In Jener Sommernacht

    • Sonstiges

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    • Ihre unschönen Gedankenwirbel wurden durch eine warme Hand in ihrer eigenen durchbrochen. Verwundert sah sie zu Aliana hinüber und brachte dann ein schwaches Lächeln zustande.
      „Ja, ich… ich glaube, ich hab grade eh noch keinen Hunger“, nuschelte sie.
      How do you write like you're running out of time? Write day and night like you're running out of time.
      Everyday you fight like you're running out of time, like you're running out of time,
      Are you running out of time?!



      Chrissi: Boah Franzi, wenn man dich so reden hört ohne dich zu kennen, könnte man auch glauben du wärst so'n Soziopath!<3
    • Alexandra biss von ihrem Croissant ab und sah schläfrig von Max zu Aliana. Und wieder zurück. Und wieder zu Aliana. Dann krachte etwas durch ihr Bewusstsein mit der Kraft eines auf Mach 20 beschleunigten Güterzuges.
      Aliana hatte ihr gerade ihren ersten echten Spitznamen gegeben. Alex. Während man nun bemerken konnte, wie das schläfrige Bündel Elend innerlich zu strahlen begann wie eine Supernova, antwortete Alexandra mit einer für sie ungewöhnlich fröhlicher und hoher Stimme:
      „Mein Croissant und ich werden euch begleiten. Du darfst jederzeit davon abbeißen, Aliana. So viel wie du willst.“



      Just Monika.
    • Die Sonne. Freude und Fluch. Was wäre wenn... Zurückziehen in den Schatten der Wälder, hoffen auf die Nacht - die warme Nacht, die dunkle Nacht. Nicht weit von hier ist das Leben. Kommen sie?


      Die drei junge Frauen verließen schließlich das Hotel. Obwohl es noch so früh war, spürte man bereits, dass es heute ein sehr heißer Tag werden würde. Aliana hatte ihre Arme um die Schultern der anderen beiden gelegt und versuchte, das merkwürdige Gefühl abzuschütteln, das sie seit dem Aufwachen begleitete. Am besten ging das mit viel Reden, Ablenken und ab und zu Alex ein Stück Croissant klauen.
      "Hier ist ja mal jeder Hund begraben... Man, ich hatte gar nicht mehr in Erinnerung, was für ein Kaff das hier ist!" Tatsächlich war kaum jemand auf der Straße, was merkwürdig war angesichts dessen was sie vom Balkon gesehen hatte, andererseits war derzeit Urlaubszeit, Sommerferien...
      "OK Mädels. Sollen wir dann einfach mal zu den ollen Hütten hinfahren und gucken? Und dann später schauen, dass wir ans Wasser kommen? Gibt sogar 'nen FKK Strand! Aber man kann auch einfach im Sand chillen oder so. Scheint wieder die totale Affenhitze zu werden." Natürlich hatte sie nicht vergessen, was sie hergeführt hatte, wie auch.


      Thx Tom Bombadil
    • Im Gegensatz zu Aliana begrüßte Max es eher, dass außer ihnen kaum jemand unterwegs war. Es war ja auch noch früh und so wurden sie wenigstens nicht angestarrt. Alianas Arm um ihre Schultern machte ihr seltsamerweise gar nichts aus, obwohl sie Körperkontakt sonst eher vermied. Als Aliana dann jedoch von dem alten Feriencamp sprach, spannte Max sich etwas an. Sie hätte beinahe vergessen können, weswegen sie überhaupt hergekommen waren…

