OGame - aus Sicht der Bewohner seiner Welten

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    • Abschied



      Stilgar hatte eine Versammlung einberufen. Die Fremen saßen im Kreis in der geräumigen Höhle.
      Diese war zwar nicht so groß wie die Haupthöhle bot aber für die hier anwesenden genügend Platz.
      Stilgar stand in der Mitte und begann mit seinen Informationen.
      Akin gesellte sich zu Khaleesi und ihren Leibwächtern.
      „Inzwischen sind die Meldungen eingetroffen,“ begann Stilgar,“ alle unsere Leute konnten sich in Sicherheit bringen.
      Das ärztliche Personal ist in die Hauptstadt gebracht worden, und behandelt dort unter Aufsicht die Verletzten.
      Drakons Männer haben die Haupstadt unter ihre Kontrolle gebracht.
      Über den Verbleib von von Keira weiß leider keiner Bescheid.“
      Die Fremen benützten für ihre Kommunikation Fledermäuse die garantiert abhörsicher den nächtlichen Flug zu ihrer
      Stammhöhle antraten. Dies war zwar altmodisch aber sehr sicher.
      In der Hauptstadt Arrakis begannen die Soldaten von Drakon sämtliche flugfähigen Maschinen zu zerstören.
      Offensichtlich wollten sie die Flucht von dem Planeten verhindern. Darüber mussten die Fremen indes lachen,
      ihre Ornithopter lagen gut verteilt und bestens getarnt weit draußen in der Wüste. Der adlerartige Orni war das
      Herzstück der fremischen Flugabwehr, nur er konnte dank der Gleitfähigkeit seiner Flügel den enormen Sandstürmen
      standhalten. Was viele nicht wußten er war sogar raumfahrtstauglich, geeignet für den interplanetaren Verkehr.





      Zweiundsiebzig Stunden hing Keira nun schon an dem Tropf. Dank ihrer erlernten Gabe der Auto-Suggestion
      ist die 'Behandlung' vollkommen spurlos an ihr vorübergegangen. Sie versetzte sich einfach in einem Zustand
      der Gefühlslosig- und Gleichgültigkeit. Da betrat das Wachpersonal den Raum. Sie legten ihr elektromagnetische
      Hand- und Fußfesseln an. Auch um den Hals bekam sie ein sogenanntes „Hundehalsband“.
      Dieses Band war gespickt mit kleinsten Injektionsnadeln die neben Tranquilizern auchLähmungssubstanzen enthielten,
      ja selbst ein schnell wirkendes tödliches Gift konnte verabreicht werden. Keira spannte unmerklich die
      Halsmuskulatur an, um ihren Halsdurchmesser zu erhöhen. Niemand kontrollierte ob das Band auch richtig saß
      und Keira wunderte sich nur über diese Nachlässigkeit. Das Personal befreite sie vom Tropf und entfernte die Seile.
      Endlich konnte sie wieder auf beiden Beinen stehen. Grob schubsten die Wachleute sie in Richtung Ausgang.
      Keira wurde von der Sonne geblendet als sie das Gebäude verließen. Ihre Augen mussten sich erst wieder an helles
      Tageslicht gewöhnen. Auf dem Rollfeld stand ein Militärtransporter. Nachdem sie an Bord gebracht wurde flog dieser
      einem unbekannten Ziel zu.





      Inzwischen waren drei Tage vergangen und neue Informationen trafen ein. Ein Wachsoldat wurde in Arrakis
      erfolgreich unter Drogen gesetzt. So erfuhren die Fremen einige wichtige Informationen. Im Orbit um den
      Wüstenplaneten kreiste eine Flotte kleiner Jäger um eventuelle Flugobjekte, die vom Planeten kamen, abzufangen.
      Keira wurde gesehen, sie war vorgestern in einen Militärtransporter verfrachtet worden. Wohin dieser flog konnte
      leider noch nicht in Erfahrung gebracht werden.
      „Ich werde zurück in mein Universum fliegen,“ sagte Khaleesi, „sobald ein neues Widerstandsnest vorhanden ist
      werde ich wieder zurückkehren. Wenn du Lust hast kannst du mit mir kommen Akin.“
      Doch Akin lehnte ab er wollte sich auf die Suche nach Keira begeben.
      „Keira wird sich doch am besten selber befreien können,“ meinte Stilgar.
      „Grundsätzlich würde ich dir da Recht geben,“ antwortete Akin, „aber hier handelt es sichum Drakon und nicht
      um irgendeine Heilsarmee.“
      „Dann nimm zwei meiner Leibwächter mit,“ sagte Khaleesi energisch, „sie können dir wertvolle Dienste leisten.“
      „ Zwei Fremen werden auch mitkommen,“ meinte Stilgar, „wir wollen den Säbelzahnbezwinger nicht völlig allein
      seinem Schicksal überlassen. Mit 5 Personen seid ihr auch eine ideale Zusammensetzung für ein geheimes
      Kommando.“
      Nach einem kleinen Wortwechsel musste sich Akin geschlagen geben und willigte ein.
      „Ich werde mich auf den Weg machen und auf einem anderen Planeten eine neue Widerstandszelle aufbauen,“
      meinte Stilgar, „hoffentlich sehen wir uns dort alle wieder.“
      Die Vorbereitungen für die Abreise begannen.


      „Offensichtlich wollen sie mich mürbe machen,“ dachte Keira, „dieser Ort ist ein Anachronismus in der heutigen Zeit.“
      Sie befand sich ihrer Einschätzung nach auf einem Gefängnisplaneten . Hier hatte offenbar jemand Gefallen daran
      die Straftäter nach althergebrachter Weise zu unterjochen. Moderner Starfvollzug sah anders aus:
      Er vollzog sich vor den Augen der Bevölkerung und verzichtete auf Gefängnisse. Natürlich hatten die Straftäter auch
      hier elektronische Fußfesseln und wurden somit rund um die Uhr beobachtet. Indes war nicht jedem gleich
      anzusehen das er auf Bewährung war.Die Rückfallquote in die Kriminalität war weitaus geringer als in vergangenen Zeiten.
      Jeder Täter wurde zudem von Sozpäds und Psychos begleitet.
      „Warum bin ich also hier,“überlegte Keira, „nachdem er keine Informationen von mir erhalten hat muss die
      Unterbringung mehr als nur eine Bestrafung sein.“
      Plötzlich fiel ihr es wie Schuppen von den Augen: „Sie wollen meine Befreiung provozieren !
      Beziehungsweise sie wollen das Akin kommt und es zumindest versucht.
      Ooh Schatz, bitte bleibe dort wo du bist und komm nicht hierher,“ betete sie inbrünstig.


