Die blutige Krone 2 - Die Jagd

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    • Die blutige Krone 2 - Die Jagd

      Candahnisches Schloss, Askandris – Nacht der Befreiung

      Die Rebellen rückten immer weiter vor. Imjana konnte es spüren. Nach und nach brachen ihre Verbindungen zu den Magiern, die im Schloss verteilt waren, ab. Bald schon hatten diese verdammten Widerständler den gesamten Westflügel eingenommen. Imjana knirschte mit den Zähnen. Konnte sie noch warten? Eine weitere Verbindung erlosch. Die junge Magierin atmete rasselnd aus, massierte sich kurz die Schläfen und streckte ihren Geist dann suchend aus. Es dauerte nicht lange bis sie Kondas vertraute Präsenz erkannte.
      'Meister' Sie spürte, dass er sie hörte.
      'Die Rebellen haben den Ostflügel, die Kerker und den größten Teil des Westflügels', berichtete sie ihm kurz und sachlich.
      Es wird nicht lange dauern, bis sie in die innere Festung vordringen
      Er konnte natürlich nicht antworten, doch sie spürte wie sich in ihm ein Entschluss fasste. Imjana stand auf.
      'Konda?' Ihre sonst so undurchdringliche Miene war plötzlich von Angst gezeichnet. Sie hatte ihn noch nie so wütend erlebt.
      'Konda?!', schrie sie in seinem Geist. Für einen Moment verlor sie die Verbindung zu ihm. Dann schien er sich wieder beruhigt zu haben. Imjana spürte, dass er auf dem Weg zu ihr war und ein wenig von ihrer Angst ebbte ab. Sie blickte sich in der Kammer um, die sie so lange ihr Eigen genannt hatte, doch hier gab es nichts, was sie nicht zurück lassen könnte. Die junge Frau trat auf den Gang hinaus und eilte Konda entgegen.Noch hatten die Rebellen es nicht bis hierher geschafft. Sie hastete die Flure entlang und folgte der stärker werdenden Präsenz ihres Geliebten.
      'Konda?', rief sie noch einmal in Gedanken und dann, als sie Schritte vor sich hörte, wiederholte sie seinen Namen laut. Er war es. Er kam um eine Ecke, seine grimmig, aber auch alarmiert.
      "Es ist soweit?", fragte sie, obwohl sie die Antwort schon kannte. Konda nickte.
      "Wir dürfen keine Zeit verlieren, oder sie werden uns finden. Komm" Er nahm ihre Han und gemeinsam rannten sie zu einem der Eingänge zu den verstecken Passagen, die es im ganzen Schloss gab. Ein Stockwerk tiefer drangen Olivia Elsus Emrick und ihre Rebellen in die innere Festung des Schlosses vor. Sie würden in dieser Nacht das candahnische Schloss zurück erobern, doch Konda würden sie dort nicht finden.

      3 Monate später

      Die Regenperiode hatte endlich aufgehört und der Sommer war in Candahn angebrochen. In der Hauptstadt Askandris herrschte reges Treiben, mehr, als es in den letzten sieben Jahren gegeben hatte. Unter Nayeris Herrschaft war die Stadt zu einem grauen, freudlosen Ort verkommen. Nur die reichsten und korruptesten Händler hatten hier noch florieren können. Alle anderen hatten sehen müssen, wie sie über die Runden kamen. Und so waren viele Teile Askandris nach und nach verfallen und zu üblen Gegenden verkommen. Eine der ersten Amtshandlungen der rechtmäßigen Königin, Fiora Tulgari Vandahn, war es daher gewesen die Stadt von Räuberbanden zu befreien, die korrupten Händlern und Adeligen ausfindig zu machen und zu verhaften und die Stadt wieder aufzubauen. Dieser letzt Punkt brauchte natürlich am Längsten und war auch jetzt, drei Monate nach der Befreiung Candahns, noch lange nicht abgeschlossen. Trotzdem konnte man bereits einige Fortschritte sehen, angefangen beim candahnischen Schloss, welches die Königin wieder in das Heim ihrer Kindertage verwandelt hatte. Nayeri hatte es zu ihrer persönlichen Festung umfunktioniert und neben den nötigsten Dienern und einer lächerlich hohen Zahl an Wachen niemanden um sich gehabt. Königin Fiora brachte erneut Leben in das Schloss und errichtete sich einen Hof aus Vertrauten und Verbündeten. Auch die Kerker wurden umgebaut. Fiora setzte das Folterverbot, welches Nayeri aufgehoben hatte, wieder ein. Die Zellen im untersten Teil der Kerker, in die kein Licht und nur wenig Luft vordrangen, wurden aufgegeben und die, die darüber lagen, gesäubert und mit vernünftigen Betten und anderen Einrichtungsgegenständen ausgestattet. Gefangenen wurde es erlaubt sich regelmäßig zu waschen und den Meisten von ihnen wurde eine Verminderung ihrer Strafe angeboten, wenn sie sich beim Wiederaufbau der Stadt beteiligten. Die Verurteilten Adeligen und Händler waren von dieser Strafmilderung ausgeschlossen und mussten ihre Zeit im Kerker absitzen. Die Todesstrafe hatte jedoch keiner von ihnen zu befürchten, denn auch diese war von Königin Fiora abgeschafft worden.
      Obwohl viele Candahner darüber erfreut waren ihre tot geglaubte Prinzessin nun als Königin auf dem Thron zu sehen, gab es auch solche, die sie beschuldigten zu weich zu sein und bereits düster prophezeiten, dass es ihr bald wie ihren Eltern ergehen würde. Es waren nicht nur ihre eigenen Landsleute, die solche Gedanken hegten. Auch in den restlichen Ländern Ikaras, Ilia, Baïs, Averon und Neim, gab es Zweifler. Selbst die Herrscher dieser Länder schienen noch nicht von der neuen Königin überzeugt zu sein. Fiora hatte eine Versammlung der Fünf Herrscher einberufen um die wahren Gründe hinter Nayeris Schreckensherrschaft zu offenbaren: die Ränkespiele des ilianischen Königs Holin, der sich mit Hilfe des baïsischen Königs jahrelang an Candahn bereichert hatte. Jedoch konnte sie die restlichen Herrscher trotz der Beweise, die sie mit Hilfe der Rebellen gesammelt hatte, nicht von der Schuld des ilianischen Monarchen und seines baïsischen Komplizen überzeugen. So wurde Konda die ganze Schuld zu geschoben und Fiora wurde offiziell als Königin Candahns anerkannt. Dies, so hatte Olivia versucht sie zu besänftigen, war schon viel Wert, doch Fiora war entschlossen die wahren Drahtzieher hinter dem Komplott, der sie beide Eltern und das Wohlergehen ihres Volkes gekostet hatte, zur Rechenschaft zu ziehen. Für's Erste wurde jedoch ihre gesamte Aufmerksamkeit auf das Regieren des Landes gelenkt – eine Aufgabe, von der sie zwar gewusst hatte, dass sie sie eines Tages übernehmen würde, die sie jedoch trotzdem gerade in der ersten Zeit regelrecht überwältigte. Selbst jetzt gab es noch viel, an das sie sich gewöhnen musste. Der Alltag am Hof sollte bald jedoch unterbrochen werden, denn auch wenn Fiora vor 3 Monaten offiziell zur Königin ernannt worden war, so hatte sie doch keine Krönungsfeier gehabt. Die junge Königin selbst war sich nicht sicher, ob so eine Feier tatsächlich notwendig war. Olivia hingegen bestand darauf und erklärte ihr, dass es nicht nur ein wichtiges politisches Ereignis sei, sondern auch dem Volk Freude und Hoffnung auf eine bessere Zukunft bereiten würde. Also stimmte die Königin zu, Einladungen wurden verschickt und alles Nötige wurde organisiert. Zum ersten Mal seit mehr als sieben Jahren sollte es in Askandris wieder einen Anlass zum Feiern geben.

      Zur selben Zeit, Baïsische Wüste

      Der so willkommene askandrische Sommer war nichts im Vergleich zu der Hitze der baïsischen Wüste, die unbarmherzig auf die kleine Gruppe einwirkte. Zumindest konnten die anwesenden Magier während der Rast, die nun eingelegt wurde, für etwas Erleichterung sorgen, indem sie kühlere Luft herauf beschwörten. Die Anführerin der Gruppe, Kalandra Mihara us Alya'era, stand mit einer weiteren Magierin zusammen, die sich nicht an der Abkühlung der Gruppe beteiligte, sondern ganz darauf konzentriert war Kalandras Bericht an Askandris zu übermitteln.
      "Wir verfolgen immer noch die Spur, die wir vor 2 Wochen aufgenommen haben", erklärte Kalandra nun. Ihre Miene wirkte ruhig, aber es lag etwas ungeduldiges in ihrer Stimme.
      "Bisher hatten wir damit keinen Erfolg. Ich kann nicht sagen, ob wir Konda näher kommen, oder ob er uns immer mehr entwischt"
      Einen Moment herrschte Stille, dann gab die Magierin die Worte Olivias wieder:
      "Was ist Euer Plan?"
      Kalandra neigte leicht den Kopf, auch wenn ihre wahre Gesprächspartnerin das nicht sehen würde.
      "Nicht weit entfernt befindet sich eine kleine Stadt. Wenn Konda in dieser Gegend war, müssen er und seine Komplizin dort vorbei gekommen sein, um neue Vorräte zu erstehen"
      "Gut. Dann geht in diese Stadt und seht was Ihr heraus finden könnt"
      "Ich werde Euch berichten, was sich daraus ergeben hat", versicherte Kalandra ihr und beendete das Gespräch dann. Die Baïsin blickte zu ihrer Gruppe. Die meisten hier, wie etwa Matia oder Jonos, kannte sie schon länger. Sie waren zusammen von Baïs über Neim und Averon nach Candahn gereist und hatten dabei immer mehr Mitglieder aufgesammelt. Allerdings gab es hier auch ein paar neue oder weniger vertraute Gesichter. Liliana war eines davon. Die junge Candahnerin hatte sich ebenso wie Kalandra und die Meisten anderen der Gruppe verschleiert, damit sie nicht von der Sonne verbrannt wurde, was gerade bei ihrer bleichen Haut sehr gefährlich werden würde. Sie war es nun auch, die auf Kalandra zu trat und fragte: "Wie sehen also unsere nächsten Schritte aus?"
      "Wir reisen weiter bis zur nächsten Stadt", erklärte Kalandra und wandte sich damit an die gesamte Gruppe, "und versuchen dort etwas heraus zu bekommen. Wenn wir nichts erfahren sollten, kehren wir zur Küste zurück und beginnen unsere Suche dort erneut"
      "Und haltet Ihr es für wahrscheinlich, dass wir in dieser Stadt etwas erfahren werden?", wollte Liliana nun wissen. Kalandra schüttelte den Kopf.
      "Ich kann es nicht sagen. Wenn Konda und seine Magierin tatsächlich in dieser Gegend waren, müssen sie dort vorbei gekommen sein. Wenn wir uns irren und sie niemals hier waren, dann wird dieser Halt uns auch nichts nutzen"
      "Und zwei Wochen waren umsonst", murmelte Liliana düster.
      "Aber noch können wir das nicht wissen", versuchte Matia sie aufzuheitern. Kalandra wusste jedoch, dass sie hinter ihrer fröhlichen Miene genau so angespannt war, wie sie selber. Sie suchten nun schon seit gut zweieinhalb Monaten in dieser Wüste. Kalandra hatte keinen Moment daran gezweifelt, dass Kondas Flucht ihn in seine Heimat zurück führen würde und bisher wiesen alle Spuren darauf hin, dass er sich tatsächlich in Baïs aufhielt. Das Problem war nur, dass Baïs ein großes Land war – das größte in Ikara. Hier gab es genug Orte, an denen man sich versteckt halten konnte, selbst in dieser Wüste. Wenn Konda es richtig anstellte – und er hatte durchaus die Fähigkeiten dazu – dann könnte er dieses Versteckspiel nicht nur ein paar Wochen, sondern mehrere Monate, wenn nicht sogar Jahre lang spielen. Kalandra wusste das nur allzu gut, aber als Anführerin der Gruppe durfte sie sich ihren Zweifel und Frust nicht anmerken lassen. Also rief sie nun dazu auf weiter zu reisen und keine Zeit zu verschwenden und bereits wenig später hatte die Gruppe sich wieder in Gang gesetzt.

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      Zuvor bei Die blutige Krone...

