Die blutige Krone 2 - Die Jagd

    • Fantasy

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    • Die blutige Krone 2 - Die Jagd

      Die Sonne schien erbarmungslos auf sie herunter. Obgleich ihre Füße schon längst vom heißen Wüstensand verbrannt waren, stolperte sie unbeirrt weiter. Ihr Schuhwerk hatte sie verloren, ihr Pferd lag meilenweit hinter ihr tot im Sand, aber sie konnte nicht stehen bleiben, durfte nicht aufgeben. Nicht jetzt, nicht jetzt!
      Der letzte Schluck Wasser schien Tage her zu sein. Ihr Mund war so trocken, wie der Boden unter ihren Füßen. Sie schien den Sand zu atmen, den sie mit ihren Schritten aufwirbelte.
      Wind... Eine Brise! In ihre so stumpfen Augen schlich sich ein erstaunter ungläubiger Blick, als sie ihren Kopf müsahm gen Himmel reckte. Warme Luft und noch mehr Sand, der ihr ins Gesicht geweht wurde.
      Sie schloss die Lider, ignorierte, dass sie trocken über ihre Augäpfel zu kratzen schienen. Ihre Füße waren auf einmal so schwer. Wieso konnte sie sie plötzlich nicht mehr anheben?
      Obwohl sich ihre Lungen ungewöhnlich schnell füllten und leerten, schien sie doch nur Sand aufzusaugen. Der Grund unter ihren Füßen leuchtete seltsam grell. Ein Schritt, noch einer..
      Sie merkte erst, dass sie fiel, als ihre Knie bereits auf dem heißen Wüstensand aufgeschlagen waren.
      Einen Moment noch stierte sie durch die karge Einöde, dann verdrehten sich ihre Augäpfel nach oben und sie kippte vornüber um regungslos liegen zu bleiben.

      Ihr Gesicht hatte im Sand gelegen, doch dies merkte sie erst, als man sie hochnahm, als der Wind erneut über ihre Wangen strich. Sie spürte Hände, erstaunlich sanfte Hände, an ihrem Kreuz, an ihren Kopf.
      Jemand sprach zu ihr, doch sie hörte nur ein tiefes, monotones Brummen.
      Etwas nasses an ihren Lippen ließ sie aus ihrer Trance aufschrecken. Etwas rann ihr Kinn hinunter, tropfte ihren Hals herab.
      Wasser! Das war Wasser. Sofort öffnete sie den Mund, ihre Lider flatterten auf, doch die Sonne blendete so sehr. Verschwommen erkannte sie eine dunkle Gestalt über sich, doch sie konnte keine Details ausmachen. Den Wasserschlauch, der an ihren Lippen lag, sah sie jedoch recht gut. Sofort begann sie die Flüssigkeit gierig aufzusaugen, während ihre Hände zu dem Trinkschlauch wanderten. Doch die Gestalt über ihr, zog ihn zurück. Die sanften Hände legten sich auf ihre eigenen und nun sprach ihr Retter erneut zu ihr, wobei sie dieses Mal mehr verstand.
      "... zu viel.... ausruhen.... Sicherheit"
      Sicherheit.. Sie klammerte sich an dieses Wort, so wie sie sich an den fremden Händen festklammerte. Die Gestalt ihres Retters schwebte immer noch verschwommen vor ihren Augen.
      Rasselnd holte sie Luft, setzte zum Sprechen an, doch ihr Retter strich ihr über die Wange und sie verstummte.
      "Nicht jetzt. Schon Eure Kräfte"
      Zwar war die Stimme nun etwas deutlicher, doch ein schwarzer Rand kroch langsam näher, schob den immerblauen Himmel, die strahlend helle Sonne und zuletzt auch das nun klare, freundliche und besorgte Gesicht ihres Retters hinfort und hinterließ nichts als Dunkelheit.

      "Weißt du wer sie ist?"
      "Nein. Alles was ich weiß ist, dass sie so gut wie tot war, als ich sie gefunden habe. Alya'era muss gnädig mit ihr gewesen sein"
      ....
      "Das Zeichen des Ordens... Hat sie sich das selber angetan?"
      "Es war schon so, als ich sie fand, doch ob es von ihrer eigenen Hand geschah, oder von jemand anderem.. ich kann es nicht sagen"
      "Und du bist dir sicher, Terun?"
      "Absolut"
      "Nun gut... ich werde mit den anderen Hohen reden. Ich kann zwar nichts versprechen, aber ich werde mein Bestes geben, um sie zu überzeugen. Behalte du sie solange hier, zumindest bis sie aufwacht. Ich schicke dir noch einen Boten vorbei. Trage ihm auf, was du benötigst, er wird es dir her schaffen"
      "Ich danke dir, Maldraya"


      "Kalandra?"
      Sie öffnete ihre Augen. Matia stand vor ihr und grinste sie etwas unsicher an.
      "Ich dachte schon, du würdest träumen"
      "So etwas ähnliches", erwiderte Kalandra und erhob sich von der Matte, auf der sie gesessen hatte. Um sie herum machten sich alle zum Aufbruch bereit. Sie blickte wieder zu Matia.
      "Können wir los?"
      "Auf dein Zeichen"
      Kalandra rollte die Matte zusammen und befestigte sie am Sattel ihres Pferdes, bevor sie aufstieg und das Signal zum Aufbruch gab.
      Liliana stieg nun ebenfalls auf ihr Reittier. Ihr Blick flackerte wie schon so oft zu Malvi. Es machte sie immer noch nervös, dass die Blutmagierin mit in die Wüste gekommen war. Sie war mit dabei gewesen, sie war mit in Ilia gewesen als.. Liliana schüttelte kaum merklich den Kopf und trieb ihr Pferd dazu an den anderen zu folgen. Es dauerte nicht lange bis die Stadt in Sicht kam. Sie war nicht groß, aber dafür um eine mehr als verlässliche Wasserquelle errichtet. Hier würden sie sicher vielen Händlern und anderen Reisenden über den Weg laufen und Neuigkeiten und Gerüchte aus ganz Ikara aufschnappen. Ob sie auch eine Spur von Konda finden würden, blieb abzuwarten.
      "Wir sollten uns aufteilen", erklärte Kalandra, während sie der Stadt immer näher kamen und begann dann damit die Gruppe in Dreierpaare zu unterteilen, bis nur noch sechs Personen übrig waren: Matia, Yeto, Liliana, Jonos, Malvi und sie selbst.
      "Liliana, Ihr geht mit Matia und Jonis", sagte die Baïsin nun. "Yeto, Malvi, Ihr kommt mit mir"
      Die Rothaarige wirkte etwas enttäuscht, zumindest bis Matia ihr auf die Schulter klopfte.
      "Kommt, das ist eine gute Gelegenheit Euer Baïsi zu verbessern" Sie nickte Kalandra noch einmal zu und ging dann mit Jonos und Liliana davon. Kalandra sah zu Yeto.
      "Kennt Ihr diese Stadt gut?", fragte sie ihn, während sie nun langsam ihre Schritte zu eben jener lenkte.

