Ungewissheit

    • Fantasy

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    • Ungewissheit

      Norsok war, um es in einem Wort auszudrücken, enorm. Die meiste Zeit über diente es der Königin als Jagdschloss, weswegen es auch dicht an reichen Waldbestand gebaut war. Doch bei seinem Bau war die Absicht, hier auch große Feste ausrichten zu können, bereits berücksichtigt worden, was die Größe erklärte. Obgleich es noch einige Tage hin war bis zum großen Fest, herrschte doch schon seit Tagen geschäftigstes Treiben: Nahrungsmittel, Kerzen, Feuerholz, Getränke und andere Dinge mussten in großen Mengen herangeschafft werden, nicht nur für die Gäste, sondern auch für die Diener- und Wachmannschaften. Letztere würde erst zum Fest selbst in voller Stärke anwesend sein, doch die allesamt in eine einheitliche Rüstung gekleideteten Bewacher gingen bereits jetzt ihrer Arbeit nach. Zum Fest selbst würden sie sich natürlich mehr im Hintergrund halten und einen angemessenen Umhang tragen, während sie versuchten, für die Sicherheit zu garantieren. Das Wort "Versuch" musste hierbei betont werden: Es handelte sich um eine große Angelegenheit mit sehr vielen Beteiligten. Die Angehörigen dieser Eliteeinheit der königlichen Garde kannten sich zwar untereinander vielleicht noch teilweise, doch nur die Allerwenigsten kannten auch jemanden der anderen Arbeitenden hier, die in großen Mengen tätig waren. Diese Leute wurden im Grunde für jedes Bankett neu aus der Bevölkerung rekurtiert, und das über die Grenzen Ivars hinaus.

      Schließlich war es soweit: Der auf dem letzten Abschnitt links und rechts von Bäumen gesäumte Zufahrtsweg war mit Steinen und Holzbohlen verstärkt worden, damit er sich nicht nach den ersten paar Ankömmlingen in eine Schlammwüste verwandeln würde. Nicht zuletzt lag hier immernoch Schnee. Es gab auf dem großzügigen Gelände hinzu gebaute Ställe für die hohe Zahl an Pferden, denn wohl nur die wenigsten kamen hier allen ernstes auf ihren eigenen Füßen. Eine andere Konsequenz hieraus war etwas, das man schon regelrecht als Parkplatz für die Kutschen bezeichnen konnte. Es gab einen sehr annehmlichen Trakt für die geladenen Gäste und einen weiteren, größeren, im Inneren aber weitaus enger und rustikaler gehaltenen Gebäudeteil zur Unterbringung ihres Gefolges - die ivarische Königin erwartete schließlich nicht, dass ihre Besucher sich völlig ohne Beschützer und anderes, die gewohnten Annehmlichkeiten auch unterwegs sicherndes Personal auf den langen Weg machen würden. Das Gefolge musste sich jedoch vom eigentlichen Bankett fernhalten und sich in Abwesenheit seines Herren oder seiner Herrin im Wesentlichen mit sich selbst beschäftigen, wurde jedoch auch gut versorgt.

      Jede ankommende Delegation, wenn man denn so sprechen wollte, wurde sogleich von einem ganzen Haufen aus Stallburschen umschwärmt, während zwei wohlbekannte Gesichter - die linke und rechte Hand der Königin nämlich - die eigentlichen Gäste empfingen und ihnen die Räumlichkeiten zeigten. Turi Solan Manald persönlich weilte noch in ihren privaten Gemächern und würde später zur offiziellen Eröffnung den eigentlichen Festsaal betreten. Es würde auf dieser zweitätigen Veranstaltung genug Gelegenheit geben, mit ihr zu sprechen, wenn man denn wirklich wollte.

