Tränen der Verdammten

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    • Als der Großteil der Anwesenden, inklusive der Betreiber dieses... Szenecocktails, bereits am oberen Ende der Treppe verschwunden war, machte sich auch Solomon daran die Stufen zu erklimmen um an diesem Meeting teilzunehmen, auch wenn er das bei diesem Haufen längst nicht mehr für eine so gute Idee hielt wie noch am Vortag.
      Oben angekommen sah er zu, dass er sich in eine Ecke stahl und keine Aufmerksamkeit erregte. Bei mindestens der Hälfte hier erschien es ihm nicht ratsam ihnen all zu oft ins Sichtfeld zu geraten.

      Jay indes wippte munter und fröhlich auf den Hinterbeinen ihres Stuhles und pfiff dabei eine spaßige Melodie. Will hätte ihr Verhalten richtig einordnen können, doch der war gerade damit beschäftigt ihr Motorrad auf einen offiziellen Parkplatz vor dem Gebäude zu schieben.
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      <Seaten>Kata ist wie Cass, nur fauler und männlich
    • Es dauerte eine Weile bis Cliff die Kinnlade wieder hochklappte. Mit offenem Mund hatte er wahrgenommen
      wie die Tussi ihn verleumdet hat. Nachdem er seine Sprachlosigkeit endlich wieder abgelegt hatte war schon
      alles vorbei. Die meisten waren schon oben und so blieb ihm nichts anderes übrig als die Treppe nach oben
      zu stapfen. Da sah er die Motorradbraut wieder lässig auf dem Stuhl schaukeln. Ihr Verhalten kam Cliff aber
      eher wie das berühmte 'Pfeifen im Walde' vor. Die Braut war nervös! Er nahm einen Platz ein von dem aus
      er sie gut im Auge behalten konnte.
    • Endlich hatten sich alle eingefunden. Marek erhob sich grunzend und sah ernst in die Runde. Was war das nur für eine Freakveranstaltung … nun vielleicht täuschte der erste Eindruck. Hoffentlich. „Nun gut. Beginnen wir. Kandidaten, Interessenten. Ich stelle mich erneut vor: Mein Name ist Marek Aleksandov, und ich bin der Initiator Orion's Sparks! Ihr seid heute hier anwesend, weil entweder euch Lynn kontaktiert hat oder ihr anderweitig auf unsere Werbemaßnahmen aufmerksam geworden seid. Bevor ich mit den wichtigen Punkten fortfahre, hättest du die Güte dich vorzustellen, Lynn?“
      Die junge Frau, welche sich an einem Fensterplatz niedergelassen hatte, sah kurz skeptisch Marek an, bevor sie von ihrem Stuhl aufstand und – etwas nervös – ihre helle Stimme erhob.
      „Moin. Lynn O'Mara der Name. Zuständig für Cyberangriffe und deren Abwehr auf unsere eigenen Systeme sowie das Akquirieren von Informationen, meist durch den Cyberspace oder, äh, Kontakte. Habe als Informationshändlerin mein Geld bisher verdient.“ Wer sich also gewundert hatte, wie Lynn auf teils schwer erhältliche Quellen aufmerksam geworden war, hatte hier seine Antwort. Sie war schlichtweg ein Profi. Wie gut sie in Wirklichkeit war, hielt sie jedoch lieber geheim. Sie ließ sich wieder auf ihrem Platz nieder und sah Marek auffordernd an. Der drückte lediglich auf einen im Tisch verankerten, ominösen roten Knopf. Der Raum verdunkelte sich als die Außenjalousie langsam hinunterfuhr. Währenddessen aktivierte sich der Holoprojektor in der Mitte des Tisches und projizierte die Gliederung von Mareks Rede als schwebendes Hologramm in sich langsam drehenden, türkisfarbenen Wortblöcken. Lynns Augenbrauen zuckten argwöhnisch, als im Hintergrund leise äußerst epische Musik eingespielt wurde, um der ganzen Veranstaltung das richtige Feeling zu verleihen. Marek übertrieb es mal wieder schamlos.
      „Kandidaten, Interessenten. Lasst mich kurz den weiteren Verlauf erläutern!“ Lynn schlug sich die Hand vor das Gesicht. Hatte seine donnernde Stimme allen ernstes jetzt auch noch einen leichten Hall, um sie noch eindrucksvoller klingen zu lassen?
      „Zunächst werde ich kurz die Thematik der außerordentlichen Bedingungen einer Söldneragentur anschneiden. Daraufhin folgen die Punkte 'Finanzierung', 'Klienten', 'Risiken und Chancen einer Söldneragentur' sowie 'Aufgabenverteilung innerhalb der Organisation' und 'Das Machtgefüge Lighthavens'. Ich werde nach jedem Punkt Fragen gestatten, und dann fortfahren.“ Spätestens jetzt sollte wohl dem Letzten in diesem Raum klar sein, dass Marek Großes geplant hatte. Nicht nur im Hinblick auf die Rede. Eine Reihe interessanter Graphen tauchten als Projektion auf.
      „Beginnen wir. Kandidaten, Interessenten: Wie ihr sicherlich wisst, ist die Nachfrage nach professioneller Dienstleistung im Bereiche des Privatsoldatenbereichs so hoch wie in keinem Jahrzehnt jemals zuvor.“ Er schritt langsam auf und ab, den Blick über die Personen schweifen lassend.
      „Und doch ist es so schwer wie nie zuvor, solch eine Organisation erfolgreich und langfristig aufzubauen. Gründe hierfür gibt es viele: Politische Unruhen, die Perseiden, tyrannische Unterdrückung durch einen Konzern oder Despoten. Die Aussicht ist alles andere als rosig für die Menschheit. Wir blicken einer dunklen Zukunft entgegen. Doch gerade jetzt, in der wir Menschen praktisch kurz davor sind, in den pechschwarzen Abgrund zu stürzen und für ewig zu verschwinden, müssen wir ein Zeichen setzen! Für uns soll dieses Zeichen Orion's Spark sein! Wir werden nicht fallen! Wir werden diese unmenschliche Welt nicht nur überleben, nein! Wir werden uns behaupten und sie zu einem besseren Ort machen!“ Er nahm einen Schluck Wasser aus dem Glas, welches vor ihm stand und fuhr fort:
      „Kandidaten, Interessenten: Finanzierung ist in der heutigen Zeit alles andere als ein eindimensionales Thema. Viele Faktoren müssen ...“ Marek hielt inne und sah Lynn verwirrt an, welche die Hand gehoben hatte.
      „Was ist, Lynn?“
      Lynn seufzte.
      „Marek, ich habe dir doch gesagt, dass du die Rede auf das Nötigste kürzen sollst, die Zeit könnte sonst knapp werden. Könntest du es nicht auf das Wichtigste begrenzen?“
      Marek war kurz verdutzt. Dann jedoch antwortete er gefasst:
      „Gerne kann ich mich auch sehr kurz halten, wenn dies gewünscht ist. Kandidaten, Interessenten: Wollt ihr euch die komplette Rede anhören oder sollen nur die wichtigsten Punkte kurz angesprochen werden? Stellt euch dabei bitte auch noch kurz vor, damit wir beides gleichzeitig abhaken können. Ich erwarte eure Antwort!“