      Vor sieben Jahren wurde der candahnische König Grolan Vandahn bei einem hinterhältigen Attentat getötet. Auch seine 14 jährige Tochter, Fiora Tulgari Vandahn, sein einziges Kind, fiel, so wurde es dem candahnischen Volk weisgemacht, diesem Angriff zum Opfer. Die candahnische Krone ging somit an Grolans zweite Frau, Nayeri us Kolo, weiter – seine erste, Ilis Anadara Tulgari war an einer mysteriösen Krankheit verstorben. Königin Nayeri stürzte das Land bald ins Verderben: erhöhte Steuern, verschärfte Gesetze und Korruption wo man nur hinsah, machten es für die meisten Candahner bald unmöglich friedlich zu leben. Bei all dem wurde Nayeri durch ihren Handlanger Konda os Methu unterstützt. Allerdings war dieses Schreckensregime nicht ganz ohne Gegenwehr: Innerhalb Candahns bildete sich ein Widerstand aus, angeführt von Graf Augustus Emrick, dem engsten Freund und Berater des verstorbenen Königs. Emricks Ziehtochter Olivia führte die Rebellen in Askandris, der candahnischen Hauptstadt an und baute sich dort im Laufe der Jahre ein Netzwerk an kleinen Rebellenzellen auf, die Nayeris Truppen so gut es ging Kontra boten.
      Emrick hatte jedoch noch einen weiteren Trumpf: Die tot geglaubte Prinzessin Fiora hatte in Wahrheit in der Nacht, in der ihr Vater gestorben war, aus dem Schloss fliehen können. Es waren nicht Banditen gewesen, die das Attentat auf den König verübt hatten. Nein, es waren Nayeri und Konda. Letzterer hatte den König persönlich ermordet, während Nayeri sich seiner Krone bemächtigte. Emrick, der das ganze hatte mit ansehen müssen und seinem Freund nicht mehr helfen konnte, verhalf doch zumindest dessen Tochter zur Flucht und riet ihr das Land zu verlassen. Widerwillig floh das junge Mädchen aus ihrer Heimat und reiste bis nach Neim, wo sie kraftlos vor den Toren eines Magierklosters zusammen brach. Dort wurde sie von Peyma Kiori ak Bala e Neim, einer Magiernovizin mit immensen Kräften, aufgelesen. Fiora wurde ins Kloster aufgenommen und vertraute schließlich dem Abt und ihrer neu gewonnenen Freundin Peyma ihre wahre Identität an. Sieben Jahre gingen ins Land, in denen Fiora in Neim ausharrte. Als sie schließlich ihr zwanzigstes Lebensjahr vollendet und somit ihre Volljährigkeit erreicht hatte, kehrte Prinzessin Fiora nach Candahn zurück um dort ihren Thron zurück zu fordern. Sie war dabei nicht allein: Peyma, die ihr mittlerweile ihre Dienerschaft geschworen hatte, begleitete sie, ebenso wie eine Gruppe vom Widerstand auserwählter Gefährten. Gemeinsam konnten sie sich unbemerkt ins Land schleichen und schafften es bis zum candahnischen Schloss, konnten ihr Ziel Nayeri zu besiegen und Fiora die Krone zurück zu erobern jedoch nicht gänzlich erfüllen: Nayeri starb, doch an ihrer statt übernahm nun Konda die Kontrolle und ließ Fiora und ihre Getreuen in den Kerker sperren. Von dort wurden sie von Olivia befreit und zuerst zum größten der Rebellenlager im Land und schließlich zu Graf Emricks Burg gebracht. Dort wurde Fiora und ihren Mitstreitern offenbart, dass Nayeri nur eine Marionette in einer viel größeren Verschwörung gewesen war: Eine Verschwörung an deren Spitze der ilianische König stand und die dazu gedacht war Ilia und ihrer Verbündeten Bais zu mehr Reichtum zu verhelfen, in dem Candahns Wirtschaft ausgenutzt wurde. Emrick versprach Fiora dabei zu helfen genug Beweise gegen den ilianischen König zu sammeln um ihn öffentlich anzuklagen und Fiora auf den Thron zu verhelfen, doch bevor er dieses Versprechen einlösen konnte, wurde die Burg von Kondas Truppen und den mysteriösen untoten Kriegern, die Konda durch den Zirkel von Thee zur Verfügung gestellt worden waren, gestürmt. Dieser Zirkel, eine magische Sekte, hatte einen Pakt mit Konda abgeschlossen und ihre untoten Kreaturen hatten sich den Rebellen bereits im candahnischen Schloss entgegen gestellt. Auch dieses Mal forderten sie ein großes Opfer: Augustus Emrick fiel im Kampf gegen diese Geschöpfe.

      Fiora, Olivia und ihre Gefährten schafften es aus der Burg heraus, mussten nun jedoch versuchen den Verlust des Grafen irgendwie zu kompensieren. Olivia und Peyma führten zwei kleine Gruppen von Widerstandskämpfern an, die die von Emrick erwähnten Beweise beschaffen sollten. Beide Gruppen trafen dabei jedoch auf Hindernisse und eine weitere Tragödie ereignete sich: Zwar schaffte Olivias Gruppe es die gesuchten Dokumente zu beschaffen und Peymas Gruppe gelang es den Zeugen, der sich in den ilianischen Bergen versteckt hielt, vor einem tödlichen Attentat zu bewahren, Peyma selbst wurde dabei jedoch so schwer verletzt, dass es für sie keine Rettung mehr gab. Sie wies ihre Mitstreiter an so weit wie möglich zu fliehen und hielt so lange es ging durch, bis sie schließlich verstarb und ihre verbliebene magische Energie in einer gewaltigen Explosion frei gesetzt wurde.

      Fiora war, als sie davon erfuhr, dass ihre beste und älteste Freundin tot war, schon beinahe bereit ihr Streben nach der Krone zu beenden, als die Rebellen unerwartete Verstärkung erhielten: Eine Gruppe von baisischen, neimesischen und averonischen Sympathisanten wollte sich ihnen anschließen. Diese Gruppe wurde von Kalandra Mihara us Alya'era angeführt, die der Schwesternschaft der Alya'era angehörte. Mit dieser Verstärkung an ihrer Seite, rückten die Rebellen erneut gegen das Schloss und Kondas Truppen vor. Sie schafften es dieses mal das Schloss systematisch zu stürmen und für sich einzunehmen. Konda und seine Geliebte Imjana konnten ihnen jedoch erwischen. Fiora hatte die Krone ihrer Vorfahren endlich zurück erobert, doch ihr war klar, dass sie damit noch nicht am Ende angekommen war. Im Gegenteil, die schwersten Hürden lagen noch vor ihr. Und die Jagd auf Konda hatte gerade erst begonnen..

      Und damit ein weiteres Mal herzlich Willkommen in der Welt von Ikara und zu Die blutige Krone Teil 2: Die Jagd!

      Es hat seine Zeit gedauert, doch nun ist es endlich so weit und die Geschichte kann weiter gehen. Wir ihr euch mittlerweile vermutlich denken könnt, sind 3 Monate seit dem ersten Teil vergangen. Fiora, Olivia und der Rest des ehemaligen Widerstandes geben ihr Bestes um Candahn wieder in das Land zu verwandeln, welches es vor Nayeris und Kondas Einmischung gewesen war. Gleichzeitig wurde ein Suchtrupp ausgeschickt um Konda und Imjana ausfindig zu machen und nach Askandris zurück zu bringen, damit ihnen der Prozess gemacht werden kann. Dieser Suchtrupp wird von Kalandra angeführt und hat Askandris schon zwei Tage nach dem Stürmen der Burg verlassen. Bis jetzt verlief ihre Suche jedoch erfolglos.
      In Askandris steht derweilen Fioras Krönungsfeier an, ein Fest, welches einen rein symbolischen Charakter besitzt, da sie bereits in der Nacht, in der das Schloss gestürmt wurde, zur Königin gekrönt worden war. Nun jedoch soll dies angemessen gefeiert werden, weswegen auch Repräsentanten oder gar die Herrscher der restlichen vier Länder Ikaras eingeladen sind.


      Noch einmal zur Erinnerung, hier ist eine Karte Ikaras und eine kurze Auflistung der fünf Länder auf diesem Kontinent. Ich habe diese Beschreibung ein wenig aktualisiert und vor allem die reichlich rassistischen Umschreibungen der jeweiligen Bewohner ein wenig abgeändert:

      Candahn: Das nördlichste Land Ikaras. Seine Einwohner sind hellhäutig und haben meist rote oder braune Haare und braune Augen. Seine Haupteinnahmen erhält Candahn durch seinen Minenabbau und Handel. Bis vor einigen Jahren herrschte in diesem Handelsknotenpunkt Ikaras noch Recht und Ordnung, doch dies änderte sich, nachdem sein König starb. Unter der Herrschaft von Königin Nayeri us Kolo begann ein wahres Terrorregime: Gesetzte wurden verschärft, sodass selbst die kleinste Straftat Todesfolge hatte, außerdem wurden die Steuern in den fast untragbaren Bereich erhöht. Viele Candahner mussten sich verschulden um sich und ihre Familien trotzdem über die Runden zu bekommen und haben sich somit in eine Art Sklaverei verkauft. Sieben Jahre lang dauerte diese Schreckensherrschaft an, bis schließlich Fiora Tulgari Vandahn, die wahre Königin Candahns, in ihr Land zurück kehrte und die Krone ihrer Familie wieder erlangte. Nun erholt sich das Land langsam aber sicher.

      Averon: Eine kleine Fischernation im Nord-Osten Ikaras. Der größte Teil des Landes besteht hauptsächlich aus felsenzerklüfteter Einöde und Bergen, sodass die meisten Siedlungen und Städte sich an der Küste befinden. Einige wenige halten sich jedoch im Inland, was nicht zuletzt dem Averonisch-Candahnischen Pass und der Neimesischen Bergstraße zu verdanken ist.
      Averon handelt hauptsächlich mit Fischen, Meeresfrüchten und Perlen. Seine Einwohner sind oft sehr groß, haben blonde Haare und blaue Augen.

      Ilia: Das größte Land Ikaras, welches sehr zentral gelegen ist. Ilia handelt mit vielen Dingen: Getreide, Stoffe, Früchte, Wein, etc. Es ist ein sehr sonniges Land mit zwei verschiedenen Klimazonen: Sonnig-warm am Meer und Mediterran im Inland. Ilianer haben meist einen deutlich dunkleren Hautton als Candahner und Averoner und ebenfalls braune Augen.

      Baïs: Das südlichste, heißeste und zweitgrößte Land Ikaras. Im Inland gibt es nur Wüste mit ein paar Oasen, die Städte liegen am Rand des Landes. Gehandelt wird vor allem mit exotischen Früchten und feinen Stoffen, ebenso wie medizinischen Gütern. Aus Baïs, so heißt es, kommen die talentiertesten Ärzte (die nicht mithilfe von Magie heilen). Baïsen haben meist dunkelbraune oder schwarze Haut und Haare.

      Neim: Zentralöstlich gelegen ist Neim sowohl politisch als auch handelstechnisch ein eher unauffälliges Land. Es ist sehr bergig und meist recht kalt. Auffällig ist allerdings, dass die meisten Magier Ikaras aus Neim kommen. Deswegen werden viele Magierlehrlinge aus anderen Ländern in Neimesischen Magierklöstern ausgebildet. Neimesen haben meist braune oder schwarze Haare und weisen oft (jedoch nicht immer) eine doppelte Lidfalte auf.

      Allgemeines über die Welt Ikara:
      Jedes Land hat seine eigene Sprache (Candahn, Averon, Neimesisch, Ilia und Baïsi), jedoch ist Candahn als internationale Sprache festgelegt worden, da Candahn der wichtigste Handelsknotenpunkt Ikaras ist.
      Es gibt keine festgelegten Staatsreligionen in Ikara, viel mehr gibt es eine bunte Mischung allerlei Glaubensrichtungen, von denen keine genug Anhänger um sich versammelt, als dass man sie als Welt- oder Staatsreligion bezeichnen könnte. So gibt es beispielweise Völker wie das der Blutmagier, die im Verborgenen Leben und ihren Gott anbeten, oder die Schwesternschaft der Alya'era und die Bruderschaft des Tesrámon, die zum Großteil in Vergessenheit geraten sind.

      Sprachliche Besonderheiten:

      Neimesisch:
      Die Neimesische Sprache zeichnet sich durch eine kleine Besonderheit aus: An Namen wird oftmals eine Endung angehängt, die den Status der angesprochenen Person beschreibt.
      So bedeutet die Endung -cham beispielsweise 'Herrin'. Hier ist nun eine kleine Liste von Endungen und wofür sie stehen:

      Chom/Cham - Herr/in
      sen/sin- Bruder/Schwester
      nen/nan – Freund/Freundin (meistens unter guten Freunden benutzt)
      Chol/Chal – Meister/in

      Ilia:
      Ilianer neigen dazu Namen zu verniedlichen, sobald sie eine Person näher kennen. Dies wird dadurch gekennzeichnet, dass sie an den Namen ein -lani für weibliche oder ein -lano für männliche Namen anhängen.