      Khaleesi und Akin saßen wieder auf 'ihrem' Felsen. Diesmal begrüßte sie jedoch nicht die Morgenröte sondern
      das Abendrot nahm Abschied von ihnen.
      „Ich halte dein Vorhaben nach wie vor für zu riskant,“ begann Khaleesi, „du hast zuwenig Vertrauen in die
      Fähigkeiten von Keira.“
      „Ja, sie kann sich aus so einer Lage wahrscheinlich besser befreien als ich es selbst könnte,“ antwortete Akin,
      „aber ich möchte ihr signalisieren dass ich in der Nähe bin und ihr helfen kann.“
      „Sie weiß doch schon längst dass du kommst du Dummkopf,“ lachte Khaleesi.
      Akin lachte auch, „ ja Eigensinn kann man so bezeichnen.“
      „Schade....,“ Khalessi begann seinen Arm zu halten, „warum lassen uns die Umstände nicht Zeit für
      angenehmere Dinge?.“
      Akin umarmte sie sanft. „Es kommen andere, bessere Zeiten. Ich hätte dich auch gerne näher kennengelernt.“
      Plötzlich erhob sich vor ihnen ein dunkler Schatten. Prüfend wurde die Witterung aufgenommen und das Wesen
      legte die Ohren an da es sich seiner Geruchswahrnehmung überhaupt nicht sicher war. Hier saßen zwei Menschen,
      einer rochwie erwartet der andere entsprach nicht seinem Erinnerungsvermögen.
      „Tiger,“ rief Akin und sprang auf, „ich bin es.... komm her.“
      Zögerlich machte die Raubkatze ein paar Schritte auf Akin zu. Der kam ihm langsam entgegen und redete
      beschwichtigend auf ihn ein. Schließlich erkannte er sein 'Herrchen' und maunzte freudig erregt.
      Auf den Hinterbeinen stehendleckte er Akin das Gesicht ab. Dieser umarmte ihn und kraulte ihn kräftig hinter
      den Ohren. Der Tiger war froh ihn wiedergefunden zu haben. Nach einer Weile entschwand er aber um sich sein
      Nachtmahl zubesorgen.
      „Jetzt hast du ein Problem mehr,“ lachte Khaleesi.
      „Wie hat er mich nur finden können?, „meinte Akin, „irgendwie musste der Tiger innerhalb der Schutzkuppel
      gewesen sein als die Bombe explodierte.“
      „Vielleicht besteht ein telepathisches Band zwischen euch,“ meinte Khaleesi, „ über diese Entfernung kann er
      nicht deine Spur gerochen haben – diese verlief unterirdisch!“
      „Ich habe aber mit Telepathie nichts am Hut,“ gab Akin zurück.
      „Dann wird es Zeit sich damit zu befassen,“ erwiderte Khaleesi.


      „Er wird kommen,“ dachte Keira,“ so wie ich Akin kenne wird der Dummkopf kommen.“
      (Ganz nebenbei bemerkt hätte Keira das gleiche getan.)
      Sie musste sich vorbereiten. Soviel Informationen wie möglich sammeln und keinen Alleingang unternehmen.
      Erst wenn sie sicher wusste das Akin da war konnte sie loslegen.
      Die Hand- und Fußfesseln waren etwas für tumbe Schwerverbrecher aber für einen Elitekämpfer wie sie eines
      der geringsten Probleme. Nicht umsonst hatte sie ihre Halsmuskeln angespannt.
      „Aber vielleicht haben sie das auch mit Absicht gemacht?“, überlegte sie. „Man muss seinem Feind immer ein,
      zwei Schritte voraus sein.“
      Beim nächsten Pausengang ging sie geradewegs auf eine Mitgefangene zu.
      „Wer hat hier das sagen,“fragte sie. Eingeschüchtert deutete die Gefragte auf eine kleine Gruppe Frauen aus
      der eine riesige Mannsfrau herausragte. „Diese?“ Die Mitgefangene nickte nur ängstlich.
      „ Danke“, sagte Keira und ging auf die Gruppe zu.
      „Ich brauche Informationen,“ sagte Keira als sie vor der Gruppe stand.
      Geringschätzig musterte sie die Hünin von oben bis unten ein breites Grinsen trat in ihr Gesicht.
      „Ist das der Respekt den Frau von Frischlingen zu erwarten hat ?“ fragte sie drohend.
      Keira schätzte ihre Gefährlichkeit ein. Trotz ihrer Größe würde sie behend sein und kräftemäßig könnte sie so
      manchen Kerl in die Tasche stecken. Sie durfte ihr keine Möglichkeit geben sie festhalten zu können.
      „Respekt muss man sich erst verdienen,“ antwortete sie, „oder Frau !?“
      Da sprang die Riesin auch schon vorwärts. Keira indes weichte ihr geschickt aus und ließ ihren Angriff ins Leere
      laufen. Dieses Spielchen wurde ein paar mal wiederholt während sich schon längst ein Ring von Schaulustigen um
      die beiden Kämpferinnen gezogen hatte.
      „Lauf nicht weg sondern kämpfe,“ keuchte ihre Widersacherin.
      Schneller als das geübte Auge die Bewegung wahrnehmen konnte landete Keiras Stiefelabsatz auf dem Kinn ihrer
      Gegnerin. Die Hünin geriet ins Wanken. Ein ungemein harter Schlag in ihre Magengrube ließ ihre Augen glasig werden.
      Sie brach vornüber zusammen. Sofort war Keira über ihr, während sie ihren Hals im Würgegriff hatte drückte sie ihr
      Knie in den Rücken der am Boden liegenden. Zum Zeichen ihre Niederlage klopfte diese mit der flachen Hand auf den
      Boden. Keira stand auf, da wurde sie auch schon von hinten ergriffen. Inzwischen waren die Wärter erschienen um
      den Tumult ein Ende zu setzen.




