Kreis der Ewigkeit - Circle of Eternity

    • Fantasy

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    • Hab mich entschieden euch beide Teile auf einmal zu posten ^^ viel Spaß beim lesen!! :)

      MfG Epic...



      Jahr 2601, 3. Zeitalter

      Dimensionsfenster (Teil 1)

      Das ewige Eis hinter sich, blickten die vereinten Armeen aller Völker, auf einen blutroten Horizont im Nordwesten. Auf ihrem Weg, in Richtung der schwarzen Energie, wurden immer mehr Kreaturen gesichtet, die einst Geschöpfte Mal's hätten sein können. Doch war oft nicht mehr zu erkennen ob es sich einmal um einen Bär oder ein Wildschwein gehandelt hatte. Die Lebewesen hier waren flink wie Schatten und weckten steigendes Unbehagen in den Gemütern der Soldaten. Der Erde war dunkel und kalt. Das Gras blass-grau und der Himmel war auch am Tag, von einem dunklen rötlichen Schleier bedeckt. Als die Götter und ihr Gefolge nach ein paar Tagen eine Schlucht erreichten, entdeckten sie einen Weg der in die Erdspalte zu führen schien. Links und rechts waren mächtige, dichte Wälder, deren Durchquerung zu viel Zeit in Anspruch nehmen würde. Das furchtlose Volk der Thorden begab sich als erstes auf den Pfad in die 100m breite Felsspalte. Dicht gefolgt von den Elvasen, stapften die gut gerüsteten Vorfahren der Zwerge in die Dunkelheit. Ihre Fackeln boten nach einiger Zeit nur noch wenig Licht. Doch als die Feuerläufer der Jalider hinterher kamen, konnte man wieder die Felswände auf den Seiten erkennen. Die Feuerläufer waren 12m hoch und ihr Oberkörper bestand fast nur aus Flammen. Es waren mächtige Jalider, die Teilweise eine Verbindung mit der Essenz des Feuers eingegangen sind. Sie unterstanden dem Befehl von einem der Halbgötter Jalida's.

      Nach wenigen Stunden Fußmarsch blieb Thordin auf einmal stehen. Hinter ihm kamen die Armeen auch zum Stillstand als Elva zu ihm trat und fragte was los sei. Er starrte mit angestrengtem Blick nach vorne und zeigte auf etwas. Ein paar hundert Meter weiter waren dunkelrote Lichter zu erkennen. Sofort machte sich Thordin kampfbereit und einen Augenblick später stand Elva mit gezogener, weiß-leuchtender Klinge neben ihm. Ein schwall von warmer, feuchter Luft wehte durch die Reihen der Soldaten als rhythmisches trommeln zu vernehmen war. Halengal, der die gesamte Reise hinweg kein Wort gesagt hatte, stieß einen lauten Wutschrei aus. Die Trommeln verstummten. Stattdessen war leises Trampeln zu hören welches von dem Geklimper durch Waffen und Rüstungen begleitet wurde. Der erzürnte Gott machte einen mächtigen Satz nach vorne zu seinen beiden Geschwistern und zog dabei zwei mächtige Schwerter. Schnaufend und mit nacktem Oberkörper, griff er die Schäfte der Klingen fest mit seinen Händen und rief den blutroten Schatten zu: "Ihr tragt Schuld daran, dass mich mein Volk verachtet! Wer bist du, zu behaupten ich hätte dich verraten?! Und wer bist du, dass du es wagst die Götter hauszufordern?!" Das Trampeln der dunklen Kreaturen verstummte und eine schwarze Gestalt mit leuchtend roten Rissen in der Haut, erschien vor den drei Gottheiten. "Ich bin dein Volk. Mein Name ist Kyno'is und ich starb vor 2601 Jahren." Kyno'is schwarz glänzender Körper pulsierte und seine leuchtend orange-roten Augen funkelten mit bösem Blick. "Ich gehörte einst zu deinem Volk. Ich verließ meine Heimat um neues Land für dich zu erschießen und rechnete mit deiner Dankbarkeit. Als ich gerade dabei war eine Erdspalte zu untersuchen, verdunkelte sich der Himmel. Ich fiel vor Schreck in die Spalte als der Angriff von Licht und Dunkelheit startete. Die Steinwände boten mir gerade genug Schutz, dass ich nicht schon im feien Fall starb. Durch die Erschütterungen war am Boden der Spalte ein magischer Fluss in Elara freigelegt worden. In diesen bin ich gestürzt. Die reine Energie von unten, die dunkle Energie die von oben drückte und der Hass der meinem Herzen entsprang, vermischten sich miteinander und formten das Geschöpf welches ihr nun vor euch seht. Du hast mich nicht beschützt Halengal. Du hast mich einfach vergessen und mich meinem Schicksal überlassen. Dafür werdet ihr büßen!" Kyno'is verschwand in einer blutroten Wolke. Halengal starrte entrüstet in die Nebelschwaden als Thordin an ihm vorbeistapfte. Seine Streitaxt in Bereitschaft nahm er Ziel auf den Nebel. Jalida verschaffte sich etwas Überblick und schwebte ein Stück der linken Felswand hinauf. Sie konnte hinter der dunklen Nebelwand keine Kreaturen mehr erblicken. Sie riss ihre smaragdgrünen Augen auf und flog so schnell sie konnte zu Thordin. Sie stieß den kleineren, kräftigen Gott zurück und konzentrierte ihre Energie in einem Schutzschild direkt vor sich. Genau hinter ihrem Schild tauchte eine magenta-leuchtende Kugel aus den Nebenschwaden auf. Ein Ball aus unzähligen verschlungenen, reinen Energien, die sich jeden Moment schlagartig ausbreiten würden. Einer derartigen Explosion hatte die Göttin auf so kurze Distanz nichts entgegenzusetzen. Sie drehte sich um, kanalisierte den magischen Schild um ihre Geschwister und die Armeen und legte eine Hand auf die pulsierende Kugel. Durch Mal's Lehren konnte sie eine Verbindung zu der Kugel eingehen und einen Teil der freigesetzten Energie in den Schutzschild leiten. Die meiste Energie nährte jedoch die gewaltige Explosion, die in wenigen Augenblicken die Schlucht und die Wälder oberhalb völlig auslöschte. Die verängstigten Soldaten und überraschten Götter fanden sich in einer kargen Steinwüste wieder, während ein Sandsturm wütete.


