In Jener Sommernacht

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    • Maxi bezweifelte das irgendwie noch..
      "Aber Leon..", murmelte sie leise. "Meint ihr nicht.. er hat sich doch ziemlich seltsam benommen. Und diese Nachricht.." Ihr war kalt und sie wollte nur noch ins Bett zurück.
      "Wir sollten schnell zurück in unseren Bungalow.."
      How do you write like you're running out of time? Write day and night like you're running out of time.
      Everyday you fight like you're running out of time, like you're running out of time,
      Are you running out of time?!



      Chrissi: Boah Franzi, wenn man dich so reden hört ohne dich zu kennen, könnte man auch glauben du wärst so'n Soziopath!<3
    • Aliana verzog etwas das Gesicht.
      "Das war jedenfalls echt krass.. Also.. Ich weiß nicht..." Sie starrte zurück ins Dunkel. Irgendwo raschelte es, und selbst sie konnte ein Schaudern nicht mehr unterdrücken.
      "Ich hab ein mieses Gefühl. Besser, wir gehen schlafen... Morgen sieht's sicher anders aus." Aber das merkwürdog bedrohliche Gefühl klammerte sich fest an sie.


      Thx Tom Bombadil
    • Maxi nickte bloß heftig. Wenn es den anderen beiden auch schon zu gruselig wurde, dann sollten sie wirklich besser schnell zurück in ihre Betten!
      Zum Glück wurden sie auf dem Weg zurück zum Bungalow von niemandem erwischt und so war es, als hätten sie ihre Betten gar nicht erst verlassen. Maxi traute sich nicht einmal den beiden Mädchen noch gute Nacht zuzuflüstern, bevor sie unter ihre Decke krabbelte. Eigentlich hatte sie nicht erwartet in dieser Nacht überhaupt schlafen zu können. Jedes Mal, wenn sie ihre Augen schloss, sah sie die flackernden Kerzen, das kleine Schiffchen, das über das Hexenbrett sauste.. Leon..

      Doch irgendwann musste sie trotz allem eingeschlafen sein, denn als sie erwachte schien Sonnenlicht durch die Fenster und im Bungalow herrschte Aufregung. „Los, alle raus!“, sagte jemand, doch wer konnte sie nicht sehen. Maxi brauchte einen Moment, um den Schlaf ganz abzuschütteln. Sie setzte sich auf, rieb sich die Augen und bekam dabei mit, dass die meisten Mädchen nach draußen strömten. Ihr Magen zog sich zusammen. War etwas passiert? Sie schlug die Decke zurück, zog rasch ihre Schuhe an und schlüpfte in ihre Jacke, während sie sich ebenfalls in Richtung Ausgang machte. Von draußen konnte sie die Stimme einer Aufseherin hören, die alle zur Ruhe aufrief. Mit klopfendem Herzen sah Maxi sich um, nachdem sie nach draußen getreten war. Vor dem Jungen-Bungalow hatte sich eine ähnliche Gruppe an Jungen gebildet, Aufseher und Aufseherinnen gingen durch die zwei Gruppen oder standen in der Mitte zwischen beiden und versuchten die Übersicht zu behalten und alle zu beruhigen. Etwas war nicht in Ordnung, so viel war sicher, doch Maxi hatte keine Ahnung was. Oder.. nein, daran wollte sie nicht denken. Sie tippte dem Mädchen neben ihr zaghaft auf die Schulter und als diese sich zu ihr umdrehte, fragte sie:
      „Ähm.. was.. ist denn passiert?“
      „Hast du es nicht gehört?“, fragte das Mädchen verwundert. Sie blickte sich um und senkte dann die Stimme. „Einer der Jungen ist in der Nacht verschwunden. Er war heute morgen nicht in seinem Bett. Und auch sonst nirgendwo.“
      „Einer der Jungen?“, fragte Maxi ängstlich. Oh nein, oh nein! Sie traute sich kaum, stellte dann aber doch die Frage: „Hm.. wer denn?“
      Im Grunde wusste sie die Antwort bereits, doch trotzdem schien sich ein Eisklumpen in ihrem Magen zu bilden, als das Mädchen den Namen aussprach:


      „Leon“
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      Chrissi: Boah Franzi, wenn man dich so reden hört ohne dich zu kennen, könnte man auch glauben du wärst so'n Soziopath!<3
    • Alexandra konnte so gar nicht einschlafen. Ihr fehlte ihr riesengroßer Plüschhase zum Kuscheln. Und zu ihrer Schande hatte sie sich auch nicht getraut, Maxi zu fragen, ob sie ein Bett teilen konnten. Maxi wäre bestimmt ein perfekter Plüschhasenersatz gewesen.