      Im candahnischen Schloss

      Der Morgen der Krönungsfeier brach an und überall herrschte hektisches Treiben, während die letzten Erledigungen erfüllt wurden. Die Gäste waren bereits an den Vortagen angereist, unter ihnen auch der averonische König und die neimesische Kaiserin. Ilia und Baïs hatten Abgesandte nach Candahn geschickt, was jedoch niemanden, zumindest niemanden im engeren Kreis der Königin, verwunderte.
      Schließlich war die Stunde, in der die Zeremonie beginnen sollte, angebrochen und die Gäste fanden sich im Thronsaal ein, während ein Herold am Eingang ihre Namen ausrief.. Olivia klärte noch einige letzte Angelegenheiten, strich dann ihr Kleid glatt und atmete noch einmal tief durch, bevor sie den Thronsaal betrat und mit gemessenem Tempo zum Thronpodest schritt. Das laute Stimmengewirr im Saal wurde leiser, erlosch jedoch noch nicht ganz, während Olivia sich neben dem Thron positionierte, wo Vincentus mit der auf einem Samtkissen platzierten candahnischen Krone in Händen bereits wartete. Nun erklangen Fanfaren und alle Anwesenden verstummten sogleich, während sich die Flügeltüren zum Thronsaal ein letztes Mal öffneten und der Herold am Eingang mit lauter Stimme verkündete:
      "Ihre Majestät, Fiora Tulgari Vandahn"
      Alle Augen wandten sich zur Tür um, durch die Fiora nun Schritt, und Olivia glaubte ein kollektives Luftanhalten zu hören. Tatsächlich sah die Königin in ihrem langen grünen Kleid bestickt mit dem candahnischen Siegel einfach umwerfend und wahrhaft majestätisch aus. Ihre Haltung, ihr Gesichtsausdruck, ihre wohl bedachten Schritte, all das strahlte Würde und Eleganz aus und in diesem Moment wirkte Fiora älter als ihre 21 Jahre. Olivia musste gegen ein triumphierendes Lächeln ankämpfen, eben so sehr wie gegen den Impuls die Reaktionen der ilianischen und baïsischen Abgeordneten zu beobachten. Ihr Blick fixierte sich auf ihre Königin, die nun beim Thron angelangt und davor in die Knie gegangen war. Erst jetzt, jetzt, da nur Vincentus und Olivia ihre Miene sehen konnten, zeigte sie ein wenig Unsicherheit, schien im Blick der beiden eine Bestätigung zu suchen, auf die sie nicht lange warten brauchte. Olivia nickte ihr kaum merklich zu, bevor sie die Stimme erhob:
      "Schwört Ihr, Fiora Tulgari Vandahn, Eurem Land zu dienen?"
      "Das schwöre ich", erwiderte Fiora mit lauter, klarer Stimme.
      "Schwört Ihr die Bedürfnisse Eures Volkes über Eure eigenen zu stellen?"
      "Das schwöre ich"
      "Und schwört Ihr Euer Leben dieser Aufgabe zu widmen?"
      "Ich gebe mein Leben", rezitierte Fiora, "für mein Land und mein Volk. Das schwöre ich"
      "Volk von Candahn", adressierte Olivia nun den Saal. "Vor euch steht eine, die eure Königin sein möchte. Ihrem Land zu dienen, hat sie geschworen. Ihr Volk zu achten, hat sie geschworen. Ihr Leben hat sie ihrem Land und ihrem Volk geschworen. Wollt ihr diese Königin annehmen?"
      Sie sah wie Fiora die Lider zukniff, die Fäuste in ihrem Schoß ballte. Doch sie brauchte sich nicht zu sorgen, denn kaum hatten Olivias Worte geendet, brach ein gewaltiger Jubel in dem Saal los und von überall ertönte es:
      "Königin Fiora! Fiora! Fiora!"
      Fiora öffnete die Augen, blinzelte ein paar Mal und konnte nicht anders als zu lächeln. Auch Olivia hielt ihr Lächeln nun nicht mehr zurück. Sie gab Vincentus das Zeichen näher zu treten und nahm vorsichtig die Krone von dem Samtkissen.
      "Das Volk hat Euch für würdig befunden. Hiermit kröne ich Euch, Königin Fiora, die Erste ihres Namens" Feierlich ließ sie die Krone auf Fioras Haupt sinken. Einen Moment kniete diese noch weiterhin zu Olivia Füßen, reglos und mit geschlossenen Lidern. Dann erhob sie sich langsam und drehte sich zu den Anwesenden um.
      "Lang lebe die Königin", rief Olivia. "Lang möge sie regieren!"
      "Lang lebe die Königin", echote der ganze Saal. "Lang lebe die Königin! Lang lebe die Königin!"
      Fiora ließ sich unter allgemeinem Beifall auf dem Thron nieder, Olivia zu ihrer rechten Seite, Vincentus zu ihrer linken.
      Nun erhob der Herold erneut das Wort:
      "Seine Majestät, König Theoderus Korvo von Averon", verkündete er, während eben jener nun vor den Thron trat. Er war ein hochgewachsener Mann, der seine besten Jahre jedoch hinter sich hatte. Man sah deutlich, dass es ihm schwer fiel sich gerade zu halten und er humpelte, schien sich jedoch zu weigern eine Gehhilfe zu benutzen. Sein einst rot-blondes Haar und sein Bart waren nun von grauen Strähnen durchzogen und seine Lider hingen ihm tief über den Augen. Er hatte, so war es Fiora mitgeteilt worden. Eine Tochter die mit dem ilianischen Kronprinzen verheiratet war. Dies war selbstverständlich vor der Verschwörung gegen Candahn geschehen, die auch Averon viel gekostet hatte. Theoderus war gemeinsam mit seinen zwei jüngsten Kindern nach Candahn gereist, während er seine Frau, eine candahnische Adelige, und seinen ältesten Sohn und Erben in Averon gelassen hatte. Vor dem Thron angekommen verbeugte der König sich so tief er konnte und sprach dann mit erstaunlich fester und klarer Stimme:
      "Königin Fiora, lasst mich Euch gratulieren. Möge Eure Herrschaft lang andauern und Eurem Land zu seiner alten Größe verhelfen"
      Fiora neigte den Kopf. "Ich danke Euch, Hoheit"
      Theoderus winkte einen Mann aus seinem Gefolge herbei.
      "Als Zeichen meiner Anerkennung und Gratulation, möchte ich Euch dieses Schwert überreichen" Der Mann war nun ebenfalls vor den Thron getreten und hatte sich hingekniet. Er hielt ein reich verziertes Schwert in Händen, welches er Fiora nun anbot. Die Königin erhob sich, trat auf den Mann zu und nahm ihm das Schwert ab, bevor sie es aus der Scheide zog und unter allgemeinen Bewunderungsausrufen aus dem Saal betrachtete.
      "Es ist eine wahrhaft schöne Klinge, Hoheit", sagte sie anerkennend und drehte und wendete die Waffe.
      "Sie ist eben jener nachempfunden, die ich auch Eurem Vater zu seiner Krönung überreichte", erklärte Theoderus wohlwollend. Fiora sah ihn an, einen Moment ehrlich ergriffen. Dann lächelte sie, steckte das Schwert zurück in die Scheide und überreichte es Olivia, die es an einen Diener weiter gab.
      "Ich danke Euch", sagte die Königin an Theoderus gewandt, der sich noch einmal verbeugte und sic dann zurück zog. Erneut erhob der Herold seine Stimme:
      "Ihre Majestät, Ilicia Hanide, Kaiserin von Neim"