      Jahr 2601, 3. Zeitalter

      Dimensionsfenster (Teil 2)

      Trümmer und Staub wirbelte um die magische Barriere herum, die den Göttern, aber vor Allem ihren Soldaten, Schutz bot. Der Wind flaute ab und die Sicht wurde besser. Als sich der Sturm ganz legte und die Götter das Ausmaß der Zerstörung einschätzen wollten, sahen sie gerade noch so den Rand des Kraters, auf dessen Boden sie sich befanden. Er hatte einen Durchmesser von über zwanzig Kilometern und zweihundert Meter über dem Mittelpunkt schwebte ein dunkler Kreis. Sein Rand funkelte und blitzte, während sich in seinem Innern ein türkiser Hintergrund mit dunklen Flecken abzeichnete, der sich langsam zu bewegen schien.
      Thordin konnte sich als Erster der Faszination dieses Objektes entziehen und blickte über den sandigen Boden nach Nordwesten. Er kniff die Augen kurz zusammen und erkannte dunkle Kreaturen, die sich dem Kreis von der anderen Seite näherten. Die Götter spürten die eigenartige Energie, die vom Mittelpunkt des Kraters ausging, es schien aber keine unmittelbare Gefahr davon auszugehen. Sie sagten ihren Dienern, dass sich die Truppen angriffsbereit machen sollen. Halengal machte sich bereits auf den Weg. Er ging schnellen Schrittes los, welches bald in Laufen und schließlich in Rennen überging. Seine zwei kriegerischen Geschwister folgten ihm hinterher. Der Feind schickte ebenfalls drei mächtige Entitäten in den Kampf, welche aus den Kreaturen hervor preschten. Die Marroths waren riesige, nebelhafte, graue Schemen, die eine Art schwarz glänzendes Skelett und blutrote Augen hatten. Unter dem türkisen Kreis trafen die Gegner aufeinander. Jeder Schlag eines Gottes oder eines Marroths setzte gewaltige Energiefunken frei, die sich alle in Richtung des Kreises über ihnen bewegten und von ihm verschlungen wurden. Davon ließen sich die Gottheiten aber nicht ablenken, denn sie waren den Marroths weit überlegen. Schließlich waren diese nur ein Produkt ihres Schöpfers Kyno'is. Die Äxte und Schwerter der Götter ließen die schwarzen, harten Knochen der Marroth bersten und hunderttausende kleiner Splitter verteilten sich über das Schlachtfeld. Die Diener von Kyno'is waren rasch besiegt worden.
      Da erschien ihr Schöpfer. Er schwebte über den Köpfen der Armeen von grausigen Geschöpfen, die ihm gehorsam waren. Der Körper Kyno'is begann beim Anblick der zersplitterten Knochen der Marroth zu pulsieren. Seine orange-roten Augen glühten auf und er griff an. Halengal riss beide Arme nach hinten, seine Schwerter fest im Griff und sprang Kyno'is entgegen. Dieser rechnete mit Schwerthieben, doch Halengal steckte seine Kraft in einen Angriff mit dem Knauf seiner Schwerter und beide Wesen wurden durch die Wucht der freigesetzten Energie zurückgeschleudert. Kyno'is fing sich schnell wieder und attackierte nun Thordin, doch gegen die schnellen Angriffe der agilen schwarzen Gestalt konnte der Gott der Thorden nichts ausrichten. Er war weder mit seine Axt, noch mit seinem Kriegshammer schnell genug einen Treffer zu landen. Nach einem weiteren Treffer seitens Kyno'is, sammelte