      Der Saal selbst war eine Räumlichkeit, deren Deckenhöhe derer von imposanten Zwergenbauen nicht nachstand. Gewaltige Leuchter mit unzähligen dicken Kerzen darauf hingen an Ketten herab, und auf einer recht schmalen, in einigen Metern Höhe rings entlang des rechteckigen Grundrisses geführten Empore standen Wachen und überblickten in disziplinierter Haltung die immer größer werdende Zahl der Anwesenden. In recht geringem Abstand zur links und rechts vom Eingang befindlichen Wand waren parallel zu diesen lange Tische und Bänke aneinander gereiht. Weitere mehr oder weniger große Stehtische legten sich wie eine zweite Schicht weiter in die Mitte des Saals hinein. Das Zentrum des Raumes war jedoch eine so vertieft in den Boden eingelassene Fläche, dass es schon rings um sie herum ein Geländer brauchte, um keine bösen Unfälle zu provozieren. Sie war als Tanzfläche vorgesehen und weitere Wachen standen diskret an den zu ihr hinter führenden Stufen, um höflich aber bestimmt eine Überfüllung abwenden zu können. Das Kopfende des Saals war klein gehalten, aber schon allein die links und rechts aufgehängten Banner machten deutlich, dass hier die Königin sich aufhalten würde. Es war auch der am besten geschmückte Bereich.