      OOC: Sorry, ich brauch für SLs immer etwas länger, da ich kein schneller Schreiber bin und ich einige (entscheidungsrelevante) Dinge immer beim Verfassen beachten muss. >_>



      Just Monika.
    • Kyshcherimas Gesichtsausdruck wurde in dem Moment, in dem er sah, wie viel Text da auf dem Tisch projiziert wurde, um einiges düsterer.
      Als dann die Musik zu vernehmen war, war er in Gedanken schon bei psychoaktiven Zusätzen zur Raumluft und sein Augenspiel verriet, dass er nach entsprechend verdächtigen Gegenständen suchte.
      Als Marek dann tatsächlich seinen ausschweifenden Dialog zum Thema Gott, die Welt und seiner Vision der Menschheit anfing, hatte Kysh unter der schwarzen Kapuze und mit den violett glimmenden Augen einen schlicht bedrohlichen Gesichtsausdruck aufgesetzt - und begann Sekunden darauf, seine Aufmerksamkeit dem Inhalt seines Rucksacks zuzuwenden. Es klackerte und schabte metallisch, der Platz vor ihm auf dem Tisch war dann auch schon in Sekunden von dem wohl nur zweihändig zu führenden... Ding... eingenommen, dessen Funktion als Waffe sich wohl nur dadurch erahnen ließ, dass es länglich war und er Möchtegern-Söldner. Es war defintiv nichts, was es irgendwo zu kaufen gab, dafür sah es viel zu eigenhändig geschmiedet, gefräst, geschraubt und - an den Holzteilen - gehobelt aus. Das, was wohl der Lauf sein könnte, war wie durch Zufall ungefähr auf Mareks Genitalien gerichtet, und mit einem aufgesetzten Ich muss verhindern, dass der sich fortpflanzt!-Blick tippte Kyshcherima dann für ein, zwei Sekunden auf den Abzug, als nach Mareks Aufforderung Stille im Raum herrschte.