      Die Magie:

      Magie wirkt sich in vielen Aspekten aus. Der größte und wichtigste ist die Elementarmagie, also die Manipulation der Elemente Wind, Feuer, Wasser und Erde. Diese ist jedoch einer wichtigen Regel unterstellt: Das zu manipulierende Element muss vorhanden sein. D.h.: Man kann z.B. Feuer nicht einfach aus dem Nichts erschaffen. Durchschnittliche Magier können die Flamme einer Kerze übernehmen, sie erweitern und schließlich aus ihr einen beträchtlichen Feuerball formen. Talentierte und starke Magier können durch das Aneinanderreiben ihrer Finger und der daraus entstehenden Reibungskraft das Gleiche erzielen. Ähnlich verhält es sich mit den anderen Elementen.
      Ein weiterer wichtiger Aspekt ist die heilende Magie. Diese erlaubt es natürliche Prozesse im Körper zu beschleunigen: Wunden können schneller heilen, Gifte werden rascher verwertet und haben somit eine schwächere Wirkung.
      Der letzte Aspekt ist die mentale Verbindung der Magier untereinander. Sie können sich über große Distanzen mental verständigen. Magier, die auf diesem Gebiet fortgeschritten sind, können sogar die Gefühlsregungen anderer Magier spüren. Die, die sich besonders auf dieses Gebiet spezialisiert haben, können dies sogar bei normalen Menschen spüren. Nicht jeder ist magiebegabt, aber andere Magier können Magie bei bestimmten Individuen entdecken und freisetzen. Deswegen werden alle Magier in Magierklostern ausgebildet.
      Jede magiebegabte Person hat die Möglichkeit sämtliche Facetten der Magie zu beherrschen (sprich: Es gibt keine reinen Feuermagier oder keine reinen Heilmagier, jeder Magier kann jedes Element beherrschen; allerdings gibt es Magier, die sich auf einen Aspekt besonders spezialisiert haben, z.B. Magier die sich besonders gut aufs Heilen verstehen).
      Magie hat jedoch auch ihren Preis. Sie 'verzehrt' den Magier quasi von innen, dabei gilt: Je mehr Magie vorhanden ist, desto schneller läuft der Prozess ab. Weniger bis durchschnittlich begabte Magier haben in der Regel eine normale Lebensspanne von 60-70 Jahren, durchschnittliche Magier werden zwischen 45 und 50 Jahre alt, hochbegabte Magier überschreiten niemals ihren 25. Lebensabschnitt.
      Wenn ein Magier stirbt, egal ob auf natürliche oder unnatürliche Art, bleibt immer ein Rest Magie in seinem Körper, der sich seinen Weg nach draußen sucht. Der Magier 'explodiert' nach seinem Tod also quasi, die Magie bahnt sich in einer einzigen Entladung ihren Weg nach draußen, wobei die Intensität der 'Explosion' von der Menge an Magie abhängt, die sich zu diesem Zeitpunkt noch in dem Magier befindet. Um dies zu verhindern haben Magier die Fähigkeit, Magie aus anderen Magiern abzusaugen. Somit ermöglichen sie es ihren sterbenden Brüdern und Schwestern in Frieden abzutreten und verhindern regelmäßige Zerstörungen durch Magier-Tode. Es ist den Magiern jedoch verboten, diese Gabe unter anderen Umständen einzusetzen und sollte dies doch einmal der Fall sein, wird es mit dem Tode geahndet.

      Eure Charaktere:
      Wie ihr also gesehen habt, wird es in DbK 2 zwei verschiedene Gruppen geben: Die Gruppe, die mit Kalandra zusammen in die Wüste bereist ist und die Gruppe, die mit Fiora zusammen in Candahn geblieben ist. Ihr könnt euch selbst aussuchen, zu welcher Gruppe eure Chars gehören. Dabei möchte ich noch hinzufügen, dass sich keiner von euch verpflichtet fühlen muss die Wüsengruppe zu wählen. Ich habe sie extra so angelegt, dass sie auch funktioniert, wenn kein Char mit dabei ist. Die Wüstengruppe und die Gruppe um die Königin werden sich im Verlauf des RPGs vermutlich nicht treffen und müssen auch nicht immer zeitgleich zueinander verlaufen, also überlegt euch gut, ob ihr euren Char zur Wüstengruppe schicken wollt. Für alle die in Teil 1 bereits einen Char hatten und diesen Char auch bis zum Ende des Rps gespielt haben, gilt, dass ihr mir keinen Charbogen schicken braucht. Ihr müsst auch hier nicht noch einmal unbedingt einen Charbogen posten, außer ihr wollt das gerne. Statt eines Charbogens könnt ihr gerne einen kleinen Text schreiben in dem ihr beschreibt was eure Chars in den drei Monaten seit Ende des ersten Teils so getrieben haben. Bedenkt dabei bitte, dass das RP an sich am Tag der Krönungsfeier beginnen wird, also fangt hier im SSS bitte keine Unterhaltungen an. Die Wüstengruppe wird ebenfalls damit beginnen, dass sie die Stadt erreichen, also auch hier: Keine Gespräche anfangen, bis das RP beginnt.
      Alle die neue Charaktere erstellen wollen, bitte ich mir einen Charbogen zu zu schicken, in dem ihr mir die wichtigsten Infos zum Char mitteilt (besonders wichtig: wie stark eure Chars sind falls sie Magier sein sollten und welche Sprachen sie beherrschen). Ein Fließtext ist auch hier gern gesehen :) Um PG zu vermeiden möchte ich darauf hinweisen, dass eure Chars, sollten sie Magier sein, nicht zu denen zählen dürfen, die nicht älter als 25 werden.

      Wenn ihr nicht mehr mitmachen wollt oder könnt, dann bitte ich euch mir das mitzuteilen, denn dann muss ich eure Chars übernehmen, damit das ganze weiter funktionieren kann. Dafür reicht eine kleine PN in der ihr sagt, dass ihr nicht mehr mitmachen wollt und dafür braucht ihr auch keinen Grund angeben :) An dieser Stelle möchte ich auch noch sagen, dass ich mir gemerkt habe wer bei meinen bisherigen Rps irgendwann einfach ohne etwas zu sagen aufgehört hat mitzumachen und diese Personen werde ich von zukünftigen Rps meinerseits ausschließen. Das mag hart klingen, aber es ist besser für alle Mitspieler und für meine Nerven :)

      Hier ist der Link für den SSS von Teil 1, falls ihr euch Charbögen oder sonstiges nochmal nachschauen wollt.


      Als letztes habe ich einen Index aller Chars, NPCs, Orte und sonstigen Dinge aus Teil 1 geschrieben. Falls ich etwas oder jemanden vergessen haben sollte, oder etwas nicht korrekt ist, dann lasst es mich bitte wissen.

      DbK Index
      DbK – Personen, Orte, Sonstiges

      Charnamen in kursiv bedeuten, dass der Char nicht mehr aktiv ist

      Personen:

      Aaron Weggr – averonischer Kämpfer, der seine Eltern an das Terrorregime verlor, gestorben,
      gespielt von FrozenWolf
      Aboram Sorem – averonischer Kapitän der 'Alvema', die nach seiner verstorbenen Frau benannt ist, verhalf Fiora und ihren Gefährten mit seinem Schiff ins Land, musste dann jedoch fliehen
      Alae – Dargonerin, benutzt Baum-Magie, gespielt von Mar
      Aliana – Vapors frisch angetraute Frau, erwartet ein Kind von ihm
      Alois Daron – 3. General des Widerstandes, nach Emricks Tod zweiter General
      Anton – Mitglied des Widerstandes, Heilmagier, Vertrauter Olivias
      Arya Arimane – candahnische Soldatin, die den 'Geistzehrer' in sich trägt, gespielt von Saya Kho
      Astairon der Hüter – Seelenmagier, schloss sich der Gruppe in der Burg an, gespielt von Darth Mob
      Augustus Emrick – engster Freund und Berater des Königs, Gründer des Widerstandes, beim Angriff auf seine Burg getötet, Ziehvater Olivias und Olimus'
      Belfalas Ithron en nen ed Neim – neimesische Magierin und Kindheitsfreundin Peymas, nach Neim zurück gekehrt, gespielt von Nen Elleth
      Die Gräfin; Mariena Emrick – Emrick Frau, Ziehmutter Olivias und Olimus'
      Dorio Caleruega – candahnischer Magier, verstorben, gespielt von Lyutallar
      Elísa – Ilianerin, Sympathisantin des Widerstands, sicherte wichtige Dokumente für Graf Emrick, wurde jedoch von ilianischen Truppen gefangen genommen
      Eytha von Tanea – ehem. Bedienstete Vapors und Bekannte Vincentus, heiratete einen Adeligen, der jedoch verstarb, Mitglied des Widerstandes, gespielt von CassandraVandales und der SL
      Fen - Mitglied des Widerstandes, Vertrauter Olivias, verstorben
      Fiora Tulgari Vandahn – Königin Candahns, musste als Heranwachsende aus dem Land fliehen, um ihrem Tod durch die Verschwörer zu entgehen, eroberte 7 Jahre später mit Unterstützung des Widerstands und treuer Gefährten den Thron zurück
      Gélin – Ilianer, wirkte Anfangs in der Verschwörung gegen Candahn mit, floh dann jedoch, als ihm die Situation zu heikel wurde und versteckte sich in den Bergen an der ilianisch-candahnischen Grenze; zeigte sich bereit gegen den ilianischen König auszusagen, allerdings wurde ihm nicht viel Glauben geschenkt
      Genon vom Grünen Himmel – Diplomat der Blutmagier, der sich der Gruppe anschloss, um mit Fiora über die Zukunft der Blutmagier zu verhandeln, gespielt von Kataklysm
      Gero – 5. General des Widerstandes, nach Emricks Tod vierter General, verriet den Widerstand und übermittelte Konda wichtige Informationen, zur Zeit im Kerker eingesperrt
      Gharridan von Averon – ein Berater des candahnisches Königs, gestorben, gespielt von Montross
      Goram Engus Sorem – Aborams Sohn, half Fiora und ihren Gefährten (auf dem Seeweg und im Kerker), musste dann jedoch fliehen
      Grolan Vandahn – candahnischer König, Fioras Vater Opfer einer ilianisch-baïsischen Intrige, von Konda getötet
      Gruk? - Wilde, die in den candahnischen Wäldern gefangen und in den Kerker gebracht wurde, wo der Widerstand sie befreite
      Hervetris Mussabi jam dek Intiffer – baiïsischer Arzt, verlor seine Frau (und wie er zunächst annahm auch seine Tochter) an das Terrorregime, gespielt von Darth Mob
      Ilis Anadara Tulgari – erste Frau des candahnischen Königs, Fioras Mutter, verstarb an einer
      mysteriösen Krankheit (später stellte sich heraus, dass sie vergiften worden war)
      Imjana as'Eris Kam – Schülerin/Geliebte/engste Vertraute Kondas, baïsisch-ilianische Magierin, vom Zirkel teilweise ausgebildet
      Jaelis Kiori ak Bala e Neim – Peymas Bruder, schloss sich der Verstärkungsgruppe des
      Widerstandes an
      Johanna – Candahnerin; wurde von Torlik vor ihrem brutalen Ehemann gerettet und schloss sich seiner Suche nach den Überlebenden Gildenmitgliedern an; kehrte mit ihm nach Askandris zurück
      Jonos – Baïse; Teil von Kalandras Gruppe
      Kalandra Mihara us Alya'era – Baïsin, Mitglied der Schwesternschaft der Alya'era; führt die Gruppe auf der Suche nach Konda an
      Kaom – Mitglied der Gilde für magische Grenzforschung, zur Gild zurück gekehrt, gespielt von Fetzenkrieger
      Karek – ehem. Mitglied des Widerstandes, wurde zum Verrater, um dann selbst von Konda verraten zu werden, vom Widerstand gefangen genommen und zur Zeit im Kerker eingesperrt
      Karla – ilianische Soldatin
      Keri – Magierin und Mitglied des Widerstandes
      Konda os Methu – ehem. Hauptmann der Schlosswache und persönlicher Leibwächter Nayeris, übernahm nach ihrem Tod die Kontrolle, mit Imjana geflohen, als das Schloss zurückerobert wurde, momentaner Aufenthaltsort unbekannt
      Laris Gondar – neimesischer Assassine, gestorben, gespielt von FlameForFame
      Lazarus de Seis – averonischer Krieger, gestorben, gespielt von Darth Lazarus
      Liliana – Mitglied des Widerstandes, Vertraute Olivias
      Loraya Kendall – candahnische Heldin des Widerstands, verstorben, Shaanea gab sich eine Zeit lang als sie aus
      Malvi vom silbernen Pfad – Prophetin der Blutmagier, Maljas Schwester, gespielt von Kataklysm
      Malja vom silbernen Pfad – Prophet der Blutmagier, gespielt von Kataklysm
      Marvin – ilianischer Jugendlicher, entkam den Soldaten, die sein ganzes Dorf deportierten; befindet sich zur Zeit in Askandris
      Matia Horama – Baïsin, Teil von Kalandras Gruppe
      Merian Sturmfeuer – neimesischer Magier, gestorben, gespielt von Blutfeuer
      Morna us Mogras – Kondas Cousin, Teil der Schlosswache, gestorben
      Murccianos, der Visionaire – Oberhaupt des Zirkels von Thee, Aufenthaltsort unbekannt, zuerst von Montross gespielt, dann von der SL übernommen
      Naix Mucar – Mitglied der Gilde für magische Grenzforschung, nahm an einem Nekromantik-Experiment teil, verstorben, gespielt von Fetzenkrieger
      Nayeri us Kolo – zweite Frau des candahnisches Königs, 7 Jahre lang candahnische Königin,
      'falsche Königin', von Tayan getötet
      Nethos Weißschild – Mitglied der Gilde für magische Grenzforschung, zur Gild zurück gekehrt, gespielt von Fetzenkrieger
      Niels Olaroi – junger Erfinder des Widerstandes, gespielt von Serkon
      Nillay ‚Schattenklinge‘ Sedi-Kryon - neimesischer Assassine, gespielt von Chao[ S ]era
      Olimus Elsus Emrick – Mitglied des Widerstandes, Ziehsohn Graf Emricks
      Olivia Elsus Emrick – zweiter General des Widerstandes, Ziehtochter Graf Emricks, übernahm nach dessen Tod das Kommando
      Peyma Kiori ak Bala e Neim – neimesische Magierin, Dienerin und beste Freundin Fioras, stabr bei der Mission einen wichtigen Zeugen nach Candahn zu eskortieren
      Rhagys Sediard – averonischer Kämpfer, gestorben, gespielt von Chao[ S ]era
      Sasstara Mussabi dakra ted Hervetris te Dannata – Hervetris Tochter, für tot gehalten, in Wahrheit jedoch vom Widerstand gerettet, gespielt von Darth Mob
      Saylum i Tailun – ilianischer Magier, gestorben, gespielt von center
      Seaten SaDiablo – Assassine, Diener Kondas, sollte für ihn spionieren, verstarb jedoch beim Angriff auf die Burg, gespielt von SeatenSaDiablo
      Selmak – candahnischer Magier, der sein Bewusstsein in einen Parasiten verpflanzte, der nun in Telchar lebt, gespielt von Daniel-Jackson
      Shaanea Novall – candahnische Diebin, wurde im candahnischen Kerker mehrfach brutalst
      gefoltert, gespielt von Cassandra Vandales
      Shirou Ka/Kuroi – averonische Magierin, nahm während der Reise einen neuen Namen an, um ihren Gemütswandel zu symbolisieren, ihre beiden Identitäten waren letztendlich ihr Untergang, brachte sich während des Angriffs auf die Burg um und sprengte somit das Gebäude in die Luft, gespielt von Shini
      Tayan tel Kayana – Toraner/Steppenreiter, geringfügiges magisches Potenzial, tötete Nayeri, gespielt von Serkon
      Tarisa – 4.General des Widerstandes, nach Emricks Tod dritter General
      Telchar Zorga – candahnischer Söldner und Widerstandskämpfer, gestorben (?), gespielt von Daniel-Jackson
      Torlik Mucar – Sohn von Naix und ebenso wie er Mitglied der Gilde für magische Grenzforschung; mittlerweile deren einziges Mitglied
      Vapor de Ilyadim – candahnischer Adeliger und Magier, der aus Askandris verbannt und vom
      Widerstand aufgelesen wurde, gespielt von Cassandra Vandales
      Vincentus Tulgen von Candahn – Mitglied des candahnischen Adels, gezwungen das Land zu
      verlassen, sein Vater starb im Exil, kehrte zurück und schloss sich dem Widerstand an, gespielt von Ray.X
      Yonathan – ehem. candahnischer Soldat, verlor seine Eltern (und seinen Bruder?) an das
      Terrorregime, gespielt von Mar

