Märchen: Rex Rana (Eine schwarze Mär)

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  • Märchen: Rex Rana (Eine schwarze Mär)

    Hallo,

    Dieses Märchen war ursprünglich für einen Schreibwettbewerb hier in der Umgebung gedacht, dann aber zu lang. Da war ich knappe 14.

    Kritik ist natürlich erwünscht. :)

    Mir ist auch klar, dass ich damit sicher nicht den Humor eines jeden treffe. Ich wünsche trotzdem viel Spaß beim lesen.



    Eine schwarze Mär
    ( Rex Rana )



    Im 21. Jahrhundert, wo es mehr Autos als Kinder gibt, lebte eine allein erziehende Mutter mit ihrer 14- jährigen Tochter am Rand einer Kleinstadt. Die Tochter war ziemlich pickelig, sodass die Sonne sich jedes mal ekelte, wenn sie ihr ins Gesicht schien.
    Es waren Sommerferien und es war sehr heiß. Die Tochter hatte sich mit ihrer Freundin verabredet.
    Mama ich geh' jetzt!“, sagte die Tochter. „Ist gut. Komm nicht zu spät wieder!“, sagte die Mutter.
    Die Tochter ging aus dem Haus und lenkte ihre Schritte in Richtung des Waldes, wo sie sich mit ihrer Freundin treffen wollte. Sie erreichte den Pfad, der zu einer Lichtung im Wald führte, dem Treffpunkt.
    Die Tochter wartete und wartete und wartete und wartete und wartete und wartete und wartete. Jetzt hatte sie genug gewartet und langweilte sich und langweilte sich und langweilte sich und langweilte sich und langweilte sich und langweilte sich und langweilte sich. Jetzt hatte sie sich genug gelangweilt und warf ihren Schlüssel in die Luft und warf ihren Schlüssel in die Luft und warf ihren Schlüssel in die Luft und warf ihren Schlüssel in die Luft und warf ihren Schlüssel in die Luft und warf ihren Schlüssel in die Luft und warf ihren Schlüssel in die Luft. Jetzt hatte sie ihren Schlüssel genug in die Luft geworfen, dem Schlüssel ging das nämlich gehörig auf den Keks und er ließ sich in die Wasserpfütze fallen. Platsch! lag der Schlüssel darin und die Tochter erschrak. Die Pfütze war groß, dreckig und 5 cm tief. Und die Tochter sah zu, wie der Schlüssel sich freute nicht mehr durch die Luft geworfen zu werden, dann aber ängstlich versuchte wieder aus der Pfütze herauszukommen, weil er anfing zu rosten.
    [list=1] [align=JUSTIFY]Verdammter Mist! Dreckige Scheiße! Beschissener Schlüssel musstest du ihn diese blöde Pfütze fallen. Wie soll ich dich da wieder raus fischen?!“ Die Tochter fluchte immer weiter, weil sie gerade nichts besseres zu tun hatte; Die Freundin war ja nicht gekommen und fluchte und fluchte und fluchte und fluchte und fluchte und fluchte und fluchte. Sie hatte schon den ganzen Wald zusammen geflucht, als sie jemand anschrie. „Hey, kannst du mal aufhören, es gibt hier kleine Rehe im Wald, die die Unschuld ihrer Ohren nicht an dich verlieren sollen!“ Die Tochter konnte sich nicht erklären, wo die Stimme herkam. Da sah sie plötzlich einen dicken, grünen, schleimigen, warzenübersäten Frosch, der in der Pfütze saß. „IIIIEEEH! Bist du dick, grün, schleimig und warzenübersät!“ „Na, danke schön!“ „Bitte schön.“ „Wenigstens so viel Anstand hast du noch. Aber warum fluchst du so?“, fragte der Frosch, als ein paar Blasen an die Oberfläche Pfütze traten. „Aha. Was war das grade mit dem Anstand?“ „Entschuldige, ich bin auch nur ein Frosch! Außerdem war ich das nicht, das war der Autor, der hat einen etwas abgedroschenen Humor.“, sagte der Frosch und wurde blau. „Schon klar. Also, ich fluche, weil sich mein Schlüssel in die Pfütze fallen ließ.“, erklärte die Tochter. „Wie der Schlüssel hat sich in die Pfütze fallen lassen?“ „Na ja, ich hab den Schlüssel immer wieder in die Luft geworfen und ihn in die Luft geworfen und ihn in die Luft geworfen und ihn in die Luft geworfen und ihn in die Luft geworfen und ihn in die Luft geworfen und ihn in die Luft geworfen und ihn in die Luft geworfen und irgendwann hat er sich in die Pfütze fallen lassen.“ „Und warum holst du ihn nicht wieder raus?“ „Seh ich so aus, als würd ich in diese Dreckslache fassen?“ „Hey! Diese Dreckslache ist mein zu Hause, seit diesem grässlichen Vorfall! Aber warum frage ich eigentlich? Im Märchen hat die Prinzessin auch gezickt!