Einsam - Kurzgeschichte.

This site uses cookies. By continuing to browse this site, you are agreeing to our Cookie Policy.

Als Gast sind dir nicht alle Inhalte und Funktionen dieses Forums zugänglich.
Um das Forum im vollen Umfang nutzen zu können, registriere dich bitte.

  • Einsam - Kurzgeschichte.

    Naja, meine erste Geschichte, ich dacht ich schreib einfach mal.
    Hoffe es gefällt einigermaßen und ich freu mich über Kritik. :P

    Einsam

    Kalter Nebel zieht auf, die Wolken werden immer dichter. Langsam fallen gelbrote Blätter zu Boden und die letzten Sonnenstrahlen des Jahres verschwinden einsam im dunklen Schatten des Winters. Ich stehe auf einer einsamen, mit Teer bepflasterten Straße, die sich wie eine lange Schlange durch die bewaldete Ebene zieht. Neben eben dieser Straße steht ein großer, dunkler Wald, der bei genaueren Betrachten einen verwilderten Eindruck erweckt. Auf mich kommt langsam ein alter, mit grünen Tarnfarben angemalter Laster zu, der mich mit seinen Scheinwerfern blendet. Ich weiß nicht genau wieso ich nicht einfach von der Straße gehen kann und nur regungslos da stehe und darauf warte bis der Laster mich erreicht. Am liebsten würde ich weglaufen, doch ich kann nicht, ein innerer Zwang und eine Frage in meinen Kopf halten mich auf, einfach in den Wald zu rennen und mich zu verstecken. Vorhin habe ich noch Vögel gehört, doch nachdem jetzt auch der letzte Sonnenstrahl verschwunden ist, hört man nur noch das immer näher kommende Motorengeräusch eines Lasters. Mir wird langsam kalt, ich habe nicht viel an, nur meine blutbefleckte Hose, mit ein paar Löchern, die Schuhe meines Vaters vom letzten Sommer, die er mir Geschenkt hat, weil er sie nichtmehr brauchte und ein ehmals weißes Tshirt, was mittlerweile Grau vor Dreck ist. Jetzt frage ich mich ob die Fahrer des Lasters mich schon sehen, ich sehe sie schon lange, das Licht der Scheinwerfer kann man Kilometerweit durch den wabernden Nebel sehen. Immernoch kann ich mich nicht rühren, ich stehe wie versteinert da und warte bis der Laster mich erreicht. In weiter Ferne hör ich Stimmen, vielleicht welche von uns? Am liebsten würd ich nachsehen, doch ich kann nicht. Der Laster ist da, er hält 50 Meter entfernt von mir und es steigen Soldaten aus. Meine Frage ist beantwortet, sie lebt nicht mehr. Ich gehe langsam auf sie zu und lasse mich Festnehmen. Sie beschimpfen mich, mir macht es nichts aus. Sie treten mich und schlagen mir ihre Gewehrkolben in die Seite, mir macht es nichts aus. Ich guck noch einmal in den Himmel, sehe eine Stelle, wo sich die dichten Wolken lichten. Sehe wunderschöne Sterne und spüre Schmerz. Ich weiß, gleich ist es nichtmehr kalt und ich bin bei ihr. Ein Knall hallt über die Ebene, es wird leiser als es sowieso schon ist, um mich rum wird es dunkel und ich bin glücklich..