      Thaam derweil fühlte sich seltsam: Einer seiner Vorgesetzten war auf einen Tisch gestiegen, um die Festkleidung auf seinen Schultern zurechtzurücken. Der Stoff war in einem Muster aus dunklem Rot und Blau gehalten und kennzeichnete ihn in sehr vornehmer Art als Diener. Zugleich hatte man seine Haarpracht mit Metallspangen gezähmt - vermutlich hatten die alle Angst, dass etwas davon in jemandes Essen landen könnte. Zusammen mit den Schuhen war das alles vermutlich mehr wert als er es selbst in den Augen sehr vieler Bewohner Vashoks war, wohl nicht zuletzt, weil es schlicht eine Unmenge Material gebraucht hatte, um ihn überhaupt so einpacken zu können. Und dann hatte man allen Ernstes noch seinen Mundraum inspiziert: Keine Fleischreste und keine fauligen Zähne sollten sich darin befinden. Allerdings hatte Thaam nicht wirklich das Gefühl gehabt, als wäre diese Arbeit so gründlich wie beabsichtigt durchgeführt worden. Vielmehr hatte er die Angst im Gesicht des Mannes sehen können, kaum dass er sein Gebiss zugänglich gemacht hatte.
      >>So, jetzt beweg' dich. Tablett holen und immer die Augen offen halten. Wir haben das die letzten Tage alles geübt! Zackzack!"
      Er beeilte sich, in den Saal zu kommen. Der offizielle Beginn der Festivität war schließlich - jetzt.
    • Nicht nur der Hasst machte sich für das Fest bereit, mitten unter der Dienerschaft war auch eine Elfe namens "Haliah" anzutreffen. Sie sich sich über die lange Dienstrobe, die in geschmackvollem Dunkelrot und Blau gehalten war. Sie atmete tief durch und ging gedanklich noch einmal alles durch. Sie schnappte sich ein Tablett und setzte ein Lächeln auf. Nun war es an der Zeit.. Zeit für ein Fest. So begab sie sich in den Saal, bereit für die Dinge, die da kämen.
    • Rubikant ließ sich von einem Bedienten die Tür zu seiner Kutsche öffnen, und trat heraus. Die kühle Luft war eine angenehme Abwechslung nach der langen Fahrt in der stickigen Kutsche. Außerdem schmerzte sein Hintern. Er würde sich mit irgendeinem Schreiner zusammen setzen und eine bessere Lösung besprechen müssen. Die Niederlassung in Hastue konnte sowas sicher bewerkstelligen, immerhin lief die Produktion der Ballisten inzwischen rund...
      Er stieg die Tritte hinab und auf die Holzbohlen, die jemand wohlweißlich über den Matsch des Vorplatzes gelegt hatte. Er rechnete nicht damit, einen Schreinermeister unter den Gästen zu finden, vielleicht war einer als Diener mitgereist, aber mit denen konnte er sich hier schlecht abgeben. Er musste ja repräsentieren. Und außerdem, ein Schreiner im Dienste der "feinen Herrschaften" war sicherlich genau so ein Rotz wie seine eigenen "treuen Diener", die schon mehr als einmal mit voller Absicht sein Arbeitszimmer durcheinander gebracht und wichtige Nachrichten nicht weitergeleitet hatten. Schlimmer als die grünsten Lehrlinge!
      Allerdings war er nicht allein auf dem Platze, und einige andere "feine Herrschaften" blickten ihn inzwischen fragend oder gar geringschätzig an. Er stand wohl zu lange sinnierend herum. Bah, er hasste es alt zu werden. Also gabe es hier keine Schreiner? Auch recht, er würde sich in einigen Wochen darum kümmern können. Vielleicht in der Hauptstadt, die er ohnehin durchreisen musste.
      Also, auf zur Repräsenatation. In dem maßvollen Gang, den er sich nach seiner Heirat hatte beibringen lassen, schritt er dem Portal entgegen, nicht allzu viele Blicke nach links oder rechts werfend, und schon gar nicht auf die Diener. Den einen oder anderen Adligen aus Marrsak, den er schon flüchtlig auf irgendeinem Empfang gesehen oder auch nur von Porträts her kannte, grüßte er, was die wenigsten davon quittierten. Er ließ es nach einigen Versuchen weitgehend bleiben, abgesehen von dem einen, der sich einigermaßen gesellig mit ihm bei der Hochzeit der dritten Prinzessin unterhalten hatte. Der grüßte auch tatsächlich zurück.
      Seine eigenen Diener waren inzwischen sicherlich tätig gewesen und hatten den Herold verständigt, doch der verschluderte seinen Namen beim Einlass, er hieß doch nicht Varikant! Er hielt allerdings an sich, nicht auf den Mann zuzugehen und zu korrigieren, das würde ihn nur noch mehr der Lächerlichkeit preisgeben. Diese Adelsdiener schienen überall unfähig zu sein! Vielleicht sollte er stattdessen Lehrlinge als Diener einsetzen, wesentlich schlechter konnten die sich ja auch nicht anstell... en.
      Hasst! Da waren Hasst unter den Dienern! War denn Ivar nun so sehr verarmt dass selbst die Königin Sklaven als Diener einsetzen musste? Unwillkürlich spuckte er aus, grob in Richtung des weit entfernten Gräulings, der Batzen landete nur ein oder zwei Meter weiter auf dem Boden, und ein anderer Diener starrte ihn indigniert an. Siedenheiß fiel ihm ein, wo er war, und er tat das einzig richtige. "Diener. Mach das weg!", blaffte er den livierten Mann an, der noch einige Grade an Indigniertheit zulegte, aber da war Rubikant schon längst weiter gegangen.
      Überraschenderweise begann kurze Zeit später ein besonders schmieriger Adliger, anscheinend ein Graf, ein Gespräch mit ihm, dass dieser mit einer Schmähung gegen diese unnützen grauen Taugenichtse einleitete. Er fand sofort Rubikants Gehör.
    • Thaam hatte von der Spuckerei nichts mitbekommen. Doch es war seine Aufgabe, nicht darauf zu warten, dass die Gäste zu ihm kamen oder laut riefen, dass sie etwas wünschten, sondern zuvorkommend zu sein. Das hieß, er musste sich selbst in Bewegung setzen, und ein bestimmtes Paar von Gästen hatte es ihm angetan, kaum, dass er zufällig nahe genug vorbei gekommen war, um dessen inhaltich für ihn wenig liebsame Unterhaltung in Fetzen mithören zu können. Mit vorsichtigen Schritten bahnte sich der Hasst seinen Weg, ließ es sich jedoch nicht anmerken, worum es ihm eigentlich ging. In antrainierter, höflicher Geste trat er an die beiden Männer heran und beugte sich zur Höhe ihrer Gesichtsfelder hinunter, ehe er mit seine größenbedingt abgrundtiefen Stimme fragte: "Entschuldigt, aber möchte einer der Herrschaften vielleicht etwas zu Essen oder Trinken gebracht haben ? Ich könnte euch gerne etwas holen. Vielleicht etwas besonders deftiges ?" Unverhohlen musterte er dabei die über den Hosenbund quellenden Speckrollen Rubikants, während er ihn ansah.