sich Thordin kurz, ließ seinen Kriegshammer fallen, ließ seine steinharte Faust vorschnellen und traf Kyon'is mitten ins Gesicht. Als dieser kurz taumelte, blickte Thordin zu Elva. Sie hatte einen analytischen Blick und reagierte nicht auf Thordin. Stattdessen begann sie die beiden zu umkreisen und vernichtete auf ihrem Weg ein Vielzahl von Kyno'is Kreaturen. Dies verschaffte den dortigen Soldaten einen Vorteil und sie konnten nun einen Teil der feindlichen Streitmacht flankieren. Kyno'is setzte dem robusten Gott weiter zu, da schrie Elva zu Thordin, er solle springen. Thordin sprang über hundert Meter hoch. Kyno'is konnte sich gerade noch an Thordins Stiefel festhalten und schoss mit in die Höhe. Darauf hatte Elva gewartet. Halengal, der gerade wieder den Kampfbereich betreten hatte, sah wie Elva eine Attacke vorbereitete, hatte aber keine Zeit mehr einzugreifen. Elva entfesselte eine gigantische magische Entladung in Richtung von Thordin und Kyno'is, die genau zwischen ihr und dem türkisen Kreis waren. Thordin riss sich von Kyno'is los und entkam um Haaresbreite dem Energiestrahl. Kyno'is wurde von der Energie erfasst und mit ihr vom funkelnden Portal verschlungen. Seine Schergen unterlagen nun nicht mehr seiner Kontrolle. In losen Verbänden ergriffen sie die Fluch und verteilten sich in alle Richtungen.
    • Heute gibts wieder ein kleines Kapitel. Nächstes mal gibts aber wieder mehr zum lesen. Versprochen ^^

      MfG Epic...



      Jahr 3260, 3. Zeitalter

      Bildung neuer Rassen

      Von Jalida fehlte weiterhin jede Spur und ihr Volk vermisste sie. Als letztes und ungewolltes Geschenk hinterließ die Göttin ihren Kindern die Sterblichkeit. Die Halbgötter der Jalider waren äußerst geschickt mit dem Umgang ihrer eigenen Magie und jener, die in Elara selbst schlummerte. So entwickelten sich mit der Zeit teilweise sonderbare Unterrassen der Jalider.

      Durch die Abwesenheit von Jalida fühlte sich Halengal zu einem gewissen Grad verpflichtet, sich um das traurige Volk zu kümmern und so ließ er einige Handelsrouten zwischen Barolath und den versteckten Inseln einrichten. Die Handelsbeziehungen, die über mehrere Generationen hielten, verband bald Freundschaft. Auch wenn die Jalider lieber unter sich waren und sich dem Studium der Essenzen widmeten, erlaubten sie es, dass ein paar Halen auf ihren Inseln blieben, um ebenfalls zu studieren. Im Laufe der Jahrhunderte lernten einige Halen, ebenso wie die Jalider, Verbindungen mit den Essenzen einzugehen. Durch Liebschaften innerhalb der Studiengruppen kam es irgendwann zur Entstehung verschiedener Mischrassen. Die hochgewachsenen, muskulösen Halen prägten beispielsweise das Aussehen der verschiedenen Arten von Riesen, während die wilde Natur der Elemente ihnen ihren starken Überlebenssinn vermachte. Ihre Verbindung zu den Jalider war der Grund, warum sich die Stämme der Riesen auf entlegene Gebiete verteilten. So entstanden die Völker der Berg-, Schnee- und Meeresriesen. Letztere lebten unter Wasser, wodurch ihre Verbreitung nicht mehr genau verfolgt werden konnte.