      Orte:

      Askandris – candahnische Hauptstadt, Sitz des Königs/der Königin
      Averon – Fischernation im Nord-Osten, Nachbarlands Candahns, Sprache: Averon
      Baïs – südlichstes Land, hauptsächlich Wüste, in die Intrige um die candahnische Krone verwickelt, Sprache: Baïsi
      Candahn – nördlichstes Land Ikaras, Handelsknotenpunkt Ikaras, hatte unter Nayeris und Kondas Schreckensherrschaft zu leiden und erholt sich erst langsam, Sprache: Candahn, gleichzeitig Allgemeinsprache
      Glorar – Hafenstadt in Averon
      Ikara – die Spielwelt, ein Kontinent aufgeteilt in 5 Länder
      Ilia – zentral gelegenes, vielschichtiges Land, grün und fruchtbar, in die Intrige um die
      candahnische Krone verwickelt, Sprache: Ilia
      Narinth – ilianische Hauptstadt
      Neim – zentralöstliches Land, viele Berge und Schnee, die meisten Magier kommen daher, viele Magierklöster, Sprache: Neimesisch

      Sonnstiges:

      Baum-Magie – magische Verbindung mit und Energiegewinnung aus Bäumen
      Blutmagier – 'verbotener' und vergessener Zweig der Magie, auf Blut basierend, Blutmagier beten den Blutgott an, ein getriebenes Volk, welches gezwungen ist, sich versteckt zu
      Bruderschaft des Tesrámon – religiöse Gemeinde, die den Kriegsgott Tesrámon anbetet
      Chol/Chal - neimesisches Wort für Meister/in
      Chom/Cham – neimesisches Wort für Herr/in
      Gilde für magische Grenzforschung – candahnische Gilde zur Magieforschung, wurde durch Nayeris und später Kondas Truppen aus Askandris vertrieben und fiel schließlich einem der letzten Befehle Kondas, das einzige Schiff mit Überlebenden der Gilde zu versinken, zum Opfer
      Glorar – averonische Hafenstadt
      -lano/-lani – ilianische Verniedlichung für Namen von Freunden
      Magie – besteht aus Elementarmagie, Heilmagie und magischer Kommunikation, Magie zerstört den Körper langsam von innen, je stärker der Magier, desto kürzer hat er zu leben, die
      stärksten Magier werden nur 25 Jahre alt
      Nen/Nan - neimesisches Wort für Freund/in
      Schwesternschaft der Alya'era – eine religiöse Gemeinde die die Kriegsgöttin Alya'era anbetet
      Sen/Sin - neimesisches Wort für Bruder/Schwester
      Toraner – Steppenvolk, welches zwischen Ilia und Baïs lebt
      Zirkel von Thee – magisch religiöser Kult, der daran glaubt, dass man durch Magieabsorbtion ewiges Leben erlangen kann
      How do you write like you're running out of time? Write day and night like you're running out of time.
      Everyday you fight like you're running out of time, like you're running out of time,
      Are you running out of time?!



      Chrissi: Boah Franzi, wenn man dich so reden hört ohne dich zu kennen, könnte man auch glauben du wärst so'n Soziopath!<3
    • Der Kerker wirkte wesentlich aufgeräumter als früher, und der Geruch war erträglicher. Trotzdem rümpfte Vapor die Nase, denn auch wenn es sauber war, so sparten manche Gefangene sich offenbar jede Wäsche. Ihn störte das erstaunlicherweise wieder – die Zeit, in welcher er im Widerstand mitgekämpft hatte, war jedenfalls olfaktorisch schon vergessen. Er kam recht selten hierher, verwunderlich für viele, waren es doch die eigenen Eltern, welche als abtrünnnige Adelige verurteilt worden waren. Doch wirklich gut verstanden hatten sie sich eben nie...

      Vor etwa drei Monaten

      “Eine Frau aus dem Volk? Hast du den Verstand verloren?“ Es war eine merkwürdige Szene – Vapor lag in der Wanne, endlich nach all den Strapazen der letzten Wochen, und seine Eltern standen geradezu geifernd daneben.
      „Vater, es war das Richtige, immerhin bekommt sie mein Kind.“ Wohlweislich verschieg er, dass Olivia mit einem gewissen Nachdruck bei der Entscheidungsfindung mitgeholfen hatte. Der ältere Mann schnaubte.
      „Seit wann interessiert dich denn so etwas? Wie viele deiner Bastarde haben wir schon ausgezahlt? Du machst dem Namen der Familie Schande, wie immer.“ Solche Aussagen verletzten den Magier schon lange nicht mehr. Eigentlich kannte er es ja auch nicht anders.
      „Was auch immer. Aliana ist meine Frau und die Diskussion ist müßig. Ihr...“ Mit einmal war Lärm vor dem Stadthaus zu hören, und sie hörten, wie die Tür aufgestoßen wurde, laute Stimmen – und dann traten drei Stadtwachen mit einem Magier in das Badezimmer. Vapor seufzte hörbar. Fiora und Livia wussten ganz genau, dass er nichts tun würde. Oder diejenigen, die nun zu den Verhaftungen schritten -was er ja wusste- hatten keine Ahnung. Seine Eltern reagierten weniger gelassen.
      „Was soll dieser Unsinn? Verlassen Sie sofort mein Haus!“ Eine der Wachen räusperte sich und entrollte ein Pergament.
      „Im Namen unserer Königin Fiora, hiermit seid Ihr, Lord und Lady de Ilyadim, verhaftet aufgrund...“


      Er selbst hatte nicht zu den Verhafteten gezählt, einfach nur, weil er an der Seite Fioras gekämpft hatte und mitgeholfen hatte, das Unrechtsregime zu stürzen. Ganz vergessen war jedoch nicht, dass er sich lange herzlich wenig für alles andere interessiert hatte außer eben Trinken, Frauen und anderen Spaß. Ihm war vieles zum Vorwurf gemacht worden, und auch er war vor Gericht geladen worden. Aufgrund seiner Verdienste, etwas, das seine Eltern zum ersten Mal wirklich sprachlos gemacht hatte (und viele seiner alten „Freunde“, die sich das überhaupt nicht hatten vorstellen können), war Vapor freigesprochen worden. Der Besitz seiner Eltern war ihm nun zugesprochen worden, mit Abstrichen – viel Geld der de Ilyadims floss nun in den Neuaufbau der Stadt. Das Einzige, was er verweigerte, war der Verkauf des Gestüts. Doch dafür hatte er dann angeboten, dass er für den Königshof Pferde zur Verfügung stellte, was gern angenommen worden war. Aliana war sehr froh, dass ihr Angetrauter heil aus allem herausgekommen war und auch wenn sie schüchtern war, große Augen gemacht hatte angesichts des völlig ungewohnten Luxus, sie war einfach jemand, die Herzen gewann. Fast alle Diener hatte Vapor entlassen müssen und diese warm dem Hofe empfohlen, aber eine Maid hatte seine Frau behalten, und natürlich hatte man auf einen Koch und zumindest zwei weiteren Diener, die sich um andere kümmerten, nicht verzichten können. Ihr fiel es noch immer schwer, dass sie nichts tun sollte im Haus – denn so sehr sich Vapor auch gegen so etwas gesträubt hatte, nun achtete er sehr darauf, dass es Aliana und dem Baby auch gut ging. Das war der Hauptgrund, warum es nur einen einzigen Kontakt zwischen ihr und seinen Eltern gegeben hatte...

      Vor etwa drei Monaten
      Ziemlich abschätzig betrachtete Lady de Ilyadim die junge Frau, die schüchtern und mit gefalteten Händen vor ihr stand, neben ihrem Ehemann, der die Lippen zusammenpresste. Das konnte ja heiter werden.
      „Das ist also deine Auserwählte.“ Freundlichkeit war nicht zu erwarten, Vapor hatte Aliana gewarnt. Die beiden Adeligen hatten vielleicht Haltung, auch jetzt im Hausarrest während die Untersuchungen liefen. Manieren hatten sie kaum, so wie sich diese gegenüber ihrer Schwiegertochter verhielten.
      „Ja, und ihr solltet das besser akzeptieren.“ Die höfliche Maske, die er ihnen gegenüber jahrelang getragen hatte, ließ er komplett fallen. Sie hatten nichts anderes verdient.
      „Welch Schande, wahrlich. Nicht einmal aus dem niedren Adel, und das soll nun die Linie weiterführen? Das...“ Genervt unterbrach der Magier seine Mutter.
      „Da reden die Richtigen. Ihr habt Nayeri nach dem Mund geredet und ihr habt genau gewusst, was tatsächlich vor sich geht.“ Aliana biss sich nervös auf die Unterlippe. Ja, die Schwiegereltern waren genau wie Vapor es beschrieben hatte...