      Natürlich war das Ding noch nicht wirklich eingeschaltet, aber auch wenn es das gewesen wäre hätte man von außen keinen Unterschied bemerken können. So hoffte er, Lynn dahingehend zu triggern, dass sie das mit seiner Vorstellung übernahm - oder dass sie wenigstens einen Schreck bekam, den er als Wiedergutmachung für diese blöde Werbeaktion akzeptieren konnte. Marek dürfte von der Natur seines Lieblingswerkzeugs ja noch nichts wissen und ob Lynn ihm hier offen und in eigenem Glauben sagen würde, dass seine edelsten Teile gerade ein wenig angeheizt worden seien ? Falls doch, würde er sich vielleicht so aufregen, dass er die langatmige Variante der Präsentation auf keinen Fall würde fortsetzen können. So oder so: Er konnte eigentlich nur gewinnen. Nur auf eine akrobatische und damit schnelle Einlage aus dem Raum hinaus bereitete er sich schonmal vor.
    • Mit der Ansprache "Kandidaten und Interessenten" war dann wohl auch Gunhild gemeint.
      Diese genoss immer noch die Sonne in ihrem Sommerkleid und hatte den Schirm neben sich gestellt, als sie sich meldete.
      Eine Vorstellung wäre wohl angebracht.
      Ich bin Gunhild Westmoor und in der Unternehmung als Ärztin dabei. Zudem habe ich auch gewisse Qualitäten in der Informationsgewinnung.
      Sie stockte kurz.
      Die monetären Vorteile reizen mich nicht sonderlich, daher möchte ich fragen, ob es noch andere Anreize gibt.
    • Cliff sprang auf und preschte nach vorne. Noch im Gehen strich er sich mit der ihm typischen Handbewegung durch
      sein pomadiges Haar. Die gut 'geschmierte' Flosse hielt er dann Marek unter die Nase:
      „Hi ich bin Cliff und ein Fan fiktionaler Unternehmungen, einem gut abgehangenem Angus aber auch nicht abgeneigt
      (hierbei klopfte er jovial Marek auf die Schulter, mit der gelfreien Hand natürlich). Unseren Kameraden hier werden
      wir schon Benehmen beibringen (mit einem Seitenblick auf die betont lässig wirkende Jay).
      Ach übrigens: könnte ich einen download der geilen Performance erhalten? Und natürlich bitte ich um ausführliche
      Informationen – die komplette Version meine ich.“

      Endlich schloss sein Redeschwall, die Hand immer noch nach vorne gestreckt.
    • Jay die bislang recht friedlich auf ihrem Stuhl gekippelt und vor sich hin gesummt hatte, begann bei Cliffs überschwänglichen Auftritt zu kichern. Allerdings war es nicht dieses liebe Mädchenkichern, sondern das halb glucksende, halb gackernde Kichern des Psychopathen, der um halb zwei in der Früh mit Hockeymaske und Schlachterbeil in deinem Kleiderschrank steht, etwas das Solomon dazu verleitete schwer zu schlucken und sich ganz klein zu machen.
      "Mal vorweg, ich würd die Rede echt gern hören!" Warf Jay grinsend ein und stellte sich auch brav, wie es ihnen geheißen hatte, vor.
      "Ich bin Jordana Jinx, aber nennt mich Jay, geht leichter über die Lippen und belegt nich so viel Speicher. Ich bin Erfinderin." Nun, so konnte man die Stelle des leitenden Waffentechnikers bei K7 natürlich auch beschreiben, sehr kreativ zwar, aber nicht falsch.

      In dem kurzen Schweigen, welches unmittelbar darauf folgte fasste sich der Alkoholiker in der Runde ein Herz und warf fast schon schüchtern, aber auf jeden Fall sehr leise ein.
      "Hallo, ich bin Solomon Bleibruck, Exobiologe, und ich würde die Rede auch gerne hören um ehrlich zu sein." Was Jinx mit der Rede anfangen wollte wusste er nicht, aber er selbst hatte berufsbedingt gerne alles schön ausführlich damit auch die letzte Unklarheit beseitigt wurde.
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      <Seaten>Kata ist wie Cass, nur fauler und männlich
    • Was waren das nur für Gestalten? Erst dieser Typ, der demonstrativ seine Waffe auf dem Tisch platzierte, als würde ihm der Laden gehören, dann der hyperaktive Kerl, der gleich nach vorne preschte und die Frau mit der Psycholache.. Das Vernünftigste wäre wahrscheinlich gewesen sofort zu gehen, immerhin hatte sie Danielle versprochen vorsichtig zu sein. Trotzdem blieb Regan sitzen und sagte nun:
      "Hi, ich bin Regan. Ich arbeite mit Mechs" Sie nickte in Richtung 'Baby-Girl'.
      "Mir reicht die Kurzfassung", fügte sie dann hinzu. Schließlich war das nicht ihre erste Söldner-Organisation.
      How do you write like you're running out of time? Write day and night like you're running out of time.
      Everyday you fight like you're running out of time, like you're running out of time,
      Are you running out of time?!



      Chrissi: Boah Franzi, wenn man dich so reden hört ohne dich zu kennen, könnte man auch glauben du wärst so'n Soziopath!<3
    • Lynn bekam ein ungutes Gefühl, als der Assassine seinen Fusor auspackte und auf den Tisch beförderte, direkt auf Marek gerichtet. Sein Glück war es jedoch, dass Marek die Waffe allen Anscheins nicht als solche erkannte und unbeirrt seine Rede weiterführte. Doch dann stockte ihr der Atem, als er allen Ernstes den Abzug betätigte. War der bescheuert?! Jetzt ging wahrscheinlich gleich der Strahlenalarm noch los! Lynn wartete auf die unheilverkündende Sirene, doch sie blieb aus. Verwirrt zog der Rotschopf ein schlankes Eingabegerät aus der Tasche und überprüfte den Status des Sicherheitssystems. Alle Systeme grün. Was bedeutete … sein Strahlenadapter war nicht eingeschaltet oder kaputt?
      Sie bedachte den Assassinen mit einem ungewohnt grimmigen Blick und hörte sich dann die restlichen Vorstellungen an, dabei Notizen machend.