      Sie waren mit einem Ornithopter zu einem geheimen Versteck geflogen. Hier waren drei kleine Jäger unter den Planen
      versteckt, darunter auch der Transporter mit dem Khaleesi angekommen war. Die Umladung der Drachen dauerte einen
      Moment, Khaleesi hatte sie schon vor zwei Tagen in ihre Transportkäfige bringen lassen. Sie hatten nur auf einen
      günstigen Moment warten müssen – einem Sandsturm. Dieser schleuderte seine Partikelchen kilometerweit in die
      Atmosphäre und verhinderte nicht nur die Kommunikation sondern machte jeglichen Radarscan überflüssig.
      Ideal um heimlich den Planeten verlassen zu können, jetzt kam so ein großer Sturm auf sie zu.
      „Ich hasse Abschiede,“ sagte Khaleesi leise. Lange hielt sie Akin im Arm und gab ihm einenKuss mit auf den Weg.
      „Bis bald...“, sagte sie und wandte sichum.
      Stilgar gab ihm die Hand und wünschte ihm viel Erfolg. Die Schiffe hoben ab und flogen direkt in den Sturm hinein.
      Akin klopfte dem Tiger auf den Kopf und machte auf den Absatz kehrt.
      „Komm jetzt sind wir an der Reihe.“
      Sieben Tage waren seit dem Angriff vergangen es wurde höchste Zeit ! Er stieg in den Ornithopter und seine vier
      Begleiter ebenso. Ihr Ziel war Arrakis die Wüstenhauptstadt. Er brauchte noch mehr Informationen.
      „Du brauchst einen Namen,“ sagte Akin zum Tiger, „ich werde dich Hanibal nennen.“




      © DON

    • Streufeuer


      Der Sturm schleuderte die Sandpartikelchen bis hoch in die Troposphäre, von hier war es jetzt nicht mehr weit in
      die Exosphäre. Seite an Seite schossen der Ornithopter und Khaleesis Leichter den unendlichen Weiten entgegen.
      Jetzt konnten sie nur noch hoffen dass die Jäger sie nicht entdecken würden.
      „Jäger auf Acht“, kam da aber schon die Meldung von Stilgar. Khaleesi fluchte und bereitete ein Ausweichmanöver vor.
      Stilgar zog indes seinen Orni in eine riesige Schleife um hinter den feindlichen Jäger zu kommen.
      Während Khaleesi nun Schlangenlinien flog und von dem Jäger unter Beschuss genommen wurde setzte sich Stilgar
      hinten dran und beschoss seinerseits den kleinen Jäger.




      „Ich heiße Brunhilde,“sagte die Riesin zu Keira, „aber alle nennen mich nur Bruni“.
      Gleichzeitig hob sie einen Finger an den Mund und gab Keira ein Zeichen ihr zu folgen. Sie gingen in die
      Duschräume und Bruni begann sich auszuziehen. Sie forderte Keira auf es ihr gleich zu tun. In der Dusche
      drehte sie mehrere Köpfe gleichzeitig auf. Dann holte sie ein Kaugummi aus ihrer ihren Mund, sie teilte ihn
      in zwei Teile. Ein Teil stopfte sie sich an ihr Band das andere klebte sie über das Mikro an Keiras Halsband.
      „Jetzt können wir reden“,sagte sie,“was willst du wissen?“
      „Ich will wissen ob hier schon jemand rausgekommen ist bzw. was die Schwachpunkte in diesem alten Bau sind.“
      Bruni erzählte ihr von mehreren ergebnislosen Versuchen in der Vergangenheit. Es wäre sogar relativ einfach
      aus dem Bau zu entkommen. Die Schwierigkeit bestand darin von dem Mond zu fliehen bzw. auf ihm zu überleben.
      Außerhalb der Schuztkuppel herrschten Temperaturen von -130° bis + 130°, kein geeignetes Klima um es lange
      auszuhalten. Keira wußte jetzt dass sie auf einem Mond gefangen war.
      „Stimmt Alcatraz haben sie hier wieder aufgebaut. Na ja das wird Akins Problem“, dachte sie.
      Bruni war sehr hilfreich und konnte ihr auch die Sachen besorgen die sie für eine erfolgreiche Flucht brauchte.
      „Du hast also nicht vor hier zu bleiben,“fragte Bruni mit besorgten Gesichtsausdruck.
      Keira lachte. „Nein, nicht länger als unbedingt nötig. Das Gefängnis wird dein Reich bleiben !“
      „Du bist eine gefährliche Käpferin“, sagte Bruni zum Abschluss und reicht Keira die Hand.
      „Danke du auch“, erwiderte diese und drückte die dargebotene Hand freundschaftlich.


      Es hatte Akin eine Menge Überredungskunst gekostet um an diese Information zu kommen.
      Zugegebenermaßen hatten sie „geringfügig“ Druck ausüben müssen. Jetzt saßen sie in einem Wäschetransporter
      und flogen auf ihr Ziel zu: Dem Gefängnismond 'ALCATRAZ', ein legendärer Name. Diese Gefängnisinsel galt
      als ausbruchsicher und wurde vor ewigen Zeiten auf den Mond verfrachtet. Das Kartell will das Gefängnis in
      seinen Besitz bringen, schließlich saß hier 'Al Capone' ein. Doch Drakon lehnte bisher jedes Angebot ab.
      Akin hatte den Bediensteten eines Wäschelieferanten bestochen. Eine Stange Geld hatte den Besitzer
      gewechselt, zudem mussten sie dem Mittäter eine neue Idendität verschaffen. Die Begleiter von Akin
      waren die Fremen Ufgar und Rhas, von Khaleesis Strumtruppe waren Hinz und Kunz dabei.
      Dieses Zwillingspaar ergänzte sich in geradezu idealer Weise.