      Die Kaiserin trat vor. Sie war mit ihren 63 Jahren die älteste der Fünf Herrscher, was sie jedoch zu kaschieren wusste. Sie hielt sich gerader als der averonische König und trug ihre zahlreichen Falten und Altersflecken mit Würde und Eleganz. Sie hatte keine Familie, keinen Mann und keine Kinder. Der Neimesische Thron wurde nicht vererbt, sondern von der amtierenden Kaiserin oder dem amtierenden Kaiser an einen würdigen Nachfolger übergeben. Kaiserin Ilicia hatte eine Schar an Favoritinnen, wie Olivia es genannt hatte, die in der Auswahl standen den Thron nach ihr zu besteigen. Unter diesen Favoritinnen schien eine namens Kurame Samis die besten Aussichten auf das Amt zu haben. Sie war es auch, die die Kaiserin in Begleitung zahlreicher Bediensteter mit nach Candahn gebracht hatte. Kurame war deutlich jünger als Ilicia, in etwa so alt wie Olivia. Ihr Haar war, wie das Ilicias, schwarz, jedoch ohne Ilicias graue Strähnen. Sie stand wenige Schritte hinter Ilicia zusammen mit einem jungen Mann, den weder Fiora noch Olivia zuordnen konnten, der Kurame jedoch erstaunlich ähnlich sah.
      "Königin Fiora", sagte die Kaiserin, nachdem sie vor dem Thron angelangt war und sich verbeugt hatte. "Auch ich möchte Euch meine Gratulation aussprechen.
      "Ich danke Euch", erwiderte Fiora.
      "Wie ich hörte,", sprach Ilicia weiter, "hat eine unseres Volkes Euch in Euren Bemühungen den Thron zurück zu erlangen zur Seite gestanden. Eine Magierin namens Peyma"
      Es schmerzte diesen Namen zu hören und für einen Moment konnte man das Fiora auch ansehen. Dann jedoch hatte sie die Maske der Königin erneut aufgesetzt und neigte leicht den Kopf.
      "Ja, in der Tat. Sie.. sie starb während ihrer Bemühungen für dieses Land. Ihr Tod ist ein großer Verlust für uns alle. Neim kann stolz auf eine solche Landestochter sein"
      Die Kaiserin lächelte.
      "Ich danke Euch für diese Worte und möchte Euch mein tief empfundenes Beileid aussprechen. Nun jedoch zu erfreulicheren Dingen: Auch ich habe ein Geschenk für Euch"
      Ohne dass sie ein Zeichen hätte geben müssen, trat der junge Mann vor. Fiora und Olivia musterten ihn beide kurz. Er trug nichts bei sich, war in schlichte, aber ohne Zweifel neue Gewänder gekleidet und hatte eine ausdruckslose Miene aufgesetzt.
      "Dies ist Riyota Samis, einer der stärksten Magier seiner Generation und der ganze Stolz des kaiserlichen Magierklosters. Ich möchte ihn Euch als Geschenk anbieten, um Eure verlorene Magierin zu ersetzen"
      Noch während sie sprach hatte Olivia sich zu Fiora umgewandt, die kreidebleich geworden war. Die Hände der Königin hatten sich zu Fäusten geballt und Olivia sah, wie sich ihre Lippen zu einem entsetzten Nein formten.
      "Das können wir unmöglich annehmen, Hoheit", sprach sie hastig, bevor Fiora zu Wort kommen konnte und verneigte sich tief vor der Kaiserin. "Ein solches Geschenk ist zu wertvoll"
      "Unsinn", erwiderte Ilicia mit leicht gerunzelter Stirn. "Es ist gerade passend für eine Königin. Ich versichere Euch, Riyota ist bestens ausgebildet" Der Magier selbst sagte dazu nichts, seine ausdruckslose Miene unverändert. Olivia sah noch einmal zu Fiora, die die Lippen mittlerweile fest zusammen gepresst hatte. Die beiden wechselten einen Blick und Olivia meinte förmlich zu hören, was Fiora am liebsten sagen würde. Die Rebellin räusperte sich und sagte dann:
      "Nun, dann nehmen wir Euer wahrhaft großzügiges Geschenk dankend an, Majestät"
      Auch Fiora sprach nun ihren Dank aus, wirkte dabei jedoch weniger überzeugend als Olivia. Ilicia neigte leicht den Kopf und für einen Moment befürchtete Olivia schon, dass sie den Schwur zwischen Riyota und seiner neuen Herrin gleich hier und jetzt vollführen wollte. Dann zog die Kaiserin sich jedoch zurück und Riyota folgte ihr wie ein stummer Schatten. Olivia atmete innerlich auf und sah noch einmal zu ihrer Königin, die immer noch furchtbar blass war, sich nun jedoch wieder zusammen riss, als die Stimme des Herolds erneut erklang:
      "Seine Hoheit, Prinz Doriam os Domorek"
      Der Saal wurde seltsam still, als der baïsische Prinz vortrat.Er hatte ein auffallend feminines Gesicht und trug seine langen schwarzen Haare zurück geflochten. Olivia versuchte seine Miene zu lesen, versuchte zu erkennen was er von der Zeremonie, von Fiora, von allem, was er hier sah halten mochte, doch es fiel ihr schwer. Der Prinz gab sich höflich, wenn auch etwas distanziert und verbeugte sich nun tief vor der Königin.
      "Majestät. Im Namen meines Vaters, Domorek os Dolien von Baïs möchte ich Euch gratulieren. Mein Vater bittet außerdem, dass Ihr seine Abwesenheit entschuldigen mögt, doch seine Gesundheit lässt eine solch lange Reise wie die von Baiïs nach Candahn nicht mehr zu"
      Fiora neigte leicht den Kopf, sagte jedoch nichts. Doriam schien dies nicht zu erwarten, denn er fuhr gleich fort:
      "Zu diesem, Eurem Ehrentag, möchte mein Vater Euch fünf seiner besten baïsischen Pferde schenken. Sie gehören, wie Euch sicher bewusst ist, zu den edelsten und schnellsten Pferden Ikaras" "Ich danke Euch, Prinz Doriam", erwiderte Fiora, weniger steif als zuvor. Der Baïse verneigte sich erneut und trat zurück. Der Herold rief einen letzten Namen:
      "Numia Toyal, Abgesandte Ilias"
      War der baïsische Prinz noch mit angespanntem Schweigen empfangen worden, so erfuhr die ilianische Abgesandte nun eine eisige, fast feindselige Stille, die sie jedoch gekonnt ignorierte. Sie hatte dichtes, dunkelbraunes Haar und erstaunlich blauen Augen und war in eine festlichen Rüstung gekleidet, die das ilianische Siegel auf der Brust trug. Vor dem Thron ging sie in die Knie.
      "Königin Fiora", sprach sie mit rauer Stimme. "Mein König, Holin Terem von Ilia drückt sein Bedauern aus heute nicht selbst hier sein zu können, doch wichtige Geschäfte hielten ihn in Narinth" Olivia musste alle Willenskraft die sie besaß aufbringen um nicht zu schnauben.
      "Wisset jedoch, dass auch er Euch aus tiefstem Herzen gratulieren möchte und hofft, dass diese Geschenke Euer Wohlgefallen finden werden"
      Während sie sprach, trugen mehrere Diener etwas heran, was zunächst wie Stoffballen aussah, sich dann jedoch als Kleider heraus stellte. Olivia schaffte es nicht ganz ihre Miene unter Kontrolle zu halten und starrte die Kleider einen Moment lang offen fassungslos an. Es waren wunderschöne Gewänder, keine Frage, doch Fiora ein solches Geschenk zu ihrer Krönung zu machen, war nichts weiter als blanker Hohn. Die Königin selbst schien dieses Mal jedoch gefasster zu reagieren.
      "Richtet Eurem König meinen Dank aus", sagte sie mit kaum versteckten Frost, aber vollkommen ruhiger Miene. Numia neigte den Kopf, kam dann wieder auf die Beine und zog sich zurück, während die Diener die Kleider fort brachten. Nun, da die Ehrengäste ihre Geschenke präsentiert hatten, traten ein paar candahnische Adelige und Würdenträger vor um der Königin ebenfalls ihre Aufwartung zu machen. Die Stimmung entspannte sich merklich und Olivia dachte erleichtert, dass der schlimmste Teil des Tages vorüber war.