      Mareks Gesichtszüge verdunkelten sich, als Cliff seinen Redeschwall über ihm ausschüttete. Er ließ Cliff sogar gewähren, ihm auf die Schulter – präziser, an die Schulter – zu klopfen. Als Cliff endete, herrschte kurz betretene Stille. Dann erhob Marek die Stimme.
      „Reißen Sie sich am Riemen! Sie sind weder in der Position, noch genießen Sie mein Vertrauen, welches Sie dazu befähigen würde, mir Verbrüderungen oder Vorschläge bezüglich des Verhaltens Dritter während der Arbeitszeit zu unterbreiten! Außerdem zeugt es nicht von einem respektvollen Umgang im Miteinander, wenn man sich zum Oberlehrer erklärt! Setzen Sie sich also gefälligst wieder hin und denken Sie darüber nach, wie Sie mit ihrem Nächsten würdevoll umgehen. Nur eine Atmosphäre, die Vertrauen stiftet, wird zum Erfolg führen. Ihre derzeitige Herangehensweise ist kontraproduktiv! Sollten Sie sich gebessert haben, erhalten Sie selbstverständlich eine legale Kopie des Soundtracks.“ Mit einem Grunzen ließ er Cliff wissen, dass die Predigt hiermit beendet war.

      Als fast alle Anwesenden sich vorgestellt hatten, erhob sich Lynn erneut. Eine bestimmte Person im Raum hatte hier allen Anscheins kein bisschen Anstand. „Dann stelle ich halt eben die letzte Person im Bunde vor...“, meinte Lynn mit relativ fröhlicher Stimme und deutete mit einer Handbewegung auf Kyshcherima. „Operiert unter dem Decknamen Kyshcherima. Stammt aus der roten Zone Australiens, war dort der Perseiden ausgesetzt und wurde zu einem Hybriden. Bewohnt den Staubring. Als Assassine tätig. Berühmtestes Attentat ist laut meinen Informationen ein Anschlag auf die Armadillo Association. Benutzt eine Art Neutronenkanone als Waffe. Das ist das Teil da auf'm Tisch.“ Lynn zögerte kurz, und fuhr dann leicht frostig fort: „Wie bereits Marek gerade Cliff erklärte, so sage ich dir jetzt, dass das Zücken einer Waffe während einer Besprechung nicht gestattet ist. Das Teil verschwindet sofort. Ehrlich, in jeder anderen Söldnerorganisation wärst du dafür bereits erschossen worden. Sieh das als letzte Warnung.“ Das war nur ein kurzes Aufflackern von Lynns kalter Persönlichkeit. Jene Charakterzüge in ihr, die Lynn vor einigen Jahren dazu veranlasst hatten, dem Horror ihrer Familie den Rücken zuzukehren und mit Alina ein neues Leben zu suchen. Und dieser Weg war oft nicht weniger schrecklich gewesen als der alltägliche Terror, den sie durch ihre Geschwister und ihrem Vater hatten erdulden müssen.

      Marek nickte nur kurz Lynn zu. Er war schon kurz vor dem Platzen gewesen, als Lynn verkündet hatte, bei dem Gerät handle es sich um ein perfides Tötungswerkzeug. Mareks Hand hatte schon unheilvoll in Richtung Revolver gezuckt. Das war kein gutes Zeichen. Der Krieg holte ihn viel zu oft noch ein. „Kandidaten und Interessenten: Ich danke euch für eure kurzen Vorstellungen. Bevor ich fortfahre, beantworte ich noch Gunhild Westmoors Frage: Es gibt neben den monetären Vorteilen natürlich auch andere Vorzüge. Das wären zum einen das politische Gewicht, welches man als etabliertes Söldnerunternehmen auf die Waage bringt. Man kann damit direkten Einfluss auf seine Umwelt nehmen, man hat eine Stimme, die gehört werden kann. Man ist im Übrigen auch sicherer vor Anschlägen oder Verfolgung, unser Hauptquartier hat eines der besten Verteidigungssysteme, die man derzeit auf dem Markt finden kann. Zudem werden sich die Aufträge, die wir erhalten werden, bestimmt sehr von Ihrer bisherigen Arbeit unterscheiden. Etwas Abwechslung schadet nie, und Sie können neue Dinge dabei erkunden und lernen.“
      „Oh und nicht die gemeinsamen Spieleabende vergessen!“, warf Lynn sichtlich amüsiert ein. Marek bedachte sie mit einem leicht missmutigen Blick, ehe er fortfuhr:
      „Ich hoffe damit wäre Ihre Frage knapp beantwortet, Gunhild Westmoor. So wie es scheint, ist das Lager zwiegespalten, von daher würde ich einen Kompromiss eingehen und ausufernde Erläuterungen vermeiden. Was den offiziellen Beitritt zu Orion's Spark betrifft, so würde ich persönlich vorschlagen, dass alle Anwesenden einen Schwebezustand bekommen und im Feld, also auf Missionen beweisen müssen, was sie auf dem Kasten haben. Ebenso sollte auch das Mitmenschliche stimmen. Wenn es andere Vorschläge oder Wünsche gibt, so bitte ich darum, diese vorzutragen.“ Marek griff nach dem Glas auf dem Tisch vor ihm und nahm einen großen Schluck Wasser, bevor er fortfuhr: „Die Finanzierung ist ein komplexerer Bereich...“ In den nächsten Minuten erklärte Marek das von ihm ausgedachte Modell zur Finanzierung der Organisation. Ausgaben wie unter anderem Instandhaltung des Anwesens, eine monatlich zu entrichtende Steuer, Munition und Ausrüstung, Verpflegung, sollten monatlich getilgt werden, was in etwa 500.000 Credits entsprach. Das war also auch die Summe, die die Truppe monatlich erwirtschaften musste, ansonsten wurde die ganze Unternehmung ein Verlustgeschäft. Der womögliche Gewinn sollte, neben einer kleinen Rücklage, dann direkt an die einzelnen Mitglieder ausgezahlt werden. Marek pausierte kurz, bevor er mit donnernder Stimme fortfuhr: „Der letzte Punkt bevor ihr, Kandidaten und Interessenten, dann zu den einzelnen Themen Stellung nehmen könnt, ist das Interviewen der Klienten. Wir werden heute in wenigen Stunden auch unseren ersten Kunden hier begrüßen dürfen. Mein Vorschlag wäre, dass alle an der Unterhaltung mit dem Klienten teilnehmen, es aber zwei primäre Interviewer gibt, welche die essentiellen Fragen an den Klienten stellen. Gibt es dafür Freiwillige? Habt ihr Änderungsvorschläge zu den genannten Punkten?“ Mit grimmigen Blick starrte Marek in die Runde, Antworten erwartend.