      Auf den versteckten Inseln selbst war die Rassenvielfalt am größten. Harpyien, Meerjungfrauen, Dryaden, Satyrn und Nymphen begannen sich aus Jalidern, Halen und den Elementen zu entwickeln und eigene Kulturen zu kreieren. Abgesehen von den Riesen machten sich nur sehr wenige Individuen dieser Völker auf, um Elara und anderen Kulturen zu erkunden. In den größeren Städten ließen sich aber immer ein paar Satyrn finden, die durch ihren Charme und ihr Verhandlungsgeschick den Marktplätzen und den Häfen nie besonders fernblieben. Auch für Handelsbeziehungen reisten Delegierte immer wieder in die Hauptstadt der Halen.
    • Wie versprochen, 2 Teile des Abschnitts "Distanz". Viel Spaß beim lesen!! Und bitte haltet euch ein bisschen mit den Kommentaren zurück. Ich komm ja gar nicht mehr nach mit dem lesen xD

      MfG Epic...


      Jahr 4420, 3. Zeitalter

      Distanz (Teil 1)

      Kurz nachdem Kyno’is von Elva’s Energiestrahl durchs Dimensionsportal geschleudert worden war, fiel es in sich zusammen und Thordin hegte tiefen Groll gegen Elva. Diese versucht zwar sich damit zu rechtfertigen, dass Kyno’is eine zu große Bedrohung war um den Angriff nicht auszuführen und sie ohnehin wusste das der bärtige Gott ausweichen würde, doch die leichte Überheblichkeit, die in ihrer Stimme mitschwung, ließ den Zorn in Thordin’s Brust nur noch mehr anschwellen.

      Seit diesem Ereignis haben sich die Thorden in ihre Heimat zurückgezogen und meiden jeglichen Kontakt mit den übrigen Völkern. Sie wollten selbst große Taten vollbringen und fingen wieder an, ihre ohnehin schon ausgeprägte Bau- und Ingenieurskunst zu verfeinern und zu erweitern. Im Laufe der Generationen wurde Organisation immer wichtiger, denn Imposante Städte zu errichten benötigte großen logistischen Aufwand. So gab es Thorden, die sich ganz auf den Bergbau spezialisierten und alle möglichen Bodenschätze zu Tage förderten und es gab die Fraktion der Handwerker und Baumeister, die jene gewonnenen Bodenschätze verarbeiteten. In den Handwerksvierteln vieler großer Städte konnte man Haus große Essen mit geschmolzenen Erzen und Edelmetallen finden. Sie waren großartige Steinmetze und Tischler, aber auch Fischer und Jäger verstanden etwas von ihrem Handwerk. Im Laufe der Jahrhunderte, entwickelten sich die beiden Fraktionen aufgrund ihrer unterschiedlichen Lebensbedingungen weiter. Die Erz-Zwerge waren etwas kleiner, jedoch robuster als ihre Verwandten die Stein-Zwerge. Diese wiederum wiesen ein höheres Geschick mit speziellen Waffen und Magie auf. Sie alle verfügten aber über große Muskelkraft und scheuten keine Arbeit und keinen Kampf.


      Jahr 4420, 3. Zeitalter

      Distanz (Teil 2)