      Ja, die Begegnung war eine Katastrophe gewesen, erwartbar. Natürlich hatte er seiner Frau nicht zugemutet, mit ihnen unter einem Dach zu leben – sie waren kurzfristig im Schloss untergekommen, in einem der Gemächer, die leer standen. Als dann der Prozess vorbei war und seine Eltern in den Kerker gewandert waren, konnten Vapor und Aliana endlich in das Stadthaus einziehen, ein bisschen etwas verändern... Nun allerdings seufzte er tief, denn das hier war mal wieder eines dieser Treffen, die sein mussten, auch wenn es ihn nervte, um etwas fragen zu müssen. Leider hatte sein Vater eine Menge Geheimnisse und eine Menge an Papieren waren verschwunden, so dass er immer wieder nachhaken musste. Das Willkommen fiel auch jetzt frostig aus...

      Vor einigen Wochen

      Nein, Vapor war nicht böse darum, dass seine Eltern eine empfindliche Strafe bekamen. Sie schimpften und drohten, das waren aber nur leere Worthülsen. Das Vermögen war nun das seine, wenn auch stark gekürzt, und nun war es an ihm, die Familienehre wiederherzustellen.
      „Was meinst du, das hier als Kinderzimmer? Ich weiß nicht, die anderen Räume sind so groß...“ Die junge Frau zog die Stirn kraus und blickte sich in dem kleineren Arbeitszimmer um.
      „Bist du dir sicher?“ Sie nickte langsam.
      „Das kann man viel angenehmer dann gestalten, und wenn man die Vorhänge wegnimmt, ist es viel heller und freundlicher als dein altes Zimmer.“ Angenehme Erinnerungen hatte Vapor nicht an seine Kindheit und Jugend, nur wenige Momente waren erhellt durch seinen Großvater. Doch darüber wollte er nun nicht reden.
      „In Ordnung, lass jemanden dafür kommen. Überanstreng dich nicht.“ Aliana musste lachen und nahm den Arm ihres Gatten.
      „Dafür, dass du dich anfangs so gesträubt hast, bist du aber ganz schon fürsorglich.“ Mit einem Grinsen gab er ihr einen Kuss auf die Wange und legte eine Hand auf ihren noch kaum sichtbaren Bauch.
      „Mich wundert's auch, meine Liebe. Doch es ist nun einmal mein Baby. Unseres. Da passe ich eben auf.“ Auch wenn sich die beiden nicht liebten, so hatten sie sich langsam angefreundet. Eheleute konnten sich schließlich arrangieren. Sie war witzig, gescheit, und ihre Schüchternheit war zumindest bei ihm verflogen. Lächelnd legte sie ihre Hand auf seine.
      „Und das ist mehr als ich je erhofft hatte.“


      Die leichte Gänsehaut verflog, als Vapor den Kerker verließ. Immerhin hatte das nicht lange gedauert, und nun konnte er wieder nach Hause. Allerdings war er am Königshof ein häufiger Gast, er bemühte sich sehr, dass Fiora wusste, dass man ihm vertrauen konnte. Und Olivia... Das konnte man wohl als echten Waffenstillstand bezeichnen. Er trainierte noch immer wann es ging mit Olimus, doch natürlich gab es für alle jetzt andere Prioritäten. Und nun wurde die Krönungsfeier bald stattfinden, ein Ereignis, auf das er sich wirklich freute. Aliana hatte sich ein wunderschönes neues Kleid schneidern lassen, er selbst hatte sich ebenfalls etwas Nettes besorgt. Tatsächlich war es bei ihm wesentlich ruhiger geworden, auch wenn Vapor sehr gerne noch ausging und ein wenig viel trank und aß. Vielleicht wurde er ja doch noch erwachsen...

      Originaler Charbogen Vapor

      Was bisher geschah

      Vapor de Ilyadim wurde in DbK 1 zufällig aufgesammelt, als er kurz zuvor aus Askandris hatte fliehen müssen. Bei einem Unfall war der Vater eines von ihm verführten Mädchens umgekommen, der ein Unterstützer Nayeris gewesen war. Der junge Magier, der das nie sein wollte, besticht vor allem durch seine Arroganz und prallt von Anfang an mit Olivia Elsus Emrick heftig zusammen. Allerdings hat er auch einen gewissen Sinn für Loyalität und schließt sich dem Widerstand an, als er erfährt, dass Fiora die wahre Königin ist. Dort trifft er nach Jahren seinen alten Freund Vincentus wieder, doch es fällt ihnen lange schwer, die alte Freundschaft wieder aufleben zu lassen. Tatsächlich treibt Olivia Vapor zur Weißglut -auch wenn sie recht hat- und er schreibt einen Brief an Nayeri, den er jedoch zerreißt als ihm bewusst wird, was er damit anrichten würde. Vincentus findet den Brief undf zeigt ihn Olivia, was zu ziemlichen Problemen für Vapor führt und zum Bruch mit dem alten Freund, Dennoch wird er weiterhin mitgenommen, auch wenn man ein besonderes Auge auf ihn wirft. Ihm ist bewusst, dass er einen Fehler begangen hat, was er aber lange nicht zugibt. Einen gewissen Ehrgeiz entwickelt er beim Trainieren des Schwertkampfes mit Olimus, und langsam beginnt er zu verstehen, warum ein Widerstand nötig ist, insbesondere nach dem verheerenden Angriff auf Emricks Burg. Dann erfährt er, dass die junge Frau (Aliana), welche er anfangs im Lager verführt hatte ein Kind von ihm erwartet, und Olivia überzeugt ihn, dass er diese heiraten müsse. Nun erklärt er auch, dass er schlicht ziemliche Angst hat, da er als recht starker Magier nicht alt werden wird, etwas, das er nie aufgearbeitet hat. Schlussendlich versöhnt er sich auch mit Vincentus und hilft tatkräftig mit, Fiora auf den Thron zu bringen.



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      Aus einer dunklen Ecke blickten blaue Augen in Richtung des Hauses, das in den letzten Wochen häufiger heimlichen Besuch gehabt hatte. Der alte Mann, der längst gebeugt ging und nicht mehr gesund wirkte, hatte keine Ahnung, dass Shaanea ihn gefunden hatte. Anfangs war sie voller Hass gewesen und schon in Gedanken durchgegangen, was sie ihm alles antun würde, wenn sie ihn dann traf, in vollem Bewusstsein dessen, dass sie dann mit Sicherheit verhaftet werden würde. Aber als sie ihn dann das erste Mal gesehen hatte, war der Dolch im Gürtel geblieben. Vielleicht war es die Trauer in den Augen gewesen, vielleicht einfach nur ihre Ähnlichkeit, welche die junge Candahnerin davon abgehalten hatte, ihren Großvater zu töten.

      Vor einigen Wochen

      „Eurem Kind geht es bestens, Shaanea. Ihr seht auch besser aus.“ Der Magier hatte sie und ihr Ungeborenes untersucht. So elend war es ihr eine Weile gegangen, dass sie kaum noch aus dem Raum herausgekommen war, in den sie sich im Schloss zurückgezogen hatte. Nach Tayans Verrat an ihr hatte sie wenig Interesse an irgendetwas gezeigt, aber sie hatte sich entschieden, was mit dem Kind sein sollte.
      „Gut – danke. Dann sorge ich dafür, dass das auch so bleibt.“ Lange hatte die einstige Diebin mit sich gerungen, und dann war ihr klargeworden, dass sie das kleine Wesen haben wollte, das unschuldig war an allem, was geschehen war. Shaanea war fest entschlossen, ihrem Kind niemals dasselbe anzutun war ihre Mutter ihr angetan hatte. Mit einem Lächeln antwortete der Magier:
      „Das freut mich. Wenn Ihr Hilfe braucht, kommt nur zu mir.“ Sie nickte und ging hinaus aus den Räumlichkeiten, die für medizinische Zwecke gedacht waren. Ihre Abscheu gegen magische Behandlungen hatte sich weitestgehend gelegt, auch wenn ihre Alpträume noch immer sehr lebendig waren. Doch sie redete kaum noch über persönliche Dinge. Olivia war beschäftigt, und ansonsten fiel es der Candahnerin eher schwer, mit jemanden zu reden. Sie verschloss ihre Gefühle tief in sich, wie sie es immer getan hatte, und die Welt bekam nur noch ihre versteinerte Maske zu sehen. Ein freundliches Gesicht, gar ein Lachen, das hatte man seit Tayans Abreise nicht mehr gesehen bei ihr.


      Vielleicht würden sie nie miteinander reden, Shaanea war sich nicht sicher. Es waren normale Tätigkeiten, die ihr Großvater machte, er war etwas ärmer wahrscheinlich als einst, denn er war einer der Händler gewesen, die sich nicht mit Nayeri hatten anfreunden konnten. Zumindest das war ein Pluspunkt. Sie brachte es wieder nicht über sich, zu ihm zu gehen und mit ihm zu reden, stattdessen trat sie lautlos den Rückzug an und begab sich zum Schloss. Anders als früher aber schlich sich die junge Frau nicht durch ein Hintertürchen ein oder nutzte verschlungene Pfade. Nein, sie konnte am hellichten Tag und offen auf den Straßen zum Haupteingang gehen. Es war immer noch ungewohnt, und manch ein Blick ließ sie innerlich zusammenzucken. Niemand griff sie an, natürlich nicht, dennoch blieb Shaanea angespannt, bis sie beim Schloss war.

      Vor einigen Tagen

      Die Krönungsfeier – eigentlich nichts, was sie etwas angehen sollte.
      „Aber Shaanea, Ihr solltet wahrlich ein Kleid tragen, es...“ Unwirsch wurde die junge maid unterbrochen.
      „Um nichts in der Welt.“ Warum auch sollte sie sich herausputzen? So ein Teil war nur hinderlich, und mit Sicherheit wollte sie niemanden durch ihr Aussehen beeindrucken. Kleider waren etwas für andere Leute.
      „Nun, ich kann Euch wohl nicht überreden... was wollt Ihrt denn dann anziehen?“ Dabei war sich Shaanea nicht einmal sicher, ob sie wirklich dort auftauchen sollte. Tatsächlich war dann der einzige Grund, dass sie trotz der Schwangerschaft mit zur königlichen Leibwache zählen würde, wenn auch der inoffiziellen Sorte.
      „Mal sehen, mir fällt schon was ein.“


      Die Übelkeit war seit einigen Tagen verschwunden, und man sah ihr noch nichts an. Wenige wussten, dass sie schwanger war, und das würde sie so beibehalten. Zu der Feier hatte sie eine Art Lederkampfanzug, der sie beweglich sein ließ, und mit einem Umhang sah das zumindest einigermaßen festlich aus. Wer sich daran störte, hatte eben Pech gehabt. Es war nur ihre Loyalität Fiora gegenüber, die dazu führte, dass sie überhaupt dort erscheinen würde. Wenigstens traf sie dann wieder auf die alten Kameraden, mit denen man reden konnte – aber leider eben auch auf eine Menge Adeliger, die ihr gestohlen bleiben konnten.

      Original Charbogen Shaanea

      Was bisher geschah
      Shaanea Novall trat dem Widerstand durch Zufall bei. Durch eine Wirtshausschlägerei war eine Heldin ums Lebens gekommen, Loraya, und die junge Diebin sah ihre Chance, sich beim Regime zu rächen, als sie die Einladung bei der Toten fand. Ihre Tarnung hielt sich aber nicht ewig aufrecht, und bei der Aufdeckung, dass sie nicht Loraya war, enthüllte sie das wahre Ausmaß der Folter, die an ihr in den Kerkern verübt worden war. Allerdings hatte sie auch ihr Herz wiederentdeckt und sich ohne es zu merken in Tayan verliebt. Sie blieb beim Widerstand, beim kurzfristigen einkerkern konnte sie sich dann auch an dem Folterknecht rächen; sie verbirgt ihre dunkle Seite nicht. Trotzdem half sie im Laufe der Geschichte tatkräftig mit, das Unrechtsregime zu stürzen und offenbarte ihre geheimen Wege, die sie als Kriminelle genutzt hatte, um unbemerkt ins Schloss zu gelangen. Nach der letzten Schlacht allerdings verließ Tayan sie, da er in seine Heimat zurückkehren wollte, ohne sie. Sein Versprechen, dass er wiederkäme, glaubte sie ihm nicht. Verbittert blieb sie zurück, um kurz darauf zu erfahren, dass sie ein Kind erwartete.


      Thx Tom Bombadil
    • Vor etwa 2 Monaten
      Yonathan lies das Buch fallen. Er konnte nicht glauben, was darin stand. Er wollte es nicht glauben. Tränen fingen an, an seiner Wange herabzulaufen. Auch wenn er es schon lange befürchtet hatte, nun war die Gewissheit hier. In dem Buch hatte er den Eintrag gefunden. 'Gefangener Nummer 182 wurde um 9 Uhr hingerichtet.' Die Nummer hatte Yonathan schon früher herausgefunden. Das war Yomi... sein letzter Verwandter, den er noch wusste, noch kannte...