      OOC: Ihr könnt auf alles darin antworten, also auch auf die vorherigen Punkte, Cliff/Kysh auf deren Abkanzlung, ich wollte nur alles niederschreiben, damit jeder etwas zum reagieren hat. ._.



      Just Monika.

      The post was edited 1 time, last by Coldreaver ().

    • Kysh blieb wortlos - aber nur solange, wie er brauchte, um sein Kunstwerk wegzupacken. Dabei machte der dünne Kunststoff seines Rucksacks das Ding kein bisschen weniger gefährlich - ein Umstand, der auch auf fast jede konventionellere Schusswaffe zutraf. Im Gegenteil: Dadurch, dass sie nicht mehr offen für jeden sichtbar auf dem Tisch lag, sondern wieder im Verborgenen, hatte Lynn nicht Kontrolle darüber hinzugewonnen, sondern eingebüßt. Und trotzdem fühlte sie sich anscheinend irgendwie besser. Ein interessanter Irrtum, den er ihr aber sicher nicht auf's Tablett legen würde. Ein paar Worte hatte er dann aber doch noch übrig. Kalt und nüchtern.
      "In jedem anderem Unternehmen wäre ein Bewerber oder eine Bewerberin, die mit ihrem Fahrzeug noch vor dem ersten gesprochenen Wort das Foyer demoliert, gar nicht für das weitere Verfahren zugelassen worden.
      Auch würde kaum ein anderes Unternehmen würde einen Assassinen kontaktieren, um ihn einen Flyer zukommen zu lassen.
      Und die Behauptung, dieses Gebäude würde über eines der besten Verteidigungssysteme verfügen, die derzeit auf dem Markt zu haben sind, ist selten dreist. Panzerglas und Türautomatiken, die nicht für jeden gradewegs von der Straße Dahergelaufenen oder, wie ich in diesem Fall wohl sagen sollte, Dahergefahrenen auf 'öffnen' stellen, gibt es schon länger, als wir alle überhaupt auf der Welt sind. Im Moment kann jeder Penner in das Innere dieses Gebäudes gelangen, zur Not es auch mit einem kleinen Sprengstoff-Truck von innen in die Luft jagen.
      Im Übrigen: Nulla poena sine lege*. Ich habe hier noch keine Geschäftsbedingungen gesehen, die das Präsentieren von Waffen verbieten. Darf ich das Dokument mal einsehen ?"
      Natürlich meldete er sich dann noch als Freiwilliger für das Interview.




      ooc: :* lat. "keine Strafe ohne Gesetz"

      The post was edited 1 time, last by Fetzenkrieger ().