      Der Morgen kam jedoch irgendwann und Alexandra hatte kein Auge zugetan. Dementsprechend begeistert war sie auch über den lauten und abrupten Appell. Das Mädchen war ein Morgenmuffel und 'früh aufstehen' war in ihrer Top 10 der nervigsten Dinge. Äußerst widerwillig, fast schon mit Todesverachtung, erhob sich das Mädchen schwerfällig aus ihrem Bett. Tod und Verderben.
      Alexandra war so verpeilt von ihrer Schlaflosigkeit, dass sie vergaß sich andere Klamotten anzuziehen und so mit ihrem kurzen Pyjama sich draußen einreihte. Es war zwar irgendwie etwas luftig, ihren peinlichen Ausrutscher bemerkte sie jedoch trotzdem nicht. Es schien anscheinend irgendwer zu fehlen, wenn sie die paar Worte, die ihr Verstand gerade so aufnehmen und verarbeiten konnte, richtig deutete. Nur wer? Konnte sie ins Bett zurück? Sie war ja schließlich da! Unschlüssig sah sie sich um und erkannte ein bekanntes Gesicht. Unsicher taumelte Alexandra zu Maxi. Es war ein Wunder, dass die Schwarzhaarige nicht einfach umkippte oder im Stehen einschlief. „Maxi. Maaaaaaxi! Was ist los? Es fehlt wer?“, kam es müde von Alexandra, gefolgt von einem herzhaften Gähnen.



      Just Monika.

      The post was edited 1 time, last by Coldreaver ().

    • Die ganze Nacht über hatte Aliana an die Decke gestarrt, bis sie es aufgegeben hatte Schlaf zu finden. Das Ganze war doch viel zu creepy, selbst für sie. Eigentlich glaubte sie keine Sekunde an etwas Übernatürliches, andererseits schien das doch viel zu strange zu sein um es nicht zu sein. Wenn das denn Sinn ergab. Leise stand sie auf und sah der Sonne entgegen, die gerade begann, über den Himmel zu kriechen. Und sie bemerkte irgendwann, dass es hektischer wurde. Jemand lief zu der Unterkunft der Aufseher, und der Bienenstock begann zu brummen. Nach einiger Zeit wurden sie herausgerufen, und ihr Herz sank. Nein, das konnte... Was... Ne, oder? Das musste ein Scherz sein. Sie ging langsam zu den anderen beiden Mädchen, die ebenfalls anwesend gewesen waren, als es Gewissheit war, dass Leon verschwunden war.
      "Wir sollten gar nichts sagen..." murmelte sie leise. Die Nacht war zu seltsam gewesen.