      ____
      Wuuuuuu, endlich geschafft! Herzlichst Willkommen zum zweiten Teil von DbK! Bitte schaut auch kurz im SSS vorbei denn ich habe da eine Kleinigkeit zusammen geschrieben.
      Mar: Du kannst dir irgendetwas wegen der Stadt ausdenken, da habe ich keine Vorgaben (oder Yeto kann die Stadt natürlich auch nicht kennen, wie du magst)
      Candahn Gruppe: Ihr müsst das jetzt nicht als Aufforderung verstehen Fiora auch was zu schenken oder so, ich wollte euch nur nicht mit einer kompletten Wall of Text erschlagen; im nächsten SL geht dann der Tanz los!
      How do you write like you're running out of time? Write day and night like you're running out of time.
      Everyday you fight like you're running out of time, like you're running out of time,
      Are you running out of time?!



      Chrissi: Boah Franzi, wenn man dich so reden hört ohne dich zu kennen, könnte man auch glauben du wärst so'n Soziopath!<3
    • Die Feier war überwältigend, dabei hatte sie gerade erst angefangen. Viel Gesellschaft hatte der Rothaarige die letzten Monate nicht gehabt, und doch hatte er keine Lust, sich jetzt unter diese zu mischen, zu reden und zu tanzen. Er hatte Angst. Angst, dass sich irgendeiner der Wissenden hier noch verplappern könnte. Angst, dass das vielleicht schon längst irgendwann passiert war, während er dort unten gesteckt hatte, und er jetzt gewissermaßen mitten im Hornissennest stecken und nur noch nicht entdeckt worden sein könnte. Aber er hatte sich ja selbst dazu entschieden hier her zu kommen. Wieso eigentlich ? Wenn er ehrlich war, konnte er doch nichts anfangen. Er könnte seine 'Eskorte' ansprechen und sich von ihr zurückbringen lassen - nach unten. So würde es mindestens noch einige Jahre gehen, und er war an diesen Ausblick schon so gewöhnt, dass er selbst jetzt keine Tränen mehr darüber rührte.

      Vielleicht wäre ja Johanna wenigstens für einen Moment abkömmlich. Nach allem, was er wusste, war sie ja mittlerweile fast schon zu so etwas wie Olivias rechter Hand geworden und dementsprechend beschäftigt. Sie machte ihre Sachen anscheinend entschieden besser als er seine gemacht hatte. Er kam sich vor wie der letzte Idiot. Mehr Muskeln als jeder andere im Saal, aber ein verdammter Idiot. Nein! Ich bin ein Mörder! Und dass ich mich ausgerechnet jetzt hier frei im Saal aufhalten kann, ist eigentlich der blanke Wahnwitz! Das stimmte so zwar nicht, es gab einen Unterschied zwischen Mord und Totschlag. Doch der betraf doch nur die Defintion und die Beurteilung, nicht das Ergebnis, dass er jemanden umgebracht hatte, den er nicht hätte umbringen dürfen. Und er hatte sich bis dahin immer für einen beherrschten Menschen gehalten...

      Er fing sich wieder. Von seinem Standpunkt aus hatte er sogar eine direkte Sichtlinie zu Fiora und den Geschehnissen um sie. Ilia und Baïs hatten Abgesandte hier her geschickt ? Was für ein Schmierentheater... Er hatte keine Ahnung, was sie ihr als Geschenk gebracht hatten, da er von hier aus nur den Herold hören konnte. Doch da er nirgendswo einen Käfig mit Holin darin erblickte, konnte es nur was falsches sein. Jetzt sah' er Johanna, sie stand nicht allzu weit abseits des Throns. Nichts deutete mehr darauf hin, dass er sie von ihrem Tyrannen hatte losreißen müssen und sie im Grunde mit Nichts dagestanden hatte. Na toll... er sah an sich herunter: Wie Olivia ihm versprochen hatte, hatte er für diesen Anlass tatsächlich andere Kleidung bekommen. Gemessen an dem, was er so gewohnt war, fühlte sich dieser Stoff sehr feinfühlig an, aber er war vom einem Haufen Adeliger oder sonstigen Wichtigkeiten mit mehr oder weniger viel Geld umgeben. Da wirkten die braunen Lederstiefel und Hose und Hemd in schlichtem Weiß doch schon wieder etwas fremd. Aber er passte ja wie gesagt eigentlich sowieso nicht mehr hier her.

      Langsam schob er sich durch die Menge. Er wollte nur etwas reden, nicht viel. Falls sich die Gelegenheit ergab, vielleicht sogar mit Fiora selbst. Die Delegationen der anderen Länder Ikaras hatten ihre Aufwartung bereits gemacht und der Tanz würde gleich beginnen. Wenn er überhaupt eine Gelegenheit haben würde, dann jetzt.
    • Yonathan hatte das Bad sehr genossen. Frisch rasiert war er nun auch, und auch die Haare waren wieder gebändigt worden. Wie ein neuer Mensch zog er dann auch diese festliche Kleidung an, die für ihn etwas befremdliches hatte und dennoch zog er diese gerne an. Es war einfach ein gutes Gefühl, so gekleidet zu sein. Doch er war beim besten Willen nicht dazu in der Lage, so etwas als Alltagsklamotten zu betrachten, dafür waren sie viel zu unpraktisch.
      Als letztes nahm er noch das Band, an dem Kurois Perle befestigt war. Tiefrot war sie anzusehen, wunderschön und doch so zerbrechlich. Seine Hand umschloss sie kurz, band sich diese Kette dann um den Hals und lies den Anhänger unter dem Stoff seiner Kleidung verschwinden.

      So herausgeputzt trat er hinaus an die frische Luft. Er schloss die Tür hinter sich, die zu dem Gebäude führte, dass er nun als Zuhause bezeichnete. Es war ein seltsames Gefühl, jetzt in so einer großen Stadt zu wohnen. Doch nun machte er sich langsam auf den Weg hin zur Krönungszeremonie.
      Wer würde wohl alles dort sein, welchen Tratsch würde man wohl so aufschnappen können... all das interessierte Yonathan nicht wirklich. Er hoffte nur, einige seiner alten Weggefährten zu treffen, diese sah er viel zu selten, und vielleicht könnte er auch einige Worte mit Fiora wechseln, auch wenn er dies bezweifelte.

      Es war beeindruckend, was Königin Fiora und ihr Gefolge in den letzten 3 Monaten geschafft hatten. Wenn er so durch diese Straßen ging und sich die Stadt ansah. An manchen Stellen erkannte man das alte Askandris schon kaum mehr. Natürlich half auch Yonathan den Rebellen, die Stadt wieder aufzubauen.

      Der Saal war herausgeputzt und wunderschön geschmückt worden. Yonathan konnte das gar nicht so recht fassen. Es sah einfach alles so... normal aus. Nichts was an das Grauen der vergangenen Jahre erinnern würde.