    • Die Antwort reichte Gunhild und teilte dies auch Marek mit.
      Was für Spieleabende? dann fiel ihr ein, dass das vielleicht besser später geklärt werden sollte...
      Äh reden wir später drüber.
      Nach dem Interview wäre bestimmt noch Zeit.
      Als Interviewerin meldete sie sich nicht, zwar war sie recht gut darin Informationen aus Menschen herauszuholen, aber die Vorgehensweise war "geringfügig" unterschiedlich.
    • Man konnte Marek zum Glück nicht ansehen, wie sehr ihm der Assassine auf die Nerven ging. Er antwortete, seine Stimme einem Gewitter gleich kommend: „Über die Besonderheiten der besagten Person, von der Sie sprechen, hat mich Lynn im vornherein bereits informiert. Unsere Richtlinien und Entscheidungen diesbezüglich tun nichts zur Sache und sind derzeit nicht von Ihnen zu beanstanden oder zu bewerten. Zur Tür an sich sei so viel gesagt, dass wir bereits ein neues Modell bestellt haben, doch der Hersteller ist derzeit in Produktionsschwierigkeiten und es kommt deswegen zu Verzögerungen in der Auslieferung. Wir erwarten das Stück zu Beginn der nächsten Woche. Was die allgemeinen Geschäftsbedingungen angeht, so muss ich sie leider enttäuschen.“ Marek bückte sich und holte ein gewaltiges Nachschlagewerk hervor. Er schritt zu Kysh und ließ den Wälzer vor ihm auf den Tisch fallen. „Dieses von mir verfasste 900-seitige Manuskript enthält alle üblichen Eventualitäten und Szenarien, auch das Präsentieren von Waffen während Besprechungen. Ich denke, es müsste Seite 243, dritter Absatz sein. Dort wird argumentiert, dass die Präsentation einer Waffe während einer Besprechung die Gemüter unnötig erhitzt und eine sachliche Diskussion möglicherweise erschwert. Für genaueres, lesen Sie besagte Seite 243.“ Marek schritt wieder zurück zu seinem Platz und fügte dann noch hinzu.
      „Ich begrüße jedoch Ihr Interesse als zukünftiger Interviewer und hoffe, dass Sie in dieser Position gute Arbeit leisten werden. Damit benötigen wir nur noch eine weitere Person.“

      Während Marek dem Assassinen antwortete, hatte Lynn die Gunst der Stunde ergriffen und sich direkt neben Gunhild auf einen Stuhl geschlichen. Belustigt antwortete sie ihr leise auf ihre Frage: „Du weißt schon, Kartenspiele, Brettspiele. Sowas halt. Hin und wieder auch was Neueres auf Konsolen oder Holoscreen, je nach Lust und Laune, hehe! Hauptsache, es macht Spaß!“



      Just Monika.
    • Solomon fühlte sich denkbar ungeeignet als Interviewer für Kunden, sein Pegel war zwar nicht all zu hoch, aber er war ein ungewaschener, obdachloser Penner, das würde wohl mehr Kunden vergraulen als anlocken. Wie um sich diese Meinung sich selbst gegenüber zu bestätigen nahm er noch einen Schluck aus der Flasche, musterte dann jedoch den Assassinen.
      Ein Hybride... und dann auch noch so ohne Scheu es einfach herausposaunen lassen...
      Solomon betrachtete den fremden Mann nachdenklich mit seinen lilanen Augen, den Augen eines Hybriden.

      Jay gluckste Irr, als Cliff zusammengestaucht wurde, gab jedoch nicht ihren Senf dazu, etwas anderes hatte ihre Aufmerksamkeit erregt.
      Spieleabende!
      "Also bei Gemetzel am Holoscreen bin ich immer zu haben." Mischte sie sich grinsend ungefragt in die Unterhaltung zwischen Lynn und Gunhilde ein, ohne darauf zu achten die Stimme zu senken.
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      <Seaten>Kata ist wie Cass, nur fauler und männlich
    • Kysh riss ein wenig und kurz die Augen auf. Das hatte dieser Kerl geschrieben ? Diesen Wälzer ? Und das noch neben seiner Rede ? By the way... für die Länge eben selbiger konnte das nichts gutes bedeuten.
      "Haben sie noch weitere Exemplare davon ? Die Geschäftsbedingungen sollte schließlich jeder erfahren. Im Übrigen weise ich darauf hin, dass, auch wenn eine neue Tür bereits bestellt wurde, die Behauptung, dieses Gebäude würde bereits jetzt völlig gesichert sein, doch eine falsche Behauptung ist, die zudem in diesem Wissen geäußert wurde." Dann schlug er besagte Seite 243 auf: Da stand tatsächlich das Angekündigte. Er machte sich stichprobenweise über den Rest des Wälzers her, mit einem Ohr immer noch der Besprechung lauschend. Immerhin hatte er jetzt eine sinnvolle Ablenkung von dem Palaver um den heißen Brei herum.
    • Cliff klappte die Kinnlade herunter. Mit offenem Mund starrte er erst Marek und dann seine immer noch ausgestreckte
      Hand an. Sekunden schienen sich zu Ewigkeiten zu dehnen... endlich klappte die Lade wieder hoch und Cliff machte
      auf dem Absatz kehrt. Energisch schritt er zu seinem Stuhl und kickte dabei wütend imaginäre Steinchen aus dem Weg.
      „Oberlehrer hat er mich genannt,“ dachte er grimmig „dabei hat e r mich wie einen Schuljungen abgekanzelt !!!
      Ich war doch überaus freundlich und zuvorkommend. Kontraproduktiv? Muss ich hier erst wie ein Irrer herumballern
      um ernst genommen zu werden? Aber ja … zerstöre etwas und sie kriechen dir in den Arsch...“
      Innerlich kochend setzte er sich wieder auf seinen Stuhl. Demonstrativ verschränkte er beide Arme und beschloss in das
      Stadium des verkannten Genies zu rutschen. Seine Unterlippe schob sich dabei leicht nach vorne, wie dies bei Beleidigten
      hin und wieder vorkommt.
    • Dieser wichtigtuerische Typ mochte ja grundsätzlich Recht haben, besonders sympathisch machte ihn das jedoch nicht. Allerdings musste Regan auch gestehen, dass die Sache mit der Tür mehr als seltsam war. Überhaupt erhärtete sich in ihr der Verdacht, dass es am Besten und vor allem am gesündesten für sie wäre, wenn sie das Gebäude so schnell wie möglich verlassen würde. Und trotzdem.. Irgendwie hatte das alles auch einen gewissen Charme. Sie seufzte innerlich und sah sich noch einmal um. Wollte sich hier wirklich sonst niemand für das Interview melden? Nein..? Na gut..
      "Wenn sich sonst niemand dazu bereit findet, übernehm ich den zweiten Posten für das Interview", meldete sie sich nun zu Wort. "Was müssen wir über den Klienten wissen?"
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      Chrissi: Boah Franzi, wenn man dich so reden hört ohne dich zu kennen, könnte man auch glauben du wärst so'n Soziopath!<3
    • Lynn war alles andere als unglücklich über Jays Einbringen in das kleine Gespräch. Breit grinsend erwiderte sie: „Nice, Jay! Meine Schwester und ich haben uns vorgestern den neuesten Teil von 'Tremor' besorgt! Sie haben die Dark Matter Gun wiedereingeführt, so viel Zerstörung! Kann ja das Spiel mal mitbringen, hehe!“