      Thx Tom Bombadil
    • Maxi musste kreidebleich geworden sein, denn das Mädchen sah sie nun besorgt an und fragte:
      „Ist alles gut bei dir? Soll.. soll ich wen holen?“
      Zum Glück stolperte in diesem Moment Alexandra auf sie zu und bot genug Ablenkung. Nicht nur, weil sie anscheinend noch ziemlich verschlafen war, sondern auch wegen ihres knappen Schlafanzuges. Einige der anderen Mädchen schienen das ebenfalls bemerkt zu haben und begannen zu tuscheln. Obwohl sie mittlerweile selbst ziemlich zitterte, schlüpfte Maxi aus ihrer Jacke und reichte sie Alexandra.
      „Also.. also..“ Wie sollte sie ihr das erklären?
      „Leon…“ Sie schniefte. Jetzt kamen ihr die Tränen. „Leon… er…“
      Aliana kam zu ihnen und Maxi hörte kaum was sie sagte, so leise sprach sie. Mit großen Augen starrte sie das ältere Mädchen an.
      „Aber….“ Sie konnten doch nicht einfach nichts sagen?!
      „Was… was, wenn er irgendwo in der Nähe ist?“
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    • Verdutzt nahm Alexandra Maxis Jacke entgegen. Kurz musterte sie das Kleidungsstück. Die Jacke war hübsch und flauschig. Da der Wind heute anscheinend sehr stark sein musste, zog sie sie kurzerhand an und nuschelte ein fast unverständliches Danke. Das erinnerte sie an die eine Szene aus der Romanze, die sie sich vor einem Monat angeschaut hatte. Natürlich nur zu Forschungszwecken. Auf jeden Fall hatte der Mann dort der Frau auch seine Jacke gereicht, weil es sie gefroren hatte, und danach liebten sie sich innigst und hatten Geschlechtsverkehr. Hieß das also, dass Maxi sie liebte? Dass sie mit ihr Liebe machen wollte?
      Es brauchte einen Moment, bis ihr langsames Gehirn den Fehler in der Logikkette bemerkte und die These über Bord warf. Da hätte sie fast nicht Maxis weitere Worte mitgekriegt.
      Alexandra murrte schlaftrunken: „Leon ist also die fehlende Dramaqueen.“ Dann begann wieder ihr Hirn zu rattern und die gerade gewonnene Information mit dem bisherigen Wissen vom vorigen Tag zu verknüpfen.
      Plötzlich war sie hellwach. „Leon fehlt? Was? Ne,oder?!“
      Verwirrt über die unsägliche Wendung sah sie zu Boden und bemerkte ihre nackten, hellen Beine. „Ah. Ich habe noch meinen Schlafanzug an.“ Sie störte das jedoch nicht sonderlich, schließlich wurden keine pikanten Stellen preisgegeben. Sie betrachtete erneut die Jacke. „Du bist echt aufmerksam, Maxi. Danke.“ Das jüngere Mädchen schien jedoch selbst zu frieren, was Alexandra in eine ziemliche Zwickmühle brachte. Sollte sie die Jacke zurückgeben? Und .... weinte Maxi etwa? Überfordert griff sie instinktiv nach den Händen des Mädchens und drückte sie. „Nicht weinen, Maxi. Die finden bestimmt bald Leon. Das klärt sich auf, ganz sicher.“
      Dann antwortete sie, die ganze Chose bereits wieder analytisch betrachtend, auf Alianas Einwurf: „Ja, wenn wir etwas sagen, bringt uns das derzeit nur in Schwierigkeiten und die Wahrheit glaubt uns eh niemand. Es bringt faktisch keinen Nutzen und wird uns nur schaden. Wir könnten allerdings uns später mal umschauen gehen, vielleicht finden wir etwas heraus. Wenn mir bessere Anhaltspunkte und eine Theorie haben, wo er sein könnte, können wir noch immer etwas sagen.“



      Just Monika.
    • Vehement schüttelte Aliana den kopf.
      "Ne, sonst geben die noch uns die Schuld - wir haben ja nichts gemacht." Das Einzige was verboten gewesen war - tja, eben dass sie so spät nachts noch wach gewesen waren. Sie steckte die Hände in die Taschen ihrer Hose.
      "Hat wohl Schiss bekommen und ist weggelaufen oder so." Oder so. Sie hatte ein ganz komisches Gefühl und wusste nicht einmal, wie sie das beschreiben sollte.


      Thx Tom Bombadil
    • Maxi gab sich Mühe, das tat sie wirklich. Sie drückte Alexandras Hand und versuchte so gut es ging die Tränen zurückzuhalten. Wenn sie jetzt weinte, würde man sicher etwas merken! Trotzdem kullerten ihr ein, zwei Tränen über die Wange.
      Am liebsten wäre sie sofort zu einem der Aufseher gerannt und hätte alles gebeichtet. Es gefiel ihr überhaupt nichts, dass die andern beiden zu der Sache schweigen wollten. Aber andererseits.. würden sie wirklich Ärger bekommen, wenn sie etwas sagten? Das wollte sie auch nicht! Das sollte doch nur ein witziger Abend werden..
      "O..okay.", murmelte sie leise. Sie hatten schon Recht. Leon würde schon wieder auftauchen!


      Doch das tat er nicht.