      Die Elvasen genossen die Abgeschiedenheit besonders. Sie blieben gern unter sich und begegneten anderen Völkern gegenüber immer mit einem gewissen Argwohn. Ihre lange Lebenserwartung trug zu ihren überheblichen Verhalten bei. Denn jeder Elvase konnte sich in seinem Leben, welches bis zu 4000 Jahre dauern konnte, unheimlich viel Wissen und Geschick aneignen. Sie sahen Generationen anderer Völker kommen und gehen. Könige machten Platz für ihre Söhne und die Politik änderte sich ständig. Die bis zu 2,20m hochgewachsenen Elvasen lebten in ihren riesigen Baumstädten. Die gigantischen Stämme der Bäume boten Platz für mehrere Familien. Doch nicht alle Bewohner wollten ihr Leben im Wald weiterführen. Von längst vergangenen Handelsreisen berichteten einige Seefahrer von den imposanten Städten der Zwerge und so horchten einige der spitzohrigen Baumeister auf. Alabaster für den Innenraum und weißen Marmor für die schlanken hohen Häuser an sich waren die bevorzugten Baumaterialien. Die sich selbst als Hochelfen bezeichnenden Elvasen legten damit den Grundstein für zwei unterschiedliche Kulturen. Die in den Bäumen lebenden Kinder von Elva nannten sich nun passender Waldelfen und studierten, ähnlich wie die Jalider, die verschiedenen Elemente, die alle von Mal’s Energie durchsetzt waren. Sie lebten zurückgezogen von den Früchten der Wälder und formten die Natur geringfügig zu ihrem Zweck, nutzten sie aber nie aus. Die Städte bauende Volksgruppe wurde unter dem Namen Lichtelfen bekannt. Sie konzentrierten sich, ihrer Meinung nach, auf die einzig wahre Essenz des Lichts. Ihr Anliegen war es, mit den Alivar selbst, wieder in Kontakt zu treten und sie studierten in großen, glanzvollen Universitäten. Im Laufe vieler Jahrzehnte richteten die Lichtelfen mit einigen Erz-Zwergen-Klans unerlaubte Handelsrouten ein, um den wachsenden Nachschub an Marmor und Alabaster zu sichern. Nicht einmal die Halbgötter wussten etwas davon. Die Völker begannen allmählich ihr Leben selbst in die Hand zu nehmen und Entscheidungen ohne ihre Götter und deren Diener zu treffen.
    • Und hier ist der 3. Teil :) Viel Spaß beim lesen!



      Jahr 4420, 3. Zeitalter

      Distanz (Teil 3)

      Genau 1819 Jahre waren vergangen seitdem Kyon'is in eine andere Dimension geschleudert worden war. Halengal hatte seinen Beitrag, zum Schutz der Völker auf Elara, geleistet und genoss wieder hohes Ansehen bei seinem Volk, den Menschen. Mittlerweile war fast jede Nische Barolath's besiedelt worden. Die großen Königreiche im Landesinneren, die Siedlungen der Halblinge an der Ostküste, bis hin zu den Eis-Fischerdörfern an der Südküste, wurden von der Hauptstadt "Halengard" verwaltet, welche sich auf einer großen Insel, kurz vor der Westküste, befand. Schwere Befestigungsanlagen schützen die zahlreichen Häuser, Villen und die Akademie. Die Akademie war der Ort, an dem man sich begab, um seine magischen Fähigkeiten zu verbessern. Aber auch eine Vielzahl an Handwerkern hatte in der Stadt Fuß gefasst. Die Menschen waren für ihren Einfallsreichtum bekannt und jede Generation brachte neue begabte Ingenieure und Forscher hervor. Sie entwickelten die ausgefeiltesten Aquädukte und mechanische Konstrukte für Tore und Barrikaden. Außerdem entwickelten sie verbesserte Methoden um ihre Länder zu bestellen und bauten in ihren Werften Boote für mehrere Dutzend Fischerflotten. Die stetige Weiterentwicklung und der Ausbau ihrer Wirtschaft war einer der Gründe warum das Volk der Menschen offen gegenüber allen anderen Rassen ist. An einer großen Steintafel neben dem Stadttor stand geschrieben: "Wer seinen Beitrag leistet, durch Arbeit draußt am Felde, durch Frohlockung für Körper oder Geist, seine Hand demjenigen streckt der Hilfe braucht, für dies Geschöpf, gleich welcher Rasse, steht offen Tor und Studium." Deshalb findet man auf den Märkten viele exotische Händler und begegnet in der Akademie Zeit weilen sonderbaren Wesen. Eine der Säulen, im Eingangsbereich der Akademie, wies größere Risse auf. Einer Legende zufolge, sollen diese von einem Riesen stammen der kurz nach der Gründung der Akademie hier studiert haben soll.
      Die Offenheit der Menschen rührte aber auch daher, dass die alte Geschichte um Kyno'is nicht in Vergessenheit geriet. Niemand sollte vergessen werden. Jeder sollte Hilfe bekommen wenn er sie brauchte und verdiente. So bot Halengard auch Zuflucht für Vertriebene oder Reisende aus den Völkern der Zwerge und Elfen. Jedoch war deren Anzahl verschwindend gering. Einige Menschen lebten ihr ganzen Leben in der Hauptstadt und erblickten mit Glück ein einziges mal die blasse Haut eines Elfen oder den buschigen Bart eines Zwerges. Einen Halbling suchte man in der Hauptstadt vergeblich. Sie verabscheuten den Trubel der Stadt und lebten friedlich und zurückgezogen zwischen ihren grünen Hügeln.
      So nahm das Leben seinen Lauf und Halengal konnte sein Volk ruhigen Gewissens sich selbst überlassen, während er sich in die Wüste zurückzog um durch Meditation nach Jalida zu suchen. Genauso, wie die beiden damals nach Mal gesucht haben, grub Halengal seine Hände in den Sand und konzentrierte sich.
    • Teil 4 wurde von euch doch sicher schon sehnsüchtigst erwartet oder? :P Was ist denn so euer Eindruck? Gefällt euch wie sich die Geschichte entwickelt? Möchtet ihr gerne mehr über einen bestimmten Charakter oder ein Volk wissen?