      Drakon saß vor seinem Brett und verschob nach altmodischer Art und Weise Spielfiguren. Ein bekanntes Grinsen
      legte sich auf sein Gesicht als er die neuesten Informationen hörte – SIE waren also seinen Fallen auf dem Leim
      gegangen. Der Fluchtversuch vom Wüstenplaneten war gerade dabei abgefangen zu werden. Keiras Aufenthaltsort
      auf Alcatraz war erfolgreich weiter gegeben worden. Es war nur eine Frage der Zeit bis Akin dort auftauchte.
      Zufrieden kraulte er seine Katze.
      „Macht mir meinen Leichter startklar“, befahl er.


      Der kleine Jäger triftete ab, ein Treffer hatte ihn maövrierunfähig gemacht und er schoss auf die Planetenpberfläche zu.
      Doch neue Jäger tauchten auf – sie kamen von allen Seiten.
      „Vielleicht reicht es noch bis zum Hypersprung“, dachte Khaleesi als sich plötzlich ein Sprungloch vor ihnen auftat
      und ein Kreuzer der X-Klasse auf sie zusteuerte. Die Zeichen von BANG prangerten an den Flanken des Schlachtkreuzers.
      „Mist“, dachte Khaleesi, „macht jetzt die Allianz Bang gemeinsame Sache mit Drakon?“
      „ Beidrehen“, schrie Stilgar ins Micro. Sie mussten das Tempo drosseln und auf Ausweichkurs gehen. Da eröffnete der
      Kreuzer auch schon sein Sperrfeuer. Stilgar rechnete jeden Moment damit hinauskatapultiert zu werden.
      Doch das Lasergewitter hörte schlagartig auf und nichts war passiert. Verblüfft rieb sich Stilgar die Augen,
      auf dem Bildschirm fehlte jedoch die Anzeige für die kleinen Jäger. Bevor sie sich von dem Erstauenen
      erholt hatten mussten sie jedoch feststellen, dass ein Traktorstrahl sie erfasst hatte. Die Umwandlung der
      Energie in den Antrieb war zwecklos, der Kreuzer war zu nahe und der Strahl viel zu stark.
      „So leicht bin ich nicht zu kriegen“, dachte Khaleesi, sie traf alle Vorbereitungen um sich im Nahkampf besser
      verteidigen zu können. Stilgars Orni und Khallesis Leichter wurden in den Bauch des Kreuzers gezogen.
      Ein Sprungtor öffnete sich erneut und der S-Xer sprang.




      Bruni brachte Keira das gewünschte: ein kleiner Draht, ein Streifen Stahlblech, ein Lasermesser sowie
      eine Neoprenschutzhaut und eine Sauerstoffpatrone. Danach führte sie Keira in die Waschküche.
      „Ab hier bist du auf dich alleine gestellt“, Bruni umarmte Keira, „ich wünsche dir viel Glück“.
      „Danke“, sagte Keira. Nachdem Bruni gegangen war machte sich Keira sofort an die Arbeit.
      Mit dem Draht löste sie ihre Fußfessel dies war der leichteste Teil der Übung. Anschließend löste sie die Abdeckung
      für den Lüftungsschacht und robbte sich bäuchlings vorwärts. Der Lüftungskanal führte direkt zur Außenmauer.
      Genügend Platz um zu wenden stieß sie mit den Füßen das letzte Absperrgitter auf. Sie steckte den Kopf ins Freie.
      Wegen der Dunkelheit konnte sie den Boden nicht erkennen. Nun schob sie den Metallstreifen zwischen Hals und
      Halsband direkt gegenüber vom Gelenk der elektromagnetischen Klammer. Sobald sie das Messer ansetzte
      hatte sie noch 10 sec. Zeit bis zur Explosion. Sie entsicherte das Lasermesser und durchtrennte vorsichtig das Band:
      2...3...4 Sekunden... das Band war durch. Sie öffnete es und warf es seitlich auf den Boden. Das Licht der Explosion
      erhellte den Boden. Es war wie Bruni gesagt hatte – ein Abhang mündete in einem Graben. Keira sprang.
      Als ihre Beine den Boden spürte rollte sie sich blitzartig ab, der Graben stoppte irgendwann den rasanten Abflug.
      Sie rappelte sich auf und stolperte den Abhang auf der anderen Seite nach oben. Der elektrisch geladene Zaun mit
      Stacheldraht stellte für das Lasermesser kein Hindernis dar. Als der Alarm losging war Keira schon durch den
      Zaun geschlüpft.



      Die Rollwägen mit der frischen Wäsche wurden in den Waschraum gebracht. Achtlos schoben die Wärter
      die Wägen in den Raum. Als sie gegangen waren wartete Akin noch eine Weile bevor er von innen den
      Deckel seines Rollwagens öffnete. Als er aus dem Wagen stieg begannen die anderen ebenfalls aus ihren
      Containern zu krabbeln. Schließlich standen alle fünf im Waschraum und checkten ihre Kampfgarnitur.
      Bis zum Gesicht waren sie vermummt und sahen somit ähnlich aus wie Ninjakämpfer aus vergangenen Tagen.
      „Sind wir richtig“, wollte Ufgar wisen.
      Ohne aufzuschauen antwortete Akin, „Ja wir sind hier in der Waschküche. Eine Etage höher sind die Einzelhaftzellen.
      Wir müssen rechts den Gang entlang dann müssten wir an eine Treppe kommen.“
      „Schau mal hier“, sagte Hinz plötzlich. „Jemand hat seine Fußfesseln gelöst“,fuhr Kunz fort.
      „...und dort oben..“, fuhr Hinz weiter fort „... ist das Lüftungsgitter entfernt worden“ ,schloss Kunz die Beobachtungen.
      Ja wenn sie wüßten wer noch vor 5 Minuten hier gestanden hatte! Ihnen blieb aber keine Zeit um über diese Entdeckung
      zu diskutieren. Plötzlich ging der Alarm los. „Merde“, fluchte Akin zwischen den Zähnen. Schnell verteilten sie sich im
      Raum und versteckten sich hinter den Rollwägen.