      Sie warteten den ganzen Tag, während das Lager um sie herum immer unruhiger wurde. Einerseits wurde bereits zusammen gepackt, denn morgen würde es zurück nach Hause gehen. Andererseits blieb Leon weiterhin vermisst, sodass die Aufseher schließlich gezwungen waren die Polizei einzuschalten. Aliana, Alexandra und Maxi hatten sich zu dritt etwas zurückgezogen. Maxi knetete nervös ihre Hände durch.
      "Wollt ihr immer noch nichts sagen?", fragte sie die beiden leicht verzweifelt. Wenn jetzt schon die Polizei involviert war, dann mussten sie sich doch melden!
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    • Alexandra hatte in der Zwischenzeit ihren Pyjama durch etwas passendere Kleidung ersetzt. „Ich weiß nicht, Maxi. Also das Schlimmste, was uns passieren kann, ist ein Anschiss. Wir haben ja schließlich gegen kein offizielles Gesetz verstoßen und landen deswegen im Knast. Und meine Eltern wird es sowieso nicht sonderlich stören. Die denken sich höchstens: 'Na ein Glück hat sie nicht die ganze Zeit allein verbracht' und das war es.“
      Alexandra strich sich mit einer Hand eine im Gesicht hängende Haarsträhne hinter das Ohr. Auch sie bedrückte das alles sehr. „Ich hoffe es ja nicht, aber vielleicht ist er entführt worden. Für die Polizei wäre es wichtig, zu wissen, wann er zuletzt gesehen wurde, um die Tatzeit einzugrenzen. Dadurch kann man leichter den Täter finden und damit Leon.“
      Unsicher betrachtete sie Maxis Jacke, die sie noch immer trug. „Uhm, Maxi, willst du eigentlich deine Jacke wieder haben oder darf ich die noch ein wenig anlassen?“ Die Jacke war wirklich kuschelig! Und sie roch ein bisschen nach dem anderen Mädchen, was für Alexandra ungewohnt aber auch interessant war. Sie hatte bisher noch nie bereits getragene Kleidung von jemand anderes angehabt.



      Just Monika.
    • Dieses Mal schmeckte nicht einmal die Zigarette. Aliana brütete etwas vor sich hin - diese ganze Sache machte ihr doch zu schaffen. Jetzt sogar die Bullen - verdammt. Das war alles andere als gut.
      "Naja.. Anschiss kenn ich zu Genüge..." Sie zuckte mit den Achseln und rappelte sich dann vom Boden auf.
      Ich kann ja hingehen - einer mehr oder minder ist auch egal." Und es war wohl das Beste, denn die Bullen würden mit Sicherheit irgendwas finden, was man mit ihnen in Verbindung bringen konnte. Außerdem hatte Alexandra recht, es war ja nichts wirklich Arges was sie gemacht hatten....


      Thx Tom Bombadil
    • Maxi war froh, dass die andern beiden ihre Meinung zu ändern schienen. Wer weiß, vielleicht würde die Polizei Leon mit ihrer Hilfe ja finden?
      "Ich.. ich finde, wenn dann sollten wir gemeinsam hingehen.", sagte sie nun leise und sah dann zu Alexandra.
      "Oh, ähm.. du kannst die Jacke ruhig noch etwas behalten." Sie fror nicht wirklich und überhaupt mochte sie die Jacke nicht, weil kleine Herzchen darauf waren.
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    • Alexandra fühlte sich etwas besser, als ersichtlich wurde, dass sie hingehen und von der letzten Nacht erzählen würden. Sie stimmte Maxi zu. „Ja, wenn dann gehen wir gemeinsam. Ist doch doof, wenn nur einer von uns den Kopf hinhält. Wir stecken da schließlich gemeinsam drin.“
      Bei Maxis weiteren Worten musste sie kurz breit grinsen. Die Forscherin wusste nicht warum, aber es freute sie ungemein.
      „Yay! Danke“, sprach das Mädchen und kuschelte sich in die Herzchenjacke.



      Just Monika.
    • "Hmmnn." Nein, getan hatten sie ja wirklich nichts allzu Schlimmes. Außerdem musste das einfach ein mieser Scherz von Leon sein, was denn sonst. Übernatürliches? Bitte nicht.
      "Dann sollten wir uns besser beeilen, sonst denken die Bullen doch noch, dass wir was gemacht haben mit ihm."