      Während der Zeremonie lies Yonathan den Blick schweifen. Wer alles hier war... was dort vorne geschah und wie sich Fiora verhielt. Mit einem Lächeln sah er zu, wie man ihr die Krone aufsetzte. Endlich war es offiziel. Endlich war Fiora die Königin. Es hatte viel zu lange gedauert...

      Nachdem der offizielle Teil endete, stand Yonathan auf und wanderte scheinbar verloren durch den Saal und hielt Ausschau nach seinen alten Weggefährten.

      _____
      Yeto sah sich die Stadt beim näher kommen genauer an, nur um festzustellen, dass sie ihm nur dunkel in Erinnerung geblieben war. "Es ist lange her, dass ich hier war. Ich fürchte, ich kann an diesem Ort nicht weit helfen. Ich kann mich nur noch an den Weg zur Wasserquelle erinnern." Dies war allerdings etwas, das jeder in der Stadt genausogut hätte tun können. Mit einem entschuldigenden Schulterzucken wandte er sich kurz an Kalandra.
      "Vielleicht kommt die Erinnerung wieder, wenn ich ein wenig mehr von der Stadt gesehen habe."
      Fantasy: Nur ein kleines Stück vom Himmel
      <Suuunki> Schöner RPG Titel

      Annihilation Bliss
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    • Wie hatte Malja das nur jahrelang aushalten können? Die Sonne brannte auf der bleichen Haut, so wie sie unter dem weiten Gewand hervor lugte. Das Licht war grell und wirklich überall war dieser verflixte Sand, sogar in ihrem Wasserschlauch und auf den hatte sie acht gegeben.
      Als die Gruppen schließlich festgelegt waren, zog Malvi den Schleier wieder etwas fester über Mund und Nase, es gab hier ihrer Meinung nach einfach viel zu viel Sand.
      Die Blutmagierin schloss zu Kalandra und Yeto auf, es wäre sicher praktisch, hätte Yeto ein paar Informationen über diese Stadt.

      Wie die letzten Monate war Malja auch während der Zeremonie in Fioras Nähe, wie es ein Leibwächter sein sollte. Doch selbst heute kannte er kein Lächeln, er unterschied sich von den anderen Anwesenden, müde und gealtert wirkte er und die einfache, blutrote Leinenkleidung wollte einfach nicht in dieses Umfeld passen. Erst als die neimesische Kaiserin ihr Geschenk übergab, bewegte sich etwas in seinem Gesicht.
      Der Blutmagier spießte den jungen Neimesen geradezu auf mit seinen Blicken, die Bitterkeit seiner Augen grenzte an Hass, als die Rede davon war, dieser Kerl könne Peyma ersetzen.
      Doch tat er nichts unbedachtes, worüber zumindest Genon froh war, der bei diesem Krönungsgeschenk unwillkürlich zu Malja gesehen hatte, in Sorge, dass er die Beherrschung verlieren könnte.
      Aber Genon konnte aufatmen und gespannt verfolgte er die weitere Zeremonie, wobei er weit besser gekleidet war zu diesem Anlass als Malja, einem Diplomaten angemessen, mit weichen Lederstiefeln und grünem Wamms mit dezenter, roter Stickerei.
      Fragen, Anregungen oder Kritik? -> Konversation oder #ogame.de-rpg

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      <Seaten>Kata ist wie Cass, nur fauler und männlich
    • Der Hof mochte mittlerweile sehr gereinigt worden sein, aber einige Dinge würden sich wohl nie ändern. Nicht, dass er oft besser war, doch das Schaulaufen gerade der Damen und mancher Herren amüsierte Vapor ziemlich. Nayeri mochte darauf Wert gelegt haben, aber so wie er Fiora und vor allem Olivia kennengelernt hatte würden sich einige noch wundern. Selbstverständlich trug der Adelige seinem Stande angemessen eine wahre Edelmanntrach im tiefen Purpur, aus Brokat geschneidert, seine Frau ein etwas schlichteres, aber gut geschnittenes Kleid, das den langsam erscheinenden Babybauch nicht mehr ganz verbergen konnte. Aliana wollte dies auch gar nicht. Etwas schüchtern blieb sie an der Seite ihres Gatten, dessen Erscheinen manches Raunen verursachte, war seine Familie doch in Ungnade gefallen. Dass ausgerechnet er, als Hallodri verschrien, schlussendlich an der Seite Fioras gekämpft hatte, verursachte immer noch das reinste Erstaunen. Da seine Frau ein Kind erwartete, mutete man ihr das lange Stehen nicht zu, und er nahm hinter dem Stuhl der jungen Frau Aufstellung. Allerdings war es nicht sie oder eine der um sie beide herum stehenden jungen Damen, die ihn blinzeln ließen und mit offenem Mund dastehen - nein, es war jemand, dem er lieber aus dem Weg gegangen war und der er nie zugetraut hätte - hübsch zu sein? Olivia sah so völlig anders aus als sonst. Gott sei Dank war diese wohl zu beschäftigt um seinen Gesichtsausdruck zu bemerken, denn das hätte sie wohl sehr amüsiert. Vapor sammelte sich wieder und folgte nun den Blicken der anderen, als die Königin den Saal betrat - und wie. Fast neidisch könnte man sein auf Vincentus, der die Nähe Fioras genießen durfte. Aliana drückte die Hand ihres Gatten. Er beugte sich zu ihr, und sie flüsterte fast schwärmerisch in sein Ohr:
      "Sie ist so wunderschön, und wirklich königlich. Welch ein Moment!" Die Frage war nicht wirklich nötig, der Jubel brandete wie ein Orkan über sie alle hinweg, und der Magier machte fleißig mit. Schließlich kamen die Abgesandten der anderen Reiche. Vapor hatte sich lange genug im Dunstkreis eines KJönigshofes aufgehalten um zu wissen, dass das letzte Geschenk nichts als eine Provokation war. Zwar hatte sich der junge Adelige etwas ferngehalten vom inneren Kreis hier, trotzdem wusste er ja schon länger, wo die Verdachtsmomente lagen. Ihn wunderte wenig, dass Fiora sich nur mühsam beherrschte, und so wie Olivia aussah - sie wäre der ilianischen Frau wohl am liebsten ins Gesicht gesprungen. Zumindest war nun der einheimische Adel und Freunde dran mit Geschenken. Aliana drehte sich zu ihm um.
      "Gehst du allein? Ich fühle mich etwas schwindlig." Sofort ließ Vapor jemanden ein Glas Wasser bringen und fragte:
      "Ist das in Ordnung oder sollen wir gehen?" Sie lächelte etwas.
      "Nein, so schlimm ist es nicht." Also reihte sich der junge Mann in die Schlange ein, nach außen hin völlig gelassen, wie immer. Etwas nervös war er dennoch, der erste Auftritt in der Öffentlichkeit seit er vom Gericht freigesprochen worden war, im Gegensatz zu seinen Eltern. Schließlich stand er vorn. Mit einer tiefen Verbeugung grüßte er Fiora, und nickte Vincentus und Olivia zu. Dieses Mal war er sogar ernst und unterließ seine Spielchen.
      "Euer Hoheit, es freut uns sehr, Euch endlich auf dem Thron zu sehen." Da war Vapor sogar ehrlich, denn auch wenn er fragwürdige Dinge getan hatte, so hatte er von Anfang an klargestellt, dass für ihn nur die echte Königin herrschen sollte.
      "Meine Familie hat sich leider einige Versäumnisse in der jüngeren Vergangenheit zuschulden kommen lassen, was nun hoffentlich auch Vergangenheit bleiben wird." Seine eigenen Fehler würde er sicher nicht hier ausbreiten.
      "Meine Frau und ich freuen uns, dass wir Euch bereits mit den Pferden unserer Zucht helfen können. Nun habe ich in den Unterlagen meines Vaters ein weiteres Haus gefunden, am Rande der Stadt. Im Moment wird es renoviert. Doch wir würden uns geehrt fühlen, Wenn Ihr dem neuen Zwecke dieses Hauses Euren Namen verleihen würdet. Wir planen, eine Anlaufstelle für Waisen zu errichten." Alianas Idee angesichts des Elends, dessen sie gewahr geworden war. Vapor hatte zwar gemeckert und gestöhnt angesichts der Kosten, allerdings wusste er zu gut, was angerichtet worden war, und es gab viel zu viele Waisen, deren Eltern in den Wirren der letzten Jahre gestorben waren.

