Stars, Stripes and Orks - ein urbanes RPG

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    • Stars, Stripes and Orks - ein urbanes RPG

      Willkommen bei Urban Arcana!
      Anmeldung und Vorstellung der Charactere bitte hier: Charaktersthread SSaO
      Ansonsten gelten wie immer die üblichen Regeln: kein PG, keine Sig und umso mehr Spaß.

      Sollten Monster auftauchen, so bitte ich allerdings explizit darum, die Auswirkung der entsprechenden Maßnahmen nicht ohne Rücksprache zu beschreiben, da ich diese aus verschiedenen Systemen entnehmen werde und sie daher auf gewisse Dinge vielleicht anders reagieren als erwartet.



      Der erste Raid. Nizanna hatte ihre Schwerter extra heute noch einmal geschärft und geölt. Nun stand sie in vorderster Reihe vor dem Angriff, vor Adrenalin kaum noch zu halten und wartete. Vor ihr, auf einer kleinen, malerischen Waldlichtung, sah man die geschwungenen Dächer der Elfenhäuser, die verspielten Tore und kleinen Baukunstwerke. Warum auch immer die Elfen eine solche Mühe in ihre Behausungen steckten, mussten sie doch eigentlich wissen, dass früher oder später die dunklen Nachbarn von unten kamen, um sie nieder zu brennen.

      Aber sie wussten es offenbar nicht. Umso besser für sie.

      Lautlos pirschten sie sich an. Wie bedrohliche dunkle Schatten hüllten sie das Dorf ringsherum in Dunkel – und dann folgte der Angriff.
      Schreie sterbender Elfen erfüllten die Luft gleichermaßen mit dem Geruch nach verbrennendem Holz und verbrennendem Fleisch. Nizannas Klingen waren bereits Blutbesudelt und es dürstete sie nach mehr. Sie legte den Kopf in den Nacken und ließ einen Kriegsschrei los, voller Vorfreude auf weitere Kämpfe.

      Eine alte Frau, selbst für eine Elfe alt, der das lange graue Haar wild ins faltige Gesicht fiel , starrte die kleine Drow hasserfüllt an. Sie bewegte sich nicht, sie lief nicht weg, sie schrie nicht – sie blieb einfach stehen und musterte Nizanna, die wiederrumihre Armbrust anlegte und zielte. Kein ehrenhaftes Ziel, aber ein Ziel. Ihr Bodycount machte keine großen Unterschiede.
      Langsam hob die alte ihre knorrige Hand und machte eine kurze Bewegung in der Luft. „Im gorgoran cen!*“ zischte die Frau und ein leichter Regen aus Speicheltropfen blitzte kurz auf. Nizanna hatte dafür ein kurzes Lächeln übrig. „Noro lim palan…Noro lim palan….Noro lim palan!**“ skandierte die Alte immer lauter werdend. Dann drückte Nizanna ab.

      Die Alte war verschwunden. Nizanna strauchelte, und grelles Licht blendete ihre empfindlichen Augen. Mit einem unwilligen Keuchen kniff sie sie zusammen und legte schützend ihre Hand vors Gesicht. Langsam entglitt ihr Schwert ihrer linken Hand und fiel einfach zu Boden, wo es im weichen Gras stecken blieb.
      Die Hände vor die schmerzenden Augen gepresst stand sie langsam auf, nur um im nächsten Moment von etwas umgerannt zu werden. Sie stolperte vorwärts und konnte sich gerade noch abfangen, bevor sie Gesicht voraus auf einen harten Stein(?) – Boden gefallen wäre

      „He, pass doch auf!“ rief eine Stimme. Es klang fremdartig. Fast wie Common. Nur viel frecher. Verblüfft blinzelte sie nach oben.
      Ein Mann starrte sie kurz an, schüttelte den Kopf und lief dann in einem gemächlichen Tempo weiter. Er war merkwürdig gekleidet, selbst für einen Menschen, der in einem brennenden… Sie zwinkerte und blinzelte noch einmal. Der Geruch von Feuer und verbranntem Fleisch war gewichen. Kein Lärm von schreienden Sterbenden. Kein Dorf, keine Elfen und keine Drow. Vögel zwitscherten leise und vergnügt, irgendwo schimpfte ein Eichhörnchen und ein Käuzchen antwortete auf seine ganz eigene Art. Hektisch sah sie sich um. Wo war sie?

      Der Kerl, der eben weglief, trug graue dicke Stoffhosen, merkwürdige Schuhe, eine Jacke mit Buchstaben, die sie nicht entziffern konnte. Grüne Wiesen, Kieswege.. Verwirrt drehte sie sich um. Fremdartige Vögel gurrten in den Bäumen, merkwürdige Blumen blühten auf den gepflegten Wiesen. Diese Hexe musste sie mit einem Teleportationszauber belegt haben! Eindeutig! Und wenn hier Menschen waren, die Common sprachen, wäre es sicher besser, die Waffen vorerst nicht ganz offen zu tragen. Zumindest schienen sie ziemlich verblödet und sie noch nicht als offensichtliche Gefahr erkannt zu haben.

      Nachdenklich schritt sie durch das vom Tau noch feuchte Gras, während sie ihre schwerter wegsteckte.
      Aus dem Gebüsch kam ein Mann hervorgesprungen. Er sah ungepflegt und verwirrt aus. Er trug einen Trenchcoat, den er öffnete, um sich ihr – unverständlicherweise – nackt zu präsentieren. Sie lächelte und hob ihre Armbrust. „Yugho piwafwi, ussta abbil..*“

      * Ich verfluche dich!
      ** Verschwinde!
      *** Netter Mantel, mein Freund.


      _____________________________________________________________

      Um den Einstieg zu erleichtern: Jeder kann gerne selber fabulieren, wann er wo übertritt. Ich würde euch, ähnlich wie beim letzten Mal, dann einfach einsammeln.


    • Eingangstüre geschlossen ? Check.
      Alle Lichter bis auf die lächerliche Minifunzel in seiner Hand aus ? Check. Mehr als das brauchte er mit seinen Augen sowieso nicht.
      Alle Rollläden geschlossen ? Check.
      Tür zum stillen Örtchen geschlossen ? Check. Da er in den Rahmen eine Dichtung eingezogen hatte, konnte so niemand mehr große Mengen Gas von der Kanalisation aus in die Wohnung einleiten.
      Die Rauchmelder blinkten auch noch alle ihre Bereitschaft und in der kleinen angeschlossenen Garage mit seinem Motorrad darin war ebenfalls alles in Ordnung.

      Für den Unwissenden musste Adam wie ein Paranoiker im fortgeschrittenen Stadium erscheinen, doch in seinem Fall konnte schon ein unglücklicher Blick eines Passanten im falschen Moment zum Problem werden. Nicht, dass irgendeiner der normalen Menschen eine Story über sein Aussehen glauben würde, aber einer der Cops auf dem Department könnte das im Heimlichen durchaus - so mancher von ihnen dürfte schließlich auch so seinen "Hintergrund" haben. Und im Falle des Falles, dass sein Aufenthaltsort aufflog, wollte er es ihnen nicht unnötig einfach machen.

      Sein Bett, das war im Grunde ein großes Podest aus Holz mit quer darauf gelegter Matratze und Kissen. Erstens brauchten weite Teile 'seines' Körpers keine Weichheit und zweitens sank er in herkömmliche Lattenroste und Matratzen immer so tief ein. Irgendwann schlief er dann - keine Alpträume dieses mal. Als er wieder aufwachte, stieg ihm ein muffiger Geruch in die Nase. Irgendetwas neben ihm war warm und plätscherte. Als ihm dann im Halbschlaf klar wurde, dass hier etwas ganz und garnicht stimmte, war dieser schlagartig vorbei und Adam riss die Augen auf.

      Braun. Nichts als braun und... Druckerschwärze ? um sich herum. Die baumlange Kaskade sprang auf und musste dabei mehr versehentlich als mit Absicht feststellen, dass diese sehr niedrige, seltsame Decke einem an sie stoßenden Kopf keinen nennenswerten Widerstand leistete, sondern der ganze Haufen aus Wellpappe geradewegs auseinander fiel. Warm war es da drin gewesen, wärmer als jetzt. Ja klar - neben seinem 'Bett', das nicht das Bett war, in das er sich zuvor gelegt hatte, befand sich ein Kanaldeckel. Und... seinen langen Schlafanzug hatte er noch an, wenigstens etwas. Verdammte scheisse, er musste tatsächlich schlafwandeln! Oder war das doch ein Alptraum ? Nein. Dafür war das Körpergefühl zu echt. Aber wo war er hier ? Völlig irritiert sah Adam sich an Ort und Stelle um: Eine dreckige Seitennische einer Gasse, die ohnehin nicht gerade ein Schmuckkästchen war. In der Ferne eine Treppe, umrahmt von Geländer, die unter die Straße führte. Linie 7 ? Moment mal... die Los Angeles Metro Rail benannte ihre Linien nach Farben, nicht nach Nummern. Das hier... musste New York sein ? Was zur Hölle ?