      Thx Tom Bombadil
    • Und so machten sich die drei auf und sprachen eine der Aufseherinnen an. Wenig später war ein Polizeibeamter hinzugezogen worden, der Alexandra, Aliana und Maxi streng musterte.
      „Ihr sagt also, ihr habt euch gestern Nacht mit Leon im großen Bungalow getroffen und Gläserrücken gespielt und als ihr fertig wart, ist Leon gegangen und keiner von euch hat ihn wieder gesehen?“
      Maxi nickte bloß stumm. Von den unheimlichen Vorfällen in dieser Nacht hatten sie bisher noch nichts berichtet. Sollten sie das tun? Aber.. würde man sie dann nicht für verrückt halten? Und was, wenn es dabei half Leon zu finden?! Maxi knete ihre Hände, traute sich aber nicht etwas zu sagen.
      Die Aufseherin schüttelte den Kopf.
      „Nun, ich muss natürlich sagen, dass es nicht in Ordnung war, dass ihr euch aus euren Betten geschlichen habt. Die Bettruhe gibt es aus gutem Grund!“ Ihre Miene wurde etwas weicher.
      „Aber ich bin sehr froh, dass ihr damit zu uns gekommen seid. Jeder Hinweis kann uns im Moment helfen. Trotzdem müsst ihr verstehen, dass wir eure Eltern darüber benachrichtigen werden.“
      Maxi fühlte einen Klumpen im Magen. Eigentlich glaubte sie nicht daran, dass ihre Eltern sehr böse auf sie wären. Aber ihre Mutter würde sich sicher große Sorgen machen..
      Der Polizist betrachtete die drei noch einmal streng.
      „Gibt es noch etwas, das ihr mir erzählen wollt?“
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    • Aliana ließ sich recht wenig von den Autoritätspersonen beeindrucken. Die Meldung an ihre Eltern nahm sie Schulterzuckend zur Kenntnis, das war nicht das erste Mal, und diese interessierten sich auch nich so besonders dafür. Es war sogar fraglich, ob man diese wirklich erreichen würde oder nicht, denn sie waren oft unterwegs und achteten nicht immer auf das Privathandy. Die Frage des Polizisten ließ sie allerdings an diese Momente zurückdenken, an ... Leon Kru schauderte das junge Mädchen, und noch kürzer überlegte sie, ob sie was sagen sollte. Aber sie entschied sich dagegen, das klang doch zu bescheuert, und Erwachsene würden ihnen sowieso nicht glauben und das als Fantasie abtun. Oder, schlimmer noch, denken, dass sie etwas zu verbergen hatten, was mit dem Verschwinden ihres Freundes zu tun hatte.
      "Nö, mehr wissen wir nicht. Sind halt rüber zu den Mädchenräumen und ins Bett. Was Leon dann gemacht hat, keine Ahnung."


      Thx Tom Bombadil
    • Alexandra überlegte angestrengt. Was würde es den Polizisten bringen, wenn sie vom Hexenbrett und dem ganzen seltsamen Dingen erfuhren? Würden sie damit leichter Leon finden? Sie konnte es sich beim besten Willen nicht vorstellen. Am Schluss würde es heißen, sie hätten sich irgendwelche Drogen reingezogen. Was hatte es nur mit dieser Nachricht zu tun? Was hatte Leon getan? Was wurde Leon angetan? Alexandra wurde nicht schlau draus. „Er ging als erstes. Leon verließ als erstes den Bungalow. Als wir folgten, war er bereits nirgends mehr zu sehen. Er hatte beim Verlassen nichts mehr zu uns gesagt.“ Jetzt wo das Mädchen darüber nachdachte, wunderte es sie etwas. Sie hatten nicht so lange gebraucht, um nach ihm den Bungalow zu verlassen. Hätten sie nicht das Licht seiner Taschenlampe noch sehen müssen?