      Shaanea freute sich nicht besonders auf die Zeremonie. Nun, nichts erfreute sie seit einiger Zeit wirklich. Mit verschlossener Miene und finsterem Blick musterte sie jeden, der den Saal betrat. Sie trug kein Kleid, eher einen Lederpanzer mit einem Umhang, wie eine Soldatin. Diesen würde sie aber im Zweifel rasch abwerfen können um beweglich zu sein. Trotz der Schwangerschaft hatte sie darauf bestanden, Fiora im Notfall zu schützen, auch wenn sie weiter weg war und das Ganze von der Galerie betrachtete. So eine Masse an Menschen, es missfiel ihr ziemlich. Zu viele eitle Gecken, zu viele widerwärtige Adelige - kein Spaß. Ohne große Regung betrachtete sie den Ablauf, ihr entging zwar nicht, wie eisig die Ilianerin begrüßt wurde, aber dafür die Bedeutung der Geschenke. Ihr war so etwas völlig egal. Tatsächlich ertappte sie sich sogar, dass sie nach einer toranischen Abteilung suchte. Mieser Verräter...


      Thx Tom Bombadil
    • Am candahnischen Hof

      Während die Königin die Geschenke und Gratulationen der candahnischen Adeligen entgegen nahm, wanderte ihr Blick immer wieder kurz durch den Saal. Sie hielt nach ihren alten Mitstreitern Ausschau, die sie auch bald in der Menge entdeckte. Yonathan sah gut aus und schien sich gerade ebenfalls nach bekannten Gesichtern umzusehen. Alois und Tarisa, die wie Shaanea in eine Rüstung gekleidet war, hielten sich zusammen mit Olimus unweit des Throns auf. Auch Malja und Genon standen in ihrer Nähe. Mit beiden hatte sie noch mehr Kontakt, mit Genon wegen seinen diplomatischen Pflichten und mit Malja wegen seines Versprechens Peyma gegenüber. Auch Shaanea sah sie häufiger, war sie nun schließlich ein Teil ihrer Leibgarde. Im Saal selber konnte sie die Frau gerade nicht erblicken, doch sie wusste, dass sie sich in der Galerie aufhalten würde. Damit blieb noch Torlik. Fioras Magen verkrampfte sich etwas, als sie ihn erblickte. Wie waren sie bloß in diese Lage gekommen? In den letzten Wochen hatte sie immer wieder über den Tag nachgedacht, an dem er nach Askandris zurück gekehrt und in Ketten in ihr Audienzzimmer gebracht worden war. Hätte sie eine andere Entscheidung treffen sollen? Hätte ihr Urteil milder ausfallen sollen? Doch er hatte einen Menschen umgebracht, ihn aus kalter Wut getötet. Und war sie wirklich so anders? Hatte nicht auch sie nach Nayeris Kopf verlangt, zum Wohle des Landes, ja, aber auch aus eigener Rachsucht? Sie konnte es nicht sagen, doch diese Frage beschäftigte sie mehr, als ihr lieb war. Mehr als je zuvor wünschte sie sich ihre Eltern an ihrer Seite zu haben und ihrem Rat zu lauschen, doch Ilis und Grolan waren nicht mehr bei ihr. Sie würde sich auf ihre Vertrauten verlassen müssen, auf Olivia und Vincentus und all ihre anderen Mitstreiter. Torlik hatte auch dazu gehört, tat es, wenn es nach ihr ging, immer noch..
      Ihre Laune besserte sich etwas, als Vapor vor den Thron trat. Er sah nun wieder ganz wie ein Adeliger aus, doch sie bemerkte wie sehr sich sein Verhalten, sein Gehabe, seine ganze Person geändert hatte. Das wurde auch in dem Geschenk sichtbar, welches er und seine Frau ihr nun machten.
      "Einem solchen Unterfangen werde ich mit Freuden meinen Namen verleihen", erklärte sie hocherfreut.
      "Und lasst mich Euch für diese grandiose Idee danken. Die Krone wird Euch in Eurem Vorhaben tatkräftig unterstützen, lasst uns nur wissen, was Ihr benötigt" Sie blickte kurz zu Olivia, die den Kopf neigte und Vapor dann anerkennend zu nickte.
      Nach ihm traten noch einige weitere Adelige hervor , doch man konnte absehen, dass das Überreichen von Geschenken bald ein Ende haben würde. Olivia gab ein Zeichen, damit die Musiker sich bereit hielten und wartete geduldig ab, bis auch der letzte seine Gratulationen versichert hatte. Schließlich erhielt der Herold ein Zeichen und kündigte den Tanz an. Vincentus trat zu Fiora, verbeugte sich und hielt ihr seine Hand hin, welche sie ergriff und mit ihm zusammen auf die Tanzfläche schritt. Olivia trat vom Thronpodest herunter und stellte sich neben Olimus, der ein wenig trübselig in die Gegend sah.
      "Gräm dich nicht so sehr, Bruder", sagte sie und knuffte ihn in die Seite. "Heute ist ein glücklicher Tag"
      "Das weiß ich", erwiderte Olimus und rieb sich die Rippen, gespielt beleidigt. "Ich bin glücklich, wirklich"
      "So siehst du aber nicht aus", stellte Olivia trocken fest. Sie fuhr fort, bevor er etwas sagen konnte:
      "Ich weiß du vermisst sie, aber sie hat ihre Entscheidung getroffen – das musst du akzeptieren"
      "Sie hat auch nicht lange gebraucht um diese Entscheidung zu fällen", murmelte Olimus düster.
      "Nun, sie hatte ja auch nicht gerade viel Zeit um ihre Wahl zu treffen", erinnerte Olivia ihn ein wenig ungehalten. Sie legte ihm eine Hand auf die Schulter und zwang ihn sie anzusehen.
      "Liliana braucht ein wenig Zeit. Sie hat viel durchgemacht und das muss sie nun verarbeiten. Sie wird mit dir reden, wenn sie dazu bereit ist"
      "Und wenn sie nicht mehr durch die baïsische Wüste irrt", fügte Olimus hinzu, konnte sich ein Lächeln nun aber nicht mehr verkneifen. Olivia grinste und nahm dann seine Hand.
      "Komm, Bruder. Tanz mit mir. Irgendwie muss man dich doch aufheitern können"
      "Tanzen? Mit dir?", fragte er etwas ungläubig, ließ sich aber auf die Tanzfläche ziehen, auf die nun auch andere Paare strömten.
      "Glaub es oder nicht, aber das konnte ich mal richtig gut", belehrte Olivia ihn.
      "Wann, vor 20 Jahren?", wollte Olimus wissen und wich ihrem Ellbogen geschickt und routiniert aus.
      "Sehr witzig" Olivia zeigte ihm rasch wie er sich zu halten hatte. Sie war bereits eine erwachsene Frau gewesen, als Kondas und Nayeris Intrige, oder eher die Intrige des ilianischen und baïsischen Königs, sie und ihre Familie vom Hof vertrieben hatten. Olimus war damals noch ein Heranwachsender gewesen, der sicher einige Bälle erlebt, jedoch nie wirklich viel Erfahrung im Tanzen gesammelt hatte. Olivia übernahm die Führung und so schafften sie es zumindest sich nicht vollkommen zu blamieren, doch grazil war etwas anderes. Fiora tanzte weiterhin mit Vincentus, während Alois nun Tarisa aufforderte.