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    • Als Fürst Belals Kutsche auf den Hof zum stehen kam, musste sich die Heerschar der Stallburschen durch das gesamte Zwergengefolge kämpfen, welches die Kutsche umschwärmte. Da waren Prinzen, kleine Fürsten, ein paar regionale Verwalter, alles Speichellecker, mit denen sich Belal nur all zu gern umgab.
      Fürst Belal, jüngerer Bruder eines der der Zwergenkönige, entstieg der Kutsche als würde ihm die Welt gehören, mit blasierter Miene und voll aufgerichtet zu seinen imposanten 1,42 Metern. Er war ein wahrer Hüne! Zumindest für Zwerge.
      Die Frau, welche ihm folgte und der er die Hand reichte, blickte nicht minder blasiert drein und war ähnlich hoch aufgeschossen, wie ihr hochwohlgeborener Gemahl. Beide gehüllt in edle Pelze und schwer mit Edelmetallen und Edelsteinen behangen. Eine geradezu übertriebene Präsentation von Prunk, jedoch mit einer bemerkenswerten Selbstverständlichkeit getragen.
      Ebenso selbstverständlich, wie es zu sein schien, dass in der ganzen eitlen und hochmütigen Zwergengesellschaft ein Zwerg stand, der so gar nicht dazu passen wollte, mit zerschlissener, schmutziger und für dieses Wetter viel zu dünner Kleidung. Barfuß, die Füße starrend vor Dreck, sich um nichts und niemanden kümmernd, damit beschäftigt mit einem Messer etwas von einer grüngrauen, zähen Masse abzuschneiden und zu verspeisen.
      Manch einer würde behaupten, dass Zwergenbrot eine kostbare Delikatesse sei, das lag aber eher daran, dass dieses "Gebäck" nur schwer zu bekommen war, wenn man kein Zwerg war. Es bestand im wesentlichen aus gemahlenen getrockneten Pilzen und Flechten, angemischt mit lehmigem Sickerwasser. Mit anderen Worten, es schmeckte, wie es aussah. Nicht besonders gut. Warum es dennoch Zwerge gab, die dieses "Brot" tatsächlich freiwillig aßen, lag eher am spirituellen Aspekt, der darin interpretiert wurde, als am Nährwert.
      Kauend betrachtete Komeak den Fürsten, dessen Frau und das restliche Gefolge und schüttelte stumm den Kopf, ehe er den Blick auch über diverse Menschen schweifen ließ und leise seufzte. Ein Elend.
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      <Seaten>Kata ist wie Cass, nur fauler und männlich
    • Weitere Neuankömmlinge kamen. "Haliah" ließ den Blick über sie schweifen, kurz streifte der Blick einen Hasst, der sich zu zwei deutlich kleineren Gestalten herabbeugte, dann über eine ganze Schar von Gästen, Menschen, Zwerge, die sich ankündigte. Wie sie es gelernt hatte hielt sie auf diese Schar zu und machte sich bereit, die Gäste nach Wünschen zu befragen, dabei immer Ausschau haltend.. nach ihm.
      So beugte sie sich auch leicht in der Nähe eines Zwerges herab, der gerade auf grünlichem Pilzbrot herumkaute.
    • Rubikant maß den hünenhaften Gräuling mit Blicken ab. Anscheinend tatsächlich ein Bedienter hier, um Ivars Staatskasse konnte es nicht zum Besten stehen. Zumindest tat er so, als würde er die Umgangsformen kennen.
      Die Ironie, dass er als Emporkömmling diese Feststellung machte, entging Rubikant völlig.
      Sein adliger Gesprächspartner ignorierte den Hasst geflissentlich, aber auch wenn der Graue sich - noch - Mühe zu geben schien, wusste Rubikant, die waren leicht zu reizen. "Wir wollen nichts." Und jetzt kam der schwere Teil. "...Bitte" So schwer. "lass uns in Ruhe, Diener."
      Nach dieser Anstrengung wandte Rubikant sich ab und wieder dem Adligen zu, der inzwischen noch ein paar Gleichgesinne in die Ruhe geholt hatte und den emporgekommenen Schmiedemeister ein wenig aufzog, dass der sich herabgelassen habe, überhaupt mit dem Ungeheuer zu sprechen. Rubikant lachte höflich, auch wenn ihm der Scherz etwas auf die Nerven fiel.
      Aber das musste er wohl durch, wenn er jemals wirklich Erfolg haben wollte. Hoffentlich begann das Bankett bald, denn eigentlich hatte er ja schon Hunger. Vielleicht sollte er einen anderen Diener herbeirufen, sobald der Gräuling außer Sichtweite war?
    • Komeak sah auf, als ein Schatten auf ihn viel. Eine Bedienstete... was die wohl wollte? Sagen tat sie zumindest nichts... Eine Halbelfe wenn er das richtig erkannte, aber das war nichts wirklich ungewöhnliches und eigentlich kümmerten ihn solche Dinge auch nicht. Er zuckte gedanklich mit den Schultern und öffnete den Mund zur hustenden, prustenden und brummenden Sprechweise, welche die alte Sprache der Zwerge mit sich brachte.
      "Ma ba pak?" Tönte seine Stimme wie aus dunkelsten Tiefen und ging durch und durch, obwohl er leise gesprochen hatte. Ein paar der prunkvollen Zwerge wandten sich kurz ihm zu, schauten etwas affektiert zwischen ihm und der Bediensteten hin und her, ehe sie ihrem Fürsten hinterher wuselten, welcher sich anschickte das Schloss zu betreten.
      Komeak ignorierte sie und schnitt noch eine Kante seiner Speise ab, die er der Halbelfe entgegen streckte. Es könnte eine Geste des guten Willens sein, andererseits handelte es sich um Zwergenbrot... schwer die Intention dahinter zu bestimmen.
      Er hätte sie natürlich auch in einer Sprache die sie Verstand fragen können, was sie von ihm wollte... egal, hatte er jetzt eben ein Haustier.
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    • Bitte ? Er hatte da gerade allen ernstes ein 'Bitte`gehört ? Und dann auch noch dieser mitschwingende Ausdruck der Gequältheit... Herrlich! So etwas erlebte man als Hasst doch gelinde gesagt recht selten, und Thaam ließ es sich nicht nehmen, bei dem seinerseits folgendem "Sehr wohl. Wenn Ihr noch etwas wünscht - ich bin ja leicht zu finden." sich etwas weiter zu verbeugen und mit einem leichten Grinsen im Gesicht seine Zähne aufblitzen zu lassen. Mit der Speckrolle und den blaublütigen Schmeißfliegen, die sie anzog oder zu der sie sich hingezogen fühlte, war er erstmal fertig. Zeit also, sich anderen Bereichen des Saals zuzuwenden: Er nahm Kurs Richtung Portal, wollte gerade einmal nach draußen sehen, wie es denn dort aussah, als eine ganze Schar Stolperfallen geradewegs das Schloss betrat und seinen Weg kreuzte. Warum mussten diese Zwerge auch ausgerechnet jetzt kommen ? Und dann auch noch so viele davon!