      Weite raumgreifende Schritte hallten in den Gängen des Gefängnisses wieder. Ein bodenlanges Cape wehte hinter
      der hochbeinigen Gestalt her. Alle Wärter die ihm begegneten wichen beflissen zur Seite aus. Manche hatten es
      dabei so eilig dass sie auf die Schnauze fielen. Drakon war in Alcatraz gelandet.
      „Gerade noch rechtzeitig“, achte er nachdem der Alarm losgegangen war. Er ging in die Leitzentrale.
      Dickbäuchige Wärtertypen glotzten mit stumpsinnigen Blicken auf die Bildschirme. Als Drakon eintrat
      färbte sich die Gesichtsfarbe von Ihnen um einige Nuancen heller. Dienstbeflissen hingen sie ergebungsvoll
      an seinen Lippen.
      „Ort der Explosion“, fragte er kurz und knapp. „Der Graben“, kam zur Antwort.
      Drakon überflog den Plan mit einigen kurzen Blicken.
      „Sofort zwei Suchtrupps nach draußen und der Rest der Wachmannschaft in die Waschküche“ , befahl er.


      © DON

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    • Freunde ?


      Nachdem die Schiffe angedockt hatten und die Schiebetore verschlossen wurden kam Urknall an die Tür von
      Khaleesis Leichter.
      „Verehrte Khaleesi dürfte ich um eure Begleitung bitten?“,fragte er höflich an.
      Urknall kam alleine und ohne Wachpersonal. Zwar standen im Bauch des Schiffes hier und da Soldaten mit
      schweren Lasguns, sie machten aber nicht den Eindruck als ob eine kriegerische Auseinandersetzung unmittelbar
      bevorstünde. Es wäre jetzt ein leichtes für die Drachenlady den Führer der Allianz BANG in ihre Gewalt zu bringen.
      „Ihr seid nicht meine Gefangenen“, fuhr Urknall fort, „und könnt nach unserem Gespräch fliegen wohin ihr wollt“.
      Khaleesi überlegte noch ob sie ihm trauen könnte da öffnete sich der Ornithopter und Stilgar stieg aus. Unbewaffnet
      wie es schien ging er festen Schrittes auf Urknall zu. Da zögerte Khaleesi nicht länger und ließ auch ihre Rampe runter.
      „Willkommen auf meinem bescheidenen Schiff“, begrüßte Urknall sie mit leichten Grinsen.


      Keira war beim Schutzschild angelangt. Sie zog den neoprenbasierten Isolationsanzug an.
      Nachdem sie die Kapuze übergezogen hatte ärgerte sie sich nicht an einen Augenschutz gedacht zu haben.
      Die Temperatur würde weit über minus 50° betragen. Zum Glück waren sie hier in der Randzone und die Nacht
      auch noch sehr jung. Sie stopfte sich die Sauerstoffpatrone zwischen die Zähne und sah jetzt aus wie ein wild
      animal. Langsam ging sie den Schutzwall entlang bis sie auf ein geeignetes Loch traf. Das schwache Schimmern
      des Schirmes zeigte ihr die undichte Stelle an. Mit wenigen Handgriffen konnte sie das Loch rasch vergrößern,
      bis die Öffnung schließlich groß genug für sie war. Aus der Ferne war schon das bellen der Suchhunde zu hören.
      Schnell zwängte sie sich unter dem Wall hindurch. Beißende Kälte schlug ihr entgegen. Sie musste sich orientieren.
      In ungefähr zwei Meilen Entfernung konnte sie eine noch größere phosphorezierende Schutzkuppel entdecken.
      Das musste der Raumhafen sein. Langsam nahm sie Geschwindigkeit auf. Nicht nur die Kälte war hier draußen grimmig,
      die künstliche Schwerkraft fehlte ebenso gänzlich. Es herrschte die 'normale' Gravitation des Mondes vor.
      Keira musste aufpassen sich nicht zu stark abzudrücken – sonst würde sie mehrere Meter weit durch die Luft fliegen
      bzw. da diese auch abhanden war durch die dünne Atmosphäre des Mondes. Je nach Bodenbeschaffenheit war
      da eine Landung nicht immer angenehm. Gravitationsschuhe hatte sie natürlich auch nicht zur Verfügung.
      Sie machte sich auf den Weg in Richtung Raumhafen.



      Sowohl die Blendgranaten als auch das Reizgas blieben für Akin und seine Gefährten wirkungslos.
      Das Visier schützte das Auge und der Atemluftfilter war selbst gegen Giftgase gefeit. Die ersten Wachmänner
      drangen in die Waschküche ein. Sie fanden sich betäubt auf dem Boden wieder ehe sie wussten was ihnen geschah.
      Akin stürmte mit seiner Truppe in den Gang und überwältigte die restlichen Wärter.
      Zwölf Wächter waren somit ausgeknockt.
      „Ein Gros“, sagte Hinz, „dann wären es 12x12“, antwortete Kunz. „Besserwisser, Klugscheißer...
      Akin hob die Hand zum Zeichen damit sie schweigen sollten. Er suchte die Treppe die nach oben führte.
      Schnell und lautlos stürmten die fünf Kameraden vorwärts.


      Drakon fluchte als der Kontakt zu den Wachmännern abriss. Er hat einen Fehler gemacht. Er hatte nicht damit gerechnet
      das Akin Begleiter hatte. Gegen diese Kämpfer hatte das Wachpersonal keine Chance. Da mussten Elitekämpfer her.
      Und die hatte Drakon zuhause gelassen. Gerade mal zwei Leibgardisten bewachten seinen Leichter auf dem Raumhafen.
      Der Bericht der Suchtrupps war auch nicht gerade erfreulicher. Keira war offensichtlich aus der Schutzkuppel entkommen.
      Jetzt war sie den klimatischen Bedingungen des Mondes schonungslos ausgesetzt. Drakon bewunderte ihren Mut.
      Offenbar hatte er es hier mit zwei Gegnern zu tun die nicht zu unterschätzen waren.
      Die letzte Meldung verdarb ihm aber endgültig seine Laune: Khaleesi und Stilgar waren offenbar entkommen.
      Ein unbekanntes Schiff zerpulverte seine Jäger in der ersten Runde.
      Nun wusste Drakon noch nicht einmal wer dazwischengefunkt hatte.


