, dann würdet ihr das vielleicht verstehen." Eine Geste aus dem Handgelenk heraus zeigte seinen Männern an, dass sie anfangen sollten. "Ich werde euch sogleich Eintritt in die Stadt gewähren, sobald wir hier fertig sind." Anscheinend war der Wachmann von der soeben von ihm persönlich angestoßenen Ereignisfolge selbst genervt. Die Ausübung von Dienstpflichten von Seiten höhergestellter, grummeliger Vorgesetzter konnte zuweilen schon ein bizarres Verhalten nach sich ziehen...

      "Ach, übrigens..." Er kniff ein wenig die Augen zusammen. "Vor nicht ganz einer Stunde ist so eine Frau mit einem grauhäutigen Ungetüm im Schlepptau dieses Weges gekommen. Ihr wisst nicht zufällig etwas darüber ?" Diese Worte richtete er nun mehr an Rubikant, denn durch sein Nachfragen gegenüber Nostrom, ob sie aufgehalten wurden, und dessen Erwiderung mit der Anrede "Herr" hatte er sich im Grunde als die Hauptperson verraten. Diese ganze Nachfrage war eigentlich ein Witz: Die beiden hatten Papiere besessen und im Gegensatz zur Kutsche hatte es bei den beiden so wenig zu durchsuchen gegeben, dass er es garnicht erst angefangen hatte. Aber jetzt hatte der Wachmann das Gefühl, etwas falsch gemacht zu haben, und wenn er nur herausfinden könnte, wo die beiden nun steckten, oder irgendeinen sonstigen Hinweis ergattern könnte... Der Umstand, dass einer von ihnen ein Hasst gewesen war, machte es nur wahrscheinlich, dass sie ebenfalls von Norrsok gekommen waren.





      "Plätze im Stall könnt ihr kriegen, aber ein ganzes Bett in Hasstgröße haben wir nicht. Er könnte das Bettzeug ja vielleicht einfach auf dem Boden auslegen und ich gebe noch eine zweite Decke dazu." erwiderte die Wirtin, ehe sie eine rückwärtig gelegene Tür aufstieß und anscheinend die Küche darüber informierte, dass hungrige Gäste warteten. "Ich gehe einmal davon aus, dass euer Freund einfach nur einen großen Berg rohes Fleisch braucht, richtig ? Und ihr ?"
    • Rubikant brodelte auf kleiner Flamme vor sich hin. Immer diese Paragraphenreiter. Als ob er davon zu Hause nicht genug hätte! Die schröpften ihn um fast die Hälfte seiner Profite. Aber gut, er konnte mit solchen aufgeblasenen Wichtigtuern - die Ironie entging ihm - gut genug umgehen. "Meinetwegen. Unter dem Kutschbock ist ein Versteck mit Armbrüsten und ein paar Schwertern, wenn man das vordere Wandpolster in der Kabine abhängt und an den Laschen zieht, die hinter den Sitzlehnen versteckt sind, geht es auf. Ich bin berechtigt, diese Waffen zu besitzen, sie stammen aus meinen eigenen Schmieden." So genau kannte er die Gesetze in Ivar nun auch nicht, aber meistens ging es mehr um selbstischeres Auftreten als irgendwelchen Papierkram. Und außerdem...
      "Sagen sie ihren Leuten nur, dass sie aufpassen sollten, Fürst Belal der Zwerge nicht auf die Füße zu treten, während sie die Kutsche untersuchen.", ergänzte er dann scheinbar zufällig, als die Wachen schon unterwegs waren. Es war nicht so, als würde ihm entgehen, dass dem Wachmann die Lage genauso wenig gefiel wie dem dicklichen Schmiedemeister - aber dem Letzteren war kalt, er hatte seit Tagen nichts richtiges gegessen, und es war eine lächerliche Vorstellung, dass jemand mit Geld oder zumindest Adel einen König töten würde. Gar noch mit eigener Hand, hatte dieser Wicht das tatsächlich angedeutet!? Als Waffenhändler verdiente man Geld mit Konflikten und Angst, nicht mit Chaos. Chaos war schlecht fürs Geschäft.
      Zwei wohl organisierte und finanzierte Armeen, die einander im Feld belagerten? Großartige Gelegenheit. Haltlose Banden aus Bauern und Rebellen, die in jedem Landstrich aus dem Boden wuchsen? Selbst wenn sie durch ihre Plünderei zu Geld kämen, gab es niemanden den man zur Verantwortung ziehen könnte, wenn das Geld nicht in den rechten Händen landete. Aber das war keine Entschuldigung für Paragraphenreiter! Zumindest waren solche meistens nicht rebellisch veranlagt, also war diese Stadt wohl sicher. Was für eine Erleichterung.

      Ein wenig später, als Rubikant sich abgekühlt hatte, brachte der Wachmann plötzlich eines dieser grauen Untiere ins Gespräch. Mit einer Frau, soso. "Hm. Waren beide im Livree, mit Pferden aus den herrschaftlichen Ställen? Bevor wir diesem Massaker entkommen sind, haben zwei solche Gestalten Pferde aus den Ställen genommen und den Rest aufgescheucht. Sie sind jedoch geflohen, als sie meine Wachen gesehen haben. Sie schienen in Eile zu entkommen, also denke ich nicht dass sie zu den Umstürzlern gehört haben." Weshalb er das sagte, wusste er selber nicht.