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    • "Haliah" blinzelte fragend. Dann wandte sie sich zum Zwergen, der ihr eine undefinierbare, ungesund erscheinende Masse hinhielt, zusammen mit Wörtern, die sie nicht verstand.

      "Könntet ihr bitte eure Frage wiederholen? Ich verstand euch nicht.", gab sie lächelnd zurück. "Nein danke, ich verzichte, es ist mir gerade nicht erlaubt zu essen."

      Dann wandte sie sich kurz zur Seite und bediente einige Zwerge, die auf sie zukamen und nach Getränken verlangten. "Falls ihr den Weg zu den Dienstgebäuden sucht oder eine andere Örtlichkeit, fragt, andernfalls muss ich mich wieder den Gästen widmen."

      Kurz zuckte ein Grinsen über ihre Lippen, als sie den Hasst von eben durch eine Schar von Zwergen "waten" sah.
    • Schade, doch kein Haustier.
      Komeak zuckte mit den Schultern und verleibte sich die dargebotene Brotkante selbst ein, ehe er wieder den Mund zum sprechen auf machte.
      "Wer bist du?" Wiederholte er seine Frage verständlich, wenn auch mit weiterhin unterirdischer Stimme.
      Die Zwergendichte um sie her nahm schnell ab und auch der Hasst musste sich nicht um all zu viele von ihnen kümmern. Der Fürst nebst Gemahlin ignorierte ihn schlicht, wie er alle Bediensteten ignorierte. Die meisten Zwerge folgten seinem Beispiel, nur einer der jüngeren Männer blieb stehen und gestikulierte wortlos aber nicht minder hochmütig dem Hasst zu ihm herunter zu kommen, damit er sich ein Glas von dessen Tablett nehmen konnte.
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    • "Haliah werde ich gerufen, an diesem Feste anwesend um die geladenen Gäste zu bewirten und zu bedienen.", gab sie schnell zurück, und doch mit leichter Melodik in der Stimme. "Und ihr werdet genannt..?"