      In der baïsischen Wüste

      "Dann werden wir zuerst die Wasserquelle aufsuchen", entschied Kalandra und wies Yeto an die Fürhung zu übernehmen. Während sie los gingen, sprach die Baïsin Malvi an.
      "Habt ihr Euch an die Lebensumstände in der Wüste bereits gewöhnt? Ich weiß, es ist ein ziemlicher Unterschied zu den Teilen Ikaras, die Ihr eher gewohnt seid"
      Kalandra hatte ihr Leben lang so gut wie nichts anderes als die Wüste gekannt. Sie wusste wie tückisch und, ja, tödlich diese Umgebung sein konnte, doch sie fühlte sich hier mehr zu Hause als in der baïsischen Hauptstadt Sarwion, in der sie aufgewachsen war.
      How do you write like you're running out of time? Write day and night like you're running out of time.
      Everyday you fight like you're running out of time, like you're running out of time,
      Are you running out of time?!



      Chrissi: Boah Franzi, wenn man dich so reden hört ohne dich zu kennen, könnte man auch glauben du wärst so'n Soziopath!<3
    • "Ich habe dir ja gesagt, dass sie sich freuen wird." Aliana lächelte Vapor an, der ziemlich erleichtert ob des guten Ausgangs zu ihr zurückgekehrt war. Eine kleine Unterstützung der Krone für das Vorhaben würde er sicher nicht ablehnen. Zwar hatten sie noch Einkünfte, aber so reich wie früher waren die de Ilyadims sicher nicht mehr.
      "Jaaa, ich weiß. Eine gute Idee war das." Noch vor einem Jahr wäre er sicherlich empört ob dessen in eine Schmollecke gegangen, nun hatte er weniger Probleme damit, das zuzugeben. Er nahm ihre Hand.
      "Fühlst du dich gut genug, um zu tanzen, oder willst du lieber sitzen?" Die Musik begann. In den letzten Jahren hatte der Adelige immer gerne auf allen möglichen Bällen getanzt, so bekam man eben die hübschesten Frauen ab. Aliana seufzte.
      "Gerne würde ich tanzen, aber ich glaube, ich sollte lieber nicht. Aber wenn du möchtest, dann amüsier dich. Nur nicht zu sehr." Der letzte Satz war ein trockenes Statement. sie wusste sehr genau, dass ihr Gatte kein Kind von Traurigkeit war und die Gelegenheit durchaus nutzen könnte. Lächelnd gab er ihr einen Kuss auf die Wange, ganz und gar nicht böse. Wenn er je eine Affäre begann, dann sehr diskret, das hatte er längst versprochen. In den letzten Monaten hätte er aber nicht einmal Zeit dafür gehabt, und im Moment erstrebte er das auch gar nicht.
      "Keine Sorge, wird nicht passieren." Eine der ihnen bekannten Damen, die auch nicht tanzen wollte, setzte sich zu der jungen Neuadligen, während Vapor sich umsah, und teils amüsiert, teils erstaunt Olivia und Olimus erblickte. Himmel, er musste wirklich blind gewesen sein. Olivia war wirklich hübsch, das Kleid war äußerst sorgfältig gewählt und unterstrich das Beste, was er anerkennend zur Kenntnis nahm. Allerdings... schien sie ein wenig eingerostet zu sein, was das Tanzen betraf. Ha! Endlich einmal würde er bei einer Sache besser sein. Schließlich lachte er leise und ging hinüber zu den Geschwistern. Vornehm verbeugte er sich, das Grinsen in den Mundwinkeln.
      "Werte Comtesse, wenn ich um diesen Tanz bitten darf. Ich habe mir gedacht, ich tanze nur mit den hübschesten Frauen, und Ihr seid eine Augenweide." Mit einem Augenzwinkern richtete sich der Adelige wieder auf.
      "Im Ernst, ich würde gerne ein Tänzchen mit dir wagen, Olivia. Lange nicht mehr auf dem Parkett gewesen?" Er nickte Olimus zu.
      "Wenn es dir nichts macht."

      Shaanea hatte die Galerie verlassen, als ein ihr Unbekannter mit einer Dame hierher kam. Wofür, das war ihr gleich, doch sie hatte keine Lust, das zu sehen. Sie hatte einen Toraner gesehen, Tayan allerdings nicht. Ihre kalte Wut hielt sie sorgsam verschlossen - würde er es wagen, hier aufzutauchen, so hatte er nicht lange zu leben. Ihre eisigen Augen hielten jeden Mann davon ab, ihr zu nahe zu kommen. Der Tanz und das Spektakel sagten ihr zumindest weniger zu, und sie behielt lieber Fiora mit dem tanzenden Vincentus im Auge.


      Thx Tom Bombadil
    • Torlik brach seinen Gang nach vorne ab. Der Tanz hatte begonnen und so machte es keinen Sinn mehr. Er selbst war nicht in der Stimmung dafür, nichtmal ansatzweise. Aber gegenüber Langeweile war er in letzter Zeit ziemlich resistent geworden. Reichlich lustlos ließ er sich auf einen Stuhl fallen und aß Traube um Traube von dem Obst, das auf dem Tisch stand. Auch er sah sich um, entdeckte einige der Weggefährten wieder. Vapor, Vincentus.. sie zu finden war nicht schwer, auch wenn der ganze Saal vor Prunk nur so protzte. Sogar Shaanea meinte er zu sehen. Ob sie ihn bemerkt hatte ? Dann Yonathan... Er schien auch nicht gerade scharf auf's Tanzen zu sein. Was, wenn er hier her kam, zu ihm ? Würde er schon Bescheid wissen oder konnte man ihn noch anlügen ? Für die anderen hier im Raum war es ein Fest, er fühlte sich wie auf dem Präsentierteller. Er spielte schon mit dem Gedanken, sich in den Kerker zurückführen zu lassen, blieb dann aber doch sitzen und beschleunigte sein Esstempo.