      „Gut, dass Sie mich erinnern. Natürlich habe ich weitere Exemplare. Sie sind hier jederzeit verfügbar und in jenem Aktenschrank“ – Marek deutete auf besagtes Möbelstück – „aufbewahrt. Bei Bedarf oder Interesse kann jeder sich gerne ein Exemplar entnehmen.“ Die restlichen Worte des Assassinen ignorierte Marek gekonnt. An Regan gewandt fuhr der Exmilitär fort: „Ich begrüße es, dass Sie sich freiwillig für die Aufgabe des Interviewers bereit erklären. Lynn, wärst du so freundlich und würdest das Profil des Klienten kurz anreißen?“

      Lynn nickte nur, kramte ihr schlankes Multifunktionsgerät hervor, kurz darauf herumtippend, bis sie das benötigte Profil fand. „Bei der Klientin handelt es sich um Patricia Harp. Sie kam 2035 in recht ärmlichen Verhältnissen zur Welt. Sie ist eine bekannte Menschenrechtsaktivistin und hat der G-Corp einige Kompromisse abgerungen. Ihre Erfolge sind unter anderem eine bessere Versorgung für die Alten- und Waisenheime, regelmäßige Spendenaktionen mit Unterstützung der Genesis Corporation gegen Armut und eine Aufweichung der Ausgangssperren. Sie wird im Cyberspace sowie auf allen öffentlichen Veranstaltungen, bei denen sie anwesend ist, wie ein Popstar gefeiert.“
      Lynn stoppte kurz. „Zum Auftrag selbst weiß ich bisher nur so viel, dass sie und ihr Sohn Bryan eine anonyme Drohung erhalten haben und dagegen vorgehen möchte. Sie wird bestimmt bei Ihrer Ankunft alles genauer erklären.“ Lynn grinste Regan noch einmal breit an und ergänzte: „Bis allerdings die Klientin hier erscheint, braucht es noch ungefähr eine halbe Stunde. Also können wir alle noch ein bisschen gemeinsam quatschen, Kekse mampfen und uns kennenlernen, bis es mit dem Ernst losgeht, ne?“ Lynn machte es auch gleich vor und schnappte sich einen Keks aus der großen Schale auf dem Konferenztisch.