      „Ja gut…“, nuschelte sie, bevor ihr Herz bei der Erwähnung des FKK Strands einen Schlag aussetzte. Nein!
      „Mh…“, machte sie bloß. „Ich… würde lieber zu einem normalen Strand gehen.“
      Spätestens jetzt mussten die andern beiden sie wohl für richtig prüde halten. Beschämt senkte Max den Kopf.
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      Chrissi: Boah Franzi, wenn man dich so reden hört ohne dich zu kennen, könnte man auch glauben du wärst so'n Soziopath!<3
    • Alexandra war immer noch auf ihrem ganz eigenen Wölkchen. Hach, ein eigener Spitzname! Sie wurde allerdings etwas unsanft davon heruntergestoßen, als Aliana auf das ehemalige Feriencamp zu sprechen kam.
      „Mh ja, bringen wir es so schnell wie möglich hinter uns. Dann können wir zumindest danach zu dritt unbeschwert die gemeinsame Zeit genießen.“
      Als Aliana dann auch noch vorschlug, auf einen FKK-Strand zu gehen, wurde Alex es etwas unbehaglich. Glücklicherweise schien Max ähnlicher Meinung zu sein wie sie.
      „Danke Max! Ich bin ganz deiner Meinung. Wenn Strand, dann mit Bikini oder Badeanzug. Mir macht es zwar nicht wirklich was aus, wenn ihr Beide mich nackt seht, aber fremde Leute … das geht gar nicht.“
      Alexandra überlegte kurz und grinste dann:
      „Sagen wir es so: Das Vergnügen, meinen wunderschönen Körper bestaunen zu dürfen, möchte ich nur euch Beiden schenken.“



      Just Monika.
    • Aliana lachte auf.
      "Naaaa gut." Schmunzeln piekste sie Alex in die Seite.
      "Nur wir, eh? Na, das lass ich mir einreden." Die junge Frau überspielte gekonnt die Unsicherheit, denn ob sie da das richtige taten...
      "Na, dann wollen wir mal schauen, oder?" Die staubige, menschenleere Straße führte sie im roten Sonnenaufgang zu einer Bushaltestelle. Kurz checkte sie den Plan.
      "Alles klar, der kommt in zehn Minuten. Haben wir Geld?"


      Thx Tom Bombadil
    • „Hehe. Sieg für uns, Max!“, grinste Alex ihre Freundin breit an. Als Aliana Alexandra pikste, schreckte jene kurz weg, schlang dann aber jedoch lachend ihren Arm um deren Taille, auf Schmusekurs gehend. Denn Aliana schien da eindeutig eine Schwachstelle zu besitzen! Und es fühlte sich schön an, auch wenn sie dabei seltsam hibbelig wurde. Ganz zu schweigen von der noch schneller aufsteigenden Hitze, die ihr die Sinne vernebelte.
      „Haben wir Geld? Du meinst wohl eher: Ich bin leider blanker als ein Babypopo und hoffe, dass jemand für mich etwas übrig hat. Nun, glücklicherweise habe ich heute meinen Spendierrock an und könnte dir eventuell ein Busticket zahlen...“, lächelte sie Aliana frech an.



      Just Monika.
    • Erleichterung überflutete Max, als Alexandra sich auf ihre Seite schlug. Gleichzeitig bewunderte sie Alex auch für ihr Selbstbewusstsein – sie selber wollte niemandem ihren nackten Körper zeigen. Das Gekabbel – oder Geflirte? – zwischen Aliana und Alexandra verfolgte sie mit einem kleinen Lächeln. Die drei merkten vermutlich nicht einmal, wie nervös sie wegen dem, was sie nun vorhatten, waren. „Ich hab auch was dabei“, sagte sie leise. „Wir können zusammenlegen.“
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      Chrissi: Boah Franzi, wenn man dich so reden hört ohne dich zu kennen, könnte man auch glauben du wärst so'n Soziopath!<3
    • "Rrrrr. Na wenn du gleich so rangehst meine Süße, dann gibt es doch noch nackte Haut." lachte Aliana halb ernst und drückte ihre Freundin kurz. Nicht, dass sie etwas gegen ein kleines Techtelmechtel hätte. Ob es hier aber angebracht war...
      "Alles gut. Na, dann wollen wir mal." Ja, sie hatte halt wenig, aber es war ein gemeinsames Abenteuer. Eines, das schon merkwürdig begann.