      Sie sah auf ihr Tablett, das inzwischen leer war, und winkte dem Hasst zu..
    • Der Haufen zog um ihn herum vorbei. Kein Gemecker, nur eine einzelne Person wollte etwas. Erstaunlich...
      Auf seiner gebrochenen Ausgabe der menschlichen Sprache antwortete er mit versucht freundlicher Stimme "Man kann mit mir auch reden." - das höfliche Lächeln ließ er aber weg.
      Thaam beugte sich nicht hinunter, er ging in die Hocke. Selbst in dieser Haltung befand er sich noch etwa auf Augenhöhe und reichte dem jungen Mann das Tablett mit den Getränken. Dann hievte er seinen riesigen Oberkörper wieder in die Höhe und es dauerte nur kurz, ehe er eine seiner, wie man in dieser Situation ja wohl sagen musste, Kolleginnen erblickte, die offenbar dringend Nachschub benötigte. Da er bis jetzt gerade einmal ein Glas losgeworden war, hatte er noch genügend, und bahnte sich seinen Weg auf Haliah und Komeak zu.

      "Hier."

      Und er streckte dem Zwerg von steil oben kommend seine Hand entgegen. "Ich grüße euch im Namen der Hausherrin."
    • Der junge Zwerg, um ein Glas reicher, schenkte dem Hasst nur einen despektierlichen Blick und folgte dann den seinen. Er war wohl der Meinung, dass es für einen Bediensteten und noch dazu einen Hasst der Ehre genug sei, ihn überhaupt wahr zu nehmen, da musste man doch nicht auch noch mit diesem sprechen!

      Komeak tickte in dieser und so manch anderer Hinsicht jedoch gänzlich anders, als das restliche Gefolge des Zwergenfürsten. Er schniefte ordentlich (ein kaum zu überhörendes Geräusch bei seiner ausladenden Nase) und rotzte ungeniert einen ordentlichen Schleimklumpen neben sich auf den Boden ohne sich um irgendwelche Blicke zu scheren.
      "Komeak Dunststein werd ich genannt, Haliah." Beantwortete er die Frage der Halbelfe mit seiner vollen, tiefen Stimme und betrachtete aufmerksam den Hasst, der sich ihnen nun näherte, nachdem Haliah ihn zu sich gewunken hatte.
      "Ach..." meinte er und musterte die Hand, die ihm der Gigant entgegen reckte. "Formalitäten..." Dann schlug er mit seinen eigentlich recht großen Händen in die Pranke des Hasst und schüttelte sie kurz, aber mit kräftigem Druck, während er das Zwergenbrot mit der anderen Hand wieder in einen zerlumpten Beutel an seinem abgegriffenen Gürtel verschwinden ließ.
      "Aber wenn ihr beiden schon hier seid, könnt ihr mir auch gleich den Saal zeigen, bevor diese übertriebenen Feierlichkeiten wirklich beginnen." Brummte er und machte eine unbestimmte Geste voraus, denn so wie er Belal kannte würde er ihn spätestens nach dem Essen dazu auffordern ein Lied vorzutragen und da wollte er sich wenigstens ein Bild von der Akustik machen, während so mancher Besucher dieses Schlosses sich wohl vergebens ein Bild zu machen suchte, warum dieser dreckige, armselig gekleidete Zwerg nicht schon längst wieder hinaus geworfen worden war.
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    • Als Thaam ankam, und dann der Zwerg seinen Wunsch äußerte, meine "Haliah" ruhig: "Wenn du dies übernehmen könntest? Ich werde derweil weiteren Trank für die geladenen Gäste besorgen." Außerdem hatte sie etwas entdeckt, was ihre Aufmerksamkeit erforderte, die Gelegenheit wollte sie direkt beim Schopfe ergreifen, da schien ihr dieser Augenblick perfekt.
    • Der Hasst im Dienerkleid dachte sich nichts dabei, als diese Elfin oder Halbelfin oder was sie auch immer sein mochte auf einmal fortging. Der Grund klang schließlich sehr plausibel. Was ihn hingegen wirklich überraschte, war die Reaktion dieses Zwergs. War das etwa Freundlichkeit ? Seine Hände hatte man bis jetzt eigentlich immer gefesselt, mit einem Holzstock geschlagen oder mit der nackten Haut in ekligem Dreck herumwühlen lassen - aber nicht herzhaft geschüttelt. So war er bereit, Komeak in die Räumlichkeiten zu führen, und tat dies mit einem seltsam schlürfenden Gang, mit dem er den Schnee - oder vielmehr den dreckigen Matsch, zu dem er mittlerweile hier draußen zerlaufen worden war - regelrecht vor sich her schob. Anscheinend wollte Thaam seine Füße nicht gerade anheben, und das setzte sich auch fort, als sie sich bereits auf dem edlen Parkett bewegten, auf dem die werte Gesellschaft sich aufhielt.