      Just Monika.
    • Regan nickte Marek kurz zu und wandte ihre Aufmerksamkeit dann Lynn zu. Während diese sprach, zog Regan ihr Tablet heraus und machte sich Notizen. Patricia Harp? Ja, dieser Name sagte ihr etwas. Regan runzelte die Stirn.
      "Ich vermute mal sie kommt gerade deswegen hierher, weil das hier ein noch relativ unbekanntes Unternehmen ist?" Es war zu erwarten, dass sie sich Feinde in höheren Kreisen gemacht hatte, vielleicht war es da klug nicht eines der größeren Söldnerunternehmen anzusprechen..
      Regan fand Lynns Verhalten immer noch ziemlich unprofessionell, aber irgendwie war sie ihr auch sympathisch. Von den Keksen nahm sie sich trotzdem keinen.
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    • Lynn nickte zustimmend, während sie den Keks aus der Verpackung befreite. „Ich denke auch, dass das der Hauptgrund ist um uns aufzusuchen. Weshalb Patricia Harp allerdings mit ihrem Problem nicht an bekanntere Söldnerorganisationen herantreten kann ist wohl das Interessanteste dabei. Es gibt verschiedene Szenarien: Sie will die mediale Aufmerksamkeit zu dem Fall möglichst klein halten, damit ihre Reputation nicht geschädigt wird, oder schlimmer, Informationen veröffentlicht werden, der Schuldige ausgemacht und von einem aufgebrachten Lynchmob ermordet wird. Das gab es schon einige Male hier in Lighthaven.“ Lynn knusperte ihren Keks und fuhr fort: „War glaub ich vor drei Jahren, dass sich ein bekannter Musiker im Drogenrausch umgebracht hat, weil so etwas passiert war und er mit der Schuld nicht leben konnte. Szenario Nummero Duo: Ihr Sohn hat Dreck am Stecken und sie möchte nicht, dass es an die Öffentlichkeit gelangt. Muss glaub ich nicht näher erläutert werden. Szenario Nummer Drei: Sie hat einen Attentäter am Hintern und kann sich nicht auf den Schutz der Genesis Corporation verlassen. Die G-Corp hat nämlich ein privates Interesse daran, dass Patricia Harp verschwindet. Und die G-Corp lässt gerne die Muskeln spielen und zeigt den bekannteren Söldnerunternehmen, dass es nur eine wirkliche Macht in Lighthaven gibt. Wir dürfen also gespannt sein.“



      Just Monika.
    • Das Atropin wirkte schnell, der Puls wurde beschleunigt und die Pupillen erweiterten sich. Der Redeschwall von Marek
      wurde ins Unendliche potenziert, dabei sprach der Typ eh schon genug. Lachkrämpfe schüttelten den Körper des massigen
      Mannes und wurden nach und nach durch Weinkrämpfe ersetzt. Der große Mann wimmerte wie ein kleines Baby auf dem
      Boden. Schließlich gipfelte die Wirkung in sexuellen Anwandlungen bei denen sich Marek gleichermaßen an Männlein wie
      Weiblein heranmachte...

      Zufrieden grinste Cliff in sich hinein. Vor seinem geistigen Auge hatte er Marek eine Portion Pheromone verpasst.
      Mit Freude genoss er die Auswirkungen der Tollkirsche in seinen Vorstellungen. Nachdem sich seine Unterlippe
      wieder ihrer Normalposition genähert hatte studierte Cliff die in Raum Anwesenden.
      Da war Gunhild die Ärztin. Trotz ihres Sommerkleides wirkte sie irgendwie hölzern und spröde.
      „Die muss mal richtig durchgenudelt werden“, dachte Cliff, „eine ordentliche Rohrverlegung könnte hier Wunder
      bewirken! Wenn nicht Geld an was ist sie denn sonst interressiert? Sicherlich schnippelt sie gerne mit einem
      Seziermesser an irgendetwas herum.“
      Cliff schüttelte sich.
      Die nächste Kandidatin war Regan. Sie war schon schwerer zu durchschauen. Neidisch schaute er auf ihr Spielzeug
      den 'Mech'. „Ohne den Mech stand Regan wohl im Regen,“ gluckste er in sich hinein.
      Der durchgeknallte Typ mit seiner selbst gebauten Wumme war natürlich ein Objekt das ihn sofort faszinierte.
      „Wie er wohl hieß,“ hätte er ihn gerne gefragt, „ bestimmt war sein Name genauso psychopathisch wie sein Auftreten.“
      Doch offenbar war der Psycho gerade dabei den dicken Wälzer zu lesen. „Das der überhaupt lesen kann,“ fuhr es Cliff
      in den Kopf. „Ein bißchen Stechapfel oder Engelstrompete wäre genau das Richtige, könnte die stark hervortretenden
      Wesensmerkmale jedoch auch negativ verstärken. Alles eine Frage der homöopathischen Dosierung“

      Cliff stakste zum Konferenztisch. Versuchsweise knabberte an einem der Kekse herum. Er bedachte Lynn mit einem
      freundlichen Grinsen bevor er sich eine Handvoll Kekse grapschte und sie in seine Hosentasche stopfte. Dann steuerte
      er schnurstracks auf Jay zu, ihren Begleiter ignorierte er en passant. Jay hatte ihn ja mit ihrem spektakulären
      Auftritt von Anfang an imponiert. Er setzte sich auf den Stuhl neben ihr und sprach sie an:
      „ Hi Jay, wir sollen uns ja kennenlernen – du bist ja eine ganz schön wilde Destroyerin! Ich bin auch ein Vernichter...
      ein Keksvernichter.“
      Sprach's und schob sich einen Keks in den Mund. Er hielt Jay auffordernd den Inhalt seiner
      Hosentasche, bestehend aus zerkrümelten Bröselstückchen und diversen anderen undefinierbaren Ingredienzien,
      unter die Nase. „Was zahlst du eigentlich den Bullen damit du verbotene Verbrennungsmotoren fahren darfst?
      Wenn du günstig Benzin brauchst ich habe da eine Bezugsquelle.“

      Er dachte an seine ersten Versuch mit selbsgebastelten Explosivgeschossen.