      Vor nicht allzu langer Zeit
      Ein Bote klopfte an der Tür. Dahinter konnte man nur ein 'Herein' vernehmen. Die Tür wurde geöffnet und der Bote begann zu sprechen. "Eine Nachricht von Eurer Majestät Königin Fiora." Mit diesen Worten übergab er einen versiegelten Brief an Yonathan und ging wieder.
      Neugierig, was es wohl für einen Anlass geben könnte, brach er das Siegel und begann zu lesen. Langsam erschien ein Lächeln auf Yonathans Gesicht. Jetzt wurde es also ganz offiziell. Das war eine hervorragende Nachricht und Yonathan freute sich sehr darauf.



      Charbogen Yonathan

      Ereignisse rund um Yonathan bis Die blutige Krone 2
      Aufgewachsen in einer recht einsam stehenden Hütte mit seinen Eltern und seinem älteren Bruder Yomi. Das Leben dort war wunderbar, bis der Herrscher Candahns ermordet wurde und die falsche Königin das Szepter an sich riss. In der danach folgenden Rekrutierungswelle erwischte es zuerst Yomi, und 3 Jahre später auch Yonathan. Beide wurde für mehrere Jahre zwansverpflichtet. Eines Abends wurden Yomi und Yonathan dabei belauscht, wie sie negativ über die Königin redeten. Daraufhin opferte Yomi sich für Yonathan, in dem er die Schuld auf sich nahm. Seit diesem Tag hatte Yonathan nichts mehr von seinem Bruder gehört. Als er dann endlich von seinem Dienst entlassen wurde, fand er sein Haus verwüstet und einsam vor. Die Schergen der Königin waren hier, hatten seinen Vater ermordet und seine Mutter im Kerker eingesperrt. Diese verstarb dort dann auch.
      Kurze Zeit später wurde er vom Widerstand kontaktiert. Seit dem hatte er an mehreren Aktionen teilgenommen, immer aus dem gleichen Grund. Er wollte sich an dem Regime rächen für das, was sie seiner Familie angetan haben. So bekam er irgendwann auch die Aufforderung, Fiora bei der Thronbesteigung zu helfen. Zusammen mit den anderen ermöglichten sie dies auch, doch leider hatten sie dabei auch Verluste. So auch Kuroi, mit der sich Yonathan sehr gut angefreundet hatte.
      Fantasy: Nur ein kleines Stück vom Himmel
      <Suuunki> Schöner RPG Titel

      Annihilation Bliss
      Lust auf Abenteuer? Empfindest du Freude am schreiben? Dann melde dich per PN bei ColdReaver an und mach mit!
    • Keine Vorgeschichte oder so:

      Name: Myala

      Alter: 15

      Aussehen: Einfache aber recht abgewetzte Kleidung. Kurzes schlecht geschnittenes dunkelbraunes Haar, braune Augen. Sie ist normalgroß für ihr Alter, ca 1,60m, hat aber von der Arbeit sehr viele Muskeln und ihre Hände sind sehr hart und schwielig.

      Geschichte:
      Sie ist die unerwünschte Tochter eines Soldaten und eines Schankmädchens. Und als solche wurde sie schon früh zu einem Dorfschmied „zur Lehre“ geschickt.
      Als die falsche Königin den Thron bestieg, änderte sich für Myala nicht viel, außer dass die Schläge und Arbeitszeit zunahmen.
      Ihr sogenannter Lehrmeister gehörte zu den Profiteuren des Systems und er floh, als er hörte, dass die Rebellen gewonnen hatten.
      Myala stand vor dem nichts. Sie stahl noch was in der Schmiede zu holen war und floh als Wanderarbeiterin mit dem einzigen Wesen, dem sie je vertraut hatte … einem ziemlich altem Esel namens Kiranb.
      Während der Wirren der Übergangszeit wurde sie gerade von den Offiziellen nicht sehr freundlich behandelt.
      Sie hat deshalb einen gewissen Hass auf alle Soldaten, Adligen und erstrecht jegliche Könige!

      Fertigkeiten:
      Myala ist trotz ihres Alters eine Meisterschmiedin, sie macht das schließlich schon seit sie einen Hammer halten kann.
      Sie fertigt hervorragende Schwerter hat aber leider nie gelernt diese zu verzieren, so dass sie immer unter Wert verkaufen muss. (noch etwas was ihre Abneigung Reichen und Adligen gegenüber steigert).
      Sie Selbst kämpft mit zwei Langdolchen und nutzt praktisch immer ihre Geschwindigkeit zum Gegenangriff. Sieht nicht elegant aus, ist aber recht effektiv.

      Sprachen: Ausschließllich Chandan
    • Name: Johanna Itha

      Alter: 32

      Geschichte: Ihre beiden Eltern sind mittlerweile an Krankheit und natürlichem Tod verstorben. Vor fünf Jahren hat sie sich auf eine Heirat mit einem Mann eingelassen, der zunächst nett schien, dann aber rasch ihre Ehe zu einer höllischen Verbindung werden lies. Sie hatte ihm im Wesentlichen zu dienen gehabt und wurde stets überwacht. Durch eine zufällige Begegnung mit Torlik auf dem Bergpass erhielt sie die Gelegenheit, sich von dem Tyrann und dem Dorf an den Ausläufern des Gebirges auf averonischer Seite loszulösen und in Candahn einen neuen Lebensabschnitt zu beginnen. Mittlerweile ist sie zu so etwas wie Olivias rechter Hand geworden - nicht zuletzt um ein Auge auf ihren engen, rothaarigen Freund zu haben.

      Aussehen: Sie ist ca. 1,70m groß und von gewöhnlicher Statur. Sowohl Haare als auch Augen sind wie bei Candahnern häufig anzutreffen braun.

      Herkunft: Candahn, lebte aber die letzten Jahre in Averon.

      Magie: Sie ist Nichtmagierin.

      Sprachen: Candahn, Averon und Neimesisch.


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      Im Kerker unter dem Herzen Askandris' hatte es in jüngster Zeit einige Veränderungen gegeben. Man hatte als Insasse nicht mehr das ungute Gefühl, im Schlaf von Ratten gefressen werden zu können. Es roch nicht mehr ganz so muffig, es glitschte nicht mehr so vor eingesickertem Wasser und es stank nicht mehr so nach ungewaschenen Körpern. Vor allem aber waren die Folterinstrumente verschwunden. Nichtsdestotrotz war und blieb es ein Gefängnis irgendwo ganz weit unten, und so ziemlich genauso weit unten war auch Torliks Gemüt. Auch wenn er hier irgendwann wieder rauskäme: Wie sollte es dann weitergehen ? Johanna schien zu ihm zu stehen, aber wieviele würden das sonst noch, wenn sie erfuhren, dass er für seine Rage lange Zeit im Kerker gesessen hatte ? Er saß auf der Pritsche und starrte schwer atmend ins Nichts, nachdem er etwas körperliche Ertüchtigung hinter sich gebracht hatte. Neben ihm auf dem Tisch lag ein unfertiges Schreiben, für das ihm gerade die Worte fehlten. Es sollte ein Brief für Johanna werden, die ihm auch des öfteren Mitteilungen zukommen lies. Auch das war nach sieben Jahren wieder erlaubt.

      Wie schon so oft in den letzten Wochen begab Olivia sich auf den Weg hinab in die Kerker. Sie war recht häufig hier unten um zu überprüfen, dass die neuen Regelungen eingehalten wurden und um mit Gefangenen zu reden. Manchmal ging es dabei um Beschwerden, die gerade von den Adeligen und Händlern kamen, die hier nun eingesperrt waren um für ihre Taten während Nayeris Herrschaft zu büßen. So hatte Olivia sich beispielsweise auch schon mit Vapors Eltern herum schlagen müssen, was nicht besonders angenehm gewesen war. Heute führte ihr Weg sie zu Torliks Zelle. Es war schon etwas her, dass sie ihn das letzte Mal besucht hatte. Er war nie besonders gesprächig gewesen, was Olivia nicht gerade verwunderte, sie aber trotzdem besorgt stimmte. Allerdings hatte ihr Besuch dieses Mal neben dem bloßen Erkunden nach seinem Befinden noch einen weiteren Zweck und vielleicht würde dieser ihn ein wenig aus seiner Lethargie befreien. Sie nickte einer der Wachen zu, die in dem Flur von Torliks Zelle positioniert war. Die Wache klopfte an die Zellentür und rief:
      "Ihr habt einen Besucher"

      "Besucher ? Hat meine Aufmerksamkeit..." Der Sarkasmus in seiner Stimme war eigentlich nicht überhörbar. Träge stand der Rothaarige auf und schritt auf jenes in Gänze mit Eisen beschlagene Stück Holz zu, das ihn hier drinnen und die Freiheit da draußen voneinander separierte und am dem er schon einmal seinen Frust ausgelassen hatte. Frust über sich selbst, Frust über all jene, die er gar nicht kannte, die blindlings Befehle befolgt hatten und auf die er aufgrund ihrer Lage eigentlich gar keine Wut haben durfte, und ja, es wäre eine Lüge gewesen, würde er behaupten, er wäre mit diesem Urteil so völlig einverstanden. Er klopfte von innen zurück, dass er bereit stand.

      Die Wache schloss die Tür auf und Olivia trat ein. Sie blickte den Rothaarigen ernst aber nicht unfreundlich an und sagte:
      "Hallo Torlik. Wie geht es Euch heute?"

      "Wenigstens komm' ich ab und zu raus und es ist hier unten weniger gruselig als das letzte Mal, als ich hier war." Da war es aber auch auf der anderen Seite der Tür gewesen... Er hatte keinen Freigang im klassischen Sinne, sondern war überwachter Teil der Heerschar fleißiger Hände, die dabei war, Candahns Hauptstadt zu erneuern. Im Gegenzug gab es Strafmilderung, aber er würde auch so mehrere Jahre im Kerker verbleiben müssen.

      Olivia nickte leicht. Er war verbittert, das war klar ersichtlich. Sie konnte es verstehen, allerdings musste er auch die Konsequenzen seines Handelns akzeptieren.
      "Und wie ich höre, führt Ihr auch ab und an Korrespondenz mit Johanna?", erkundigte sie sich. Die jüngere Frau arbeitete für Olivia, seit sie mit Torlik zusammen aus Averon her gekommen war. Sie war fleißig und einfallsreich und hatte sich schnell Olivias Wohlwollen gesichert.

      "Ja, aber ich komme gerade nicht weiter." Torlik seufzte. "Und was passiert da draußen ? Ich bekomme ja nur etwas von Askandris selbst mit."

      "Ich bin sicher sie wird sich über jede Zeile von Euch freuen", erwiderte Olivia und überlegte kurz bevor sie weiter sprach.
      "Oh, nun, Ihr wisst ja, dass es mit dem Wiederaufbau der Stadt voran geht. Im restlichen Land verhält es sich ähnlich. Es wird lange dauern bis Candahn wieder zu dem Land wird, welches es einst war, doch wir befinden uns auf einem guten Weg. Und.. nun, der Grund weshalb ich hier bin, hat auch etwas damit zu tun: Königin Fioras offizielle Krönungsfeier findet in wenigen Tagen statt und wir sind beide der Auffassung, dass Ihr dazu eingeladen werden solltet, wenn Ihr das wollt. Schließlich habt Ihr ihr bei der Befreiung Candahns zur Seite gestanden"

      "Ein Krimineller, sich frei umherbewegend auf einer Krönungsfeier ?" und schien fast ein wenig zu lachen. Es war aber eine ironisch motivierte Gefühlsregung. "Schöne Kleider für einen Tag und dann wieder zurück in den Bau." Das Wort "Bau" war hier doppeldeutig: Er verbrachte seine Zeit sowohl im Gefängnis als auch mit Bauarbeiten in der Stadt. Beides war seinen Klamotten nicht gerade zuträglich gewesen und hatte seine Spuren hinterlassen.

      "Es wäre eine Gelegenheit diejenigen wieder zu sehen, an deren Seite ihr gekämpft hat", erwiderte Olivia mit wachsamer Stimme.
      "Johanna wird auch dort sein und würde sich sicher freuen Euch zu sehen" Das würde sie allerdings, dessen war Olivia sich sicher.
      "Wir hielten es jedenfalls für richtig Euch einzuladen. Ob Ihr erscheinen wollt oder nicht ist rein Eure Entscheidung. Die Wachen wissen Bescheid und werden Euch wenn Ihr wünscht am Tag der Krönung nach oben eskortieren. Natürlich würden wir Euch auch passende Kleider zur Verfügung stellen" Sie musterte Torlik rasch und fügte hinzu:
      "Ihr wisst, dass Ihr neue Kleidung beantragen könnt, nicht wahr?"