“, sagte Frosch mehr zu sich selbst, als zu der Tochter: „ Also, was bekomme ich, wenn ich den Schlüssel herausfische?“ „Ich hab zwar keine Ahnung, wovon du sprichst, aber: Ich geb dir irgendwas, mir egal, Hauptsache ich kriege den Schlüssel wieder! Wie wär's mit einer Tüte Fliegen oder einem Warzenvereiser?“ „Pff! Nein, das brauche ich nicht. Ich möchte, dass du mich liebst, dass ich dein Freund bin und dass ich in der Pause neben dir sitze und aus deiner Brotbüchse essen darf, dass ich aus deiner Colaflasche trinken darf, aber nur Vitacola und ich möchte bei dir auf der Couch schlafen dürfen!“[/align] [/list]
    Moment mal, warum wollte ich ihn eigentlich?“, fragte sich die Tochter. „Ich brauche auch einfach nur nach Hause gehen und der Mutter sagen, ich habe den Schlüssel verloren. Ich muss hier nicht mit einem Frosch verhandeln!“ Sie sah den Frosch an: „Tschüss!“ „Hey, du kannst nicht gehen, wie willst du den Schlüssel wieder bekommen?“ „Ach weißt du, ich brauche den Schlüssel nicht so dringend, als dass ich dich von meiner Cola trinken lassen würde.“ „Aber, aber . . . Hey, Autor, so war das nicht abgemacht. Ich hab dir Lesen und Schreiben beigebracht und dich aus dem Ameisenhügel geangelt, weil du mir versprochen hast, du wirst mir wenn du schreibst irgendwie helfen!“
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    Andererseits“, sagte die Tochter, „Ich hab keine Lust das Geld für den neuen Schlüssel selber zu bezahlen. Also:“ Die Tochter räusperte sich. „Bitte, bitte lieber Frosch ich gebe dir alles was du willst, wenn du nur meinen Schlüssel aus dieser Pfütze holst.“ „Das ist doch mal ein Wort!“
    [list=1] [align=JUSTIFY] Der Frosch machte sich daran den Schlüssel am Bund aus der Pfütze zu ziehen. Als er es geschafft hatte präsentierte er den Schlüssel voller Stolz der Tochter. Die nahm glücklich den Schlüsse,l machte auf dem Absatz kehrt und lief zu ihrem Haus zurück. Der Frosch hopste so schnell er konnte hinter den Tochter her, doch er schaffte es nicht mit ihr Schritt zu halten. „Warte! Nicht so schnell, ein ekliger Frosch ist kein D-Zug! . . . Verdammter Autor!“ Die Tochter tat so, als ob sie ihn nicht hörte und reagierte auch nicht auf sein dehydriertes Quaken. Die Tochter kam zu Hause an, als es schon Abendessen gab. Der Mutter erzählte sie natürlich nichts und als sie sich später am Abend schlafen legte hatte sie den Frosch schon vergessen. Dieser musste, als er die Tochter vergessen aus den Augen verloren hatte in seine Dreckslache zurück. „Das hab ich gehört!“ [/align] [align=JUSTIFY] . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . [/align] [align=JUSTIFY] Dieser musste, als er die Tochter vergessen aus den Augen verloren hatte in seine PFÜTZE zurück.[/align] [align=JUSTIFY] Tags drauf war Montag und die Tochter musste wieder in die Schule. Es regnete, als sie sich in der Pause auf dem Schulhof auf eine Bank setzte. Ihre Klassenkameraden setzten sich zu ihr, als plötzlich ein Quaken zu vernehmen war. Dazu kam ein Platschen. Plitsch platsch kam etwas über den Schulhof. „Was war das?“, fragte jemand. Der Tochter lief ein Schauer über den Rücken, sie wusste was oder besser wer das war:„Äh, ich hab nichts gehört!“ „Quak, quak“ machte es wieder. „Tochter, namenlose wo bist du?“ Die Tochter sah sich um und sah den Frosch nicht weit von ihrer Bank entfernt. Ihr Herz begann zu rasen, hastig fing sie ein Gespräch mit ihren Freunden an. Die merkten, das etwas nicht stimmte. „Was ist los? War das ein Verehrer, den du hast abblitzen lassen?“ „Nein, das ist ein ekliger Frosch!“ „Ein Frosch? Ein Frosch hat dich gefragt ob du mit ihm gehen willst?“ „Nein, mein Schlüssel hat sich gestern im Wald in eine Pfütze fallen lassen und der Frosch wollte ihn nur raus holen, wenn er dafür mit mir essen darf und so!“ Da quakte es zum dritten mal: [/align] [align=CENTER]Tochter, namenlose[/align] [/list]
    Heb mich hoch,
    Hast du schon vergessen
    Was du mir bei der Dreckslache
    Nein,i ch meine bei der Pfütze
    Verdammter Autor, gesagt hast?
    Tochter, namenlose
    Heb mich hoch.“