      Jahr 5000, 3. Zeitalter

      Distanz (Teil 4)

      Elara's Bewohner festigten ihre Selbstbestimmung immer mehr und die Götter schickten die meisten der Halbgötter in die Welt, um zu forschen, zu lernen und die Magie zu studieren. Halengal richtete seine Gedanken von der Wüste aus an seine Diener. Thordin saß auf seinem gewaltigen Thron im Innern des größten Bergs von Katrosh, dem Kontinent der Zwerge. Manchmal bewegte er sich mehrere Jahrzehnte lang nicht und sprach nur mit Hilfe seines Geists zu den Halbgöttern. Elva hingegen verwandelte ihre Form in eine Art nebligen Schleier und legte sich über die Baumwipfel der Waldstädte. Von hier aus flüsterte sie durch den Wind zu ihrem Volk.

      Seit mehreren Generationen von Menschen war Halengal nun schon auf der Suche nach Jalida. Seine Fähigkeit, seinen magischen Fluss durch den Planeten zu lenken, war aber begrenzt, sein Wissen über diese Technik nicht ausreichend genug um effizient zu suchen. Doch ein unheimliches Phänomen, welches sich im Kern von Elara abzeichnete, lies ihn plötzlich eine schreckhafte Erinnerung hervorrufen. Die magischen Ströme unter der Erde und im Valum änderten ihre Richtung. In der großen Akademie äußerte sich dieser Vorgang so, dass die Magie träge zu werden schien. Zauber ließen sich schwerer praktizieren oder verpufften gänzlich ohne Resultat.

      Dies erinnerte Halengal daran, dass von nun an weitere 5000 Jahre vergehen würden, bis sich die Tore zum Licht- und Schattenreich abermals auftun würden, um unsägliches Leid über Elara zu bringen. Da sammelte sich der Gott der Menschen und erwachte wieder aus seiner Meditation. Er musste die Suche nach Jalida abbrechen, um seinen Geschwistern die drohende Gefahr wieder ins Gedächtnis zu rufen. Auf dem Weg zu ihnen nahm er bereits Kontakt mit den beiden Gottheiten auf. Sogleich eilten diese ihrem Bruder entgegen. Auch wenn sie nicht besonders erpicht darauf waren, sich gegenseitig zu sehen, war ihnen der Ernst der Lage bewusst. Schon einmal hatte die Gewalt der Urgötter das Leben auf Elara fast völlig ausgelöscht und es machte nicht den Anschein, als ob Mal in der Lage wäre, einen weiteren Akt der Schöpfung zu vollbringen.