      "Hm. Dann mach' ich das mal. Danke. Aber... Eskorte ? Für mich ? Eigentlich muss doch der Rest der Welt vor mir eskortiert werden." Er schniefte. "Was ist jetzt eigentlich aus den Drahtziehern geworden ? Hat man sie geschnappt oder treibt die Führungsriege Ilias ihr Spiel ungestraft weiter ?" Er war zwar nicht von Anfang an dabei gewesen, aber er hatte ja erfahren, dass die Zusammenhänge viel weitreichender waren als ursprünglich angenommen.

      Olivias Miene verdüsterte sich.
      "Unsere Bemühungen waren in dieser Hinsicht umsonst. Der ilianische König hat sich aus allem heraus winden können.. Königin Fiora ist alles andere als begeistert, doch im Moment gibt es nichts, was wir dagegen tun könnten"
      Die ehemalige Rebellin seufzte und schüttelte dann den Kopf. "Nun, im Moment haben wir genug anderen um das wir uns kümmern müssen - allem voran den Wiederaufbau des Landes"
      Sie nickte Torlik zu und klopfte dann gegen die Zellentür, damit ihr geöffnet wurde.
      "Überlegt es Euch und gebt den Wachen rechtzeitig Bescheid, in Ordnung?"

      "Da brauche ich nicht zu überlegen. Wenn es eine Gelegenheit gibt, mal wieder 'normal' unter Leute zu kommen, lasse ich mir das nicht entgehen." Wirklich freudig klang er dazu aber trotzdem nicht. "Dann bis soweit, danke für den Besuch." Anscheinend wollte Olivia gehen.

      Ein kleines Lächeln huschte über ihr Gesicht.
      "Gut, dann sehen wir uns bald wieder", stellte sie fest. "Verzeiht, dass ich schon wieder gehe, aber es gibt noch viel um das ich mich kümmern muss"




      Name: Torlik Mucar

      Alter: 21

      Geschichte
      Torlik ist der Sohn des mittlerweile gewaltsam verstorbenen Naix Mucar. Er hegte nie ein sonderliches Interesse oder Zuneigung für die etwas schaurige, aber auch irgendwo äußerst bewunderswerte Arbeit seines Vaters, sondern ging seinen eigenen, gewöhnlichen Lebensweg. Mit der Magierakademie war er mangels Talent schnell fertig, aber die Gilde nimmt bekanntermaßen auch Unbegabte auf, solange sie über einen wachen Geist verfügen. Mit 14 kam es dann zum Bruch zwischen ihm und seinem männlichen Elternteil, da Naix mit jenem Selbstexperiment begann, das ihn langsam aber sicher gänzlich verzehren würde. Doch kaum hätte Torlik es sich träumen lassen, dass er einmal selbst darauf zurückkommen würde oder gar praktisch darauf angewiesen wäre...
      Anfang dieses Jahres erlitt er bei einem Banditenüberfall schwere Verletzungen an der Wirbelsäule, woraufhin er an allen vier Gliedmaßen gelähmt war. Bei Dingen, die von selbst nicht mehr heilen, kann auch Heilmagie nicht mehr helfen. In dieser Situation stürzen sich manche lieber ins Schwert statt noch ein Leben lang in einer Matratzengruft zu vegetieren. Doch er hatte noch eine andere Option: Die Gilde war sich schon seit langem bewusst, dass man würde gewaltig etwas tun müssen, wollte man das gesamte Naix'sche Experiment nicht am Ende mit dem Vermerk "Interessante Errungenschaft, die die Welt nicht haben will" in tiefroter Tinte in der Geschäftsbilanz verbuchen. Man hatte 7 Jahre Zeit gehabt, um Weiterentwicklungen vorzunehmen. Das Ergebnis ist erstaunlich: Magie, ursprünglich basierend auf Nekromantie, doch anzuwenden auf die Lebenden und nicht die Toten. Man könnte es als "Golem aus Fleisch und Blut" bezeichnen, doch das ist ein grob vereinfachender Ausdruck für einen vom medizinischen Standpunkt aus betrachtet quicklebendigen Menschen, bei dem sich doch kaum mehr etwas ohne Magie bewegt. Jedenfalls kann Torlik wieder laufen. Selbstständig, im eigenen Körper, äußerlich als gewöhnlicher Mensch, mit funktionierendem Tast- und Schmerzempfinden sowie ohne alchemistische Zusätze im Blut. Mit entsprechendem Vorstellungsvermögen kann man dort etwas durchaus Gefährliches hinein interpretieren, doch kann man medizinischen Fortschritt noch als schwarze Kunst bezeichnen, selbst wenn diese einmal die Ausgangsbasis war ?
      Allerdings wird er wohl für eine längere Zeit der Einzige mit dieser Errungenschaft bleiben: In seinen letzten Tagen hat Nayeris Regime eine Terrorkampagne gegen die Gilde gestartet, als diese von einigen ihrer Mitglieder in den Aufstand hineingezogen wurde. Nicht nur sein Vater ist mittlerweile tot, sondern auch zahlreiche weitere Mitglieder. Der Rest ist dabei, unterzutauchen oder zu fliehen. Wahrscheinlich ist bis auf ihn selbst bereits der größte Teil der gewonnenen Erkenntnisse wieder verloren.


      Aussehen: Der Hautfarbe nach stammt er aus Candahn oder Averon. Das Haar ist sehr lang, rötlich und häufig zusammengebunden. Er hat eine lange Narbe am Kopf und sieht auch am Rücken danach aus, dass es ihn wenigstens einmal in der Vergangenheit sehr übel erwischt hat. Allerdings hat er sich eine feine schwarze "Kriegsbemalung" zugelegt, die diese Narben kaschiert. Er ist groß, extrem stämmig und muskulös.

      Herkunft: Candahn

      Kämpfertyp: Eigentlich ist er kein Freund vom Kämpfen, aber angesichts dessen, was ihm und seinem Umfeld passiert ist, hat er genug Wut und Verbitterung gesammelt, um es doch zu tun. Wohlfeile Nahkampftechnik sucht man dabei vergeblich, aber in manchen Situationen zeigen sich seine Qualitäten.

      Magie: Er ist ein Magier mit einer Lebenserwartung von etwa 65 Jahren, also ziemlich unbegabt. Aber es reicht aus für magische Kommunikation.

      Schwächen: Er hat einen klaren Verstand, aber diesem fehlt schlicht die Erfahrung. Sein Lebensentwurf sah so etwas wie eine Kampfausbildung bisher nicht vor und seine Magie ist verglichen mit der anderer vernachlässigbar. Er ist psychisch ziemlich angeschlagen.

      Stärken: Überragende Kraft und Ausdauer. Er ist zwar ein untalentierter Magier, allerdings sollte man das nicht mit mangelnder Intelligenz verwechseln.

      Ausrüstung: Einfache Kleidung, Mantel aus sehr warmem Tierpelz. Ein unterfüttertes Ringpanzergeflecht für den gesamten Körper, auf das bei Bedarf robuste Platten mit kurzen Dornen und Klingen an exponierten Stellen geschnallt werden können. Großer Kriegshammer, Wurfäxte.

      Sprachen: Candahn, Averon

      Geschehnisse bis zum Beginn von DbK2

      Er stieß durch Zufall zur Rebellengruppe, als sich diese bereits wieder auf ihrem finalen Weg nach Askandris befand. Durch die in Nayeris Auftrag ausgeführte Ermordung seines Vaters motiviert schloss er sich der Rebellion an und war auch an den Kämpfen im Schloss beteiligt. Nach diesen begab er sich auf eine Reise zu Averons Nordküste, um das Schicksal seiner restlichen Freunde und Gildenmitglieder aufzuklären, welche sich jenes Land als überseeischen Zielort ihrer hastigen Flucht vor Nayeris Schergen ausgesucht hatten. Hierbei traf er auf Johanna, der er durch eigenes Eingreifen die Gelegenheit gab, sich von ihrem bisherigen und unerträglichen Mann loszulösen. Sie ist seitdem seine Freundin. Es stellte sich heraus, dass die Flüchtlinge der Gilde von einem Schiff der candahnischen Marine gestellt und versenkt wurden, dessen Kommandant die neuen Befehle nach Fioras Thronübernahme auf der offenen See nicht mehr rechtzeitig erreicht hatten. In Rage verfallen beendete Torlik, wenn auch nicht beabsichtigt, dessen Leben, wofür er nach seiner Rückkehr umgehend in Haft genommen wurde.

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    • "Es wird eine große Feier werden. Und wir sind nicht ganz unschuldig daran, nicht wahr?" Genon war ausgelassen geworden, seit die Kämpfe beendet waren. Er war regelrecht aufgeblüht, als er das tun konnt, worin er am besten war. Reden.
      "Ja." Kam es leise von Malja zur Antwort, ohne weitere Ausführungen. Die Blutmagier hatten ihren Teil zur Befreiung Candahns geleistet, eine Tatsache die Genon die Tür öffnete für Verhandlungen mit der Königin. Doch war die Realität leider nicht ganz so simpel. Königin Fiora hatte alle Hände voll damit zu tun ihr Land und ihr Volk wieder auf Kurs zu bringen und Genon selbst war nur der kleine Diplomat eines vergessenen und fast untergegangenen Volkes. Den Legenden nach waren die Blutmagier zu Zehntausenden nach Ikara gekommen, über drei Dutzend Clans sollen es gewesen sein, die an der Seite des Blutgottes aus der alten Heimat geflohen waren, doch nun waren sie nur mehr drei kleine Clans, ein jeder gerade einmal groß genug sich selbst zu erhalten. Heute lebten keine Vierhundert mehr von einst vielen Zehntausend. Ikara und seine Götter waren nicht gut zu ihnen gewesen, aber das war eine alte Geschichte und vor allem eine lange.
      "Freust du dich denn gar nicht darüber, Maljalano?" Wollte der große Mann aus Ilia skeptisch wissen.
      "Nein." Kam es einsilbig von dem Weißhaarigen, der ein Seufzen ausstieß. "Ich wünschte mir es wäre noch immer Krieg."
      Genon wollte erst aufbrausen, ehe es ihm wieder einfiel. Er hatte so viel im Kopf, dass er nicht darüber nachdachte...
      "Tut mir Leid." Murmelte Genon wie so oft. Malja war nicht mehr der selbe wie einst.
      Genon, Gelehrter und Diplomat, betrachtete den Propheten nachdenklich. Der weiße Bart machte Malja noch deutlich älter als die dunklen Augenringe und der Schmerz in seinen Augen. Dabei war er gerade einmal Sechsundzwanzig Jahre alt.
      "Mein Stern... ist erloschen." Murmelte Malja mit erstickter Stimme, wandte sich ab und setzte seinen Weg zum Thronsaal fort, er wollte nicht so lange aus Fioras Nähe weichen, hatte er doch versprochen sie zu beschützen.
      Wäre doch nur noch immer Krieg... vielleicht würde Maljas Stern dann noch immer hell leuchten...
      Der Stern war eine Neimesin gewesen, Peyma, die Freundin und Leibwächterin der Königin. Dem Blutmagier und der Neimesin war nur eine kurze gemeinsame Zeit vergönnt gewesen, eine tragische Liebe wenn man so wollte, die sicher eine wunderschöne, traurige Ballade abgeben würde... Für viele sicher etwas romantisches, aber nicht für Genon, denn er sah jedes Mal den Schmerz in Maljas Augen und er kannte die ganze Geschichte inzwischen. Malja wäre mit seiner Liebsten in den Tod gegangen, einfach nur um bei ihr bleiben zu können, aber sie wollte, dass er lebt und so lebte er, einzig und alleine für sie und für sein Versprechen fortan an ihrer statt die Königin zu beschützen. Bestimmt eine schöne Lagerfeuergeschichte, aber wer diese Geschichte einmal am Feuer erzählen würde, der wusste nicht, wie der treue Liebende daran zerbrochen war.
      Genon wünschte er könne Malja irgendwie helfen, aber das lag nicht in seiner Macht, nicht einmal in der Macht des Großen Einen, des Blutgottes.