      Adam hatte Freunde in New York. Es wäre wohl am Besten, wenn er versuchte, zu ihnen zu gelangen. Angesichts der momentanen Umstände war ihm der Umstand, dass er im Schlafanzug unterwegs war, reichlich egal. Nur: Keine Sonnenbrille, keine Schuhe und damit ein sehr charakteristisches Auftreten. Er würde schleichen und notfalls rennen müssen.
    • "Shin? ist das?"
      "Ja Era."
      Ihr Gegner stand etwa 10m entfernt und wollte wohl aus diesem Dorf ein paar Reichtümer erpressen.
      Schlagreichweite für Shin.
      Genug jetzt, du wirst dich ergeben und von uns gefangen nehmen lassen! riefen Shin-Era ihm zu.
      Der Raubmagier lachte kurz auf, hob seine Hände und ein gewaltiger Feuerball schoss auf die Vie-An zu.
      Und löste sich einfach auf.
      "Hast du's?" fragte Era?
      "Alles davon." damit meinte Shin, dass sie die gesamte Magie aufgenommen hatte und nun für ihre Zwecke nutze konnte.
      Kämpfe zwischen Vie-An und Magiern waren nicht nur einseitig, sondern verliefe praktisch immer mit dem gleichen Ergebnis ... Sieg des Vie-An.
      Shin-Era stampfte auf um selbst die Magie loszulassen und... trat ins Leere.
      Shin konnte die Magie nicht mehr loslassen, sie wurde überwältigt und verlor das Bewusstsein.

      Era-Shins Körper wandelte sich zur männlichen Form.
      "Shin?" sie antwortete nicht.
      "SHIIIIIIN!"
      Wo waren sie überhaupt?
      Der Feind konnte doch angreifen und Era war einem Magier nicht gewachsen.
      Era-Shin schlug um sich und einige Müllbeutel leisteten durchaus Gegenwehr.
      Es stank und sie befanden sich in einer ... Moment? In einer Schlucht?
      "Shin?"
      Era-Shin stand endlich auf und schaute sich um. Nein das war nicht der Acker, auf dem sie den Magier bekämpft hatten.
      DAs war gar keine Schlucht! Das waren Häuser? Nein das geht doch gar nicht! Keine Stadt war so groß!
      "Shin!" Era verzweifelte fast. Seine große Schwester war nicht hier. Die wusste immer alles und kannte immer einen Ausweg.

      "Ich bin hier kleiner Bruder."
      "Was ist passiert? Ich meine also wo sind wir?"
      "Muss wohl eine anderswelt sein. Hast du deine Waffe?"
      "Nein hab ich verloren"
      "Kein Problem, wir werden nicht wechseln, gehe zur nächsten Ecke und schaue dich um."
      Shin spürte praktisch keine Magie hier, was für sie ganz und gar nicht gut war und schlimmer noch ... ihr KJörper war wahrscheinlich durch den magischen SChock schwer angeschlagen.
      Es war besser Era-Shin zu bleiben.
      Sie schlichen zur Straßenecke und was sie sahen war ...
      "Shin?"
      "Keine Angst kleiner Bruder, das ist eine besondere Magie" schlicht und einfach gelogen, aber Era konnte in Panik unberechenbar werden.
      Seltsame Dinger fuhren ohne Pferde, Esel oder Ochsen. Und Magie konnte Shin auch ausschließen, das hätte sie gespürt.
      Wie sollte sie ihm das erklären? Die anderswelt war schon erfunden und nun schien es wirklich eine zu geben?

      The post was edited 1 time, last by Jahira ().

    • Ein Held, schön.
      Der schwer gerüstete Kämpfer führte einen Stoßtrupp wie einen Keil durch die Reihen ihrer Seuchen tragenden Gefolgsleute und ihrer Untoten.
      Klingen, Hämmer, Pfeile und Bolzen prallten von der schweren Rüstung des Helden einfach ab, dafür brachte sein Zweihänder Blut, Schmerz, Qual, Leid und schließlich den Tod. Zwar auf der falschen Seite, aber was machte das schon, Urgathoa würde es ebenso gefallen. Aber noch mehr würde es der Göttin gefallen, wenn sie diese Stadt nehmen und ihren Bewohnern die Gaben Urgathoas schenken würde.
      Cathran trat dem Helden in strahlender Rüstung entgegen. Ihre Robe war aus einfachem Stoff, ohne prunkvolle Verzierungen, ein krasser Gegensatz zur Rüstung des Helden, dessen Namen sie nicht kannte, dennoch erkannte er sie als das was sie war, der Kopf dieser verseuchten Streitmacht, die gegen seine Stadt marschierte.
      Der Held packte seinen Zweihänder fester, stürmte auf die Hexenmeisterin zu, rammte im Weg stehende Feinde wie eine Dampfwalze beiseite. Wenn die Hexenmeisterin fiel, würde die Armee fallen.
      Die Hexenmeisterin lachte hämisch, hob die Hand und schleuderte dem Kämpfer einen Schwächestrahl entgegen, der ihm die Kraft aus dem Leib sog.
      Erst wurde der Held langsamer, dann konnte er das Schwert nicht mehr hoch halten, seine Schritte wurden schwerfällig und schlurfend, ein letzter Schritt, dann brach er in die Knie, der große Zweihänder entglitt ihm und Cathran überbrückte die letzten Schritte zwischen ihnen, griff nach seinem Visier und hob es an. Der Mann der darunter zum Vorschein kam war bleich und schweißüberstömt, sein Atem ging pfeifend, das Gewicht der Rüstung, welches auf ihm lastete überforderte seine rapide abgesunkenen Körperkräfte und raubte ihm den Atem.
      Cathran kicherte, legte ihm die Hand auf das bloße Gesicht, fühlte nach seiner Lebenskraft und riss sie brutal aus ihm heraus, verleibte sie sich ein, fühlte die Energie, die sie frisch durchströmte, die neue Lebenskraft, die durch ihre Adern pulsierte, sah wie sein Gesicht erschlaffte, seine Haare ergrauten und seine Haut faltig wurde.
      Als sie ihm alles genommen hatte, all das kräftige Leben, da gab sie ihm die Kälte und lachte irr, als er seine Augen wieder öffnete, zuvor braun, nun eisblau.
      Der Held erhob sich wieder, wandte sich von der Hexenmeisterin ab und erschlug den ersten seines eigenen Trupps, der ihm zu Hilfe kommen wollte.
      Cathran mochte ihre Untoten, besonders wenn sie die Helden ihrer Feinde waren. Sie weidete sich an den Gesichtern der ehemaligen Mitstreiter des Helden, als sich diese vor Schrecken und Panik verzerrten und dann... verschwammen, sich verflüchtigten, verwehten wie Rauch im Wind...
      Ein unbekannter Schrecken fuhr ihr durch die Glieder.
      Dann nahm ihre Umgebung wieder Form an. Grüner Rasen, blühende Büsche, hohe Bäume, Menschen in fremdartiger Kleidung, die sich lachend eine flache Scheibe zuwarfen...
      Cathran wurde schwindlig und sie musste sich an einem Baum abstützen, fühlte das widerliche Leben in dem Holz und sand ihre Kraft hinein, wollte diese Pflanze bin in die Wurzelspitzen mit Fäule überziehen, doch nichts geschah, erschrocken zog sie die Hand zurück. Ein fauliger Abdruck in Form ihrer Hand verblieb auf der Rinde, mehr nicht.
      Sie wankte.
      "Urgathoa?" Murmelte sie verzweifelt. "Habe ich nicht treu gedient?"
      Den Tränen nahe, völlig verstört, gar verängstigt, schlug sie sich in die Büsche das Central Park, außer Sicht der Menschen.

      The post was edited 1 time, last by Kataklysm ().