      Nach einigen Minuten kam der Bus. Er war recht leer, aber man spürte schon, dass er sich sicherlich aufheizen würde. Außer ihnen war nur eine Mutter mit einem Baby und ein Teenie mit Kopfhörern und blassem Gesicht im Fahrzeug. Aliana fläzte sich auf einen Vierer, als sie losfuhren. Langsam wurde sie munterer, auch wenn sie mehr Kaffee vertragen könnte. Gab doch dort ein Café oder so? Na sie würden sehen.
      "Na mal sehen was sie da verändert hat..."


      Thx Tom Bombadil
    • Alexandra versuchte ein verführerisches Kätzchen zu mimen, doch mehr als ein „Miauw!“ und eine improvisierte Katzenpfote kam nicht zustande. Alexandra konnte nämlich bei Alianas äußerst direkter Antwort nicht mehr an sich halten und bekam einen Lachanfall allererster Güte. Ob ihr Gesicht deswegen rot anlief oder wegen der Erinnerung an den gestrigen Abend und der dort unbekleideten Aliana, war allerdings nicht eindeutig feststellbar.
      Zusammen mit Max bezahlte Alexandra dann das Busticket; sie setzte sich anschließend im Bus neben Aliana, um Abstand zum Fenster zu bekommen. Denn die Sonne war auch schon zu früher Stunde kein schwachbrüstiger Gegner und es wäre von Vorteil, nicht als wandelnder Toter am Zielort aufzuschlagen.
      „Mir wäre es ja am liebsten, wenn die See die doofen Bungalows verschluckt hat.“



      Just Monika.
    • Vorsichtig ließ Max sich Aliana und Alexandra gegenüber auf den Sitz sinken. Ihr Magen begann sich bereits wieder zu verkrampfen.
      „Ja, mir auch“, stimmte sie Alexandra leise zu. Vielleicht war es keine gute Idee gewesen herzukommen. Und doch… Leon…
      „Ich wünschte… ich wünschte wir wären damals einfach in unseren Betten geblieben“, murmelte sie.
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      Chrissi: Boah Franzi, wenn man dich so reden hört ohne dich zu kennen, könnte man auch glauben du wärst so'n Soziopath!<3
    • "Pahahaha!" Alaian lachte und zwinkerte Alexandra zu.
      "Kätzchen? Auch gut." Dann seufzte sie und wurde beinahe ernst.
      "Jo - ich hoffe, dass nichts mehr da ist und wir einfach nur irgendwie auf einem Trip sind oder was. Na, werden es merken." Aber sie wusste, dass das nicht sein konnte. Auch wenn sie es nicht bezeugen hätte können. Ihr Instinkt...
      "Das Beste an dem Camp wart eh dann ihr."


      Thx Tom Bombadil
    • „Da ich bezweifle, dass nach Leons Verschwinden dort noch großartig was tourimäßig lief, kann es sogar gut sein, dass die Bungalows abgerissen wurden. Oder mittlerweile anders verwendet werden“, antwortete Alexandra grübelnd.
      „Die Wahrscheinlichkeit ist also auf jeden Fall höher, dass wir Drei hier einfach nur einen stinknormalen Ausflug machen.“
      Dann musste Alexandra jedoch wieder grinsen. Sie pikste Aliana in die Wange und meinte dann zu Max: „Schau mal, unsere Aliana taut auf!“



      Just Monika.
    • Max hielt sich eher zurück, während Alex und Aliana die Unterhaltung trugen. Es war schön, den beiden einfach nur zuzusehen. Als Alex sie ansprach, musste Max kurz lachen.
      „Bei dem Wetter kann man ja auch nur auftauen.“ Sie versuche so unbeschwert wie möglich zu wirken, gleichzeitig wollte sich das verkrampfte Gefühl in ihrer Magengegend nicht lösen. Sie wünschte sich nichts mehr, als dass sie nur abgerissene Bungalows und hochgewachsenes Gras vorfinden würden, doch sie war sich ziemlich sicher, dass das nicht der Fall sein würde.
      „Dabei… dabei hätten wir vermutlich nicht mal wirklich miteinander gesprochen, also… ohne Leon, meine ich…“
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    • An jenem Sommertag...