      Name: Malja vom silbernen Pfad
      Alter: 26
      Aussehen: Hoch gewachsen; trainierte Gestalt; helle Haut; lange, weisse Haare; struppiger, weißer Vollbart; silberne Augen; rechter Arm ist von üblen knotenartigen Narben bedeckt; linke Hand besitzt nur noch den Daumen so wie viele dünne Narben; die von einer Klinge stammen könnten; in den vergangenen drei Monaten deutlich gealtert
      Ausrüstung: einfache, blutrote Leinenkleidung mit langen Ärmeln; leichter Säbel; Messer
      Herkunft: Der silberne Pfad, eine in den südlichen Bergen Neims versteckte unterirdische Siedlung der Blutmagier
      Über seine Magie: Seine Lebenserwartung liegt bei 30 Jahren, vorrausgesetzt er zerlegt sich mit seiner Magie nicht vorher selbst.
      Sprache: Neimesisch, Candahn, Baïsi, Sprache des Knochenkultes
      Geschichte: Am silbernen Pfad geboren und aufgewachsen. Seit frühster Kindheit war er in eine steife Erziehung gepresst worden, von Traditionen und dem Glauben an den Blutgott geprägt um auf seine Aufgabe als Prophet des Todes vorbereitet zu werden. In seiner Jugend wurde er zu seiner weiteren Ausbildung zum blauen Gold in die Wüste Bais geschickt, einer der drei letzten Clans der Blutmagier, welcher sich dem Überleben und dem Kampf verschrieben hatte.
      Nach seiner Ausbildung zog er durch Ikaria und suchte nur selten die Clans auf, hauptsächlich für seine heiligen Pflichten als Prophet und um mit dem Gott seines Volkes zu sprechen.
      Nur durch Zufall kam er an ein Schreiben, welches ihm zum Wiederstand führte, wo er Peyma traf, die Liebe seines Lebens. Ihr Tod vor drei Monaten hatte einen müden, gebrochenen Mann zurück gelassen, der sich nur noch ans Leben klammerte um sein letztes Versprechen Peyma gegenüber zu erfüllen und an ihrer Statt die Königin zu beschützen.


      Name: Genon vom grünen Himmel
      Alter: 29 Jahre
      Aussehen: Der schöne Mann aus Ilia ist hochgeschossen, nahezu zwei Meter groß und schlacksik. Der linke Arm wird nur von drei Opfernarben geziert, die von seinem Handgelenk bis zu seiner Schulter reichen, so wie es für Blutmagier üblich ist. Seine hellbraunen, gepflegten Haare sind zu einem Bürstenschnitt gestutzt. Seine Haut- und Augenfarbe ist für Ilianer typisch ziemlich dunkel. Seine rechte Hüfte weist viele Wunden und Narben von Pfeilspitzen auf.
      Ausrüstung: Sichel; dunkelgrüne, ärmellose Leinenkleidung; allerlei Dinge, die er bei seinem Aufbruch vom grünen Himmel mitgenommen hatte, von Wechselkleidung, über Nähzeug, bis hin zur langstieligen Pfeife und dem Langbogen, den er nun allerdings abgelegt hatte
      Herkunft: Der grüne Himmel, eine in den östlichen Wäldern versteckte Waldsiedlung der Blutmagier
      Über seine Magie: Genon wir etwa 45 Jahre alt werden.
      Sprache: Ilia, Candahn, Neimesisch, Baïsi, gebrochenes Averon, Sprache des Knochenkultes
      Geschichte: Als Kind von ilianischen Bürgerlichen überlebte er nur, da ein Blutmagier aus dem Volk des Blutgottes ihn mitnahm. Ein Kind, welches außerhalb des Volkes geboren wurde fand nur all zu oft den Tod, wenn festgestellt wurde, dass es der Blutmagie mächtig war, sei es aus Angst, oder aus Abscheu.
      So wurde Genon zum grünen Himmel gebracht, wo er unter seinesgleichen Aufwuchs, als Blutmagier unter der Obhut des Blutgottes.
      Genon wuchs heran zu einem gesunden und ausgebildeten Blutmagier und wurde ein Gelehrter, der später auf Befehl seines Gottes aufbrach um bei Königin Fiora Tulgari Vandahn als Bote und Diplomat vorstellig zu werden und um Asyl für das heimatlose Volk der Blutmagier zu bitten.


      Malvi war schon immer eine lebenslustige Frau gewesen, die auch nichts gegen das ein oder andere Abenteuer hatte, aber dieses ergebnislose und teilweise auch ziellose Suchen in der Wüste zehrte an ihren Nerven. Ihr Bruder hätte weit besser hier her gepasst, er war in seiner Ausbildung jahrelang mit den Nomaden des blauen Goldes durch die Wüste gezogen. Er hätte schon längst eine sinnvolle Spur gefunden, da war sie sich sicher, aber sein Versprechen und seine Trauer banden ihn an Askandris, oder eher an die Königin und sie selbst war ja dumm genug gewesen zu glauben es wäre produktiver mitzugehen, anstatt sich in Askandris eine Weile auf die faule Haut zu legen, oder zu einem der Clans zurück zu kehren... nun ja, vielleicht trafen sie ja noch auf den Clan vom blauen Gold, man konnte nie wissen, aber bis dahin...
      Die junge, kräftige Frau zog den Schleier vor ihrem Gesicht etwas fester, als ein aufkommender Wind Sand durch die Luft wirbelte, während sie auf die Stadt zuhielten.
      Ob sie Konda je finden würden? Sie betete dafür, aber ob ihre Gebete auch erhört wurden? So lange wie sie keine Zeichen ihres Gottes erhalten hatte glaubte sie allmählich zu begreifen, warum mache die tiefe Wüste "gottverlassen" nannten.


      Name: Malvi vom silbernen Pfad
      Alter: 23
      Aussehen: Hoch gewachsen; trainierte Gestallt; helle Haut; lange weisse Haare; silberne Augen; das was man allgemein als gut gebaut bezeichnet; ihr linker Arm weist zahllose dünne Narben auf die von einer Klinge stammen könnten, so wie drei Stellen die aussehen, als hätte vor Jahren jemand ein Stück Fleisch heraus gebissen; ihr rechter Arm besitzt viele eingeritzte und vernarbte Symbole einer religiösen Sprache(Knochensprache)
      Ausrüstung: Leichte Stoffrüstung aus einem knielangen, weißen Hemd, einer knöchellangen Hose und einem Turban mit Schleier; ein gewöhnliches Beil; eine Drehleier.
      Herkunft: Der silberne Pfad, eine in den südlichen Bergen Neims versteckte unterirdische Siedlung der Blutmagier
      Über ihre Magie: Ihre Lebenserwartung liegt bei 29 Jahren, vorrausgesetzt sie zerlegt sich mit ihrer Magie nicht vorher selbst.
      Sprache: Neimesisch, Candahn, Baïsi, Ilia, Sprache des Knochenkultes
      Geschichte: Am silbernen Pfad geboren und aufgewachsen. Seit frühster Kindheit war sie in eine steife Erziehung gepresst worden, von Traditionen und dem Glauben an den Blutgott geprägt um auf ihre Aufgabe als Prophetin des Lebens vorbereitet zu werden. In ihrer Jugend wurde sie zu seiner weiteren Ausbildung zum grünen Himmel in die Wälder Ilias geschickt, einer der drei letzten Clans der Blutmagier, welcher sich der Heilung und der Alchemie verschrieben hatte.
      Nach ihrer Ausbildung blieb sie meist am grünen Himmel, kehrte für ihre Pflichten als Prophetin jedoch immer wieder zum silbernen Pfad zurück und um Zwiesprache mit dem Blutgott zu halten. Nur selten ging sie auf ausgedehnte Reisen durch Ikara.
      Auf einer dieser Reisen traf sie auf einem Schiff eine Gruppe des Wiederstandes, die sich etwas zu laut über den bevorstehenden Angriff auf das candhanische Schloss ausgelassen hatte. Die junge Frau entschied sich dafür sich an diesem Unternehmen zu beteiligen, wobei sie überraschender Weise auf ihren Bruder traf, mit dem sie seit Jahren nicht mehr gesprochen hatte.
      Nach dem Tod der falschen Königin beschloss sie sich Kalandra anzuschließen und sich auf der Jagd nach Konda zu beteiligen, was ihr sinnvoller erschien, als in Askandris herum zu sitzen.
      Fragen, Anregungen oder Kritik? -> Konversation oder #ogame.de-rpg

      Lass uns ein Spiel spielen...


      <Seaten>Kata ist wie Cass, nur fauler und männlich

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    • Abgesegner Zweitchar, der (offensichtlich) der Wüstentruppe angehört.

      Name: Yeto Kaftar
      Alter: 29
      Aussehen: Für Baïsen relativ übliches Aussehen. Dunkle Haut, schwarze Haare. Seine Augen erstrahlen jedoch in einem starken Grün
      Herkunft: Baïs

      Geschichte: Yeto ist ein baïsischer Geschichtenerzähler. Als solcher reiste er von Dorf zu Dorf, von zu Oase zu Oase, um die Legende neu aufleben zu lassen und auch die ein oder andere Sage und Kunde zu verteilen. Dies hätte er wohl auch noch viel länger getan, doch hörte er mehr und mehr Gerüchte. Diese wurden auch überraschend bestätigt, als er einer Truppe candahnischer Rebellen begegnete, die in der Wüste auf der Suche waren.
      Um für Gerechtigkeit zu sorgen, und um daraus vielleicht eine weitere Heldengeschichte dichten zu können, bot er dieser Truppe an, als Führer durch die baïsische Wüste zu dienen.


      Ausrüstung: 2 größere Wasserschläusche, ein Brotbeutel und zwei Decken. Dazu noch ein Schwert, mit dem er sich, falls nötig, verteidigen kann.
      Fantasy: Nur ein kleines Stück vom Himmel
      <Suuunki> Schöner RPG Titel

      Annihilation Bliss
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    • Ich habe mal Informationen zu den restlichen vier Herrschern Candahns und ihren Familie zusammen gefasst:

      Ilia
      - Herrscher: König Holin Terem, 52; regiert seit fast 3 Jahrzehnten
      - Seine Frau, Adrienne da Kaana, 49, eine ilianische Adelige
      - Sein ältester Sohn und Thronfolger, Prinz Helon, 27
      - Seine Frau, Leonore, 28, älteste Tochter des averonischen Königs
      - Ihr Sohn, Prinz Hildam, 5
      - Sein jüngster Sohn, Prinz Berim, 23

      Baïs
      - Herrscher: König Domorek os Dolien, 58; regiert seit fast 4 Jahrzehnten
      - Seine Frau, Sianti us Novem, 60, eine baïsische Adelige; lebt getrennt von ihm
      - Seine älteste Tochter und Thronfolgerin, Prinzessin Dálae us Domorek, 29
      - Ihr Mann, Makon, 27, ein baïsischer Adeliger
      - Ihre Tochter, Prinzessin Drina, 6
      - Ihr Sohn, Prinz Dolien, 2
      - Sein ältester Sohn, Prinz Doriam, 27
      - Sein jüngster Sohn, Prinz Degor, 22

      Averon
      - Herrscher: König Theoderus Korvo, 54; regiert seit über 3 Jahrzehnten
      - Seine Frau, Sibel de Aldún, 54, eine candahnische Adelige
      - Seine älteste Tochter, Prinzessin Leonore, 28; verheiratet mit dem ilianischen Thronfolger
      - Sein ältester Sohn und Thronfolger, Prinz Theoderus II, 24
      - Sein jüngster Sohn, Prinz Konstanzius, 17
      - Seine jüngste Tochter, Prinzessin Isadora, 14

      Neim
      - Herrscherin: Kaiserin Ilicia Hanide, 63; regiert seit 3 Jahrzehnten
      - ihre 'Favoritin', Kurame Samis, 35


      Averon und Ilia sind zur Zeit die einzigen Länder, in denen eine Frau nicht die Thronfolge antreten kann. Neim ist das einzige Land, in dem der Thron nicht durch Familienbande vererbt, sondern von einem Herrscher zum nächsten übergeben wird.
      How do you write like you're running out of time? Write day and night like you're running out of time.
      Everyday you fight like you're running out of time, like you're running out of time,
      Are you running out of time?!



      Chrissi: Boah Franzi, wenn man dich so reden hört ohne dich zu kennen, könnte man auch glauben du wärst so'n Soziopath!<3
    • How do you write like you're running out of time? Write day and night like you're running out of time.
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      Chrissi: Boah Franzi, wenn man dich so reden hört ohne dich zu kennen, könnte man auch glauben du wärst so'n Soziopath!<3
    • Anscheinend funktioniert die URL schon nicht mehr, also hier ein neuer Versuch
      How do you write like you're running out of time? Write day and night like you're running out of time.
      Everyday you fight like you're running out of time, like you're running out of time,
      Are you running out of time?!



      Chrissi: Boah Franzi, wenn man dich so reden hört ohne dich zu kennen, könnte man auch glauben du wärst so'n Soziopath!<3
    • How do you write like you're running out of time? Write day and night like you're running out of time.
      Everyday you fight like you're running out of time, like you're running out of time,
      Are you running out of time?!



      Chrissi: Boah Franzi, wenn man dich so reden hört ohne dich zu kennen, könnte man auch glauben du wärst so'n Soziopath!<3