    • Lautlos glitt Morgan durch die Schatten, näher und nährer an den Ritualplatz. Fünf Monate hatte es gedauert den abtrünigen Magier aufzuspüren.
      "Verdammte Brabaker, wieso immer solche Orte." Murmelte er als er an einem Fels vorbei schlich. Sieben Jahre diente er schon als Schatten, und es war immer das selbe, irgend einer seiner "Collegen" verfiel der Versuchung der schwärzesten Mächte und begann finstere Rituale vorzubereiten, und sie wurden geschickt diese verirrten Geister zu Bestrafen. Die Monate der Jagd hatten ihn gefordert, seine vorräte an Gift erschöpft und ihn in die Tiefen der südlichen Dschungel geführt. Wiedereinmal eine verlassene Stadt, schauplatz einer längst vergessenen Schlacht zwischen Reichen die vor Jahrhunderten in der Bedeutungslosigkeit versanken, aber noch immer fühlte er hier Macht, und er sah die hunderten von Leichen.
      Als er einen klaren Blick auf sein Ziel bekam sah er das erste mal wie weit dieser schon gefallen war. Zwei Skelletierte Marus schoben Wache am Rande des Platzes, während dreizehn Sklaven an den Spitzen eines in Blut und Edelsteinen ausgeformten Tridekagrams knieten und Dolche an ihre Kehle hielten. Ihm blieb nur eine möglichkeit sein Ziel zu erreichen bevor es Reagieren konnte, also konzentrierte er sich auf den Schatten der Person in der Mitte des Ritualkreises während er seinen Dolch zog. Vor einer hell lodernden Opferschale stehend, in weit wallenden, schwarzen Beschwörerroben bestickt mit Goldfaden war der Schatten mehr als ausreichend.
      Morgan lies sich einfach Fallen, in seinen eigenen Schatten, und fiel aus dem SChatten hinter seinem Ziel zurück in die Welt, sofort war er auf den Beinen und sein Dolch bis zum Anschlag in der Brust des Magiers versenkt. "Bau deine Mauern, erhebe deine Wachen, erleuchte deine Hallen, die Schatten kannst du weder Verbannen, noch verlieren. Wir kriegen euch alle, richte das deiner "Dunklen Mutter" aus, verräter." Flüsterte er in das Ohr seines Opfers, bevor er sich den Skelleten zum Kampf stellte. Aber allein könnte er sie nicht besiegen, also drehte er sich zu seinem eigenen Schatten und hob die Arme beschwörend. Was er nicht ahnte war, das dies das Signal für die Sklaven war ihre Leben zu beenden, wodurch sein Zauber verzerrt wurde. Wie geplant erhob sich der Schatten, doch statt sich von ihm zu lösen und seine Gestallt zu immitieren wuchs er, und umfing ihn in einer nachtschwarzen Umarmung.

      Nach einigen Sekunden kehrte das Licht in seinen Blick zurück, und noch immer mit den Skellten rechnend hechtete er zur Seite und rollte sich ab, nur um gegen Felsen zu Stoßen die zuvor nicht dort waren. Er sah sich um und es war nichts zu sehen vom Ritualplatz, des Sklaven, den Untoten, nur eine Brücke die aussah als wäre sie aus einem Stück Fels geschlagen worden und dann mit farbigen Motiven versehen worden. Und hell war es, sein Angriff fand kurz vor Mitternacht statt, aber hier war es so hell als wäre die Sonne nie ganz untergegangen. Den blutigen Dolch lies er instinktiv in einer Geheimtasche verschwinden als er menschliche Stimmen hörte, aber es war nicht das ihm vertraute Tulamidya, auch nicht das Koloniale Garethi, es hörte sich eher nach dem Dialekt der Nostrianer an. Er wagte sich aus dem Schatten unter der Brücke ein paar Schritt heraus und fand sich in einem Park wieder, umgeben von Gebäuden deren Höhe selbst die Türme der Erhabenen von Fasar beschämen würden, in einer Stadt die die Dunkelheit nicht zu kennen scheint. Er wich zurück in die Schatten unter der Brücke und begann an den blutigen Dolch zu denken, die letzten Momente auf dem Ritualkreis. Er hatte auf einer Kraftlinie einen dämonischen Zauber mit Blutmagie gewirkt, er war nicht mehr auf Deere, vielleicht nicht einmal mehr in der dritten Sphäre, und jedes Wesen hier ist ein potentieller Feind. Mit diesen Gedanken zog er sein Diarium heraus und versuchte herrauszufinden ob er die Fähgikeiten besitzt zurück zu kehren.
    • Tinuviel's gockenhelles Lachen ertönte als ihre Cousine Elandril sie in ihrem Versteck aufstöberte. Luthien nannte
      sich lieber Tinuviel da sie meinte dieser Name passe besser zu ihr. Ihre Cousine Elandril war zu Besuch gekommen.
      Sie war zwar eine Teleri, kam aber dank ihrer Mutter in der Erbfolge gleich hinter Luthien. Dies hatte aber nie
      zu Zwistigkeiten unter ihnen gesorgt. Beide Elben trollten unten am Fluß wie sie es schon als Kinder getan hatten.
      „Komm wir machen ein Wettrennen zu dem großen Mallornbaum dort drüben,“ rief Elandril und war schon
      losgerannt. „Du schummelst,“ rief ihr Tinuviel hinterher und machte sich auf die Verfolgung. Anmutig wie Rehe
      glitten sie durch den lichten Wald, hie und da ein eleganter Sprung über einen Busch, die Geschwindigkeit
      war atemberaubend. Keuchend und lachend kamen sie an dem riesigen Mallornbaum an. „Du hast gemogelt,“
      japste Tinuviel. „Ach was, ich habe mir nur den Vorsprung geholt der mir gebührt – du warst schon immer
      schneller als ich.“ Erschöpft ließen sie sich ins weiche Gras zwischen den großen Wurzeln fallen. Nach einer Weile
      holte Elandril eine wunderschöne rote Blüte aus ihrem Beutel und hielt sie Tinuviel hin. „Hier probier mal,“
      sagte sie und reichte sie an Tinuviel weiter. Sorgfältig schnupperte diese daran. Die Blüte hatte ein zauberhaftes
      Aroma aber auch eine ihr unbekannte Note. „Iss,“ forderte ihre Cousine sie auf. Vorsichtig probierte Tinuviel die
      zarten Blütenblätter. Die Pflanze schmeckte genauso ausgezeichnet wie sie roch – bis auf diesen Unterton.
      Ein Kribbeln machte sich auf der Zungenspitze breit. Langsam nahm es die ganze Zunge in Besitz und breitete sich
      weiter aus bis es ihren ganzen Körper durchströmte. Mit großen Augen schaute sie erstaunt zu ihrer Cousine bevor
      sie gelähmt auf die Seite fiel. Ihr Bewußtsein hatte sie nicht verloren, sie konnte sich nur nicht mehr rühren.
      Elandril pfiff und mehrere Elben aus ihrer Sippschaft kamen unter den Bäumen hervor. Sie hoben Tinuviel auf
      und trugen sie an einen anderen Platz. Einen sorgsam präparierten Steinkreis wie es schien. Kräuterschwaden
      umnebelten ihren Verstand und sie nahm kaum etwas von der nun eingeleiteten Zeremonie wahr. Plötzlich hatte
      sie das Gefühl zu schweben. Immer schneller flog sie davon, bis sie sich am Ende in einem langen röhrenartigen
      Tunnel befand. Weißes, gleißendes Licht raste an ihr vorbei und Tinuviel musste innerlich laut aufschreien.
      Ein dumpfer Schlag, mehrere schmerzhafte Stiche im Rücken und sie verlor das Bewußstsein.

      Als sie wieder aufwachte glänzte der Mond silberhell am Himmel. Tinuviel betrachtete ihn als würde irgendetwas
      nicht stimmen. Die Stiche erinnerten sie an ihre offensichtliche Lebendigkeit. Sie lag in etwas ähnlichem wie
      Bromberrranken. Vorsichtig versuchte sie sich zu befreien und einen Ausweg aus dem Dickicht zu finden. Endlich war
      sie draußen und sie konnte die Umgebung in Augenschein nehmen. Als sie die Silhouetten der Wolkenkratzer sah
      erschrak sie fürchterlich. Im selben Augenblick wurde sie auch gewahr dass der Mond hier viel kleiner war als auf ihrer
      Welt. „Mein Traum,“ stotterte Tinuviel ,“mein Alptraum ist wahr geworden“. Ungläubig gaffte sie auf die Konturen
      dieser Stadt die sie durch ihre seherische Gabe schon kennengelernt hatte. In der Nähe hörte sie die pöbelnden
      Stimmen irgendwelcher Penner hier im Centralpark. Betrübt schlich sie wieder in das Dickicht zurück.
      „Oh Elandril was hast du getan.“ Sie schlug die Hände vor das Gesicht und begann bitterlich zu weinen.

      The post was edited 1 time, last by Don Quichotte ().