      Am Fuße des Vulkans, an dem sich Jalida gerne sonnen hatte lassen, trafen sich die Götter um sich zu beraten. Kampf war keine Option. Auch wenn Thordin das nicht schmeckte, sie hatten schlicht zu viel Energie in Elara und das Leben auf dem Planeten gesteckt, um sich an der Schlacht aktiv zu beteiligen. Der einzige Weg war es, den Planeten mit vereinter Kraft mit einem Schutzzauber zu umgeben. Dies könne aber nur gelingen, wenn sich die Götter zu einem der Monde begeben würden, um von dort ihre Schutz-Magie zu wirken.
    • So meine lieben Fans! Ich muss euch leider mitteilen, dass dies vorerst der letzte Teil der Story sein wird.
      Ich bin nämlich gerade auf dem Weg mich als Spieleentwickler (nein keine Computerspiele sondern Brettspiele) selbstständig zu machen und habe momentan einfach so viel zu tun, sodass ich kaum bis gar nicht zum schreiben komme. In 2 Monaten sieht es evt wieder besser aus :)

      Jetzt wird es schwierig mich auszudrücken ohne dass es wie Werbung klingt :D
      Falls euch die Story bis jetzt gefallen hat kann ich euch momentan leider nur anbieten mir eine PN zu schreiben. Dann kann ich euch mehr über mein Projekt erzählen. Ich hoffe ich bewege mich im legalen Bereich was die Forumregeln anbelangt. Immerhin schreibt ihr mir ja freiwillig wenn es euch gefallen hat. Ich danke euch allen auf jeden Fall sehr fürs lesen und für das Feedback (auch wenn letzteres eher dürftig ausgefallen ist haha :D )!

      Ich glaube ich habe es am Anfang irgendwann erwähnt, ich habe leider keinen Zugriff mehr auf meinen alten Acc hier. Ursprünglich bin ich eigentlich Neotronix und habe OGame schon vor über 10 Jahren gezockt. :) Der ein oder andere kennt also vl schon meine "Wahren OGame Storys": Teil1 und Teil2

      In diesem Sinne, wünsche ich euch eine schöne Zeit! Ich unterhalte mich gerne mit jedem der sich bei mir meldet.

      Und hier ist der vorerst letzte Text. Viel spaß beim lesen!




      Jahr 5010, 3. Zeitalter

      Abschied

      Die Völker Elaras wurden von ihren Göttern über die Situation unterrichtet. Leider haben sich einige Stämme verschiedener Rassen schon so weit in der Welt verbreitet, dass es schwierig für die Gottheiten war, diese zu erreichen und vor Allem, sie zu überzeugen ihren Beitrag zu leisten. Viele machten sich keine Gedanken über eine Zukunft, die erst in fast 5000 Jahren stattfinden würde. Einzig aus den Reihen der Elvasen fanden sich viele die sich den Arbeiten zur Vorbereitung anschlossen. Bei ihrer hohen Lebenserwartung waren es nämlich ihre Kinder die das Leid auf sich nehmen müssten.

      Das Gefühl der Verbitterung war in den Gesichtern von Thordin, Elva und Halengal zu erkennen gewesen. Doch sie sahen davon ab die Abtrünnigen ihrer Bevölkerung zur Hilfe zu zwingen. Wie einst in vergangenen Zeitaltern, hatten die Völker wieder den Auftrag Magie aus Elara zu sammeln. Doch diesmal sollte sie nicht für die Urgötter aufbewahrt werden, sondern zum Schutze gegen eben jene zerstörerischen Götter des Lichts und der Dunkelheit, zum Einsatz kommen.

      Die technische Fortschritt seit beginn der festen Siedlungen war enorm und damit auch die Effektivität der Magiegewinnung. In nur 10 Jahren hatten die drei Götter genug magische Reserven angesammelt um sich auf den Weg zum näheren Mond "Ysilla" zu machen. Um diese Reise von über 200.000 km antreten zu können, gaben sie ihre feste Gestalt auf und verwandelten sich in riesige, fließende Bögen aus Licht und Magie. In der Nacht der Abreise, waren die dicken, weißen Bändern, aus welchen magentafarbene Blitze hervorschossen, ein spektakulärer Anblick gewesen. Als die Intensität der Blitze zunahm, war dies das Zeichen für den Aufbruch. Mit gewaltiger Geschwindigkeit flogen die drei Geschwister in den Himmel empor. Drei Säulen aus Licht erhellten den Nachhimmel für einige Minuten so stark, dass es fast taghell wurde. Wer genau hinsah, bemerkte ein unruhiges Flackern der Schatten die sich durch den Lichtschein überall abzeichneten. Ein Zeichen der bösen Mächte, die immer noch auf Elara weilten. Auf diesen Moment hatten die Diener der Durun gewartet.