      Leise rauschten die Blätter in den Bäumen ob des aufkommenden Windes. Das Meer weit draußen begann sich bereits zu verfärben, die Gewitterwolken zogen sich allmählich zusammen. Doch an Land war noch lange nichts zu sehen. Es war ruhig geworden bei den Bungalows, die Polizeibänder flatterten im Wind. Die Stille wurde nur unterbrochen vom Zwitschern der Vögel, vom Zirpen der Grillen. Allmählich verstummten diese, als ein Schatten herankroch, der die Sonne langsam verschlang und Düsternis über den trockenen Wald warf. Die Schatten verfingen sich ineinander, formten Gestalten, die sich zu fangen schienen, untermalt vom Singen des Windes, das klang wie leises Weinen....


      Aliana zog die Nase kraus.
      "Jo, eh." Wer hätte denn mit ihr groß reden wollen? Der Bus tuckerte durch die Landschaft und hielt schließlich an einer Haltestelle, die im Nirgendwo zu sein schien. Aber nur 200 Meter weiter gab es einen Weg, der sie zu den Bungalows führen würde. Als die drei jungen FRauen ausstiegen, kam ein kurzer Wind auf, der über die immer wärmer werdende Landschaft fegte. Außer ihnen war niemand zu sehen. Es ging zwischen ausgetrockneten Getreidefeldern in Richtung des nahen Waldes, und die Stille verriet, dass hier keine Jugendgruppe war. Gedankenlos zündete sich Aliana eine Zigarette an.
      "Woah. Das kam mir damals alles größer vor."


      Thx Tom Bombadil
    • Es war ja schon im Bus warm gewesen, aber die Hitze im Freien war noch eine ganze Ecke unangenehmer. Alexandra seufzte und kramte ihre Wasserflasche aus der Tasche, um einen Schluck zu nehmen. Etwas störte sie jedoch noch viel mehr als die Hitze. Alexandra hatte Angst. Es war schwer greifbar, und doch schien es als würde ein dunkler Schatten auf ihren Schultern lasten. Als würde ein Aufhocker auf ihrem Rücken sitzen, sein grässlicher Atem von hinten nach vorne quellen und mit jedem getanen Schritt die Beine schwerer werden.
      Es war ein Fehler gewesen, hierher zu kommen. Doch sie würde wohl kaum noch Aliana davon überzeugen können, da war sich Alexandra sicher. Ihre Vergangenheit, ihr Geheimnis wartete hier auf das Trio. Und manche Dinge würden einen erst loslassen, wenn man sie überwunden hatte oder daran zugrunde gegangen war. Und ehrlich gesagt wünschte sich Alexandra nichts mehr, als dass sie und ihre beiden lieben Freundinnen das alles einfach nur vergessen könnten. Einfach nur zu dritt zusammen sein, Spaß haben. Doch das war ein Traum in weiter Ferne. Die Realität waren die Schreiben, die sie erhalten hatten. Gezeichnet von Leon. Alexandras Gesicht war bleich wie ein Leichentuch.
      Die Bungalows mochten zwar früher größer gewirkt haben, jedoch …
      „Dafür sind sie unheimlicher.“



      Just Monika.
    • Anstatt zu antworten, nickte Max bloß stumm. Es war… so seltsam wieder hier zu sein. Seltsam und falsch. Ja, sie war sich ziemlich sicher – es war falsch gewesen, hierher zu kommen. Wieso hatte Leon sie darum gebeten? War er es wirklich gewesen? Was machten sie hier überhaupt? Einen Moment lang kam Panik in ihr hoch, Panik die alle anderen Gedanken und Sinne betäubte und Max zum Stillstand brachte. Sie zwang sich dazu zu atmen, ihre Lungen rhythmisch mit Luft zu füllen und wieder zu entleeren. Sie hätten nicht herkommen dürfen.
      How do you write like you're running out of time? Write day and night like you're running out of time.
      Everyday you fight like you're running out of time, like you're running out of time,
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