    • Nemari

      "Aufgepasst jetzt" Die Stimme ihres Bruders war kaum mehr als ein Raunen. Nemari festigte den Griff um ihre Armbrust und verengte die Augen leicht, während sie angestrengt durch das Dickicht blickte.
      "Einen Moment noch", erklang Bemaros Stimme erneut. Nemari legte die Armbrust an, ein Finger auf dem Abzug. Langsam, kaum hörbar atmete sie aus.
      "Jetzt", befahl ihr Bruder und Nemari schoss. Ein seltsam ersticktes Grunzen, dann ein Geräusch, als würde ein großer Körper zusammen brechen.
      "Treffer", verkündete Nemari breit grinsend und ließ die Armbrust sinken. Nun regte es sich um sie herum. Zwerge liefen an ihnen vorbei und auch Nemari und Bemaro erhoben sich nun und liefen auf die Stelle zu, an der der Jali reglos auf dem Boden lag. Nemari hatte das große Tier, welches in einer anderen Welt vielleicht als sehr, sehr großer Widder beschrieben worden wäre, sauber ins Auge getroffen.
      "Guter Schuss, Schwester", lobte Bemaro sie wohlwollend. Nemari strich sich stolz über den Bart, während einige der anderen Jäger das Tier für den Transport zurück zur Zwergenfestung bereit machten, doch das Grinsen war einem nachdenklichen Blick gewichen.
      "Ich habe so hart dafür trainiert, bei den Jägern aufgenommen zu werden",überlegte sie laut.
      "Ich hatte gedacht.. nun, dass unser Leben ein wenig interessanter wäre, doch bisher haben wir unser Können nur auf der Jagd nach Jali unter Beweis gestellt"
      "Die Jagd ist eine ehrbare Tätigkeit", erwiderte ihr Bruder mit leicht gerunzelter Stirn.
      "Ob sie nun dazu dient das Volk zu versorgen, oder unsere Gegner in die Flucht zu schlagen, spielt keine Rolle" Bemaro legte seiner Schwester eine Hand auf die Schulter und sah sie ernst an.
      "Wir haben Frieden, Nemari. Das ist viel wert – und Onkel will es so beibehalten. Vertrau mir, du wirst deine Fähigkeiten im Laufe deines Lebens sicher noch zur Genüge in einem richtigen Kampf einsetzen können"
      Das munterte sie wenig auf, aber Nemari nickte trotzdem und signalisierte ihrem Bruder, dass mit ihr alles in Ordnung war. Der kleine Jägertrupp würde sich bald auf den Weg zurück zur Festung machen, doch bis es soweit war, wollte Nemari sich noch etwas umsehen. Der Wald rund um die Zwergenfeste der Grauen Berge war ruhig und friedlich, wie immer. Auch wenn das Volk der Maro-Zwerge noch bis vor fünf Jahren in einen großen Krieg mit den Völkern der Elfen und Orks verstrickt gewesen war – bis hierher hatte es seit Jahrhunderten keiner ihrer Feinde geschafft. Ihr Bruder würde Recht haben, es war unsinnig sich einen neuen Krieg zu wünschen.
      Irgendwo hinter ihr erklang ein Geräusch. Nemari erstarrte und griff dann nach ihrer Armbrust, die sie sich auf den Rücken geschnallt hatte. Was war das? Ein Jali? Oder etwas anderes? Rasch spannte sie einen Bolzen ein, doch dann, als sie sich umdrehen wollte, geschah etwas seltsames. Es war, als würde ihr kurz schwarz vor Augen werden. Sie verlor das Gleichgewicht, konnte für einen kurzen Moment nicht mehr oben von unten unterscheiden. Vage bemerkte sie, dass sie auf die Knie fiel. Dann war alles vorbei, sie konnte wieder sehen, merkte, dass sie auf dem Boden saß, die Armbrust immer noch in der Hand. Aber.. etwas war anders.. Wo waren die Bäume hin? War sie denn nicht mehr im Wald?! Sie kniete auf seltsam kurzem Gras, vereinzelt konnte sie ein paar Bäume sehen – und Menschen. Nemari stieß einen leisen Fluch aus, als sie die großen Gestalten erkannte. Sie schienen sie noch nicht bemerkt zu haben – gut so! Rasch blickte die Zwergin sich um, entdeckte ein Gebüsch in der Nähe und flüchtete sich zwischen die schützenden Zweige. Was war geschehen? Wo waren ihr Bruder und die anderen Jäger? Nemari konnte es sich nicht wirklich erklären, doch sie hatte eine Vermutung.
      "Magie", grummelte die Zwergin missmutig. "Verdammte Elfen"


      Samantha

      "Sammy? Sammy, lass das doch, ich mach das schon", rief ihre Mutter ihr von der Kasse aus zu. Sam sah unsicher hoch.
      "Bist du dir sicher?", fragte sie.
      "Ja, ja. Ich mach das schon. Na los, du musst dich doch auf den Weg machen, sonst kommst du zu spät?"
      Sam grinste. Ihre Mutter unterstützte sie seit jeher in ihrem Bestreben Musical Schauspielerin zu werden. Auch ihr Vater hatte diesen Wunsch seiner Tochter mittlerweile akzeptiert, wofür Sam ihm sehr dankbar war. Sie hatte genug Freunde mit weniger verständnisvollen Eltern.
      "Danke, Mama", sagte die junge Frau, küsste ihre Mutter noch einmal auf die Wange und ging dann kurz ins Hinterzimmer, um sich ihre Jacke und Tasche zu holen.
      "Wünsch mir Glück!", rief sie, als sie den Laden verließ und hörte noch wie ihre Mutter ihr einen ganzen Schwall an Glückwünschen auf Spanisch hinterher rief. Der Eingang zur U-Bahn war nicht weit vom Laden ihrer Eltern entfernt. Sam hastete die Treppen hinunter und hoffte, dass sie nicht wirklich zu spät kommen würde.
      How do you write like you're running out of time? Write day and night like you're running out of time.
      Everyday you fight like you're running out of time, like you're running out of time,
      Are you running out of time?!



      Chrissi: Boah Franzi, wenn man dich so reden hört ohne dich zu kennen, könnte man auch glauben du wärst so'n Soziopath!<3
    • Terezie Hourdonie
      Die kleine Ungarin lehnte am Einsatzwagen, während John, ihr schon geistig pensionierter Partner, seine wöchentlichen Bestechungdonuts von Freyda einzusammeln und mit ihr mehr zu flirten als angemessen wäre. Terezie war wie immer davon eher peinlich berührt und ließ daher ihren Blick in der Gegend umher schweifen.
      Normalerweise war dies eine ruhige Gegend. Es passierte nicht viel. Umso verwunderter war Terezie, als sie eine Gestalt ohne Schuhe im Pyjama erblickte. "Sir?" Sie trat auf den Mann zu. "Sind Sie in Ordnung? "


      Jonathan Harris

      "Ey, Bro! " Er klingelte mehrfach, aber der fremde Mann wich nicht mehr rechtzeitig aus, so dass er nur noch hart bremsen konnte und dennoch zusammen mit dem Fremden zu Boden stürzte.
      "Ach, verflucht! " fluchte er. "Unter welchem Stein bist du denn vorgekrochen?! Du kannst dich doch nicht mitten auf dem Radweg platzieren! "

      Liliana Elisabetha Kürbiskern

      Die Gnomin fluchte leise. Immer, aber auch wirklich immer passierte ihr so ein Mist. "Jungs, ich habe wirklich kein Geld. " Die angesprochenen "Jungs" sahen sich gegenseitig an. Elisabetha kannte die beiden nur zu gut: Sune und Toke, zwei dänische Orks, die ihr immer wieder auflauerten, um Gnomball zu spielen. Nicht nur, dass es für Liliana schmerzhaft war, war es auch immer wieder aufs Neue demütigend, aus dem Basketballkorb befreit werden zu müssen.
      Just, als Sune, vielleicht auch Toke, denn unterscheiden konnte Liliana diese beiden Idioten nichtzu einer Antwort ansetzte, stürzte regelrecht eine offensichtlich verwirrte Frau in seltsamer Kleidung auf den Weg. Mit einem Satz war Liliana bei ihr und suchte Deckung hinter ihren langen Beinen.

      Dan Miller
      "Hey." Machte es direkt hinter dem Magier. Ein Mann mit dunkler Haut, Rastalocken und einem breiten Grinsen, bei dem er strahlend weiße Zähne entblößte, kam auf ihn zu.
      " Ey, Mann, wie hast du das denn gemacht, hey?" fragte er nochmals mit steigender Begeisterung.

      Bosco

      Bosco schnüffelte gerne an Bäumen und Sträuchern. Der kleine Dackel lief fröhlich vor seinem Herrchen her, dass die Dackelohren nur so auf und ab schlackerten.
      Dann blieb Bosco stehen. Ein unbekannter Duft umwehte seine sensible Nase und er glaubte, Kinderweinen zu hören. Vorsichtig tapste er in das Gebüsch. Das weinende Wesen, das menschlich aussah, aber nicht so roch, tat ihm in der Seele weh. Der Dackel stupste die fremde vorsichtig mit seiner Nase an.


      Garry Fern
      Unweit von der Zwergin fuhr ein kleiner Wagen vor, der von einem Elfen geschoben wurde und dessen Inhalt einen leckeren und würzigen Duft verströhmte. Der Wagen hielt und der Elf baute ein Schild auf: "Potatoesoup" stand darauf zu lesen.

      Gladies

      Als Samantha die Treppe fast schon unten war, ging Gladies an ihr vorbei, grüßte freundlich, wie so oft und ging weiter.
      Die alte Frau lächelte dabei zahnlos. So wie immer. Und doch schien Samantha die Haut durscheinender als sonst, die Augen tiefliegender und die Ohren ..Hatte die alte Frau schon immer so spitze Ohren gehabt?
      Vielleicht. Vielleicht auch nicht. Bevor diese Frage hätte gestellt werden können, war Gladies schon um die Ecke verschwunden.