      Urknall führte sie in seine Lobby. Allein das Vorhandensein dieser Lobby wies auf seinen Besitzer hin. Die Einrichtung
      entsprach nicht der spartanischen Nüchternheit eines Militärschiffes. Offenbar war dies Urknalls bevorzugtes Reisemittel.
      Er lächelte als ob er die Gedanken von Khaleesi lesen konnte und wies auf eine Gruppe Männer. Im Gespräch vertieft
      saßen diese an der Bar und kamen Khaleesi doch allzu bekannt vor. Raziel und Systhemlord von der Allianz SCHWARM
      plauderten einträchtig mit Selfmade von RNG und Tollwut von den HEROES.
      Raziel sprang sofort auf und eilte auf Khaleesi zu. Seine Augen glühten noch eine Nuance stärker als sonst üblich.
      Die Drachenhüterin hatte das Gefühl als ob dieser glutäugige Vampir sie mit seinen Augen nackt auszöge.
      Aber sie erwiderte seinen Blick und war froh als Raziel sich endlich auch Stilgar zuwandte.
      „Entschuldige Stilgar,“ begann er höflich,“ aber Khaleesi sieht in Natura einfach hinreißend aus“.
      Er sagte dies ohne beifallheischend nach ihrer Reaktion zu schielen.
      Stilgar lachte kurz und trocken auf:
      „Dann pass aber auf das du von der Lady nicht verschlungen wirst“!
      „Was will diese illustre Gesellschaft hier?“, Khaleesi konnte sich noch keinen Reim machen.



      Keira schlurfte mehr als das sie lief. Sie hatte herausgefunden das die Bewegungen eines Skilangläufers sie am
      schnellsten vorwärts brachten. Bald schon hatte sie den Raumhafen erreicht. Auch hier fand sie mühelos eine marode
      Stelle in der Kuppel und schlüpfte hindurch. Dankbar für die Wärme die sie empfing setzte sie sich erst einmal und rieb
      ihre steifen Hände. Gleichzeitg beobachtete sie das Terrain. Ein paar alte Transporter standen auf dem Gelände.
      In der Mitte stand ein ultramoderner Leichter. Die Art und Weise seiner Gestaltung ließ nur eine Vermutung zu:
      Drakon war auf Alcatraz!!!
      Sie konnte aber nirgends Wachen entdecken. Offenbar war Drakon ins Gefängnis gefahren.
      Sich hinter Gebäude duckend schlich sich Keira langsam an die Fahrzeuge heran. Zwei Soldaten konnte Keira auf der
      Rampe erkennen. Ansonsten war weit und breit niemand. Von der Ferne hörte sie leises Stimmengewirr aus einer Bar.
      Die Soldaten waren offensichtlich in ein Gespräch vertieft. Leider hatte Keira keine Fernwaffen dabei.
      So robbte sie langsam auf dem Boden von hinten an die Rampe. Die Aktion danach war so schnell und blitzartig,
      dass die beiden Elitesoldaten keine Abwehrchance hatten. Vorsichtig ging sie in den Leichter hinein, sie fand aber
      keine weiteren Personen vor.
      Im Cockpit überflog Keira die letzten Nachrichten. Nun wusste sie wo Drakon und aber auch Akin waren!
      Sie startete sogleich die Maschine und nahm Kurs auf die Gefängnisinsel. Die Schutzkuppel öffnete sich in dem
      Moment als sie hindurchflog. Nichts anderes hatte sie erwartet...



      Akin öffnete die erste Zelle mit dem Laser. Das alte rostige Metall stellte kein Hindernis dar.
      Eine verängstigte Frau kauerte auf ihrem Bett. Da rief eine laute Stimme aus der Nachbarzelle nach ihm.
      Akin öffnete auch diese und heraus kam eine hünenhafte Gestalt.
      „Hi ich bin Bruni,“ sagte sie,“wenn du Keira suchst sie ist leider schon weg“.
      „Sie kann es einfach nicht verkraften auf Hilfe angewiesen zu sein“, murmelte Akin ärgerlich,
      „wieviele Wärter befinden sich hier insgesamt?“, wollte er wissen.
      „Zwei Dutzend müssten es sein,“ antwortete sie.
      „Na dann haben wir ja schon die Hälfte erledigt,“ stellte er fest..“ Was ist? Wollt ihr hier den Laden übernehmen Bruni?
      Zumindest um bessere Konditionen auszuhandeln?“
      Bruni schaute ihn erstaunt an dann begriff sie: Die Geiselnahme der Wächter gab ihr ein Pfand in die Hand.Schnell nickte
      sie bejahend. Sie befreiten zunächst die anderen Gefangen, die erstaunt die fünf Männer in Kampfuniform betrachteten.
      „ Kommt Mädels... keine Zeit vertrödeln, wo ist die Einsatzzentrale?
      „Das eine oder andere Mädel,“ begann Hinz,“ wäre Grund genug ein wenig Zeit zu verplempern!“ ergänzte Kunz.


      Drakon war sich plötzlich seiner Situation bewusst. Intuitiv erkannte er die Gefahr für sein eigenes Leben.
      „Haltet die Stellung bis ich wiederkomme“, rief er und eilte davon.
      Er schnappte sich den Wäschetransporter und düste in Richtung Raumhafen davon.
      Auf dem Weg dorthin kam ihm ein Leichter entgegen – sein Leichter.
      Mit offenem Mund starrte er entgeistert auf sein Schiff. Er stellte den Antrieb auf Maximum und der Wäschetransporter
      düste in Richtung Raumhafen. Kurz davor zog Drakon den Transporter hoch und nahm Kurs auf die Raumstation im Orbit.
      Dort war jetzt eher Hilfe zu erwarten. Fluchend nahm er wahr dass der Leichter gewendet hatte und seine Verfolgung aufnahm.