      Johanna unterdessen hielt sich für's Erste bewusst von ihrem rotschöpfigen Freund fern. Sie wollte, dass er die Gelegenheit hatte, sich auch mit anderen Leuten hier zu unterhalten - beispielsweise seinen Weggefährten aus der Rebellion, von denen sie wusste. So würde er nicht nach und nach in völlige Isolation geraten. Gefühlt war sie mit dieser Befürchtung auch nicht ganz allein. Nur jetzt gleich auf's Parkett zu gehen würde wohl einen etwas falschen Eindruck vermitteln, weswegen sie sich an eine andere Position des Saals begab. Dort landete sie, unwissend, in Shaaneas Nähe. Ein wenig wunderte sie sich schon: Die Frau sah eher danach aus, als würde sie hier Wache halten, als sich an der außerordentlichen Feier zu beteiligen...
    • Das Geschwisterpaar hielt an, als Vapor auf sie zu trat. Olivia musste sich zurückhalten nicht dem Augen zu rollen. Kaum zog sie mal ein Kleid an und schon war sie eine 'Augenweide' – war ja klar. Trotzdem lächelte sie und ließ nun ihren Bruder los, der Vapor grinsend auf die Schulter klopfte.
      "Ganz und gar nicht. Du bist quasi meine Rettung", erklärte er, denn vom Tanzen hatte er erstmal genug.
      "Wünsche euch beiden viel Spaß", verabschiedete er sich grinsend und verließ die Tanzfläche. Olivia sah ihm kopfschüttelnd hinterher und wandte sich dann an Vapor.
      "Merkt man es so deutlich?" Sie seufzte. "In sieben Jahren kann man viel verlernen"
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    • "Ich merke es, immerhin ist Tanzen etwas, das ich wirklich gut kann. Da bekommt man die besten Frauen ab." erwiderte Vapor trocken mit einem Grinsen, wurde jedoch wieder ernster.
      "Mir liegt fern, mich darüber lustig zu machen, du hattest ja durchaus Besseres zu tun als bei Nayeri am Hofe herumzutanzen. Na komm, da kann ich mal was beibringen, endlich." Galant legte er einen Arm um ihre Hüfte und umfasste ihre eine Hand. Das konnte er wirklich.
      "Alles nicht so schlimm, man muss nur im Rhythmus bleiben. Entspann dich mal ein wenig

      Shaanea sah Johanna, als diese schon recht nah war. Man kannte sich durchaus, auch wenn die junge Candahnerin sehr für sich geblieben war in den letzten Monaten. Trotzdem nickte sie der anderen Frau kurz zu.


      Thx Tom Bombadil

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    • "Fiora hätte beinahe eine ihrer wenigen Verbündeten beleidigt, der baïsische Prinz tanzt nicht weit von uns entfernt und der ilianische König hat unsere neue Monarchin soeben eindeutig provoziert. Wie soll ich mich da entspannen?", fragte Olivia, zeigte jedoch nach außen hin eine heitere Miene und legte Vapor eine Hand an den Oberarm.
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    • "Ist mir aufgefallen, Livia. Doch jetzt tanzen alle, und ich kann dir nur raten: genieße den Moment." Vapor lenkte seine Tanzpartnerin in die Nähe Fioras und Vincentus', ohne zu nahe zu kommen.
      "Darüber kannst du dir später noch Gedanken machen, wirklich. Ich bin sicher, dass euch erwas einfällt." Da war keine Bitterkeit, dass er kaum zu den Beratern gezählt wurde. Er lächelte sie an.
      "Das hier ist nicht zuletzt dein Werk - du solltest wirklich genießen, dass du die wahre Königin auf den Thron gebracht hast."


      Thx Tom Bombadil
    • Den Moment genießen? Einfacher gesagt als getan. Kaiserin Ilicia hatte Kurame zum Tanz aufgefordert, Prinz Doriam tanzte mit Prinzessin Isadora, einem blassen, kränklich wirkenden Mädchen, und Fiora und Vincentus schienen sich gar nicht mehr voneinander trennen zu wollen. Wenn das so weiter ging, würde Olivia einschreiten und die Königin ermahnen müssen, dass auch noch andere auf einen Tanz mit ihr hofften. Mit Mühe erinnerte sie sich daran, dass sie ja den Moment genießen wollte.
      "Es fühlt sich manchmal immer noch so unwirklich an", gestand sie, während sie mit Vapor über die Tanzfläche wirbelte. So langsam kamen die Erinnerungen an vergangene Bälle wieder hoch.
      "Es.. fühlt sich ein wenig so an wie damals. Wie vor Grolans Tod"
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    • "Da war ich noch recht jung, obwohl ich durchaus schon anderweitig mit den jungen Damen beschäftigt war." Vapor seufzte ein wenig. Das waren tolle Zeiten gewesen. Nun aber war er fast erwachsen.
      "Es hätte immer so sein sollen. Nayeris Bälle waren ähnlich, aber irgendwie..." Ja, nun wo er wirklich zurückdachte...
      "Wenn ich etwas mitbekam, so waren es die vielen Intrigenspielchen der anderen Adeligen, immer einen draufsetzen. Die Atmosphäre am Hof war nicht besonders toll um ehrlich zu sein. Mir war es egal, ich hielt mich raus - da hatte ich anderes zu tun."


      Thx Tom Bombadil
    • "Es wundert mich, dass es in ihrer Zeit überhaupt noch Bälle gab", murmelte Olivia. Solche hatte es in den letzten Jahren dann auch immer seltener gegeben dafür hatte die ständig wachsende Paranoia der falschen Königin gesorgt.
      "Und ich kann mir schon vorstellen, was du anderes zu tun hattest", fügte sie hinzu und rollte diesmal tatsächlich mit den Augen, lächelte aber.
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    • "Sie war oft nicht einmal anwesend." Vapor wurde etwas langsamer, der Musik angepasst. Wenn er noch etwas konnte, dann tanzen. Schließlich lachte er laut auf,
      "Ich mag Frauen nun einmal. Übrigens...." Noch einmal musterte er und grinste.
      "Wirklich, das Kleid steht dir ausgezeichnet, eine sehr gute Wahl. Damit kenne ich mich wirklich aus. Das Kompliment darfst du gern annehmen."


      Thx Tom Bombadil
    • Olivia hob eine Augenbraue.
      "Du klingst so überrascht. Dachtest du ich hätte kein Auge für so etwas?" Sie zog ihn absichtlich ein wenig auf. Seine Reaktion amüsierte sie. Mittlerweile fühlte sie sich schon wieder viel sicherer auf der Tanzfläche und passte sich nun ebenfalls dem langsameren Rhythmus an.
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    • "Um ehrlich zu sein hätte ich nicht gedacht, dass du dich dafür überhaupt interessierst." Vapor gestand sich plötzlich ein, dass er herzlich wenig über die wirkliche Olivia wusste. Eine Tatsache, die ihm immer recht egal gewesen war.
      "Was weiß ich denn sonst noch nicht über dich? Zum Beispiel - was hast du denn gern gemacht, als du noch so etwas wie Freizeit haben durftest?"


      Thx Tom Bombadil
    • "Hallo", erwiderte Johanna. Sie war nicht zögerlich dabei, auch wenn ihr irgendetwas an der anderen Frau suspekt erschien. Aber das kommunizierte sie natürlich nicht nach draußen. Die Candahnerin trat neben sie und sah ähnlich wie sie in den Saal hinein, ohne sich aber auf eine einzelne Person zu konzentrieren. "Wie heißt ihr ? Ich bin Johanna."
    • "Ich wurde in dem Wissen aufgezogen ein die persönlichen Beraterin der Königin zu werden – meine Interessensgebiete sind vielfältig", erklärte Olivia, weiterhin amüsiert.
      "In den letzten sieben Jahren hatte ich keinen Grund mich für Kleider oder Äußerlichkeiten im Allgemeinen zu interessieren. Nun muss ich auf so etwas achten"
      Sie überlegte kurz.
      "Damals? Nun, ich habe gerne gelesen, oder bin ausgeritten. Oder ich habe mich im Bogenschießen versucht", sie lachte, "mit mäßigem Erfolg"
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