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    • Plitsch. Plitsch. Plitsch.

      Mit weit offenen Augen starrte Sana zu der verrosteten Regenrinne hinauf, aus welcher das stinkig brackige Wasser des vorvorletzten Regens tropfte. Leise raschelte es in einer der Mülltüten am Ende der kleinen Gasse, doch sie machte sich nicht einmal die Mühe, hinzusehen, Erstens war es ziemlich duster, das einzige Licht kam von einer flackernden Straßenlaterne am Anfang der Gasse. Zweitens gab es hier sowieso mehr Ratten als Menschen, und die Pelztiere benahmen sich meistens sowieso besser. Doch auf den Knigge kam es hier ohnehin nicht an. Mühsam riss sich die junge Frau von dem fast hypnotischen Getropfe los und rappelte sich ächzend hoch. Zumindest waren die Schatten hier vertraut, kein seltsames Wesen würde sich herausschälen. Einsamkeit war besser als das Baden in der Menge, wo alptraumhafte Fratzen an jeder Ecke lauerten. Müde fuhr eine hagere Hand über Augen, die nun umher irrten. Es war schon spät, das Gesindel kroch nun aus allen Löchern – so wie sie. Schon lange kümmerte sie sich nicht darum, wie sie aussah, was andere dachten oder was richtig, was falsch war. Alles eine Frage der Perspektive. Wie von selbst glitt ihr Messer in die Handfläche als Sana sich auf die Straßen wagte. Hier in der Bronx, in einem der elenderen Viertel, war sie als Weiße eher eine Ausnahme, aber kaum jemand achtete auf sie. Stattdessen hetzten die Meisten vorbei, rempelten sie manchmal an. Nicht, dass das störte, im Gegenteil. Eine Geldbörse wechselte fliegend den Besitzer, das reicht hoffentlich für ein oder zwei Abendessen. Auch… Sana sah ein junges Paar, das kichend in einer Seitenstraße verschwand. Was für Absichten diese auch immer hegten… Es waren nur wenige Schritte bis zu ihnen, ihr Klappmesser war bereits offen. Lohnend, vielleicht. Auf dem Weg dorthin, ein weiterer Rempler durch einen großgewachsenen Mann, der sich zu ihr umdrehte. Fratze, Fratze. Eisig fuhr der Anblick in die plötzlich stockenden Glieder. Einer von ihnen, ein...ein Ding. Ihr Herz geriet aus dem Takt, sie spürte es, Schwindel setzte ein, Fast wäre ihr das Messer aus der schweißnassen Hand gefallen. Doch nein. Nein! Sie hatten alles zerstört, ruiniert! Roter Nebel verdichtete sich vor ihren Augen, sie sah nur nich dieses Gesicht, nicht menschlich, ein Ziel, fühlte neue Energie in dem Moment, als es wieder heiß die Adern hinauf schoss. Hass. Purer, glühender Hass. Die Klinge, sie hatte gar nicht wahrgenommen, dass sie zustieß, ritzte nur den Arm, das Brüllen hörte sie kaum in den rauschenden Ohren, dann – Flucht, denn mit einmal sah man sie. Wütende Stimmen übertönten ihre wirren Gedanken, doch irgendwie entkam Sana in dem Gewimmel der stinkenden Gassen, die sie kennen gelernt hatte. Manchmal sogar zu schätzen. Langsam nur atmete die junge Frau wieder normal, ihre Lungen brannten von der ungewohnten Anstrengung, jetzt krampfte sich der leere Magen zu einem Übelkeit erregenden Klumpen zusammen. Keuchend sank sie auf die Knie, zitterte, obwohl ihr nicht kalt war. Diese gottverdammten Kreaturen…

      Zwei Stunden und einiges Würgen später ging es Sana besser. In ihren Augen brannte es regelrecht, als sie eines der vielen 24 Stunden Internet Cafés betrat. Dieses hatte sie bisher nicht besucht, sie musste wechseln. Mit Sicherheit war irgendwer hinter ihr her, abgesehen von der Polizei. Ins Irrenhaus würde man sie sperren, wieder, und dort war sie schutzlos. Ausgeliefert den Kreaturen. Gern zahlte sie den Dollar für drei Stunden Internet, was sie nicht brauchen würde. Rasch tauchte sie ein in die Welt des Internets, wo sie bekannt war als Bloggerin Truth Called Out – die Kommentare las sie meistens gar nicht, wo sie oft als verrückt bezeichnet würde, nicht immer, oft genug. Ihre Familie würde so denken… Doch an sie durfte sie nicht mehr denken…

      Auf den Straßen sind sie – man denkt nicht daran, und man läuft plötzlich in sie. Heute ein alptraumhaftes Wesen, entsprungen den dunkelsten Ecken der Welt. Niemand kann wissen, wo sie morgen sind, was sie planen...

      Fieberhaft tippte Sana, schnell noch dazu, immer wieder sah sie sich nervös um, ob nicht jemand mitlas und sie damit aufflog. Doch das war New York – niemand beachtete sie. Nach nicht einmal einer halben Stunde war der Beitrag fertig, und sie wieder draußen in der flirrenden Nacht der großen Stadt. Jetzt eine Bar, was trinken vielleicht, in der Geldbörde war dafür genug gewesen. Essen, vielleicht morgen...


      Thx Tom Bombadil

      The post was edited 2 times, last by Cassandra Vandales ().

    • Verdammt! Alles, nur nicht das! Cops! Da wachte er aus ihm noch unerfindliche Gründen in New York auf (war ein solcher Ortswechsel innerhalb seiner normalen Schlafenszeiten überhaupt möglich ?), und das erste, was ihm über den Weg lief, waren die verdammten Cops! Er versuchte, möglichst unaufgeregt auszusehen, doch innerlich machte er sich schon halb für einen möglicherweise sogar gewalttätigen Abgang auf offener Straße oder spätestens vom Inneren des Streifenwagens aus bereit. Jetzt nur ruhig bleiben und hoffen, dass die nicht genau nach unten sehen oder einem gar die Hand schütteln wollten. Vielleicht waren das ja wirklich ganz normale Polizisten.

      "Ähm, ja..." Lächeln, immer nur lächeln. Oder es zumindest versuchen, während man sich eine möglichst aalglatte Lüge aus dem Finger zog. "Ich hatte gestern eine Party und habe da wohl etwas zu viel getrunken. Vorhin bin ich aufgewacht und frage mich seitdem auch, wieso ich so rumlaufe wie ich rumlaufe." Wow - der Satz für sich ohne den Kontext entsprach irgendwie sogar der Wahrheit. "Ich bin gerade auf dem Weg zu meiner Wohnung. Danke für die Hilfe." Haut ab, haut ganz schnell ab und kommt nicht wieder. Gab es hier irgendwelche Fluchtwege, auf denen sie ihm nicht einfach hinterher fahren konnten ?

      The post was edited 1 time, last by Fetzenkrieger ().

    • Mit einigem hatte sie gerechnet, aber nicht damit, dass das Gebüsch plötzlich endete und sie sich auf einem befestigten Weg befand... noch dazu in Gesellschaft.
      Wo war sie hier nur gelandet? Sie war schon weit herum gekommen auf Golarion, aber von solch einem Ort hatte sie noch nie gehört. Diese Bauten, diese Kleidung, selbst die Menschen wirkten auf sie fremdartig, obgleich es offensichtlich Menschen waren.
      Ob dies hier das geheimnisvolle Sarusan war?
      Cathrans Gedankengänge wurden unterbrochen, als etwas kleines an ihr vorbei huschte und hinter ihr in Deckung ging. Reaktionsschnell griff Cathran zu, aber anstelle blauer Blitze, die lähmen konnten, verspürte die Hexenmeisterin nur ein kribbeln auf der Handfläche, als sie die Gestalt an der Schulter packte. Wieder konnte sie nicht zaubern, was sie mehr beunruhigte, als sie zugeben wollte... und dann war diese Gestalt kein Kind, sondern eine Gnomin.
      Die Hexenmeisterin benötigte einen Augenblick, das zu verarbeiten, ehe sie sich schnell umsah und der beiden Orks gewahr wurde, die sich ihnen näherten. Zweifelsfrei waren es Orks, auch wenn sie etwas anders aussahen. Wenn dies wirklich Sarusan war, würden die hiesigen Orks dann überhaupt das Orkisch der diversen Stämme Garunds verstehen?
      Einen Versuch war es wert.
      "Was wollt ihr von dieser hier?" Grollte die zierliche Hexenmeisterin autoritär in volltönendem Orkisch mit dem Dialekt der Leeren Hand, wobei sie die Gnomin weiterhin leicht an der Schulter hielt.
      Sie hatte zwar keine Angst vor den Orks, aber wenn ihre magischen Kräfte weiterhin eine Zwergentaverne ohne Alkohol mimten, dann sah es selbst in ihren Augen reichlich düster aus, wenn die Orks auf Krawall aus waren... wo waren nur ihre Gefolgsleute wenn man sie einmal benötigte?
      Fragen, Anregungen oder Kritik? -> Konversation oder #ogame.de-rpg

      Lass uns ein Spiel spielen...