      Als der Transporter an ihr vorbeiflog erkannte Keira das Gesicht von Drakon, sofort leitete sie ein Wendemanöver ein.
      Nun hatte sie ihn im Visier.
      Ein gezielter Schuss mit den Präzessionkanonen und Wäsche flatterte durch die graue Mondatmospähre.

      Als Drakon getroffen wurde entfuhr ihm ein langgezogener Schrei:
      „...aaaaaaaaaaaahhhhhhhhrrrrrrrgggg“, bevor er in seiner Blubberblase in die unendlichen Weiten davonschoss.
      Der legendäre Schrei von Darth Vader seinerseits war ein Dreck dagegen.

      „Das wird dein Mütchen für eine Weile kühlen“, lachte Keira und flog wieder zum Gefängniss zurück.

      „Achtung Drakon kehrt mit seinem Leichter zurück“, schrie Akin,“ verteilt euch“,
      Die fünf Kameraden bezogen ihre Stellungen um Drakon möglichst warm zu empfangen.




      Don Quichotte

    • Das Bündnis



      Khaleesi kannte alle von Namen her aber fast keinem der hier Anwesenden war sie bisher persönlich begegnet.
      Alle waren tonangebend in ihren Allianzen und weit über das Universum Sirius bekannt. Es waren erfahrene Männer,
      individuell in ihren Characteren, aber allen zu eigen war eine enorme Ausstrahlung und starke Persönlichkeit.
      So eine Ansammlung von Testosteronträgern geballt auf einem Haufen versprach einen interessanten Abend...
      Urknall stellte sie nacheinander vor. Zuerst kam Tollwut an die Reihe. Ein Bild von einem Mann! Sie konnte die
      Leidenschaft spüren die hinter diesen Augen brannte. Tollwut der Mormone nein besser Tollwut der Berserker.
      Er war ein sehr emotinaler Mensch und Khaleesi auf Anhieb sympathisch. Selfmade war der typische Spielertyp,
      sehr humorvoll aber auch eiskalt seinen Vorteil suchend. Zu undurchsichtig waren ihr seine Beweggründe.
      Sythemlord machte aus seiner Meinung auch keinen Hehl. Khaleesi verstand sich auf Anhieb so gut mit ihm als
      würden sie sich schon Jahre kennen. Raziel wiederum hatte alle Äußerlichkeiten die einer Frau gefallen konnten
      im Übermass mitbekommen. Dazu war er sehr redegewandt und verstand es meist den richtigen Ton zu treffen.
      Sie wußte nun wer ihr gefährlich werden konnte. Urknall selbst war ebenso eine imposante Erscheinung. Er redete
      nicht mehr als nötig und war eher ein Mann der Tat. Sein klarer Blick, seine ruhige Art und seine stets wachen Augen
      ließen ein imenses Potential erahnen. Ihn wollte Khaleesi lieber nicht zum Feind haben, er flößte ihr fast mehr
      Respekt ein als Drakon selbst.



      Drakon schoss in seiner „Seifenblase“ durch den freien Raum. Zwar hatte seine Version den Luxus von Steuerungsdüsen
      aber diese waren zu schwach um den enormen Schub des Abschusses abbremsen zu können. So entfernte er sich immer
      weiter von dem Mond und auch der Station die um ihn kreiste. Erst musste er über eine Stunde warten bis die Station
      in ihrer Umlaufbahn überhaupt in seine Reichweite kam. Eine weitere Stunde dauerte es bis die Schnarchnasen auf der
      Station seine Signale empfangen hatten. Zwischenzeitlich lief er vor Wut blau an. Ohh die armen Tröpfe die dafür
      verantwortlich waren... jetzt war endlich ein Transporter unterwegs der seiner Kugel hinterherjagte.
      Das alles ging Drakon aber nicht schnell genug.



      Hinz hatte den Finger zuerst am Drücker und natürlich folgte ihm Kunz fast automatisch. Ufgar und Rhas wollten dem
      nicht tatenlos zusehen und so eröffneten diese vier das Feuer auf den Leichter. Die Laser richteten jedoch einen Schaden
      an und selbst die Lasgun ließ nur das extrem gute Schutzschild rot aufglühen. Keira war zunächst erschrocken über
      diesen Empfang. Doch kurz bevor sie den Angriff erwiderte wurde ihr klar das sie nicht vom Wachpersonal beschossen
      wurde. Keiner käme auf die Idee den Leichter von Drakon selbst zu beschießen. Wie sollte sie also den Angreifern da
      draußen klar machen dass sie nicht Drakon war?
      „Feuer einstellen“, schrie Akin,“ merkt ihr nicht dass es keinen Sinn macht“? Er war wütend, dass sie ohne sein Befehl
      geschossen hatte. „Euch müsste man besser Dick und Doof nennen“, schnaubte er die beiden Brüder an.
      „Hallo Akin, hier habe ich etwas für dich“, vom Gefängniss schleppte Bruni eine mobile Gaußkanone an.
      Die war in der Tat geeignet dem Leichter wegzublasen.







      „Liebe Khaleesi“, Urknall begann die Besprechung, „ Du frägst dich sicherlich warum ich euch beide 'eingesackt' habe“,
      sein Blick wanderte zu Stilgar.“Wir sind hier weil wir euch helfen wollen. Wie Du siehst sind hier einige der
      TOP-Allianzen vertreten, sie alle erklären sich bereit der Rebellion beizutreten. Wir wissen aber auch dass du
      heimlich einen Account übernommen hast – unter falschen Namen. Deine Idendität bleibt durch uns geschützt.
      Du allein bestimmst über dein Coming Out.“ Stilgar schaute überrascht Khaleesi an. Einen neuen Stützpunkt haben
      wir auch schon gefunden: Er heißt Hoth und ist ein Eisplanet. Menschliches Leben ist dort eigentlich unmöglich,
      die mittlere Tagestemperatur liegt bei -32° und Werte um -200° sind keine Seltenheit. Er ist also noch ungastlicher
      als der Wüstenplanet“. Khaleesi hatte erstaunt zugehört. Jetzt musste sie sich erst einmal setzen.