      Derweil näherte sich Rubikants Tisch ein bereits sichtlich, aber in Würde gealterter Mann mit edlem Monokel. Zielstrebig ging er auf den kleinen Kerl zu und hielt sich durch seinen den Mund verdeckenden, weißen Bart hindurch scheinbar garnicht erst mit langen Begrüßungsfloskeln auf, sondern begann einfach drauflos zu sprechen: "Ahhh... hier seid ihr also. Ich habe mit Euch gerechnet. Rubikant, wenn Ihr erlaubt... ich würde etwas mit euch besprechen wollen."
    • Rubikant merkte auf, als der distinguierte Ältere Herr ihn ansprach. Gerade noch hatte er über einen ungemein schlechten Witz der Adligen hier gelacht, aber seine Gedanken waren ohnehin anderswo. "Oh, natürlich, würdiger Herr..." Er kannte den Namen des Mannes nicht, aber das roch nach Geschäft. Er hatte es bislang leider noch immer nicht geschafft, einen Dienstboten herbeizuwinken, das der ihm eine Speise bringen solle, aber es hieß wohl, das Hunger den Verstand schärfe. "Geht nur voran, ich nehme an, es geht um geschäftliche Dinge?" Dinge die man nicht vor den Ohren aller ausbreiten sollte.
    • Als Gíldôrin im Jagschloss ankam, waren die meisten Würdenträger bereits anwesend. Langsam trottete sein müdes Ross auf einen Stallburschen zu, der ihm jenes abnahm und zur Pferdetränke führte.
      Lieber spät als nie dachte sich der alte Elf. Auf Diener und Wachen hatte er verzichtet. Als ob er sich nicht selber den Hintern abwischen konnte! Sein Blick fiel auf den bunten Haufen vor ihm.
      Zwerge, Menschen - ja sogar ein Hasst. Mit einem Schmunzeln im Gesicht beobachtete Gíldôrin die Reaktionen auf den Hünen. Offenbar schätzte es nicht jeder der Gäste, einem Hasst auf dem Fest zu begegnen. Ihm hingegen machte es nichts aus, es gab für ihn weit schlimmere Gestalten. Zum Beispiel diese grotesken Mischungen von Menschen und Elfen die sich Halbelfen nennen. Widernatürliche Gestalten!
      Auch wenn für ihn jedes Leben kostbar ist, diese Abneigung konnte er in all den Jahren nicht ablegen. Daran wird sich vermutlich auch nie etwas ändern.
      Mit Neugierde beobachtete er wie ein Zwerg, angeführt von dem Hasst, in den großen Saal marschierte. Unauffällig folgte er dem ungleichen Duo.

    • Thaam bemerkte nicht, wie hinter ihm und Komeak ein nicht ganz unauffälliger Elf auftauchte. Als sie im Saal standen, wandte er sich wieder an den Zwerg: "So. Wünscht Ihr etwas zu essen oder zu trinken ? Vielleicht können wir ja sogar etwas reden zwischendurch." Wie es schon gesagt wurde: Formalitäten...



      "Marhat, meines Zeichens Besitzer und Betreiber einer ertragreichen Eisenmine im Südosten Meridins. Ich denke, ihr werdet Interesse an mir haben, wenn ich euch nur ein hinreichend att..." Er zuckte kurz zusammen, wie als hätte einer seiner Rückenmuskeln für einen Moment verrückt gespielt, wie es wohl den Meisten schon einmal passiert war. Sich nicht weiter darum kümmernd kam er sogleich wieder zu seinem Anliegen zurück. "...ein hinreichend attraktives Angebot unterbreite."

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