      <Seaten>Kata ist wie Cass, nur fauler und männlich
    • Nemari

      Verdammte Elfen! Das hatte sie alles den Spitzohren und ihren ewigen Knechten, den Menschen zu verdanken. Diese dreifach verdammten Langbeine dachten, sie könnten sich so einfach gegen den Friedensvertrag auflehnen – nun, Nemari würde ihnen zeigen aus welchem Stein eine echte Maro Zwergin gemeißelt war! Zunächst würde sie die Lage sondieren müssen. Waren ihr Bruder und die restlichen Jäger ebenfalls hier? Und wo genau war hier eigentlich? Vorsichtig spähte Nemari erneut durch die Zweige des Gebüschs. Gras und Bäume, so wie sie es schon zuvor gesehen hatte. Im Hintergrund immer noch ein paar Menschen. War das hier Menschenterritorium? Oder befand sie sich im Reich der Elfen? Nemari gab es nicht gerne zu, doch sie hatte das Gebiet um die Grauen Berge noch nie verlassen, sie hatte keine Ahnung wie die Länder der Menschen und Elfen aussahen. Während sie noch so sinnierte, trat eine Gestalt in ihr Sichtfeld. Wut brodelte in der Zwergin, als sie einen Elf erkannte. Ja, es war die Schuld der verdammten Spitzohren! Vermutlich suchten sie bereits nach ihr! Nemari wusste nicht genau, was das für ein seltsamer Karren war, den der Elf mit sich führte. Auch konnte sie die Runen auf dem Schild, welches er nun aufstellte, nicht entziffern, doch sie konnten nichts gutes verheißen! Die Zwergin hatte bereits ihre Armbrust in Händen, einen Bolzen eingelegt und wollte anlegen, doch dann zögerte sie. Denk nach, Nemari!... Was würde ihr Bruder ihr raten? Sie war eine Jägerin, dazu ausgebildet ihre Beute zu verfolgen, sie nicht zu verschrecken, nahe genug an sie heran zu kommen, bis es zu spät war, bis sie zuschlagen konnte.. Erinnere dich an dein Training!. Nermari nickte sich selbst zu und ließ die Armbrust dann sinken. In Ordnung.. Sie würde dieses Spitzohr verfolgen und sehen, was sie dabei lernen konnte..

      Samantha

      Sam hob die Hand zum Gruß, als Gladies an ihr vorbei ging, doch ihr Lächeln gefror ein wenig. Was.. was hatte sie da gesehen? Verwirrt blieb die junge Frau stehen, wandte sich um und sah Gladies hinterher. Diese schien nichts bemerkt zu haben, war sie doch nicht stehen geblieben. Einen Moment überlegte Sam ihr hinterher zu rufen, besann sich dann jedoch. Was für ein Quatsch! Spitze Ohren – wer hatte schon spitze Ohren? Wahrscheinlich trug die gute alte Gladies die Haare heute anders, und überhaupt, Sam hatte gar keine Zeit sich groß zu wundern – sie musste doch ihre Bahn erwischen!
      How do you write like you're running out of time? Write day and night like you're running out of time.
      Everyday you fight like you're running out of time, like you're running out of time,
      Are you running out of time?!



      Chrissi: Boah Franzi, wenn man dich so reden hört ohne dich zu kennen, könnte man auch glauben du wärst so'n Soziopath!<3

    • Viktor Kovač



      Kovač war desorientiert. Noch vor wenigen Augenblicken hatte er sich an einem völlig anderen Ort befunden. Einem entschieden... dunkleren, unterirdischeren Ort, auch wenn die Erinnerung daran mit jedem Herzschlag weiter verblasste wie die an einen Traum, kurz nach dem Aufwachen. Um ihn herum waren natürlicher Boden und Bäume, in einiger Entfernung plätscherte ein Bach und über sich erblickte er blauen Himmel. Er schien sich also nicht einmal mehr im Inneren einer Arcology zu befinden.

      Er erinnerte sich an ein blasses, blutig geschlagenes Gesicht mit grünen Augen. Sie musste irgendwie dahinter stecken, war aber selbst nirgendwo zu entdecken. Kovač kam zu dem Schluss, dass er besser verschwinden sollte. Womöglich war dieser Ort nicht zufällig gewählt, sondern eine Falle der Entflohenen. Er hielt sich im Schutz der Bäume, um von den Wegen aus nicht entdeckt zu werden, als er mit einem Mal etwas hörte. Eine Person, klein, leicht, die sich hastig durch das Unterholz bewegte. In seine Richtung.

      Er trat hinter einen Baum in Deckung und wartete auf den richtigen Moment. Als der gekommen war, trat er in einer raschen, fließenden Bewegung hervor, packte die flüchtende Person an Schulter und Oberarm und schleuderte sie mit der Kraft ihrer eigenen Bewegung zu Boden.
    • Eine kalte nasse Schnauze berührte Tinuviel an der Hand. Erschrocken schaute sie auf das Wesen zu ihren Füßen.
      Die Schnauze eines Wolfes saß auf einem langgezogenen Körper mit viel zu kurzen Beinen. Was war das denn für ein Ding?
      Offensichtlich ein Tier! Es hatte aber mehr Ähnlichkeit mit einer Ratte als mit einem Wolf aus ihrer Heimatwelt.
      Etwas aber war anders, die großen runden Augen die Tinuviel treudoof anschauten. Sie gab diesem Tier ihre Hand
      damit sie beschnuppert und beschleckt werden konnte. „Doch eher eine wolfsähnliche Verhaltensweise,“ stellte sie
      fest und kraulte diesen 'Wurm' auf vier Beinen hinter den komisch herabhängenden Schlappohren. Tiere mit solchen
      Ohren gab es nirgends in der Welt aus der sie kam.
      „Hat IIIuvatar mir ein Zeichen geschickt?,“ überlegte sie,“soll ich ihm dieses Geschöpf opfern?“
      Doch sie wollte nicht das erste Wesen das ihr an diesem Ort begegnet war gleich töten. Sie ignorierte daher das
      leichte Grummeln in ihrer Magengrube. Stattdessen kraulte sie nun auch den Bauch dieser Rolle die offensichtlich
      Gefallen daran fand. Die braunen Augen konnten so treuherzig schauen das Tinuviel innerlich lachen musste.
      Plötzlich hörte sie Geräusche am Eingang vor dem Gebüsch. Das Tier hob den Kopf und rannte auf den Ausgang zu.
      Tinuviel war erleichtert über das Ende ihrer ersten Begegnung mit einem Lebewesen aus dieser Welt. Aber dieses
      Tier hat es wenigstens geschafft ihre Stimmung zu verändern. Der Magen meldete sich wieder und sie musste
      etwas gegen ihren Hunger unternehmen.
    • Morgan schreckte auf, das Buch in der linken haltend und die rechte Instinktiv nach einem der verborgenen Messer greifend, als er angesprochen wurde. Ein Moha, aber er wirkte wie ein eingeborener, nicht wie die Dschungelstämme die er kannte. Er entspannte sich minimalst, und richtete sich auf, das Buch schließend und in einer Tasche deponierend.
      "Rastullah zum Gruß." Das war wirklich beunruhigend wie Seelenruhig dieser Mann auf ihn zu ging. Aber das größte Problem war das er überrumpelt wurde, wie konnte er seine Wachsamkeit so vernachlässigen das ein einfacher Sklave so nah an ihn heran kommen konnte. Aber jetzt fiel ihm auf das dieser Moha keine Brandzeichen Trug, keinen Sklavenreif oder Halskette die ihn als das Eigentum eines Herren auszeichnen würde.
      "Nun wenn du mir sagst welche meiner mehr als mundänen Tätigkeiten dich so fasziniert kann ich es dir mit Sicherheit erklären, aber im sinne Feqsens würde ich dir auch gerne eine Frage stellen, wo sind wir hier und welches Jahr schreiben wir?"
      Er sah sich unauffällig nach einem Fluchtweg um, und analysierte die Haltung seines gegenüber nach Schwachstellen um ihn schnell und leise zu neutralisieren, ohne auf seine Magie zurück zu greifen. Er wägte ein geworfenes Messer in die Kehle gegen einen Hechtsprung mit Dolchstoß ins Herz ab, wollte aber kein Aufsehen verursachen wenn es sich vermeiden lies.
    • "Pass auf!" Shins Warnung kam zu spät und ein Mann auf einer seltsamen Fortbewegungsmaschine rasselte in die beiden hinein, so dass Vie-An und Mensch zu Boden stürzten.
      Dann schimpfte dieser Rowdy sie auch noch an ... zumindest klang das so im Gegensatz zu Shin verstand Era die Handelssprache Inglis nur bröckchenweise.
      In bester Kneipenschlägermanier war stieß er sich vom Boden ab und war schon wieder auf den Beinen und wollte diesen Rüpel erstmal ein paar Tritte verpassen, als Shin ihn zurückhielt.
      "ERA! STOPP SONST WECHSEL ICH SOFORT!"
      Immerhin war sie die dominante und das zog bei Era.
      Er beruhigte sich, half dem Mann aber auch nicht hoch. Stattdessen wiederholte er was Shin ihm in der Handelssprache, die der Mann anscheinend sprach, vorsagte.
      Exkjusch'n ... wi... want... not... trabble.
      "Und jetzt zeig ihm unsere Ratsurkunde."
      Zwar bezweifelte Shin, dass diese hier was galt, aber so recht wollte sie nicht an eine Anderswelt glauben.
      Okay sie spürte keine Magie, aber die Vie-An hatten schonmal mit Magieunterdrückern experimentiert.
      Vielleicht hatte sie einfach die Feuermagie falsch umgewoben und einen Teleportationszauber gewirkt.