      Just Monika.
    • Der Polizist musterte die drei noch einmal aufmerksam, schien mit ihren Antworten jedoch zufrieden zu sein.
      „Es war sehr gut von euch, dass ihr euch gemeldet habt.“, stimmte er nun der Aufseherin zu und stand auf.
      „Wenn wir noch Fragen an euch haben, melden wir uns.“ Er besprach sich kurz außer Hörweite mit der Aufseherin und ging dann. Die Aufseherin sah zu Alexandra, Aliana und Maxi. Kurz konnte man die Besorgnis in ihrer Miene deutlich sehen, dann setzte sie ein beruhigendes Lächeln auf.
      „Nun, ich bin sicher ihr ward eine große Hilfe.“, erklärte sie den dreien. „Geht erst einmal zurück zu den anderen. Leon wird spätestens heute Abend bestimmt auftauchen.“
      Maxi fühlte sich elend, als sie zurück zum großen Bungalow gingen, wo sich die meisten Jugendlichen versammelt hatten. Hoffentlich hatte die Aufseherin Recht. Hoffentlich würde man Leon finden…

      Doch.

      Er tauchte nicht auf. Nicht an diesem Abend und auch nicht am nächsten Morgen, als das Lager endgültig abgebrochen und die Rückfahrt nach Hamburg angetreten wurde. Die Aufseher versuchten sich nichts anmerken zu lassen, doch trotzdem spürte man die Unruhe. Die Jugendlichen tuschelten untereinander, stellten Vermutungen zu Leons Verschwinden an. Einige von Maxis Freundinnen hatten versucht mit ihr darüber zu reden, jedoch schnell festgestellt, dass sie nicht besonders gesprächig war. Sie saß in einem der Busse, an einem Fenster und knetete ununterbrochen ihre Hände durch, während sie nach draußen starrte, als könnte Leon dort jeder Zeit auftauchen. Wo war er bloß?!
      Hatten sie richtig gehandelt? Hätten sie von den unheimlichen Vorkommnissen in der Nacht berichten sollen? Hätten sie Leon aufhalten sollen, als er hinausging? Aber sie hatten ja nicht gewusst, was passieren würde! Sie hatten es nicht gewusst..

      ____
      Ende Episode 1

      Wuhu, damit haben wir die erste Episode beendet! Wie im Channel besprochen gebe ich das SL-Zepter nun an Cass weiter!
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    • Kapite II - Die Suche