      Endlich war er im Inneren des Transporters. Drakon schubste den Kapitän zur Seite und übernahm die Konsolen.
      Zielkoordinaten: Heimatplanet. Er holte Maximum Speed aus dem Kasten heraus dessen Antriebssysteme
      qualvoll aufjaulten. Gleichzeitig jagte er eine Sintflut an Befehlen durch die Tastatur. Eine Armada von
      Spionagesatelitten verdunkelten daraufhin den Himmel über unzähligen Planeten. Sein Geheimdienst bekam
      unmißverständliche Anweisungen und selten hatte man die Geheimdienstleute so rennen gesehen.
      Unterdessen stand Drakon am Steuer und wartete ungeduldig auf die Ankunft bei seiner Flotte.







      Während Bruni die Gaußkanone installierte wunderte sich Akin doch über die Tatsache dass der Leichter das Feuer
      nicht erwidert hatte. Einer plötzlichen Eingebung folgend ging er auf das Fahrzeug zu.
      “Akin was machst du?“, brüllten die anderen ihn an.
      Doch er ging ruhigen Schrittes auf den Leichter zu. Auch Keira war in ihren Überlegungen ein Stück weiter gekommen
      und so wunderte sie sich nicht als sie Akin da draußen erkannte. Sie morste ihm per Lichtsignal ihren geheimen Code
      zu. Als Akin ihn erkannte rannte er laut auflachend auf die Rampe zu. Die anderen staunten nicht schlecht als sich
      beide in den Armen lagen. Der Abschied war schnell. Sie bedankten sich noch einmal bei Bruni und wünschten ihr
      viel Glück bei der Besetzung von Alcatraz. Dann kletterten sie in den Leichter und nahmen Kurs auf den Heimatplaneten
      von Keira und Akin.



      Nach der ersten Überraschung bedankte sich Khaleesi zuerst einmal. Es sei toll so schwer-gewichtige Helfer gefunden
      zu haben. Als Urknall noch die Nachricht von Drakons Abschuss und die erfolgreiche Flucht von Keira und Akin meldete
      war die Freude übergroß. Man beschloss sich in den nächsten Tagen auf dem Eisplaneten Hoth zu treffen. Danach ging
      man zum gemütlichen Teil des Abends über. Die Türen öffneten sich und sechs weibliche sowie ein männlicher
      Gesellschafter betraten den Raum. Offenbar dienten sie der Unterhaltung und standen für Vergnügungen jedweder
      Art bereit. Zynisch betrachtete Khaleesi auch den männlichen Gesellschafter, der offenbar ihr zugeteilt war. Umso
      erstaunter war sie allerdings als sie feststellte dass hier keine perfekten Unterhaltungsdroiden aufgestellt waren
      sondern Menschen aus Fleisch und Blut. Schlagartig stieg Urknall wieder in der Hochachtung von Khaleesi.
      Der Abend wurde sehr unterhaltsam und entspannt. Die raffinierten Cocktails taten ihr übriges und Urknall wartete
      nur mit dem feinsten auf. Geschickt umging Khaleesi aber jeden Annäherungsversuch von Raziel. Sie setzte sich
      zwischen Tollwut und Sythemlord und bald schon erheiterte ihr glockenreines Lachen die gesamte Runde. Sie verstand
      sich blendend mit den beiden und zog alle Register der weiblichen Verführungskunst. Raziel stand abseits und dachte
      sich seinen Teil. Er war Frauenkenner genug um zu meinen sie würde ihn absichtlich nur heiß machen wollen. Als es
      spät genug war schaffte er es tatsächlich sie zu ihrer Kabine zu begleiten.
      „We make love with the eyes.. würden die Italiener jetzt sagen“, steuerte er ohne Umschweife auf das Thema zu.
      „Dann wollen wir es auch dabei bleiben lassen“, konterte Khaleesi und machte die Tür vor seiner Nase zu.
      Grinsend ging Raziel zu seiner Kabine. „Da werde ich wohl noch eine Schippe drauf legen müssen“, dachte er.



      Don Quichotte
    • Wow... Ich muss sagen, dass ich echt beeindruckt bin... Nur schade, dass die Verlinkung zum Mittelteil nicht mehr funktionell ist ='( würde mich sehr interessieren, was nach Akins Sprung ins Wasser, in dem sich unerwarteter Weise schon Khaleesi befindet, geschieht? Wird zwischen Khaleesi und Akin weiter verbal kommuniziert oder geht er seiner Frau womöglich fremd?

      Auf jeden Fall ist deine Geschichte allemal gelungen =) habe nichts zu beanstanden ;) höchstens...

      Geht's nicht noch weiter? Was ist aus Hanibal geworden?

      Grtz
      5p4ck
    • Wow... es liest tatsächlich noch jemand "olle Kamellen". Danke für dein Feedback und deine 'Like-Flut' @5p4ck.
      Dank @Llandon kannst du die Geschichte zu Ende lesen.
      Nach dem fehlenden Mittelteil (VERRAT und GEFANGEN) geht es mit den hier eingestellten Geschichten weiter bevor die Erzählung
      in den letzten drei Episoden zu einem Ende findet - Krieg der Welten.
      ... danach wird die Geschichtsschreibung mit DARK AGE fortgesetzt.
      Dazu musst du dich aber leider durch die Geschichtsschreibung von Sirius samt Wochenshow "quälen".
      Doch vielleicht hat sie ja auch einen Unterhaltungswert für Dich, schließlich ist sie der Vorläufer vom Yakini-Boten^^

      Gruß
      DON
    • Ja, als ich vor lauter Langeweile durch die unendlichen (w/s)eilten des Forums geklickt habe, bin ich über das Thema gestolpert und war sofort gefesselt ^^

      Naaa kein Thema =) was mir gefällt, markiere ich auch gern mit like :)

      Auf jeden Fall erst mal danke für die Infos, ich werde mich da jetzt dann mal durchquälen ;)

      Grtz
      5p4ck