      Era-Shin wühlten also in dem kleinen Beutel und zogen ein Papier hervor, dass sie in allen Sprachen und Schriften des Ratsgebietes als Ratsdiener auswies.

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    • Lesley für Sana Murdoc

      Die Bar war einigermaßen gut gefüllt. Die Drinks waren günstig, das Essen halbwegs genießbar und man konnte hier in Ruhe stundenlang in ein Glas starren.

      Lesley, die buckelige Kellnerin, wischte gerade Tische ab.
      Die wenigstens hier interessierten sich dafür, aber Lesly fand es wichtig, wenigstens eine gewisse Grundgemütlichkeit aufrecht zu erhalten, denn auch wenn die Kundschaft hier der Bodensatz der Gesellschaft war, kümmerte sich Lesley fast schon mütterlich darum, dass die friedlichen Säufer es hier warm hatten und immer ein für jeden bezahlbarer Eintopf auf der Tageskarte stand. Auch Sana wurde gleich beim Betreten als Sozialprojekt identifiziert und bekam von der goldblonden Frau eine Karte mit den Getränken und dem Hinweis auf Karottensuppe in die Hand gedrückt.

      Liliana Elisabetha Kürbiskern für Cathran

      "Wa...?" formulierte Sune umständlich die Frage, die sich ihm nun unweigerlich stellte. "Alte, wer bist du denn? " "Yo, wir reden mit dem Gnom oder hat einer die Null gewählt, daß du dich meldest? " ergänzte Toke und machte bedrohlich einen Schritt auf die beiden Frauen zu.
      "Das ist die Neue... von D7! " platzte es aus der panischen Liliana heraus, die sich immer noch an die Beine der Fremden klammerte. Inständig hoffte sie, dass ihr Bluff funktionieren und die Frau mitspielen würde.

      Garry Fern für Nemari

      Es kamen Menschen, und der Elf verkaufte ihnen merkwürdige weiße Schüsseln mit dampfenden Inhalt und reichte dazu große Stücke Brot.
      Das merkwürdige an den Schüsseln war nicht etwa ihre Form, sondern vielmehr das Material, aus dem sie gefertigt waren. Für Holz war es zu durchscheinend und für Keramik oder gar Porzellan zu flexibel. Auch fiel auf, dass niemand eine leere Schüssel zurück brachte. Sie wurden nach Gebrauch achtlos weggeworfen.
      Während Nemari diese seltsamen Vorgänge beobachtete, konnte sie unter all der Kundschaft eine Zwergenmutter mit Kind ausmachen, die allerdings Menschenkleidung trug und keinerlei Berührungsängste hinsichtlich des Elfen zu haben schien, der ihrem kleinen Sohn freundlich über den Kopf strich und ein großes Stück Brot zum Naschen in die Hände druckte. Von Feindseligkeit war hier nichts zu spüren.

      Sven Gyldenhorn für Samantha

      Der Zug fuhr Samantha direkt vor der Nase weg. Sie würde wohl oder übel auf den nächsten warten müssen, der laut Plan erst in einer Viertelstunde fahren würde.
      Unweit von ihr saß ein junger Mann, der selbstvergessen auf seiner Gitarre spielte und leise dazu sang. Seine blonden, leicht verfilzten Haare hatte er im Nacken zusammengebunden. Zu seinen Füßen lag der Gitarrenkoffer offen, in dem sich bereits einige Münzen und kleine Scheine gesammelt hatten.
      "Hast du den Zug verpasst,
      So ein Mist!
      Bist hierher gerast,
      Und bleibst doch, wo du bist."
      Sang er mit einem Anflug eines humorvollen Lächelns.

      Jonathan Harris für Shin-Era

      Harris starrte einen Moment vollkommen perplex auf das mehrsprachige, merkwürdige Papier. Dann sah er zu dem Fremden, merkte, dass es diesem ernst war und sah dann wieder, dieses Mal allerdings um einiges ratloser, auf das Papier.
      Seine erste Reaktion, die der eines jeden New Yorker entsprach, der auf einen total durchgeknallten Touristen traf, unterdrückte er. Anstatt also laut fluchend das Weite zu suchen, kam der Sozialarbeiter in ihm durch, ließ ihn freundlich lächeln und dann das Offensichtliche fragen:" Du bist nicht von hier, oder? "

      Terezie Hourdonie für Adam Cipher

      Innerlich bereitete Terezie sich bereits darauf vor, den Mann quer durch die Stadt nach Hause zu fahren. "Wo wohnen Sie denn?" fragte sie und sah kurz zu ihrem Kollegen, der sich gerade auf den Streifenwagen zu bewegte und sich dabei einen kompletten Donut auf einmal in den Mund stopfte. Er tat das, seit er wegen Gelee-Flecken auf seiner Uniform vor einigen Jahren gerügt worden war. Dennoch war sich Terezie sicher, sich niemals an diesen Anblick gewöhnen zu können.
      "Die Gegend ist nicht ungefährlich. " teilte sie ihrem Gegenüber mit. "In letzter Zeit sind immer wieder Menschen verschwunden. " Die kleine Ungarin trat noch einen Schritt auf den Mann zu und blinzelte leicht irritiert zu dem Mann hoch, der sie locker um mehr als nur eine Kopflänge überragte. Seine Augen, die aus der Ferne auf sie ganz normal gewirkt hatten, leuchteten geradezu von innen heraus und wirkten auf surreale Art und Weise künstlich.
      Zudem erschien er ihr im höchsten Maße irgendwie unerklärlicher Weise"verkehrt".
      Es war nicht das erste mal, dass Terezie eine Art intuitiver Einordnung, wie ihr Psychologe es gerne nannte, oder Vorahnung, wenn sie die Wortwahl ihrer Großmutter nutzte, hatte.
      Sie hatte kein klares Bild noch hätte sie klar erklären können, warum sie an dieser Stelle diese einfache und dennoch verstörend seltsame Frage stellte: "Was sind Sie?"

      Dan Miller für Morgan Kerkill

      "Na, wie du eben so..." Dan fand kein passendes Wort. "So.. Wusch! Aus dem Schatten. " Er grinste breit. "Ey, das war total magisch." Er musterte den seltsamen Mann und ksm zu dem Schluss, dass es sich bei diesem wohl um einen Schausteller handeln musste. "10. Juli 2015." Vermutlich war der Gute mindestens genauso high wie er selbst. Bei diesem Gedanken kicherte Dan.