    Moment mal, was du dem Frosch versprochen hast, musst du auch halten. Wir wollen niemanden in unserer Clique, der seine Versprechen nicht hält!“, sagte eine Freundin. „Hallo! Das ist ein Frosch! Ihr wollt nicht wirklich von mir verlangen, dass ich mit einem Frosch gehe.“ „Wenn du es ihm versprochen hast, dann ist es egal ob es ein Frosch, ein Warzenschwein oder eine Pestratte ist!“ „Aber es ist ein Frosch! Das ist doch eklig! In was für einer Gesellschaft leben wir denn, in der ein Mädchen gegen ihren Willen mit einem Frosch verkuppelt werden?“ „Ach weißt du, solange es gegen ihren Willen geschieht, ist es egal ob es ein Frosch ist oder ein fetter Sohn eines reichen, muslimischen Mannes, der deine Familie kennt ist oder ob du Nonne wirst!“ „Hallo, eigentlich geht es hier um mich, oder? Tochter, heb mich hoch!“
    Die Tochter sah ein, dass sie keine Chance hatte und fasste den Frosch mit einem Taschentuch an und hob ihn neben sich auf die Bank.
    Und jetzt möchte ich aus deiner Brotbüchse essen.“ Mit ekelverzerrtem Gesicht schob sie dem Frosch die Brotbüchse hin. Dieser machte sich daran alles was darin lag anzuknabbern. Erst die Äpfel, dann das belegte Brötchen und dann das Stückchen Schokolade. Dem Frosch schmeckte es gut, aber der Tochter war der Appetit vergangen.
    So“, sagte der Frosch, „Jetzt würde ich gerne etwas von deiner Cola trinken, vorausgesetzt, es ist Vitacola.“ Wie es der Zufall wollte, hatte die Tochter Vitacola mit. Der Frosch trank einen Schluck davon und setzte sich dann mit einem Ausdruck heiterer Gemütsruhe neben die Tochter, die unauffällig die Colaflasche in den Mülleimer Fallen ließ.
    Als die Schule aus war sagte der Frosch zur Tochter: „So ich habe aus deiner Brotbüchse gegessen, von deiner Vitacola getrunken und weil ich in der Schule neben dir saß, bin ich jetzt dein Freund. Fehlt nur noch, dass ich bei dir auf der Couch schlafe.“ „Du, wir haben gar keine Couch.“, sagte die Tochter. „Ach, das ist kein Problem, dann schlafe ich eben bei dir im Bett!“ Die Tochter schluckte, sagte aber nichts sonder wickelte den Frosch wieder in eine feuchtes Taschentuch und trug ihn so nach Hause.
    Die Mutter wartete schon auf sie. „Was ist denn los, Kindchen?“ In diesem Moment meldete sich der Frosch: „Quak! Lass mich raus, ich möchte wissen, wie edel du wohnst. Die Tochter holte das Taschentuch hervor, entließ den Frosch und erzählte der Mutter die ganze Geschichte. „Wow, ein sprechender Frosch, wir könnten Millionen machen!“ Die Tochter war total verdutzt, sie hatte mit viel Ärger gerechnet.
    Es wurde Abend. Die Mutter hatte sich mit dem Frosch gut angefreundet und sie lachten viel. Die Tochter war bereit zum Schlafen gehen und wünschte eine gute Nacht. „Aber Tochter, du hattest mir etwas versprochen! Du hast mir versprochen, dass ich bei dir auf der Couch schlafen dürfte oder besser bei dir im Bett, denn du hast ja gesagt, du hast keine Couch in deinem Zimmer.“ Die Tochter blickte die Mutter hoffnungsvoll an: „Mama . . .!“ „Nein, du hast es ihm versprochen und was man versprochen hat . . .“ „Och, immer wieder das selbe! Da wird langsam zur Plattitüde!“
    Die Tochter stampfte die Treppen hoch und der Frosch hopste ihr glücklich hinterher. Im Zimmer angekommen legte die Tochter ein Kissen in eine Ecke. „Du schläfst da!“ „Quak, Quak nein, ich will im Bett schlafen, so wie du, sonst sag ich es deiner Mutter!!“ „Petze! Sei still du ekeliges – schleimiges – Ding! STIRB STIRB STIRB“ Bei jedem dieser 3 Worte trat sie einmal auf den Frosch. Dieser platzte, mit einem gewaltigen Knall auf. Der Tochter wurde übel. „Fernsehen macht also doch aggressiv.“ Stellte die