      Sommer 1999

      Langsam ging die Sonne unter am Hamburger Hafen. Eine kühle Brise wehte hinüber, angenehm nach dem Tag, der ziemlich heiß gewesen war. Die Szenerie wurde in ein fast unwirkliches rotes Licht getaucht, selbst die hässlicheren Gebäude wirkten wie gemalt. Übergossen mit dunkelroter Farbe. Die junge Frau, die auf einem niedrigen Dach saß, schauderte. Wie Blut Trotzdem blieb sie noch eine Weile sitzen, bis die Dämmerung nur noch ein schwaches Licht am Horizont war und die Sterne langsam sichtbar wurden. Mit einem Seufzen setzte sie sich die Bierflasche an die Lippen, trank einen Schluck und prostete ins Nichts.
      „Auf dich, Leon.“. Vier Jahre war das jetzt her. Vier Jahre, in denen es kaum einen Tag gegeben hatte, an dem Aliana nicht zumindest ganz kurz an jene Sommernacht gedacht hatte, in der ihr Weltbild arg angegriffen worden war. Vier Jahre, in denen sie ihr ganzes Leben umgekrempelt hatte, wenn auch nicht immer freiwillig. Seufzend zündete sich die nun bald 18-Jährige eine Zigarette an. Nach ein paar Minuten rappelte sie sich auf, schnappte sich ihre Lederjacke und sprang vom Dach hinunter auf eine große Mülltonne, was natürlich einen Heidenlärm machte, besonders mit den metallverstärkten Springerstiefeln. Der Typ, der sie daraufhin anfuhr, bekam nur ein „Halt's Maul!“ zurück und einen Mittelfinger. Was immer der dann laberte hörte sie nicht, da sie sich Köpfhörer aufsetzte und Musik anmachte. Badumm, badumm, badumm… Kurz spiegelte sie sich in einer halb zerbrochenen Scheibe. Ihre schwarze lila Haarfärbung war schon etwas herausgewachsen, ihre Haare waren in Twintails geflochten. Sie trug über leicht zerrissenen schwarzen Hot Pants mit Netzstrumpfhose ein Bandshirt von Cradle of Filth, eben die erwähnten bemalten Springerstiefel und im Gesicht knallroten Lippenstift. Sie erwischte am Jungfernsteg gerade noch die Bahn in Richtung Altona und warf sich auf einen der angesprayten Sitze. Lässig und ein wenig stolz kramte sie ihr Nokia 5110 raus, ganz neues Teil, und jetzt war es viel leichter, zwei besonderen Freundinnen -wenn man das so nennen konnte- eine SMS zu schreiben.
      Denk an euch. Und ihn. Take care. Manchmal trafen sie sich, nur sie erzähöte fast nichts über ihr Leben mehr, dafür war doch zu viel abgefuckt. Noch war sie tatsächlich auf einem Gymnasium, nächstes Jahr dann in der 12 nach den Ferien, aber sie wusste nicht, ob sie dann überhaupt noch eibne Wohnung haben würde. Seufzend stieg sie nach einiger Zeit an Fahrt aus und lief zu dem großen Wohnblock. Action gab es immer hier, so auch heute – gleich zweimal kam sie an sich prügelnden Gruppen vorbei, ohne dass sie sich großartig darum kümmerte. Nicht ihr Problem. Schließlich kam sie zu ihrem Wohnhaus und betrat dieses. Es war nicht wirklich schmutzig oder kaputt, aber alles hatte schon bessere Tage gesehen. Der Aufzug war nicht besonders zuverlässig, daher lief sie die Treppen in den sechsten Stock hinauf. Noch war Aliana recht fir, und gut tat es außerdem. Sie teilte sich die 80m² mit zwei anderen jungen Teeagern, die auf Geheiß des Jugendamtes von den Eltern getrennt worden waren – so wie sie selbst. Jetzt war aber keiner da, wahrscheinlich feierten sie gerade mal wieder mit den neuen Lovern. Ihren hatte sie vor ein paar Monaten abserviert und keine Lust gehabt, sich wen neues zu suchen. Vielleicht ja eine Frau das nächste Mal – Gelegenheit gab es genug. Gähnen betrat sie die kleine Küche, dieses Mal sogar einigermaßen sauber, und nahm sich eine neue Flasche Bier und taste beim Geheimversteck in der Mikrowelle nach ein bisschen Gras. Ah, perfekt. So einen Abend lobte sie sich. Sofort zog sich Aliana in ihr kleines Zimmer zurück und warf sich aufs Bett – Kopfhörer auf, Musik laut, ein Joint und… Da raschelte etwas unter dem Rücken. Hm? Sie griff hinter sich und holte einen Briefumschlag hervor. Stirnrunzelnd setzte sich die junge Frau auf und sah ihn an. Merkwürdig. Da stand nur ihr Vorname drauf, keine Adresse, nichts… Argwöhnlisch hielt sie es gegen das Licht, sah aber nur einen Zettel darin. Die Schrift kannte sie einfach nicht. Das war keiner der beiden anderen Mädels gewesen. Hm. Sie rauchte den Joint zuende und setzte sich dann an den ziemlich zugemüllten Tisch, wo sie den Brief vorsichtig öffnete.
      Helft mir. Ich brauche euch. Ich warte. Leon. WHAT THE… Wie von der Tarantel gestochen sprang Aliana auf und ließ den Brief fallen, dann starrte sie darauf, als wäre es eine Kobra. Das war doch ein blöder Scherz! Das konnte ja nicht sein… Boah… Aber wer… Ne, das passte nicht zu Alex und Maxi – oder doch? Ach shit… Ihre Hände zitterten leicht, als sie eine Zigarette anzündete. Damn! Es wusste doch niemand – oder? Ihr wurde eiskalt. Nach einem weiteren Beruhigungsjoint schrieb sie beiden noch eine SMS.
      Leute, habt ihr mir 'nen Brief geschickt?


      Willkommen zu Teil 2 =) Wie man unschwer sieht, sind unsere Chars nun ein wenig älter und zumindest meiner nicht weiser. 1999 hat es bereits das Handy gegeben – das gute alte unkaputtbare Nokia 5110 :D Das war damals das erste wirklich weit verbreitete Handy. Es ist der Jahrestag von Leons Verschwinden. Unsere Chars sind in losem Kontakt geblieben, einfach, weil das Erlebnis zusammenschweißte. Jeder hat einen Brief bekommen, und jetzt – auf auf ^^


      Thx Tom Bombadil