      Bosco und Sam Drake für Luthien Tinuviel

      "Bosco, du kleiner Hallodri!" Schimofte Sam aus Spaß mit Dackel Bosco, der kurz aus dem Gebüsch hüpfte, um wieder darinnen zu verschwinden. Seufzend machte Sam sich an die Verfolgung. Immerhin hatte er seine Laufschuhe und keine Pumps an. Dafür war er mehr als dankbar.
      Als er das fremde Mädchen mit den verweinten Augen sah, vor der sein Hund schwanzwedelnd stehen blieb, schlug er entsetzt seine manikürten Hände zusammen. "Ach, herrjeh, du arme Maus! " entfuhr es ihm. "Was ist dir denn zugestoßen? "


    • 10. Juli? Was war das für ein Monat dachte er, was ihn aber weit mehr beunruhigte war die offensichtliche Jahreszahl, 2015, was bedeuten würde das er fast ein Milenium in die Zukunft geschleudert worden war, falls er noch auf Aventurien war. Was ihn allerdings beruhigte war der Fakt das die Menschen offenbar die Herrschaft über das zwölfte Zeitalter errungen hatten, und er sich nicht mit den Orks als dominante Spezies auseinander setzten musste. Das fehlen seiner Magie konnte er sich nur durch einen Kollaps des Essenznetztes in der verstrichenen Zeit erklären, was bedeutete das es vermutlich keine Magier mehr gab die ihm Helfen konnten nach Hause zurück zu kehren.
      "2015 nach Bosperans Fall." murmelte er nocheinmal kopfschüttelnd bevor er zum sprechen ansetzte.
      "Das mit dem Schatten ist... ein kleiner Trick den mir mein Adoptivvater beigebracht hat. Ich könnte es dir vielleicht vorführen, oder auch beibringen, aber im Moment hab ich ein paar Probleme." Er dachte nach wer noch so alte Aufzeichnungen besitzten würde um ihm bei der Rückreise zu helfen, oder auch nur dabei sich in dieser Welt zurecht zu finden.
      "Sag mal kannst du mir helfen den nächsten Tempel zu finden? Vorzugsweise Hesinde oder Phex, aber im Notfall begnüge ich mich auch mit Rondra. Bei den Gehörntern im Moment würde ich sogar mit der Praioskirche reden um herauszufinden was los ist."
      Morgan überlegte und versuchte zu Fühlen wie stark seine Magie eingeschränkt war, wenn er den schwarzen Schrecken oder den Blick in die Gedanken anwenden könnte wüsste er in wenigen Minuten alles was er wissen musste ohne zweifeln zu müssen, aber er wollte solche Methoden liebe für den Notfal reservieren, wer weiß was in dieser Welt für Regeln für die Magie galten.
      "Achja, auf welchem Kontinent sind wir? Myranor, Rakshazzar, Uthuria oder Aventurien?"

    • Viktor Kovač

      Die Drow stürzte aus vollem Lauf schmerzhaft zu Boden. Überrascht und verärgert stieß sie einen Fluch aus, als ihr namenloser Angreifer ihr den Arm schmerzhaft auf den Rücken drehte. Das war nicht die Elfe, die er suchte. Aber ihm blieb keine Wahl, denn jetzt wehrte sie sich. Mit ihrer freien Hand tastete sie nach ihrem Dolch. Viktor registrierte das leise Geräusch von Stahl auf Leder, als sie die Klinge zückte und versuchte, sie in seinen Oberschenkel zu rammen. Sein linker Arm schnellte vor und packte die Hand, die den Dolch führte. Mit eisernem Griff überdrehte er das Handgelenk um mehrere Zentimeter, bis seine Gegnerin gezwungen war, die Waffe fallen zu lassen."Wael!" stieß Nizanna wütend hervor und versuchte sich aus dem Griff zu befreien.

      Stattdessen wurde sie am Schopf gepackt und ihr Kopf einmal heftig gegen den festen Waldboden gehämmert. Als ihre Benommenheit für ein paar Augenblicke ihre Gegenwehr lähmten, wurde eine schwarze Plastikfessel um ihre Handgelenke stramm gezogen. Noch während sie das erst richtig registrierte, wurde sie von dreisten Händen in demütigender Weise abgetastet und ihr Schwert und der Köcher mit dem Arbbrustbolzen landeten zusammen mit dem Dolch außerhalb ihrer Reichweite.

      Schwer atmend blieb die Drow liegen. "Du bist so gut wie tot." stellte sie auf Illithyri wütend fest. Viktor ließ sich von der lachhaften Drohung nicht irre machen und drückte ihre Beine mit dem Knie nach unten, damit sie nicht mehr austreten konnte, während er auch ihre Knöchel fixierte. Dann stand er auf, packte sie unter den Armen und schleifte sie über den Boden noch ein paar Meter tiefer zwischen die Bäume, wo er sie unsanft auf ihr Hinterteil setzte. Er besah sie sich genauer. Kein Mensch, sondern irgendeine abartige metamenschliche Promenadenmischung.Vermutlich kriminell. "Name?" Nizanna schwieg und starrte den Mann wütend an. Wie demütigend das war, von einem Menschen gefangen worden zu sein! Er versetzte ihr eine heftige Ohrfeige. "Name?" Zornig spuckte sie ihm voller Verachtung vor die Füße.

      Er rieb sich die schmerzenden Knöchel seiner Hand, dann nahm er ein merkwürdiges Gerät von seinem Gürtel, das sich wie von Geisterhand zu einem gut unterarmlangen Schlagstock ausfuhr. Von der Waffe ging ein unheimliches Knistern aus. "Wie heißt du?" Nizanna antwortete nicht, sondern starrte hasserfüllten Blickes auf das Wort "Paladin", das auf diesem Witz einer Rüstung stand. Sie kannte nicht viele Worte der menschlichen Sprache, aber das eine war ihr bekannt. "Waela jaluk!" Was immer er mit seinem Zauberstab vorhatte, sie würde ehrenhaft alle Schmerzen ertragen. Fürs erste blieb ihr die Bekanntschaft mit dem Schockstab jedoch erspart. "Na schön, Waela. Wo sind wir hier?" NNizanna runzelte die Stirn. "Ich verstehe dich nicht. " erklärte sie in ihrer Sprache. "Ich spreche deine Sprache nicht."

      Scheinbar verstand Waela tatsächlich nichts, denn sie gab auch bei fortgesetzer Befragung nichts preis. Viktor verpasste ihr einen Knebel, trug ihre Waffen in das Versteck, damit niemand darüber stolperte, und wartete geduldig, bis die Nacht hereinbrach. Während er das tat, durchsuchte er die Gefangene noch einmal gründlicher und fand in verschiedenen in der Kleidung verborgenen Verstecken etwa zwanzig kleine, edelmetallisch glänzende Scheiben, bei denen es sich offenbar um antike "Münzen" handelte. Da es sich wahrscheinlich um Diebesgut handelte, steckte er sie ein. Richtiges Geld oder eine ID konnte er nach wie vor nicht finden, auch keine Gangtätowiering oder sonst etwas, das auf ihre Identität hinwies.

      Bis zum Abend hatte er sich überlegt, wie er mit der Gefangenen verfahren würde. Sie zu liquidieren hielt er für verfrüht, da er die Konsequenzen dieser Tat nicht abschätzen konnte - wahrscheinlich befanden sie sich gar nicht mehr auf dem Vertragsgebiet der Paladin Corporation. Laufen lassen wollte er sie allerdings auch nicht. Daher entschied er sich für einen Kompromiss und dafür, sie mitzunehmen. Er schärfte ihr ein, ihm keine Schwierigkeiten zu machen. Seine Worte verstand sie vielleicht nicht, aber die drohende Geste, in der er mit dem Zeigefinger über seine Kehle fuhr, sollte international verständlich sein. Dann entfernte er ihr den Knebel. Danach waren die Handfesseln dran - die kamen allerdings wieder dran, nachdem er ihr den Ledermantel abgenommen hatte. Diesen legte er ihr anschließend wieder um die Schultern, so dass die leeren Ärmen seitlich herunterhingen und ihre nun wieder auf den Rücken gefesselten Hände einem flüchtigen Beobachter nicht auffallen würden. Als er bereit war zu gehen, schnitt er ihre Fußfesseln los und zog sie auf die Beine.
    • Cathran legte die sonst so glatte Stirn in zweifelnde Falten. Das war die Handelssprache, zwar eine ihr unbekannte Abart, irgendein Dialekt, aber eindeutig die Handelssprache... auch wenn es scheinbar ein paar Bedeutungsverschiebungen gab. Eine Null wählen...?
      Das was die panische Gnomin da brabbelte, verstand sie allerdings... zumindest teilweise...
      "Dies ist zutreffend." Sagte sie mit fester Stimme in der Handelssprache und legte die freie Hand an den Griff der Sichel in ihrem Gürtel, da auf diese Distanz ihr wohl keine Zeit bleiben würde die leichte Armbrust zu spannen.
      Jetzt musste sie nur noch heraus finden was dieses D7 überhaupt war ohne sich vor den Orks eine Blöße zu geben. Da die Gnomin dies behauptete um sich wohl zu schützen wie sie annahm, würde es wohl eine Organisation mit Einfluss sein, vielleicht eine der Authoritäten dieser Region? Oder war das noch Stadtgebiet? Vielleicht eine Einheit der Stadtwache? Die Garde eines Königs? Irgendwie wollte all dies nicht mit dieser merkwürdigen Bezeichnung harmonieren, andererseits wollte die Gnomin sich damit doch wohl schützen, nicht wahr? Und was wusste sie schon über den mystischen Kontinent?
      "Es ist Zeit, dass ihr uns nun verlasst, ehe ich ungehalten werde." Ein drohender Unterton lag in Cathrans befehlsgewohnter Stimme, immerhin hatte sie schon ganz anderen Abschaum befehligt... leider war sie da aber noch im Vollbesitz ihrer Kräfte gewesen, aber das ließ sie sich nun lieber nicht anmerken.
      Fragen, Anregungen oder Kritik? -> Konversation oder #ogame.de-rpg

      Lass uns ein Spiel spielen...


      <Seaten>Kata ist wie Cass, nur fauler und männlich