    Tochter fest. Die Mutter hatte den Knall gehört und rannte glücklich in das Zimmer der Tochter. „Und, ist er hübsch?“, fragte sie, als sie in den Raum trat. Da erst sah sie das platte stinkende Ding, das mit seinen Innereien gerade den Teppich auflöste.
    Nein, kennst du das Märchen nicht? Du hättest ihn gegen die Wand schmeißen müssen!“ „Was?“ „Kennst du den Froschkönig nicht?“ Da wurde der Tochter alles klar. Sie nahm, jetzt ohne jeden Ekel den matschigen Haufen und schleuderte ihn gegen die Wand.
    Es erschien eine Wolke und als diese sich aufgelöst sahen die beiden als erstes Blut, viel Blut. Dazwischen lag ein Junge, keine 16 Jahre alt. Er war so platt, als ob das gesamte Wissen über die Untaten in dieser Welt auf ihm lastete.
    Wir müssen ihn ins Krankenhaus bringen, rufen wir ein Taxi.“ Merkwürdigerweise stand ein Taxi direkt vor der Haustür. Sie stiegen ein, die Tochter legte den Kopf des Jungen auf ihren Schoß. „Wehe ihr macht mir die Sitze damit dreckig!“, sagte der Taxifahrer und deutete auf den Jungen. Der Taxifahrer wirkte ziemlich heruntergekommen, genauso wie sein Wagen. Sie fuhren los, Richtung Krankenhaus. „Meinst du, er lebt noch?“, fragte die Tochter. „Ja, Mensch und ich hab gestern erst die Wohnung sauber gemacht. Hast du 'ne Ahnung wie schwer man Blut wieder aus dem Teppich bekommt?“ „Es ist ja Adelsblut.“, hoffte die Tochter. „Adelsblut sagst du?“, fragte der Taxifahrer und schaute sich das zermatschte Gesicht des Jungen noch mal genau an. „Das ist mein Sohn!“, sagte er Teils glücklich, Teils erschrocken. „Waaaas?“
    Der Taxifahrer nahm aus dem Armaturenbrett eine Sirene, und setzte sie aufs Dach. Dann gab er Gas. „Ich bin Heinrich Graf zur Alten Feste.“., erklärte der Fahrer. „Mein Junge wollte sich was dazu verdienen und hat sich bei einer vom Staat geförderten Firma eingeschrieben, als Tester. Die haben ihm haufenweise Gemüse zu essen gegeben. Zuerst war ich glücklich; gesunde Ernährung und so. Aber dann bekam er grüne Warzen und seine Stimme veränderte sich. Er ging dort immer nach der Schule hin, aber eines Tages kam er nicht wieder nach Hause. Ich forschte ein bisschen nach und fand heraus, dass die Firma Genfood an den Jugendlichen aus testete ohne sie darüber zu informieren. Ich steckte das gesamte Geld meiner Familie in Prozesse um diese Firma in Grund und Boden zu klagen. Aber wenn der Staat dahinter steht, hat man keine Chance. Als all unser Geld aufgebraucht war, musst ich diesen Job als Taxifahrer suchen. Seit dem kämpfen meine Frau und ich ums Überleben.“
    Es krachte fürchterlich, als der Wagen über eine Kreuzung fuhr. Die Mutter rief durch den Sirenenlärm:
    Heinrich, die Achse bricht!“
    Nein, Mutter, die Haxe ist es nicht!“
    Ich sagte die Achse – ACHSE!“
    Mein ich doch! Nein, Es ist sein Genick, das bricht!“
    Das ist ja eklig muss das unbedingt hier sein, in der Taxe?“
    Trotzdem finde ich er hat ein hübsches Gesicht.“

    Ein paar mal krachte es noch und immer meinte die Mutter es sei die Achse, aber es war immer ein Halswirbel des armen Schönlings. Als sie im Krankenhaus ankamen fuhren sie ihn sofort in den OP – Saal.
    Und wenn er nicht gestorben ist, operieren sie ihn noch heute.

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